AT148821B - Verfahren zur Darstellung von N.N'-Dichlorazodicarbonamidin. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von N.N'-Dichlorazodicarbonamidin.

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AT148821B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von N.   N'-DicIilorazodicarbonamidin.   



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung von N. N'-Dichlorazodicarbonamidin, das darin besteht, dass Guanidinsalze mit Hypochloriten bzw. mit in ähnlicher Weise wirksamen Verbindungen oder mit elementarem Chlor in wässeriger Lösung bei niedrigen, insbesondere   unter 5   liegenden Temperaturen und bei einer   Wasserstoffionenkonzentration   von vorzugsweise 4 bis 6   um-   gesetzt werden. 



   Als Guanidinsalze haben sich insbesondere das Nitrat und Sulfat bewährt, doch können auch andere, u. zw. auch organische Salze, wie z. B. das Acetat. verwendet werden. Hiebei ist jedoch zu beachten, dass manche Säureradikale, wie z. B. das Radikal der   Thiocyansäure,   mit Hypochloriten bzw. mit in ähnlicher Weise wirksamen Verbindungen oder mit Chlor reagieren, so dass ein grosser   Überschuss   an letzteren Stoffen erforderlich ist, um noch N. N'-Dichlorazodiearbonamidin zu erhalten. 



   An Stelle von Guanidinsalzen kann als Ausgangsstoff auch Guanidin selbst in Gegenwart einer zur Bildung eines Guanidinsalzes erforderlichen Menge einer anorganischen bzw. organischen Säure verwendet werden. 



   Als in   ähnlicher Weise wirksame,   an Stelle der vorzugsweise zur Anwendung gelangenden Alkali- 
 EMI1.1 
 N. N-Dichlorbiuret ClHN. CO. NH. CO.   NHCI.   



   Die Reaktion zwischen Guanidinnitrat und   Natriumhypochlorit   kann durch   folgende Gleichung   dargestellt werden : 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
<tb> 
<tb> pH................... <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 4,0 <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 6, <SEP> 6 <SEP> 6,0 <SEP> 6, <SEP> 5 <SEP> 7,0.
<tb> Ausbeute.............. <SEP> 11% <SEP> 25% <SEP> 39% <SEP> 52% <SEP> 61% <SEP> 53% <SEP> 32% <SEP> 10% <SEP> 4%.
<tb> 
 
 EMI1.5 
 dass die Wassermenge möglichst gering ist. um Verluste an N. N'-Dichlorazodicarbonamidin zu vermeiden. Am besten geeignet ist ein   Mengenverhältnis   von 1 bis 25 Gew. Teile Guanidinsalz auf   100 Teile   Wasser. 



   Zwecks einfachster Einhaltung des erfindungsgemäss als am günstigsten gefundenen   pH-Wertes   von   5   wird vorteilhaft eine Puffersubstanz, wie z. B. eine Mischung von Essigsäure und Natriumacetat, insbesondere während des Anfangsstadiums der Reaktion, verwendet. Während der gesamten Reaktionsdauer wird der PH-Wert mittels einer Glaselektrode gemessen und erforderlichenfalls durch Zugabe einer entsprechenden Menge eines Alkalihydroxyds oder einer Säure geregelt. 



   Das nach vorliegendem Verfahren erhältliche N.   N'-DichIoraxodicarbonamidin   bildet eine stabile Verbindung in Form von gelben nadelähnlichen Kristallen, die in fast allen   organisellen Lösungs-   mitteln, mit Ausnahme von gesättigten Kohlenwasserstoffen oder deren chlorierten Derivaten, wie z. B. Petroläther, Tetrachlorkohlenstoff. Chloroform, löslich ist : besonders leicht ist sie in Glykol- äthern und-estern löslich. In Wasser ist das N. N'-Dichlorazodicarbonamidin im Verhältnis 1 : 5000 unter starker Gelbfärbung löslich, die auch bei sehr niedriger Konzentration noch deutlich wahrnehmbar ist.

   Beim Erhitzen zerfällt die Substanz bei ungefähr   1.) 6', ohne   vorher zu schmelzen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Wasser gerilhrt,   um   eine fein verteilte Suspension des Guanidinnitrates herzustellen. Die Mischung wird auf   0  abgekühlt und während   der gesamten Reaktionsdauer auf dieser Temperatur gehalten. Unter weiterem Rühren werden nunmehr   110l   einer 10%igen Natriumhypochloritlösung in einer solchen Geschwindigkeit zugefügt, dass die entbundene Wärme vollständig abgeführt werden kann. 



  Gleichzeitig wird ständig die   Wasserstoffionenkonzentration   durch Zufügen von Salzsäure oder Ätznatron auf ungefähr   5   gehalten. Durch die Anwendung des   Essigsäure-Natriumacetat-Puffers   wird dies wesentlich erleichtert. 



    Durch Filtrieren oder Zentrifugieren wird das im Verlaufe der Reaktion ausgefallene N.N'-Dichlor-   azodicarbonamidin von der Mutterlauge abgetrennt ; Ausbeute   4 kg.   



   Beispiel 2 : Zu einer Lösung bzw. Suspension von   11, 3 ly Guanidinsulfat,   7,   4 leg Essigsäure   und 22,   7 leg Natriumaeetat   in 50 1 Wasser werden unter denselben Bedingungen wie im Beispiel l 23,   4 leg   N. N'-Dichlorharnstoff zugesetzt, was ungefähr 24 Stunden beansprucht. Hierauf wird das 
 EMI2.2 
 
Beispiel 3 : Eine Suspension von 8,   5 leg Guanidin nitrat   in einer Lösung von 106 g Essigsäure und 560 g Natriumacetat in   100l   Wasser wird unter starkem Umrühren auf 0  abgekühlt. Dann wird vorsichtig ein fein verteilter Chlorgas-Strom unter stetigem   Kühlen   und Rühren eingeleitet.

   Die Wasserstoffionenkonzentration wird ständig mit einer Glaselektrode gemessen und durch Zugabe von Natronlauge bei ungefähr   5   gehalten. Wenn 11 kg Chlorgas eingeleitet worden sind, wird der Prozess unterbrochen, die Suspension kalt stehengelassen und das entstandene N. N'-Dichlorazodiearbonamidin abfiltriert. 



   Das N. N'-Dichlorazodicarbonamidin ist in seiner   keimtötenden Wirkung   in Gegenwart   orga-   niseher Substanz in hohem Masse selektiv, worauf seine hervorragende   Brauehbarkeit   und Verwendbarkeit beruht. Unter Bedingungen, wo das wirksame Chlor aus ändern Chlorverbindungen durch die anwesenden organischen Stoffe schnell verbraucht wird, reagiert das im N. N'-Dichlorazodicarbonamidin verfügbare Chlor nicht bzw. nur in sehr geringem   Masse   mit der vorhandenen   organischen Substanz ;   so dass es seine Wirkung voll und ganz auf die zu vernichtenden Bakterien ausüben kann. 



   PATENT-ANSPRUCHE :   1..   Verfahren zur Darstellung von N.   N'-Dichlorazodiearbonamidill   durch   Umsetzung von Salzen   
 EMI2.3 
 Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Guanidinsalz als Ausgangsstoff verwendet und die Umsetzung bei einer   Wasserstoffionenkonzentration   von vorzugsweise 4 bis 6 ausführt. 
 EMI2.4 


AT148821D 1935-05-20 1935-05-20 Verfahren zur Darstellung von N.N'-Dichlorazodicarbonamidin. AT148821B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2777856A (en) * 1944-11-29 1957-01-15 Arthur J Stokes Process for chlorinating a basic cyclic guanidine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2777856A (en) * 1944-11-29 1957-01-15 Arthur J Stokes Process for chlorinating a basic cyclic guanidine

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