AT14768U1 - Fleischreifevorrichtung mit Aktivkohlefilter - Google Patents
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Abstract
Fleischreifevorrichtung (1) zur Trockenreifung von Fleisch (3) mit einer Kammer (2) zur Aufnahme und Lagerung des Fleisches (3) während der Reifungsvorgangs und mit einer Durchführungsvorrichtung (11) zur Durchführung von Luft zwischen der Kammer und der Umgebung, die wenigstens von der Umgebung in die Kammer (2) durchströmbar ausgebildet ist, wobei die Durchführungsvorrichtung (11) einen Aktivkohlefilter aufweist, damit die von der Umgebung in die Kammer (2) geführte Luft gefiltert wird.
Description
Beschreibung "FLEISCHREIFEVORRICHTUNG MIT AKTIVKOHLEFILTER" [0001] Die Erfindung betrifft eine Fleischreifevorrichtung zur Trockenreifung von Fleisch nachdem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Kühlschränke bekannt, die zur Trockenreifung vonFleisch verwendet werden und ein begrenztes Volumen im Rahmen einer handelsüblichenKühlschrankgröße zur Aufnahme des Fleisches zur Verfügung stellen. Die Fleischreifung wirdzum Teil auch als Abhängen bezeichnet. Unmittelbar nach der Schlachtung ist Fleisch in derRegel zäh und geschmacksarm. Erst durch eine entsprechende Reifung, meist in Form einerLagerung, wird es zart, facettenreich an Geschmack und in der Regel auch bekömmlicher.Besonders bekannt ist die Fleischreifung bei Rindfleisch, insbesondere bei der Zubereitung vonSteaks, für die in der Regel Rindfleisch verwendet wird, das über längere Zeit trockengereiftwurde. Nicht selten wird derartiges Rindfleisch über mehrere Wochen hinweg trockengelagert.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fleischreifevorrichtung bereitstellen zu können, dieein noch höheres Maß an Hygiene ermöglicht.
[0004] Die Aufgabe wird, ausgehend von einer Fleischreifevorrichtung der eingangs genanntenArt, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Durch die in den abhängigen Ansprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafteAusführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
[0006] Die erfindungsgemäße Fleischreifevorrichtung zur Trockenreifung von Fleisch umfassteine Kammer zur Aufnahme und Lagerung des Fleisches während des Reifungsvorgangs. Beider Fleischreifevorrichtung gemäß der Erfindung handelt es sich um eine Vorrichtung in derGröße eines Kühlschranks, nicht jedoch um einen begehbaren Raum. Sie kann als freistehen¬der Schrank ausgebildet oder in die Wand integrierbar sein.
[0007] Kühlungsvorrichtungen wie Kühlschränke sind bezüglich ihres Innenraums in der Regelnicht vollständig abgedichtet. Wäre dies der Fall, so würde eine neu in Betrieb genommeneKühlungsvorrichtung, die von Raumtemperatur, also ca. 25°C (Grad Celsius) etwa in den Be¬reich von 0°C heruntergekühlt wird, nur noch unter extrem hohem Kraftaufwand öffenbar, weildie abgekühlte Luft im Innenraum der Kammer einen Unterdrück gegenüber der bei Raumtem¬peratur befindlichen Umgebung bedeuten würde. Dieser Druckunterschied muss allein auspraktischen Gründen daher vermieden werden. Aus diesem Grund ist bei der erfindungsgemä¬ßen Fleischreifevorrichtung eine Durchführungsvorrichtung zur Durchführung von Luft zwischender Kammer und der Umgebung vorgesehen, die wenigstens von der Umgebung in die Kam¬mer durchströmbar ausgebildet ist, damit ein entsprechendes Druckgefälle ausgeglichen wer¬den kann und kein Unterdrück in der Kammer entsteht.
[0008] Dementsprechend zeichnet sich die erfindungsgemäße Fleischreifevorrichtung dadurchaus, dass die Durchführungsvorrichtung einen Aktivkohlefilter aufweist, damit die von der Um¬gebung in die Kammer geführte Luft gefiltert wird. Entsteht also gegebenenfalls infolge desUnterdrucks ein Luftstrom, so wird die einströmende Luft durch den Aktivkohlefilter gefiltert, weilsie diesen auch passieren muss. Zudem können weniger Keime von außen eindringen, wasinsbesondere dann vorteilhaft ist, wenn Fleisch über mehrere Wochen abgehangen wird. Hier¬durch wird die Hygiene besonders verbessert, weil die Luft in der Kammer ständig mit demFleisch in Kontakt kommt und es somit wichtig ist, dass das Fleisch nicht während der Lagerungverkeimt wird.
[0009] In besonders vorteilhafter Weise kann der Aktivkohlefilter bei einer Ausführungsvarianteder Erfindung auswechselbar in der Durchführungsvorrichtung angebracht sein. Bei Bedarfkann er somit einfach ausgetauscht werden, sodass die Hygiene dadurch verbessert wird, dassder Aktivkohlefilter selbst nicht über die Dauer verschmutzen, verkeimen bzw. verpilzen kannund selbst zu einem Gesundheitsrisiko werden könnte. Zudem wird die Filterwirkung durch regelmäßiges Auswechseln grundsätzlich verbessert.
[0010] Damit keine einfache, in beiden Richtungen passierbare Öffnung vorliegt, die ggf. zueiner Geruchsbelastung in der Umgebung außerhalb Kammer führt, kann insbesondere beieiner Weiterbildung der Erfindung eine Ventilvorrichtung zum Durchlass der Luft in nur einerRichtung vorgesehen sein. Bei dieser Durchlassrichtung kann es sich insbesondere um dieRichtung von außen nach innen handeln. Zudem kann diese Variante dazu führen, dass einegeringere Erwärmung innerhalb der Kammer erfolgt, weil bereits abgekühlte Luft schwerer nachdraußen dringen kann.
[0011] Ausführungsbeispiel [0012] Ein Ausführungsbeispiel ist in den Zeichnungen dargestellt und wird nachstehend unterAngabe weiterer Einzelheiten und Vorteile näher erläutert.
[0013] Im Einzelnen zeigen: [0014] Figur 1: eine schematische Darstellung einer Fleischreifevorrichtung gemäß der Erfin¬ dung (in Vorderansicht); [0015] Figur 2: eine schematische Darstellung der Sterilisierungsvorrichtung in der Fleischrei¬ fevorrichtung gemäß Figur 1; [0016] Figur 3: eine schematische Darstellung des Unterteils des Gehäuses der Sterilisie¬ rungsvorrichtung; [0017] Figur 4: eine schematische Darstellung des Aktivkohlefilters und seiner Anbringung in der Fleischreifevorrichtung gemäß Figur 1, sowie [0018] Figur 5: eine schematische Darstellung eines Kunststoffinnenbehälters.
[0019] Figur 1 zeigt eine Fleischreifevorrichtung 1 in der Form und Größe eines Kühlschranks.Die Fleischreifevorrichtung 1 besitzt dazu einen Innenraum bzw. eine Kammer 2 zur Aufnahmeund Lagerung des Fleisches 3, 3'. In der Zeichnung ist diese Kammer 2 nach vorne hin durcheine Tür 4, welche öffenbar ausgebildet ist, von der Umgebung abgetrennt. Die Tür 4 ist übereinen Griff 5 offen- und schließbar. Darüber hinaus umfasst die Tür 4 eine abgedunkelte Glas¬scheibe 5. Im Inneren der Kammer 2 befinden sich an den Seitenwänden, eine Lagerungsvor¬richtung 6, 7, und zwar jeweils Teillagerungsvorrichtungen TL, die nutenartige Einschnitte mitAuflageflächen aufweisen, um darin Halterungsvorrichtungen wie einen Rost 8 oder einenEinzelquersteg 9 haltern zu können. Im oberen Bereich an der Decke befindet sich eine Sterili¬sierungsvorrichtung 10. Im unteren Bereich der Kammer 2 befindet sich ein Aktivkohlefilter 11,der in eine Durchbohrung der Wand eingearbeitet ist und durch den die Kammer 2 mit derAußenluft verbunden ist.
[0020] Die Sterilisierungsvorrichtung ist im schematischen Schnitt in Figur 2 dargestellt. Siebesitzt ein Gehäuse 20, welches an einer Seite eine Öffnung 21 aufweist und an der gegen¬überliegenden Seite ebenfalls mit Öffnungsschlitzen 23 versehen ist. Zudem ist ein Gebläse 24vorgesehen, das die Luft ansaugt und durch das Gebläse hindurchführt. Im Bereich 21 kann dieLuft, wie dies mit Pfeil 25 dargestellt ist, einströmen. Zudem sind vertikal verlaufende Bleche26a, 26b, 26c, 26d vorgesehen, die abwechselnd im unteren Bereich (Bleche 26a, 26d) oder imoberen Bereich (Bleche 26b, 26c) des Gehäuses angebracht sind. Auf dem Weg durch dasGehäuse 20 muss die Luft daher eine Art mäandrierenden Verlauf nehmen. Zwischen denBlechen 26b, 26c ist eine UV-Lampe 27 vorgesehen, die insbesondere UV-C-Strahlung aus¬sendet.
[0021] Damit die UV-Lampe 27 nicht durch den Luftstrom abgekühlt wird, ist sie von einemGlasgehäuse 28 umgeben. Dadurch bildet sich zwischen der Lampe 27 und dem Glasgehäuse28 ein Zwischenraum, der zur Isolierung, insbesondere zur thermischen Isolierung dient. DerZwischenraum kann gegebenenfalls mit einem Unterdrück versehen, mit einem speziellen Gasbefüllt oder vakuumiert sein. Das Gehäuse 20 sowie die Blenden 26a, 26b, 26c, 26d verhin¬dern, dass UV-Licht in die Reifekammer 2 eindringt und dort unmittelbar die Wände, die vor¬ nehmlich aus Kunststoff gefertigt sind, bestrahlt und beschädigt oder unmittelbar auf dasFleisch trifft. Eine solche direkte Einstrahlung wäre nachteilig, weil dadurch Schädigungen, nichtnur der Kammerwände, sondern auch beim Fleisch entstehen könnten und im Übrigen in eini¬gen Ländern eine unmittelbare Bestrahlung mit UV-C-Licht von Fleisch verboten ist. In Figur 3ist der Unterteil des Gehäuses (ohne Blenden) in Schrägansicht noch einmal dargestellt.
[0022] Figur 4 zeigt einen Ausschnitt des unteren Bereichs der Fleischreifevorrichtung 1 mitdem Aktivkohlefilter 11. Dieser ist in eine nicht näher im Einzelnen dargestellte Durchbohrungder Rückwand der Fleischreifevorrichtung 1 eingelassen. Zudem ist in Figur 4 eine vergrößerteDarstellung des Aktivkohlefilters 11 zu sehen. Der Aktivkohlefilter besteht im Wesentlichen auseinem luftdurchströmbaren Gehäuse, in welchem Aktivkohle als Granulat bevorratet ist. Wirddie Kammer 2 von Raumtemperatur (ca. 25 Grad Celsius) heruntergekühlt, so wird der Druck inder Kammer 2 verringert und Luft von außen angesaugt. Diese Luft kann über den Aktivkohlefil¬ter 11 durchströmen und wird durch die Aktivkohle dabei gefiltert.
[0023] Der Aktivkohlefilter 11 besitzt wiederum eine Mechanik, durch die er durch Zusammen-drücken der vorderen Laschen und durch Drehen einfach entnommen werden kann.
[0024] In Figur 1 ist zudem ein Einzelquersteg 9 abgebildet. In Richtung der Zeichenebene inFigur 1 können mehrere Einzelstege hintereinander angeordnet sein. Der eigentliche Quersteg9a ist gegenüber den Lagerungseinheiten 9b und 9c, wenn diese in horizontaler Richtung aufeiner Höhe verlaufen, versetzt angeordnet. Dazu sind Verbindungsstege 9d, 9e vorgesehen, diemit dem Quersteg 9a verbunden sind. Der Quersteg 9a ermöglicht somit eine Überbrückung derHöhe, weil die einzelnen Lagerungseinheiten 6, 7 nicht durchgehend bis nach oben unter dieDecke in der Regel angebracht sind. Gerade dann, wenn ein Fleischstück, wie beispielsweiseeine Rinderhälfte 3, aufgehängt wird, kann diese an einem höheren Punkt aufgehängt werdenund somit platzsparender in der Fleischreifevorrichtung 1 untergebracht werden. Gegebenen¬falls hat somit ein weiteres Fleischstück 3' auf einem Rost 8 darunter noch Platz.
[0025] Bei der Ausführung nach Figur 1 sind im oberen Bereich X keine Einschubnuten mehrvorgesehen, sodass dann, wenn ein eben verlaufender Rost in die oberste Nut geschobenwürde, der Platz darüber allenfalls zur Ablage von Fleisch genutzt werden kann. Wenn aber einlanges Stück Fleisch eine möglichst große Höhe zum Abhängen benötigt, kann ansonstendieser Platz nicht mehr genutzt werden. Der beschriebene Einzelquersteg 9 hingegen ermög¬licht die Nutzung dieses Freiraums auch in einem solchen Fall.
[0026] Figur 5 zeigt einen Kunststoffinnenbehälter 30, der fugenlos ausgebildet ist, indem erdurch ein Tiefziehverfahren hergestellt wurde. Der Behälter 30 begrenzt die Kammer 2 zu vierSeiten hin und lässt sich praktisch rückstandslos auswaschen, wodurch ein besonderes Maß anHygiene ermöglicht wird.
[0027] Die Fleischreifevorrichtung kann nicht nur in Form eines klassischen Kühlschranks mitSchwenktür ausgebildet sein. Es besteht auch zum Beispiel die Möglichkeit, die Fleischreifevor¬richtung als Vitrine auszubilden, insbesondere mit Schiebetüren.
[0028] Vor allem bei einer Ausführungsform mit Kunststoff-Innenwänden ist es zudem denkbar,eine oder mehrere Verblendungen vorzusehen. Beispielsweise kann die Rückwand in derKammer mit einer Verblendung, zum Beispiel aus Edelstahl versehen sein, mit der etwa dieLuftführung beeinflusst wird und/oder der Verdampfer geschützt werden kann. Die Verblendungmuss nicht die gesamte Wand verblenden, sondern kann diese auch nur teilweise bedecken.Edelstahl zeichnet sich grundsätzlich auch dadurch aus, dass es einen hohen Hygienestandarderfüllen kann, inert und gut abwaschbar ist.
[0029] Ferner kann die Lichtquelle zur Erzeugung von UV-Licht im Gehäuse nicht nur quer zurStrömungsrichtung, wie in Figur 2 gezeigt, angeordnet sein, sondern auch längs zur Strö¬mungsrichtung. Darüber hinaus kann es sich anbieten, eine Montagevorrichtung, etwa im Ge¬häuse, zur Anbringung der Lichtquelle bereitzustellen, insbesondere eine Schraubvorrichtung. BEZUGSZEICHENLISTE: 1 Fleischreifevorrichtung 2 Kammer 3 Fleisch 3' Fleisch 4 Tür 5 Glasscheibe 6 Lagerungsvorrichtung 7 Lagerungsvorrichtung 8 Rost 9 Einzelquersteg 9a Quersteg 9b Lagerungseinheit 9c Lagerungseinheit 9d Verbindungssteg 9e Verbindungssteg 10 Sterilisierungsvorrichtung 11 Aktivkohlefilter 20 Gehäuse 21 Öffnung 23 Öffnungsschlitze 24 Gebläse 25 Pfeil 26a Blech 26b Blech 26c Blech 26d Blech 27 UV-Lampe 28 Glasgehäuse 30 Kunststoffinnenbehälter K Kunststoffbehälter TL Teillagerungsvorrichtung X Bereich ohne Lagerungsvorrichtung
Claims (4)
- Ansprüche 1. Fleischreifevorrichtung (1) zur Trockenreifung von Fleisch (3) - mit einer Kammer (2) zur Aufnahme und Lagerung des Fleisches (3) während der Rei¬fungsvorgangs und - mit einer Durchführungsvorrichtung (11) zur Durchführung von Luft zwischen der Kam¬mer und der Umgebung, die wenigstens von der Umgebung in die Kammer (2) durch-strömbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführungsvorrichtung (11) einen Aktivkohlefilteraufweist, damit die von der Umgebung in die Kammer (2) geführte Luft gefiltert wird.
- 2. Fleischreifevorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekenn¬zeichnet, dass der Aktivkohlefilter auswechselbar in der Durchführungsvorrichtung (11)angebracht ist.
- 3. Fleischreifevorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekenn¬zeichnet, dass eine Ventilvorrichtung zum Durchlass von Luft in nur einer Richtung vorge¬sehen ist. Hierzu
- 4 Blatt Zeichnungen
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| CN204090959U (zh) * | 2014-08-29 | 2015-01-14 | 贵州梵净山生态农业股份有限公司 | 一种简易牦牛肉干风干装置 |
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