AT149024B - Zugbeeinflussungseinrichtung. - Google Patents

Zugbeeinflussungseinrichtung.

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AT149024B
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  Zugbeeinflussungseinrichtung. 



   Es sind   Zugbeeinflussungseinriehtungen   mit   induktiver und optischer Signalübertragung   bekannt, bei denen unter gewissen   Umständen   eine   Zwangsbremsung   des Fahrzeuges bewirkt wird. 



  Solche   Zugsieherungseinrichtungen   werden im allgemeinen, um das Mitführen und die Wartung von Batterien zu vermeiden, bei Dampflokomotiven mit einer kleinen Dampfturbine ausgerüstet, die einen Stromerzeuger antreibt. Die   Dampfturbine   treibt einen Gleichstromgenerator an. der einerseits die Schalteinrichtung speist, anderseits einen   kleinen Gleichstrommotor betätigt,   der einen zur Erzeugung der Signalfrequenzen dienenden Wechselstromgenerator antreibt. Bei einer ändern Ausführungsform wird eine   Einankermasehine   verwendet, die unmittelbar von der Turbine angetrieben wird.

   Im Betriebe haben sich häufig Störungen der Anlage dadurch ergeben, dass der Stromerzeuger nicht einwandfrei 
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 Dies hängt damit zusammen, dass die gesamte Einrichtung aus Sicherheitsgründen nach dem Ruhestromprinzip arbeitet. Sobald von der Einrichtung die Spannung weggenommen wird, sei es durch Beeinflussung von der Strecke aus. sei es durch Wegfallen der Spannungsquelle, erfolgt die Zwangsbremsung. Dieser Fall tritt bei der Verwendung von Dampfturbinen besonders häufig auf, wenn der Dampfdom am Ende des Lokomotivkessels angeordnet und der Kessel stark gefüllt ist. Bei der Fahrt schwankt das Kesselwasser, und es gelangt Wasser in die kleine Turbine. Die Folge ist. dass die Turbine an Leistung verliert oder ausser Betrieb kommt. Dies führt dann automatisch zu einem Versagen der Stromversorgung und damit zu einer Zwangsbremsung. 



   Die Erfindung   schlägt   daher vor, die Einrichtung so auszugestalten. dass die Zwangsbremse beim Versagen der Betriebsstromquelle ohne Zutun des Führers ausser Wirksamkeit gesetzt wird. Die Einrichtung wird vorzugsweise so ausgebildet, dass die. Ausserbetriebsetzung nur für die Dauer der Störung erfolgt. 



   Dies ist im folgenden an einem Beispiel erläutert, das in Fig.   l     sciiematiseh   dargestellt ist und mit induktiver Zugbeeinflussung arbeitet, obwohl der Erfindungsgedanke mit der Art des   Zugsicherungs-   systems an sich nichts zu tun hat. Fig. 2 ist eine schematische Darstellung eines Beispiels für eine Anordnung, durch welche die in Fig. 1 gezeigte Anlage ergänzt werden kann. 



   Die Dampfturbine T treibt einen Gleichstromgenerator an. Der so erzeugte   Gleichstrom   wird einem Gleichstrom-Weehselstrom-Umformer U zugeführt. Ein Teil des Gleichstromes wird zur Speisung der   Zugsicherungsanlage S'an   den Klemmen 1 und 6 zugeführt. Dem Gleichstrom-Wechselstromumformer U werden ferner drei verschiedene Frequenzen entnommen. die an den Klemmen   dz   dem Lokomotivmagneten   J1 und   der   Einrichtung, S" zugeführt   werden. Die Schaltung der Sieherungseinrichtung interessiert im   Zusammenhange   mit der Erfindung nicht und ist im übrigen bekannt.

   Es sei nur kurz darauf hingewiesen, dass in dem hier erläuterten Beispiel die Einrichtung S'mit drei verschiedenen Frequenzen arbeitet, durch die es   möglich   ist, verschiedene Signale von der Strecke aus auf die   Überwachungseinrichtungen   zu übertragen. Die einzelnen Beeinflussungspunkte wirken jeweils auf den Lokomotivmagneten. M ein. dessen verschiedene Wicklungen durch in Reihe geschaltete Kondensatoren C auf die jeweils   gewünschte   Frequenz abgestimmt sind. Zur Prüfung der einzelnen Frequenzen dienen die Prüfkontakte   Jh, J', Jg   und   V. Mit   B ist der bei solchen Einrichtungen bekannte Bremsmagnet bezeichnet, durch welchen die Bremsleitung betätigt wird.

   Der Bremsmagnet wirkt über ein Übertragungsventil ET oder ein Notventil AT in bekannter Weise auf die   Bremsleitung ein. Im   

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 normalen Betriebszustand ist der Bremsmagent unter Strom und hält die   Bremsleitung   geschlossen. Sobald eine Beeinflussung von der Strecke aus stattfindet, wird unter den bekannten   Umständen   der Bremsmagnet betätigt und damit die Zwangsbremsung bewirkt. Dieselbe Wirkung tritt ein. wenn. wie schon angegeben, die Betriebsspannung, u. zw. im dargestellten Beispiel sowohl die   Gleichspannung   als auch die Wechselspannung, unter einen gewissen Wert sinkt oder einen gewissen Wert übersteigt. 



   Die   Ausserbetriebsetzung   des Bremsmagneten   D   erfolgt im letzteren Fall der Erfindung gemäss mit Hilfe einer Sperrvorrichtung   S.   Diese Sperrvorriehtung besteht im wesentlichen aus einem Magneten und einer von ihm beherrschten Sperrklinke, die so in das Gestänge des Magneten B eingreift. dass dieser nicht abfallen kann, wenn der Sperrmagnet stromlos ist. Der Sperrmagnet wird mit Hilfe eines Kontaktes p gesteuert, der in Serie zu ihm liegt. Der Kontakt p gehört zu dem Relais P, das im normalen Betriebszustande unter Strom steht, da es parallel zu den Gleichspannungsklemmen   1,   6 liegt. Zu Relais P ist eine Kontaktanordnung F parallel geschaltet, die einen Fliehkraftkontakt im Umformer oder Turbogenerator hat.

   Die Anordnung F ist im wesentlichen folgender Art : Auf einer rotierenden Scheibe R, die auf der Achse des Turbogenerators und des   Weehselstromumformers sitzt.   ist eine kleine Feder f einseitig eingespannt. Gegenüber dem freien Ende dieser Feder sind Kontakte k angeordnet. Je nach der   Tourenzahl   wird die Feder t mehr oder wenig stark durch die Zentrifugalkraft nach aussen geschleudert und durehgebogen. Unterhalb einer gewissen Tourenzahl liegt die Feder am inneren Kontakt an. Von dieser Tourenzahl ab schwebt sie zwischen beiden Kontakten, und bei Über-   schreitung   einer gewissen   Tourenzahl   liegt sie an dem äusseren Kontakt an. Die Kontakte   A'sind   miteinander und mit einem Schleifring verbunden. Ferner ist der Anschluss der Feder t zu einem Schleifring geführt.

   Solehe Einrichtungen sind an sich bekannt. 



   Sinkt die Tourenzahl der Stromversorgungsanlage unter einen gewissen Wert und nimmt dann die Spannung ab. so wird das Relais P durch   die Fliehkraftkontaktanordnung   F kurzgeselilossen. Dadurch wird der   Kontakt geöffnet, so dass   die Sperrvorrichtung S. die unter Ruhestrom stand, stromlos wird. Der   Bremsmagnet   B wird hiedurch mittels der Sperrklinke der   Vorrichtung   S blockiert, so dass keine   Zwangsbremsung   stattfinden kann.   Überschreitet   die   Tourenzahl   einen bestimmten Wert, 
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 Magneten eine entsprechende Registrierung auf einem Registrierstreifen bewirkt werden. Es ist zweckmässig, die Pfeife mit einem plombierten   Abstellhalm.     HI   zu versehen. 



   Die dargestellte Einrichtung lässt sieh für die verschiedenen Zwecke sinngemäss abändern. So 
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 nung F spannungsempfindliche Relais zu verwenden. jedoch ist die rotierende Kontaktanordnung F dem robusten Bahnbetrieb im allgemeinen besser   gewachsen.   



   Aus betriebstechnischen Gründen muss bei solchen Anlagen gefordert werden, dass   dasLokomotiv-   
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 mit der Einrichtung, die zum Ansschalten der Zugbeeinflussungsanlage dient, seitlich ausserhalb des Führerstandes. Dort ist ein sogenannter Hauptschalter vorgesehen, der sowohl die elektrische Trennung der Kreise als auch einen   Absehlusshahu   betätigt, der die zum   Bremsventil   führende Luftleitung sperrt. 



  Beim Einschalten der Einrichtung wird das durch die Zugbeeinflussungseinrichtung im Falle einer Zwangsbremsung betätigte Bremsventil mit Hilfe dieses   \bsperrhahnes   an die   Bremsleitung ange-   schlossen. Nach Beendigung der Fahrt wird die Einrichtung wieder abgeschaltet. 



   Diese Einrichtung wird gemäss der weiteren Erfindung dahin vervollständigt, dass die Anlassvorriehtung für den Stromerzeuger durch den Absperrhahn der zur Bremsleitung führenden Luftleitung blockiert wird.   Hiedureh   wird erreicht, dass die in Fig. 1 gezeigte Einrichtung, durch welche die Zugbeeinflussungsanlage, solange keine Betriebsspeisespannung vorhanden ist, abgeschaltet wird. nicht zum Ansprechen kommt. 



   In Fig. 2, die sich auf diesen Teil der Erfindung bezieht, ist mit D die Anlasswelle der mit dem Stromerzeuger gekuppelten Dampfturbine bezeichnet. Auf der Welle D sitzt eine Scheibe E mit viereckigen Einschnitten, in die ein Stift a eingreifen kann. Der Stift   G   wird durch ein Ventil H betätigt. 



  Wenn der Stift in die Einschnitte eingreift, kann die Welle D nicht gedreht werden.   Mit X ist   der erwähnte Absperrhahn bezeichnet, der die zum Bremsventil führende   Luftleitung   sperrt. Der Hahn   J   ist irgendwie mit dem Hauptschalter der Zugbeeinflussungseinrichtung gekuppelt. Dies ist der Übersicht- 
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 der Erfindung nicht. Das Ventil H schiebt den Stift G, wie aus der Figur ohne weiteres ersichtlich ist, in einen der Einschnitte der Scheibe E. Hiedurch wird die Welle D blockiert. 



   War die Dampfturbine bereits angelassen, so ist der normale Betriebszustand hergestellt. War dies noch nicht der Fall, so muss der Lokomotivführer den Absperrhahn wieder schliessen und die Dampfturbine anlassen. Für das Ausserbetriebsetzen gilt das Umgekehrte, da die beschriebene Blockierung nach beiden Seiten wirksam ist. 



   Es ist nicht unbedingt notwendig, die Blockierung wie im dargestellten Falle sowohl für das Ein- als auch für das Ausschalten vorzusehen, sondern es genügt unter Umständen, die Blockierung mit Hilfe eines Zahnrades zu bewirken, das einrastet und so ausgebildet ist, dass man die Turbine nicht anlassen, aber abstellen kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Zugbeeinflussung nach dem Ruhestromprinzip mit Zwangsbremsung,   gekenn-   zeichnet durch eine Blockiervorrichtung, die beim Versagen der Betriebsstromquelle die Zwangsbremse ohne Zutun des Führers ausser Wirksamkeit setzt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Fliehkrafteinrichtung (F), durch welche beim Abweichen der Betriebsspannung bzw. der Frequenz der Stromquelle vom normalen Wert die Zwangsbremse blockiert wird.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein spannungsempfindliehes Relais, mittels dessen beim Abweichen der Betriebsspannung vom normalen Wert die Zwangsbremse blockiert wird. EMI3.1 eine Sperrvorrichtung (S) blockiert wird.
    5. Einrichtung nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, gekennzeichnet durch ein Signal (put), welches bei der Ausserbetriebsetzung der Zwangsbremse anspricht.
    6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlass Vorrichtung für den Stromerzeuger durch den Absperrhahn (I) der zur Zugbremsleitung führenden Luftleitung blockiert wird.
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlassvorrichtung derart blockiert wird, dass der Stromerzeuger nur bei geschlossenem Absperrhahn angelassen werden kann.
    8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromerzeuger nur bei geschlossenem Absperrhahn angelassen und nur bei geöffnetem stillgesetzt werden kann. EMI3.2
AT149024D 1934-06-13 1935-06-12 Zugbeeinflussungseinrichtung. AT149024B (de)

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