AT14689U1 - Vorrichtung zum Abdecken einer Punktionsstelle - Google Patents

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AT14689U1
AT14689U1 ATGM50165/2014U AT501652014U AT14689U1 AT 14689 U1 AT14689 U1 AT 14689U1 AT 501652014 U AT501652014 U AT 501652014U AT 14689 U1 AT14689 U1 AT 14689U1
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Maria Hertzberg
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Holtsch Medizinprodukte Gmbh
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung zum Abdecken einer Punktionsstelle mit einem Band, einer Verschließeinrichtung, mit der das Band ringförmig festlegbar ist, und einer Druckplatte (1) angegeben. Man möchte eine sichere Handhabung und zuverlässige Funktionsweise der Vorrichtung zum Abdecken einer Punktionsstelle gewährleisten. Hierzu ist vorgesehen, dass die Druckplatte (1) eine Wirkseite (4) mit einer Struktur (5) aus Zinken (6) auf deren Oberfläche aufweist.

Description

Beschreibung
VORRICHTUNG ZUM ABDECKEN EINER PUNKTIONSSTELLE
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdecken einer Punktionsstelle mit einemBand, einer Verschließeinrichtung, mit der das Band ringförmig festlegbar ist, und einer Druck¬platte.
[0002] Medizinische Behandlungen erfordern häufig das gezielte Setzen von Kanülen in Kör¬pergewebe, um beispielsweise Medikamente zu injizieren oder Körperflüssigkeiten zu entneh¬men. Nach Abschluss dieser Punktion wird die Kanüle aus dem Gewebe wieder herausgezogenund es verbleibt eine kleine Wunde an der Punktionsstelle zurück, aus der Blut austritt. DieseBlutung kann dadurch gestoppt werden, dass man eine Kompresse unter einem gewissenDruck auf die Wunde auflegt und dort solange festhält, bis sich die Wunde wieder geschlossenhat.
[0003] Die Dauer jedoch, während derer die Kompresse auf die Punktionsstelle gedrückt wer¬den muss, kann je nach medizinischer Anwendung stark variieren. Bei einer Hämodialyse, alsoder künstlichen Blutwäsche bei niereninsuffizienten Personen, muss beispielsweise für einenausreichenden Blutdurchfluss des Dialyseapparats ein so genannter Shunt punktiert werden.Dabei handelt es sich um einen operativ im Vorfeld der Hämodialyse angelegten Gefäßzugang,der aus einem "Kurzschluss" zwischen einer Vene und einer Arterie besteht. Durch diesen"Kurzschluss" wird ein ausreichend starker Blutdurchfluss erreicht. Auf der anderen Seite bringtes dieser starke Blutdurchfluss jedoch mit sich, dass die Punktionsstelle im Shunt entsprechendlange verbunden werden muss, bis die Blutung zum Stillstand kommt. Je nach Position desShunts sind dabei Zeiträume von 5 bis 60 Minuten keine Seltenheit. Während dieser Zeit istdabei ein sicheres "Abdrücken" der Punktionsstelle unter gleichbleibendem Druck erwünscht.Das selbsttätige und manuelle Festhalten der Kompresse auf der Punktionsstelle durch denPatienten kann über derartig lange Zeiträume als unangenehm empfunden werden. Darüberhinaus kann es insbesondere älteren Menschen Schwierigkeiten bereiten.
[0004] Es ist daher bekannt, die Kompresse mit einer dafür entwickelten Vorrichtung untereinem gewissen, einstellbaren Druck auf der Punktionsstelle festzuhalten. Eine derartige Vor¬richtung weist ein Band auf, das um die Extremität gelegt werden kann, in der sich die Punkti¬onsstelle befindet. Durch Verwendung einer Verschließeinrichtung wird das Band unter einemgewissen, einstellbaren Druck auf der entsprechenden Extremität, also beispielsweise einemArm, zur Anlage gebracht und festgelegt. Das Band weist dabei zusätzlich eine Druckplatte auf,die unter Zwischenlage einer Kompresse die Punktionsstelle mit Druck beaufschlagt. Im ge¬schlossenen Zustand der Verschließeinrichtung wird die Kompresse also ohne Zutun des Pati¬enten über den benötigten Zeitraum auf der Punktionsstelle festgehalten.
[0005] Eine derartige Vorrichtung hat jedoch einerseits den Nachteil, dass die Kompressezwischen der Druckplatte und der Extremität leicht verrutschen kann. Dies kann insbesonderebeim Schließen der Verschließeinrichtung oder durch Bewegung des Patienten geschehen.Hierdurch resultiert dann ein nur unzureichendes "Abdrücken" der Punktionsstelle und es isteventuell ein Nachjustieren der Vorrichtung nötig. Zum anderen kann das Band beim Schließenoder Öffnen der Verschließeinrichtung leicht wegrutschen, beispielsweise aufgrund einer Un¬achtsamkeit desjenigen, der dem Patienten die Vorrichtung anlegt. Beim Schließen der Ver-schließeinrichtung muss derjenige, der die Vorrichtung handhabt, dann neu ansetzen; beimÖffnen der Verschließeinrichtung kommt es zu unerwünschten, unkontrollierten Bewegungender Vorrichtung.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine sichere Handhabung und zuver¬lässige Funktionsweise der Vorrichtung zum Abdecken einer Punktionsstelle zu gewährleisten.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,dass die Druckplatte eine Wirkseite mit einer Struktur aus Zinken auf deren Oberfläche auf¬weist.
[0008] Die Wirkseite der Druckplatte ist dabei die Seite, die unter Zwischenlage einer Kompres¬se oder ähnlicher geeigneter Materialien die Punktionsstelle mit Druck beaufschlagt. Die Struk¬tur aus Zinken auf der Oberfläche der Wirkseite greift in die Kompresse ein. Die Struktur er¬zeugt also einen erhöhten Reibungskoeffizienten der Kompresse oder sogar einen Formschlussin Bezug auf die Wirkseite. Es ergibt sich ein besserer Halt der Kompresse und diese ist auchbei Bewegungen des Patienten oder während des Vorgangs des Anlegens der Vorrichtungzuverlässig gegen ein Verrutschen geschützt. Das Anlegen der Vorrichtung zum Abdeckeneiner Punktionsstelle kann dabei beispielsweise in der Art und Weise geschehen, wie es bei derDiskussion bekannter Vorrichtungen des Standes der Technik beschrieben ist. Insbesonderebeim Schließen der Verschließeinrichtung ist nun durch den Eingriff der Struktur aus Zinken indie Kompresse deren Verrutschen in Bezug auf Druckplatte und Punktionsstelle verhindert. DieHandhabung der Vorrichtung wird erleichtert, da somit ein eventuell notwendiges Nachjustierender Vorrichtung vermieden werden kann. Auch wird ein passgenaues und ausreichendes "Ab¬drücken" der Punktionsstelle erreicht.
[0009] Vorzugsweise weist die Struktur eine Vielzahl räumlich getrennter Zinken auf. Die Zinkengreifen an räumlich getrennten Punkten in die Kompresse. Hierdurch ergeben sich insgesamtein definierterer Halt und eine bessere Befestigungswirkung im Vergleich mit einer Struktur, diebeispielsweise auch lediglich einen Zinken aufweisen könnte. Bei einer Vielzahl an Zinken ist esjedoch weniger problematisch, sollte der Eingriff zwischen Zinken und Kompresse nur mangel¬haft erfolgen. Zusätzlich wird die Kompresse ebenso über einen Teil ihrer Fläche fixiert. Damitwerden übermäßige Schererscheinungen durch mechanische Beanspruchungen, beispielswei¬se an den Rändern der Kompresse vermieden, wie dies bei einem punktuellen Eingriff durchlediglich einen Zinken der Fall wäre. Ebenso lässt sich die Haltewirkung gegenüber einer ledig¬lich reibungsverstärkenden Oberflächenstruktur, also beispielsweise einer aufgerauten Oberflä¬che, deutlich verbessern.
[0010] Dabei ist bevorzugt, dass nur ein Teil der Oberfläche Zinken aufweist. Hierdurch wirdzunächst eine einfachere und auch kostengünstigere Herstellung der Wirkseite der Druckplatteerreicht. Darüber hinaus ergibt sich ebenfalls eine definiertere Position der Kompresse auf derDruckplatte. Man kann beispielsweise die Kompresse in ihrer radialen Erstreckung derartigdimensionieren, dass sie gerade den Teil der Oberfläche der Wirkseite abdeckt, der mit Zinkenversehen ist. Da es sich bei einer Punktionsstelle um eine Wunde relativ geringen Ausmaßeshandelt, wird man vorzugsweise auch den Teil der Oberfläche, der Zinken aufweist, entspre¬chend dimensionieren. Dadurch, dass nur ein Teil der Oberfläche Zinken aufweist, lässt sichebenso ein sichereres Hantieren mit der Druckplatte gewährleisten; etwaige Verletzungen vonPatienten oder Personen, die die Vorrichtung handhaben, durch unachtsamen Umgang, könnenvermieden werden.
[0011] Bevorzugterweise sind die Zinken in konzentrischen Kreisen angeordnet. Die Anordnungder Zinken in konzentrischen Kreisen, dient dazu, der Struktur aus Zinken ein geometrischesMuster zu geben. Das Muster sollte dabei vorzugsweise derartig ausgeprägt sein, dass sich dieZinken annähernd gleichmäßig über den Teil der Oberfläche verteilen, auf dem sie vorgesehensind. Durch diese Regelmäßigkeit wird dann ein gleichmäßiger Eingriff der Zinken in die Kom¬presse ermöglicht und deren Halt an der Wirkseite weiter verbessert. Neben der Anordnung inkonzentrischen Kreisen kommen also ebenso rechteckförmige, dreieckförmige oder schach¬brettmusterartige Anordnungen infrage.
[0012] Es ist bevorzugt, dass die Zinken eine Kegelform aufweisen. Durch die breite, kreisför¬mige Basis können die Zinken somit zuverlässig auf der Oberfläche der Wirkseite gehaltenwerden und mechanischen Beanspruchungen ohne abzubrechen standhalten. Die auf der derOberfläche abgewandten Seite spitz zulaufende Form des Kegels ermöglicht dann ein problem¬loses Eindringen der Zinken in das Material der Kompresse. Damit wird deren sicherer Halt aufder Wirkseite der Druckplatte gewährleistet.
[0013] Hierbei ist bevorzugt, dass die Länge der Zinken größer ist als ihr Durchmesser. Es istalso gewährleistet, dass die Zinken "spitz zulaufen" und sich nicht allzu sehr "flächig" in ihrer
Radialrichtung erstrecken. Hierdurch wird erreicht, dass die Zinken derartig tief in das Materialder Kompresse eindringen können, dass diese sich nicht wieder löst und sicher gehalten wird.Andererseits muss die Dicke der Kompresse offensichtlich derartig mit der Länge der Zinkenabgestimmt werden, dass in Axialrichtung der Druckplatte ein genügend großer, durch Materialder Kompresse ausgefüllter Abstand zwischen den Enden der Zinken und der Haut um diePunktionsstelle verbleibt.
[0014] Hierbei ist bevorzugt, dass die Zinken mit Widerhaken ausgebildet sind. Die Zinkenstehen dann in einer Weise mit dem Material der Kompresse in Eingriff, die zusätzlich zur be¬reits beschriebenen Sicherung gegen ein Verrutschen der Kompresse in einer Radialrichtungder Druckplatte ebenso das Entgleiten der Kompresse in Axialrichtung der Druckplatte verhin¬dert. Eine zusätzliche manuelle Fixierung der Kompresse durch eine die Vorrichtung handha¬bende Person kann entfallen. Die Ausbildung von Widerhaken ist dabei nicht nur makrosko¬pisch auf den Zinken möglich, sondern etwa auch mikroskopisch durch ein entsprechendesAufrauen ihrer Oberflächenstruktur.
[0015] Es ist bevorzugt, dass die Zinken einstückig mit der Druckplatte ausgebildet sind. DieDruckplatte wird bevorzugt aus einem Material gebildet sein, das eine hohe Verträglichkeit füreinen Großteil der Patienten besitzt. Da die Vorrichtung über einen Zeitraum von einigen zehnMinuten am Körper des Patienten angebracht sein kann, ist man bestrebt, allergische oderähnliche Reaktionen beispielsweise der Haut um die Punktionsstelle zu vermeiden. Die Druck¬platte wird dann typischerweise aus einem Kunststoff gebildet sein. Hierbei ist es dann in derHerstellung der Druckplatte einfach und kostengünstig, diese als Einheit herzustellen, bei¬spielsweise zu gießen. Die Zinken sind dann aus demselben Material gebildet wie die Druck¬platte.
[0016] Alternativ ist bevorzugt, dass die Zinken stoffschlüssig mit der Druckplatte verbundensind. Bei einer Fertigung der Druckplatte und der Zinken aus Kunststoff ist eine stoffschlüssigeVerbindung beispielsweise durch Ultraschallschweißen möglich. Die getrennte Fertigung vonDruckplatte und Zinken erleichtert dabei zum einen die Fertigung speziell ausgebildeter Zinken,beispielsweise solcher mit einer Oberflächenstruktur mit Widerhaken. Zum anderen ermöglichtes auf einfache Weise, die Zinken in einem gewünschten Muster auf der Druckplatte anzuord¬nen. Ebenso ist es möglich, die Zinken aus einem anderen Material als die Druckplatte zu bil¬den, und diese beispielsweise durch Kleben auf der Wirkseite anzubringen.
[0017] Es ist bevorzugt, dass die Druckplatte eine Passivseite mit einer Struktur aus Zinken aufderen Oberfläche aufweist. Die Passivseite der Druckplatte ist dabei die Seite, die der Wirkseiteder Druckplatte abgewandt ist. Beim Schließen der Verschließeinrichtung wird das Band derVorrichtung ringförmig um den Körperteil mit der Punktionsstelle festgelegt und kommt dabei mitder Passivseite der Druckplatte mit Flächenabschnitten zur Anlage. Das Band kann beispiels¬weise als Flauschband ausgebildet sein. In diesem Fall kann die Struktur aus Zinken den ent¬sprechenden Gegenpart aus Haken übernehmen und durch Eingriff mit dem Flauschband einenVerschluss zwischen Band und Passivseite der Druckplatte hersteilen. Im Übrigen kann dieStruktur aus Zinken die bisher für die Wirkseite erwähnten vorteilhaften Ausgestaltungen auf¬weisen.
[0018] Alternativ ist bevorzugt, dass die Struktur aus Zinken auf der Wirkseite verschieden istvon der Struktur aus Zinken auf der Passivseite. Es können sich verschiedene konstruktiveVorteile ergeben. Unter anderem ist die Ausbildung eines rechteckförmigen oder schachbrett¬musterartigen Musters aus Zinken auf der Passivseite vorteilhaft, da das Band dort als Flausch¬band ausgebildet sein kann und mit Flächenabschnitten an der Passivseite anliegt. Ein sichererEingriff zwischen Band und Zinken ist die Folge. Für die Anlage der Kompresse auf der Wirksei¬te kann es vorteilhafter sein, eine Struktur aus konzentrischen Kreisen für die Zinken zu wählen.Auch kann sich die Herstellung bzw. Anbringung der Zinken, beispielsweise durch einstückigeAusbildung oder Stoffschluss, für Wirkseite und Passivseite unterscheiden.
[0019] Weiterhin ist alternativ bevorzugt, dass die Passivseite eine Aufnahmenut, in der Flä¬chenabschnitte des Bandes anliegen, aufweist. Diese Ausgestaltung kann zusätzlich oder alternativ zur Ausbildung der Struktur aus Zinken auf der Passivseite vorgesehen sein. DieAnlage des Bandes in der Aufnahmenut stellt dabei eine sichere Führung des Bandes beimÖffnen und Schließen der Verschließeinrichtung sicher. Unerwünschte und unkontrollierteBewegungen der Vorrichtung bei diesem Vorgang können somit vermieden werden. Die Hand¬habung der Vorrichtung wird sicherer und ihre Funktionsweise zuverlässiger.
[0020] Auch ist bevorzugt, dass die Druckplatte mindestens zwei Teile aufweist, die miteinanderverbunden sind und an Flächenabschnitten des Bandes anliegen. Man positioniert das Bandhierbei so zwischen den beiden Teilen, dass diese es klemmend festhalten, wenn die beidenTeile miteinander verbunden sind. Die Verbindung kann außen um das Band herum erfolgenoder durch das Band hindurch. Die Herstellung der Vorrichtung wird dabei erleichtert.
[0021] Hierbei ist bevorzugt, dass mindestens eines der Teile eine zahnartige Geometrie auf¬weist, die in das Band eingreift. Das Band wird innerhalb der Druckplatte formschlüssig gehal¬ten und es ergibt sich somit ein erhöhter Widerstand gegen das Herausziehen des Bandes ausder Druckplatte.
[0022] Schließlich ist bevorzugt, dass Wirkseite und Passivseite je auf einer der mindestenszwei Teile der Druckplatte ausgebildet sind. Wirkseite und Passivseite der Druckplatte lassensich dann getrennt voneinander und nach den jeweiligen konstruktiven Anforderungen undvorteilhaften Ausgestaltungen fertigen. Die Herstellung wird vereinfacht.
[0023] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen inVerbindung mit den Zeichnungen beschrieben. Hierin zeigen: [0024] Fig. 1 eine Druckplatte einer Vorrichtung zum Abdecken einer Punktionsstelle, [0025] Fig. 2 eine Wirkseite der Druckplatte, [0026] Fig. 3 eine Passivseite der Druckplatte, [0027] Fig. 4 eine abgewandelte Ausführungsform der Passivseite der Druckplatte.
[0028] Die Zeichnungen der Fig. 1 bis 4 zeigen eine Druckplatte 1 einer Vorrichtung zum Abde¬cken einer Punktionsstelle. Die Vorrichtung weist neben der Druckplatte 1 noch ein Band undeine Verschließeinrichtung, mit der das Band ringförmig festlegbar ist, auf, auf deren Darstel¬lung jedoch gänzlich verzichtet wird. Die Druckplatte 1 weist ein Oberteil 2 und ein Unterteil 3auf. Das Oberteil 2 wiederum weist eine Wirkseite 4 mit einer Struktur 5 aus Zinken 6 auf. DasUnterteil 3 weist eine Passivseite 7 auf, die alternativ zu einer Struktur 15 aus Zinken 16 eineAufnahmenut 8 aufweisen kann. Am Unterteil 3 sind auch Zapfen 9 dargestellt, die der Verbin¬dung von Oberteil 2 und Unterteil 3 der Druckplatte 1 dienen. Im verbundenen Zustand verbleibtzwischen Oberteil 2 und Unterteil 3 eine Bandnut 10, in der das Band in der Druckplatte 1 be¬festigt wird.
[0029] Fig. 1 zeigt die Druckplatte 1 zusammengesetzt aus dem Oberteil 2 und dem Unterteil 3.Die Druckplatte 1 weist hier also zwei Teile auf, die miteinander verbunden sind. Bei dieserAusführung ist das Band (nicht dargestellt) in der Bandnut 10 mit einem Ende fixiert. Eine Kom¬presse (nicht dargestellt) kann dann auf der Wirkseite 4 des Oberteils 2 zur Anlage gebrachtwerden. Die Druckplatte 1 wird unter Zwischenlage der Kompresse unter Druck auf die Punkti¬onsstelle aufgebracht. Das Band kann dann mit seinem zweiten Ende unter Anlage eines Flä¬chenabschnitts in der Aufnahmenut 8 der Passivseite 7 um den entsprechenden Körperteilherumgeführt werden. Um die Vorrichtung in dieser Position festzulegen, wird das Band wiedermit einem Flächenabschnitt in der Aufnahmenut 8 mit dem bereits dort befindlichen anderenFlächenabschnitt zur Anlage gebracht. Die Oberfläche des in der Aufnahmenut 8 nun "untenliegenden" Flächenabschnitts des Bandes kann beispielsweise als Flauschband ausgebildetsein. Die Oberfläche des oben aufliegenden Flächenabschnitts kann als Gegenpart entspre¬chend als Hakenband ausgebildet sein. Die Vorrichtung lässt sich somit sicher und unter Druckauf der Punktionsstelle festlegen. Die Aufnahme des Bandes in der Aufnahmenut 8 verhindertein Verrutschen in Radialrichtung der Druckplatte 1.
[0030] Fiq. 2 zeigt das Oberteil 2 der Druckplatte 1. Dieses weist die Wirkseite 4 auf, auf der die
Struktur 5 aus Zinken 6 angebracht ist. Die Wirkseite 4 kann dabei eine Wölbung aufweisen, umden Druck auf die Punktionsstelle zu erhöhen. Die Zinken 6 der Struktur 5 sind hier in konzent¬rischen Kreisen, die sich von der Mitte der Wirkseite 4 zu deren Rand hin erstrecken, angeord¬net. Allerdings füllen diese Kreise nur einen Teil der Fläche der Wirkseite 4 aus. Dieser Teildient als Anlagefläche für die Kompresse. Die Zinken 6 sind kegelförmig dargestellt. Die Kegel¬form ist dabei so ausgelegt, dass die Länge der Kegel, also deren Höhe, größer ist als derDurchmesser ihrer Basis. Die Zinken 6 laufen so hinreichend spitz zu, um einen sicheren Haltder Kompresse dadurch zu gewährleisten, dass sie entsprechend tief in deren Material eindrin-gen.
[0031] Die Zinken 6 können einstückig mit der Wirkseite 4 der Druckplatte 1 ausgebildet sein.Alternativ ist es möglich, diese beispielsweise durch Kleben oder Ultraschallschweißen zubefestigen. Dies ist insbesondere dann günstig, wenn die Zinken 6 und die Druckplatte 1 bzw.die Wirkseite 4 aus demselben Kunststoff gebildet sind. Man kann diese jedoch auch, je nachAnforderungen an das Material, aus unterschiedlichen Kunststoffen ausbilden, oder beispiels¬weise Zinken 6 auf einem Metall vorsehen, die in das umgebende Material eingegossen werdenkönnen.
[0032] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des Unterteils 3 der Druckplatte 1. In dieser weist diePassivseite 7 der Druckplatte 1 die Aufnahmenut 8 auf, in der das Band der Vorrichtung zumAbdecken einer Punktionsstelle mit Flächenabschnitten anliegen kann. Dabei wird die Aufnah¬menut 8 in ihrer Breite mit der Breite des Bandes übereinstimmen. Auf diese Weise hat dasBand in der Aufnahmenut 8 kein Spiel in Radialrichtung der Druckplatte 1. Eine zuverlässigeFunktionsweise der Vorrichtung wird ermöglicht, da diese beim Öffnen und Schließen der Ver-schließeinrichtung keine unkontrollierten und unerwünschten Bewegungen ausführen kann. DasBand ist verrutschsicher in der Vorrichtung gehalten. Die Verschließeinrichtung bezeichnet hierallgemein den Mechanismus, mit dem das Band ringförmig festlegbar ist. Dies kann z.B. diebereits beschriebene Ausführungsform des Bandes sein, in der das Band eine Flausch- undeine Hakenseite aufweist.
[0033] Auch ist in Fig. 3 das Unterteil 3 der Druckplatte 1 mit Zapfen 9 dargestellt. Diese dienender Befestigung von Ober- und Unterteil 2, 3 aneinander. Dabei greifen die Zapfen 9 in (nichtdargestellte) korrespondierende Vertiefungen am jeweils anderen Teil ein. Um die Zapfen 9 mitihren korrespondierenden Vertiefungen in Eingriff zu bringen, ist eine gewisse Kraft nötig, sodass im Betrieb der Vorrichtung ein sicherer Halt zwischen Ober- und Unterteil 2, 3 gewährleis¬tet ist. Beim Zusammensetzen von Ober- und Unterteil 2, 3 wird ein Ende des Bandes zwischenbeiden eingeklemmt und entsprechend einer weiteren Ausführungsform zusätzlich noch miteiner (nicht dargestellten) zahnartigen Geometrie fixiert. Diese zahnartige Geometrie, die anjeweils einem oder beiden Teilen der Druckplatte 1 vorgesehen sein kann, greift in das Band einund hält es zusätzlich zum bereits bestehenden Reibschluss noch durch Formschluss fest.
[0034] Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform des Unterteils 3. Bei dieser ist dieAufnahmenut 8 durch die Struktur 15 aus Zinken 16 ersetzt. Diese geometrische Anordnung derZinken 16 erfolgt hier in Form eines Rechtecks. Da das Band der Vorrichtung ebenso einerechteckige Form aufweist, ist folgende Art der Verschließeinrichtung vorgesehen. Die Zinken16 werden mit (nicht dargestellten) makroskopischen oder mikroskopischen Widerhaken verse¬hen. Das Band wird entsprechend als Flauschband ausgeführt und kann somit mit den Wider¬haken in Eingriff gebracht werden. Die Vorrichtung lässt sich entsprechend der bereits be¬schriebenen Handhabung ringförmig festlegen, ohne dabei jedoch einer doppelten Führung desBandes über die Passivseite 7 zu bedürfen. Die Dimensionen der rechteckigen Struktur 15 ausZinken 16 werden dabei auf die Dimensionen des Flauschbandes abgestimmt, um einen mög¬lichst zuverlässigen Eingriff der beiden zu gewährleisten.

Claims (15)

  1. Ansprüche 1. Vorrichtung zum Abdecken einer Punktionsstelle mit einem Band, einer Verschließeinrich¬tung, mit der das Band ringförmig festlegbar ist, und einer Druckplatte (1), dadurch ge¬kennzeichnet, dass die Druckplatte (1) eine Wirkseite (4) mit einer Struktur (5) aus Zinken (6) auf deren Oberfläche aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur (5) eine Viel¬zahl räumlich getrennter Zinken (6) aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Teil der OberflächeZinken (6) aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieZinken (6) in konzentrischen Kreisen angeordnet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken(6) eine Kegelform aufweisen.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längeder Zinken (6) größer ist als ihr Durchmesser.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken(6) mit Widerhaken ausgebildet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken(6) einstückig mit der Druckplatte (1) ausgebildet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken(6) stoffschlüssig mit der Druckplatte (1) verbunden sind.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dieDruckplatte (1) eine Passivseite (7) mit einer Struktur (5) aus Zinken (6) auf deren Oberflä¬che aufweist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieStruktur (5) aus Zinken (6) auf der Wirkseite (4) verschieden ist von der Struktur (15) ausZinken (16) auf der Passivseite (7).
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass diePassivseite (7) eine Aufnahmenut (8), in der Flächenabschnitte des Bandes anliegen, auf¬weist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dieDruckplatte (1) mindestens zwei Teile (2, 3) aufweist, die miteinander verbunden sind undan Flächenabschnitten des Bandes anliegen.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines derTeile (2, 3) eine zahnartige Geometrie aufweist, die in das Band eingreift.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dassWirkseite (4) und Passivseite (7) je auf einem der mindestens zwei Teile (2, 3) der Druck¬platte (1) ausgebildet sind. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
ATGM50165/2014U 2013-11-14 2014-10-16 Vorrichtung zum Abdecken einer Punktionsstelle AT14689U1 (de)

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