AT14784U1 - Schliessblech - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract
Schließblech mit einem länglichen, plattenförmigen Grundkörper (1) und darin ausgebildeten Fallen- (2) und/oder Riegeleingriffsöffnungen (3), wobei der Grundkörper (1) zu seiner Längsmittelachse (4) symmetrische Ausnehmungen (5) aufweist, in denen Einsatzstücke (6) undrehbar einliegen und jedes Einzelstück (6) eine außermittig angeordnete Befestigungsschrauben- Durchtrittsöffnung (7) zur Befestigung des Schließblechs an einer Türzarge aufweist.
Description
Beschreibung
SCHLIESSBLECH
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schiießbiech mit einem länglichen, plattenförmigen Grundkörper und darin ausgebildeten Fallen- und/oder Riegeleingriffsöffnungen.
[0002] Solche Schließbleche sind in den verschiedensten Ausgestaltungen bekannt. Schließbleche werden in Türzargen eingebaut, so dass eine Falle eines in das Türblatt eingebauten Schlosses in die Falleneingriffsöffnung einfallen kann. Die Tür wird dann in der geschlossenen Stellung gehalten. Meistens weisen Schließbleche zusätzlich zu der Falleneingriffsöffnung eine Riegeleingriffsöffnung auf. Letztere dient zur Aufnahme eines Riegels des in das Türblatt eingebauten Schlosses.
[0003] Weiterhin weisen Schließbleche üblicher Konstruktion meistens ober- und unterhalb der Fallen- und Riegeleingriffsöffnungen Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnungen auf. Diese dienen zur Befestigung des Schließblechs an der Türzarge mittels entsprechender Schrauben.
[0004] In jüngerer Zeit sind Türsysteme bekannt geworden, bei denen die Türzargen aus vorgefertigten Kunststoff- oder Aluminiumprofilen bestehen. Der konstruktive Aufbau dieser Profile verlangt es, dass die Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnungen an den Schließblechen an fest vorgegebenen Positionen angeordnet sind. Dabei müssen die Befestigungsschrauben außerhalb der Längsmittelachse des Schießblech-Grundkörpers in das Zargenprofil eingedreht werden. Dementsprechend müssen die Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnungen des Schließblechs bezüglich der Längsmittelachse des Grundkörpers entweder nach links oder nach rechts seitlich versetzt sein. Aus dieser Asymmetrie resultiert der Nachteil, dass für links und rechts angeschlagene Türen jeweils andere Schließbleche verwendet werden müssen. Es ist nicht möglich, ein und dasselbe Schließblech bei einer links oder rechts angeschlagenen Tür einzusetzen. Dies führt zu höheren Produktions-, Vertriebs- und Lagerkosten. Es ergeben sich auch Nachteile bei der Montage der Türen, da vom Monteur immer eine genügend große Anzahl beider Schließblechversionen mitgeführt werden muss.
[0005] Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der Erfindung, ein Schließblech bereitzustellen, das in einer einzigen Version sowohl bei rechts angeschlagenen als auch bei links angeschlagenen Türen verwendet werden kann.
[0006] Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, dass der Grundkörper zu seiner Längsmittelachse symmetrische Ausnehmungen aufweist, in denen Einsatzstücke undrehbar einliegen, wobei jedes Einsatzstück eine außermittig angeordnete Befestigungsschrauben-Durchtrittsöff-nung zur Befestigung des Schließblechs an einer Türzarge aufweist.
[0007] Kerngedanke der Erfindung ist es, ein aus Grundkörper und Einsatzstücken bestehendes Schließblech zu verwenden. Der Grundkörper und die Einsatzstücke sind unverändert sowohl bei rechts als auch links angeschlagenen Türen verwendbar. Die Einsatzstücke werden lediglich unterschiedlich in den Grundkörper eingesetzt, je nachdem, ob die Tür links oder rechts angeschlagen ist. Die Funktion des erfindungsgemäßen Schließbleches basiert auf der symmetrischen Ausgestaltung der Ausnehmungen für die Einsatzstücke an dem Grundkörper in Kombination mit der außermittigen Anordnung der Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnungen an den Einsatzstücken. Da die Einsatzstücke in der gewünschten Position undrehbar in dem Grundkörper einliegen, ist eine zuverlässige und sichere Befestigung an der Türzarge sichergestellt. Insbesondere ist sichergestellt, dass sich die Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung genau dort an dem Schließblech befindet, wo es das Profil des jeweiligen Türsystems verlangt. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schließbleches sind die Einsatzstücke um 180° wendbar, in der Weise, dass die Befestigungsschrauben-Durchtrittsöff-nungen der in dem Grundkörper einliegenden Einsatzstücke bezüglich der Längsmittelachse des Grundkörpers entweder nach links oder rechts versetzt sind. Die Einsatzstücke können bei der Montage in die entsprechenden Ausnehmungen des Grundkörpers demnach in genau zwei verschiedenen Einbaulagen eingesetzt werden. Je nach Einbaulage sind die Befestigungs schrauben-Durchtrittsöffnungen bezüglich der Längsmittelachse des Grundkörpers entweder nach links oder nach rechts versetzt, und zwar entsprechend der Anschlagseite der Tür.
[0008] Zweckmäßigenweise nehmen die an dem Grundkörper angebrachten Ausnehmungen die Einsatzstücke formschlüssig auf. Dadurch ergibt sich eine hohe Befestigungsstabilität. Außerdem stellt der Formschluss sicher, dass die Positionen der Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnungen genau den Erfordernissen des venwendeten Türsystems entsprechen. Durch den Formschluss wird sichergestellt, dass die Einsatzstücke, wie oben enwähnt, undrehbar in den Ausnehmungen des Grundkörpers einliegen, und zwar undrehbar um die Flächennormale der Frontfläche des Grundkörpers.
[0009] Gemäß einer weiteren sinnvollen Ausgestaltung des Schließblechs ist vorgesehen, dass jede Ausnehmung an der Rückseite des Grundkörpers ein umlaufendes Stützprofil aufweist, an welchem das in der Ausnehmung einliegende Einsatzstück anliegt. Zur Befestigung des Schießblechs an der Türzarge ist es erforderlich, Zugkräfte von der Befestigungsschraube über das Einsatzstück auf den Grundkörper des Schließblechs zu übertragen. Hierzu dient das umlaufende Stützprofil, an dem das Einsatzstück anliegt. Über das Stützprofil können parallel zur Flächennormalen der Frontfläche des Grundkörpers Kräfte von den Einsatzstücken auf den Grundkörper zum Zwecke der Befestigung an der Türzarge übertragen werden. Dabei ist es sinnvoll, dass die Einsatzstücke rückseitig eine zu dem Stützprofil komplementäre Profilierung aufweisen. Die Profilierung kann beispielsweise als stufenförmige Senkung ausgebildet sein.
[0010] Bei einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Schließblechs fluchten die Frontflächen der in den Aussparungen einliegenden Einsatzstücke mit der Frontfläche des Grundkörpers. Auf diese Weise ergibt sich eine glatte Frontfläche, was aus optischen Gründen vorteilhaft ist, da die Frontfläche des Schließbleches bei geöffneter Tür sichtbar ist. Da die Einsatzstücke nicht aus der Frontfläche des Grundkörpers hervorstehen, kann der Spalt zwischen Türblatt und Türzarge entsprechend schmal dimensioniert sein.
[0011] Eine besonders praktikable Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schießblechs sieht vor, dass die Einsatzstücke eine Rechteckform mit gerundeten Ecken haben. Diese Formgebung erlaubt eine besonders einfache Handhabung und Montage. Gleichzeitig ist der oben erläuterte Formschluss zur Sicherstellung er Undrehbarkeit der Einsatzstücke in dem Grundkörper sichergestellt.
[0012] Vorteilhafterweise ist das erfindungsgemäße Schließblech weiterhin so ausgestaltet, dass jede Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung eine Senkung zur Aufnahme des Kopfes einer Befestigungsschraube aufweist. Im montierten Zustand liegen die Senkköpfe der Befestigungsschrauben in der Senkung der Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnungen ein und stehen nicht aus der Frontfläche des Schließblechs hervor.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: [0014] Fig. 1 zweidimensionale Draufsicht und geschnittene Seitenansicht des Grundkörpers des erfindungsgemäßen Schließbleches; [0015] Fig. 2 dreidimensionale Draufsicht auf den Grundkörper; [0016] Fig. 3 zweidimensionale Draufsicht auf ein Einsatzstück des erfindungsgemäßen
Schließbleches in zwei um 180° relativ zueinander gedrehten Lagen; [0017] Fig. 4 geschnittene Seitenansicht des Einsatzstücks; [0018] Fig. 5 dreidimensionale Draufsicht auf das Einsatzstück.
[0019] Die Fig. 1 und 2 zeigen den länglichen, plattenförmigen Grundkörper 1 des erfindungsgemäßen Schießblechs. In dem Grundkörper sind eine Falleneingriffsöffnung 2 und eine Riegeleingriffsöffnung 3 ausgebildet. Im montierten Zustand, in dem das Schießblech an einer Türzarge befestigt ist, greift die Falle eines am Türblatt befestigten Türschlosses in die Falleneingriffsöffnung 2 ein. Der Riegel des Türschlosses greift im ausgefahrenen Zustand in die
Riegeleingriffsöffnung 3 ein. Die Fallen- und Riegeleingriffsöffnungen 2 und 3 sind mittig auf der Längsmittelachse 4 des Grundkörpers 1 angeordnet. Ebenfalls symmetrisch zur Längsmittelachse 4 sind ober- und unterhalb der Fallen- und Riegeleingriffsöffnungen 2 und 3 Ausnehmungen 5 angeordnet.
[0020] In den Ausnehmungen 5 liegen Einsatzstücke 6, wie in den Fig. 3 bis 5 dargestellt, ein. Die Einsatzstücke 6 haben eine quer zur Längsmittelachse 4 ausgerichtete Rechteckform mit gerundeten, nämlich viertelkreisförmigen Ecken. Die Form der Einsatzstücke 6 ist angepasst an die Form der Ausnehmungen 5, so dass die Einsatzstücke 6 in den Ausnehmungen 5 formschlüssig, d. h. undrehbar einliegen. Jedes Einsatzstück 6 weist eine außermittig angeordnete Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung 7 auf. Außermittig bedeutet dabei, wie in den Fig. 3a und 3b dargestellt, dass das Zentrum der Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung 7 außerhalb der Längsmittelachse 4 liegt. Im montierten Zustand durchgreift eine (nicht dargestellte) Befestigungsschraube die Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung 7.
[0021] Die Fig. 3a und 3b zeigen das Einsatzstück 6 in zwei um 180“relativ zueinander gedrehten Lagen. In diesen beiden Lagen ist das Einsatzstück 6 in eine entsprechende Ausnehmung 5 am Grundkörper einsetzbar. Je nach Einbaulage liegt die Befestigungsschrauben-Durchtritts-öffnung 7 entweder rechts (Fig. 3a) oder links (Fig. 3b) der Längsmittelachse 4 des Grundkörpers 1. Die Einbaulage der Einsatzstücke 6 wird gewählt, je nachdem ob das Schießblech für eine links oder eine rechts angeschlagene Tür bestimmt ist.
[0022] Wie die geschnittene Seitenansicht des Grundkörpers 1 in der Fig. 1 zeigt, weist jede Ausnehmung an der Rückseite (in der Querschnittdarstellung rechts liegend) ein umlaufendes Stützprofil 8 auf. Dieses ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiels als Stufenprofil ausgebildet. Die Einsatzstücke 6 weisen eine zu dem Stützprofil 8 komplementäre stufenförmige Profilierung 9 auf, wie in Fig. 4 gezeigt. Durch die komplementäre Profilierung ist die Übertragung von Zugkräften von einer in die Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung 7 eingedrehten Schraube (nicht dargestellt) über das Einsatzstück 6 auf den Grundkörper 1 gewährleistet. Gleichzeitig sorgt die in den Figuren dargestellte Ausgestaltung dafür, dass die Frontflächen der in den Aussparungen 5 einliegenden Einsatzstücke 6 mit der Frontfläche des Grundkörpers 1 fluchten.
[0023] Schließlich zeigen die Fig. 3 bis 5, dass die Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung 7 eine kegelförmige Senkung zur Aufnahme des Kopfes einer (nicht dargestellten) Befestigungsschraube aufweist. Damit ist dafür gesorgt, dass der Schraubenkopf nicht aus der Frontfläche des Schließbleches herausragt.
Claims (8)
- Ansprüche1. Schließblech mit einem länglichen, plattenförmigen Grundkörper (1) und darin ausgebildeten Fallen- (2) und/oder Riegeleingriffsöffnungen (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (1) zu seiner Längsmittelachse (4) symmetrische Ausnehmungen (5) aufweist, in denen Einsatzstücke (6) undrehbar einliegen, wobei jedes Einsatzstück (6) eine außermittig angeordnete Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung (7) zur Befestigung des Schließblechs an einer Türzarge aufweist.
- 2. Schließblech nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzstücke (6) um 180“wendbar sind, in der Weise, dass die Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnungen (7) der in dem Grundkörper (1) einliegenden Einsatzstücke (6) bezüglich der Längsmittelachse (4) des Grundkörpers (1) entweder nach links oder nach rechts versetzt sind.
- 3. Schließblech nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (5) die Einsatzstücke (6) formschlüssig aufnehmen.
- 4. Schließblech nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Ausnehmung (5) an der Rückseite des Grundkörpers ein umlaufendes Stützprofil (8) aufweist, an welchem das in der Ausnehmung (5) einliegende Einsatzstück (6) anliegt.
- 5. Schließblech nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzstücke (6) rückseitig eine zu dem Stützprofil (8) komplementäre Profilierung (9) aufweisen.
- 6. Schließblech nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontflächen der in den Aussparungen (5) einliegenden Einsatzstücke (6) mit der Frontfläche des Grundkörpers (1) fluchten.
- 7. Schlleßblech nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzstücke (6) eine Rechteckform mit gerundeten Ecken haben.
- 8. Schließblech nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede Befestigungsschrauben-Durchtrittsöffnung (7) eine Senkung zur Aufnahme des Kopfes einer Befestigungsschraube aufweist.
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