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Kläranlage mit vorgeschalteter Trennvorrichtung.
Es sind Kläranlagen mit einer vorgesehalteten, auf der Adhäsionswirkung der Flüssigkeit beruhenden Trennvorrichtung für die Flüssigkeit und die Feststoffe bekannt, aus welcher die abgeschiedenen Feststoffe unmittelbar in den Faulraum gleiten, während die Flüssigkeit einer oder mehreren Absitzrinnen zugeführt wird, um dort geradlinig durchzuströmen, mit dem Erfolg, dass die in der Flüssigkeit noch immer vorhandenen feinsten Schwebstoffe abgeschieden werden. Mit dieser Anlage war eine sehr befriedigende Lösung der Aufgabe, die feinsten Sehwebestoffe mit Sicherheit zur Abseheidung zu bringen, gefunden worden, nachdem man sich mehrfach vergeblich bemüht hatte, dieses für den Betrieb von Kläranlagen sehr wichtige Ergebnis zu erreichen.
Wenn trotzdem sich die vorerwähnte bekannte Vorrichtung nicht in dem Masse eingebürgert hat, wie man es auf Grund der sehr günstigen Abscheidewirkung annehmen konnte, so liegt das daran, dass
1. der Aufbau einer derartigen Klärvorrichtung oder-anlage verhältnismässig umständlieh und teuer war, dass
2. die der Absitzrinne bzw. den Absitzrinnen zulaufende Flüssigkeit verhältnismässig sturzweise zufloss und gewisse Aufwühlungen des in Ruhe befindlichen, sich klärenden Wassers erzeugte und dass
3. der benötigte Gefällsverlust von Rohrsohle des Zuflusses bis Rohrsohle des Abflusses verhältnismässig gross war.
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geklärte Wasser so hoch liegen, dass eine freie Vorflut sieh nicht mehr ausbilden konnte.
Durch die Erfindung werden die vorerwähnten Nachteile beseitigt.
Erfindungsgemäss ist die zweckmässig als Trennschneeke ausgebildete Trennvorrichtung unmittelbar mit dem Brunnen selbst in Zusammenhang, indem die geneigte Unterfläche den Brunnen nach oben völlig abdeckt. Dabei greift die geneigte Unterfläche über eine oder mehrere Führungsrinnen, welche die durch die Trennschnecke abgeschiedene Flüssigkeit in feiner Verteilung aufnehmen und sie der oder den Absitzrinnen entsprechend, d. h. ohne dass ein Flüssigkeitssturz erfolgt, zuführen.
Mithin vollzieht sich der Klärvorgang in den Absitzrinnen ohne irgendwelche Aufwühlungen.
Dadurch, dass sich die Trennschnecke unmittelbar an den Brunnen anschliesst, fallen die für die bekannte Vorrichtung erforderlichen Bauteile, wie beispielsweise die Anordnung einer Abfangschüssel für die Flüssigkeit und die Anbringung einer gleichsam das Fundament für die Abfangschüssel bildenden Deckelplatte, fort, was gleichbedeutend mit einer wesentlichen Verringerung des Gefällsverlustes ist. Diese Verringerung wird man mit etwa 30% veranschlagen können.
Der Gesamtaufbau der Kläranlage gemäss der Erfindung ist so gedrängt, dass sich bei erhöhter Wirkung wesentliche bauliche Vereinfachungen ergeben. Die Übersichtlichkeit wird stark erhöht, und es wird an Bauteilen gespart, ein Umstand, der gerade für Kleinkläranlagen, wie sie von Siedlern usw. benötigt werden, von besonderer Bedeutung ist. Auch ergeben sich Verbilligungen infolge der leichteren Montage.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles hervor, das in der Zeichnung wiedergegeben ist. Es zeigen : Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine Kläranlage gemäss der Erfindung nach der Linie d-B in Fig. 2, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch die Kläranlage nach dem Schnitt C-D in Fig. 1, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch
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grenzung der Absitzrinnen 5 dienen Schrägwände 6, wobei zwischen dem Einsatz 3 und den Schräg- wänden 6 Spalte 7 verbleiben. Die Absitzrimlen sind miteinander durch Führungsrinne 8, 8'in Zusammenhang, die ausserhalb des Faulraumes 4 verlaufen und eine etwas gewölbte Bodenfläche 9 aufweisen.
Mit der Führungsrinne 8'steht der Abfluss 10 in Verbindung. Für den Zufluss sorgt das Zuflussrohr 11. Die Sohle des Zuflussrohres ist in der gestrichelt angedeuteten Ebene 12 zu denken, während die Sohle des Abflussrohres in der strichpunktierten Ebene 1.'3 anzunehmen ist. In der Schnittdarstellung gemäss Fig. 1 erscheinen das Zuflussrohr und auch das Abflussrohr deswegen nicht, weil ja diese Teile infolge der Sehnittführung L-B in Fig. 2 in dem abgeschnittenen Teil befindlich sind.
Die Wirkungsweise der Kläranlage ist folgende :
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Bestandteile fallen in bekannter Weise senkrecht aus der Trennschnecke nach unten und lagern sich in dem Faulraum 4 ab. Die abgeschiedene Flüssigkeit verteilt sich etwa über den Sektor s (s. Fig. 2), der ungefähr den Wirkungsbereich der Trennschnecke angibt, infolge der Adhäsionswirkung über die geneigte Unterfläche 14 der Trennschneeke und strömt in dieser feinen Verteilung der Führungs-
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oder Aufwühlungen zur Entstehung kommen können, den an sich bekannten Absitzrinnen 3 zu. Durch die Absitzrinnen wandert die Flüssigkeit auf geradem Wege, und sie gelangt in die zweite Führungsrinne 8', um von dort durch den Abfluss auszutreten.
Während die Flüssigkeit die Absitzrinnen durch- strömt, können etwa vorhandene Verunreinigungen, insbesondere die feinsten Schwebstoffe, absinken.
Sie werden durch die zwischen den Einsatzwänden 3 und den Sehrägwänden 6 vorhandenen Spalte in den Faulraum 4 iibergeführt, wobei die unterschneidenden Schrägwände 6 die Absitzrinne 5 gut gegenüber dem Faulraum isolieren.
Die Einfachheit des Aufbaues erkennt man aus der Zeichnung ohne weiteres. Im wesentlichen sind ja nur der Brunnen und die Trennschnecke vorhanden. Eine besondere Abfangrinne für die Flüssigkeit unterhalb der Trennsehnecke ist überflüssig geworden, da die schrägen Unterflächen der Trennschnecke die Flüssigkeit unmittelbar in die Führungsrinnen und damit in die Absitzrinnen überleiten. Auch eine besondere Abdeekplatte ist nicht erforderlich, da die vorerwähnten Schrägflächen auch gleichzeitig als Abdeckplatten wirken. Der Wegfall der verschiedenen Bauteile ergibt einen verhältnismässig geringen Gefällsverlust g.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel. So ist auch denkbar, unter Verwendung der erfindungsgemässen Lehre eine Anlage auszubilden, bei der nur eine Absitzrinne vorgesehen ist. In diesem Falle wäre nur dafür zu sorgen, dass durch entsprechende Anordnung der Führungsrinnen die Überleitung der Flüssigkeit in die Absitzrinnen in der gewünschten Form vor sich geht.
Bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiele ist eine Kläranlage mit nur einer Absitzrinne gezeigt. Hier ist die Rinne noch zusätzlich ausgebaucht, so dass sie zum Teil in den lichten Raum der Schneckenöffmmg hineinragt. Dadurch wird der grosse Vorteil erzielt, dass man mühelos und ohne einen teueren Vorsehacht einbauen zu müssen, Probewasser entnehmen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kläranlage mit vorgeschalteter Trennvorrichtung, aus welcher die abgeschiedenen Feststoffe unmittelbar in den Faulraum gleiten, während die Flüssigkeit einer oder mehreren Absitzrinnen zuströmt, um diese geradlinig zu durchfliessen, dadurch gekennzeichnet, dass die geneigte Unterfläche der zweckmässig als Trennschnecke ausgebildeten Trennvorrichtung eine oder mehrere ausserhalb des Faulraumes angeordnete Führungsrinnen übergreift, welche die Flüssigkeit in feiner Verteilung aufnehmen und der oder den Absitzrinnen zuführen.