AT149223B - Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Wirkwaren. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Wirkwaren.

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Theodor Preisz
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  Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Wirkwaren. 



   Zum Färben namentlich von schlauchartigen Wirkwaren, z. B. Strümpfen, werden bisher die   Warenstücke   mittels Bindfaden an Stangen befestigt und die quer über die Farbkufen gelegten Stangen samt den daranhängenden Warenstücken von Hand aus längs der Kufen geführt. In manchen Fällen wird die Ware ruhig hängen gelassen und die Farbflotte, z. B. mittels einer Pumpe, in einer oder in hin und her gehender Richtung in Bewegung gesetzt. Schliesslich werden auch die   für Wäschereibetriebe   geschaffenen Waschtrommel mit um eine waagrechte Achse in wechselnder Drehrichtung umlaufenden Trommeln verwendet.

   Mit den Einrichtungen der ersterwähnten Art sind namentlich dann keine vollständig gleichmässigen   Durchfärbungen   zu erreichen und Schlierenbildungen nicht zu vermeiden, wenn aus Gründen besserer Leistung grössere Mengen des auf verhältnismässig kleinem Raum aufgehängten Färbegutes der Behandlung unterzogen werden. Anderseits ist die Anwendung von umlaufenden Waschtrommeln für die Behandlung von Wirkwaren aus gegen mechanische Einwirkungen empfindlichem zartem Fadenmaterial, insbesondere von Naturseidenstrümpfen, unbefriedigend, weil die einzelnen Warenstücke sowohl aneinander als auch an den Wandungen der Trommelräume gescheuert werden, so dass zur Vermeidung erheblicher Beschädigungen die Ware in Schutzsäcken der Behandlung unterzogen werden muss. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren zum Färben von gegen mechanische Einwirkung empfindlichen Wirkwaren, insbesondere von feinfädigen Strümpfen, namentlich solchen aus Naturseide, sowie eine die einfache Durchführung des Verfahrens ermöglichende Vorrichtung. Das Verfahren besteht darin, dass in der Flotte quer zu den hängenden Warenstücken gerichtete Strömungen von sich stetig ändernden Richtungen erzeugt werden, so dass die Ware von der Flotte nicht in einer und derselben hin und her gehenden Bewegungsrichtung, sondern nach allen Richtungen durchsetzt wird und infolgedessen mit einer gleichmässigen Durchfärbung auch der im Inneren der Warenmasse befindlichen Warenstüeke gerechnet werden kann. Dabei kann die Ware selbst in Kurvenbahnen, z. B.

   Kreisbahnen, durch die Flotte bewegt und diese zusätzlich und gleichzeitig quer zu diesen Bahnen und zur hängenden Ware in Strömungen von stetig wechselnder Richtung versetzt werden. Damit die dem Drehzentrum näher hängenden Warenstücke sich während der Behandlung nicht gegenseitig umschlingen und dadurch eine gleichmässige Einwirkung der Farbflotte vereiteln können, werden die Strömungen durch Schaffung eines toten Raumes vom Drehzentrum abgehalten und an demselben vorbeigeführt. Die Strömungen selbst werden beispielsweise dadurch herbeigeführt, dass in dem die Farbflotte enthaltenden Behälter ein seine Lage wechselnder Stau der Farbflotte erzeugt wird, der die Flüssigkeit zu den auf Spiegelausgleich abzielenden, die vorerwähnten Strömungen ergebenden Bewegungen veranlasst. 



   In der Zeichnung ist eine die Durchführung des Verfahrens ermöglichende Vorrichtung in einer insbesondere der Behandlung von Strümpfen angepassten Ausführungsform veranschaulicht. Fig. 1 ist ein axialer Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht nach Fig. 1 und Fig. 3 eine Einzelheit. 



   Die als Ausführungsbeispiel gewählte   Färbereimaschine   weist einen zylindrischen Behälter a   tür   die Farbflotte auf, der auf einem Untersatz b gelagert ist. Im Behälter a ist eine Lochtrommel   e   gleichachsig angeordnet, die mittels einer von ihrem Boden ausgehenden Welle d, an der ein Wendegetriebe e angreift, in hin und her gehende Drehbewegung setzbar ist.

   Der Behälter a weist eine den Spaltraum t zur Trommel c unterbrechende, aufrechte, ortsfeste Wand g auf, der eine an der Trommel c sitzende, den Spaltraum bestreichende Flosse   h   entspricht, welche bei der Trommeldrehung vor sich einen Stau der Farbflotte erzeugt, demzufolge in der Flüssigkeit Strömungen entstehen, welche durch 

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 die Trommellochungen in den Trommelinnenraum gelangen und im wesentlichen quer zu den Kreisbahnen und zur in der Trommel hängenden Ware i verlaufen und infolge der Wanderung der Stauungsstelle ihre Richtung stetig ändern und bei der Umkehrstelle der Trommeldrehung auch den Strömungssinn verkehren. Die Umkehrstelle der Trommel ist durch die starre Wand   g   gegeben und das Wendegetriebe e dementsprechend eingerichtet.

   Die Regelung der Strömungsgeschwindigkeit sowie die Vermeidung stürmischer Flottenbewegungen, die namentlich bei der Annäherung der Flosse   h   an die Wand g auftreten können, kann z. B. durch entsprechende Bemessung und Änderung der   Drehgesehwin-   digkeit der Trommel erfolgen. 



     Zur Anbringung der Warenstücke t   dient ein auf die Trommel aufsetzbarer und von ihr abhebbarer 
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 ausgebildet sind, welche zur unverschiebbaren Festlegung der an sich üblichen   Bindfadenschlaufen   o dienen, mittels denen die Warenstücke i, u. zw. Strümpfe, an der Fussspitze befestigt werden. Diese 
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 achse abnehmbar festgehalten sind und dazu dienen, die Bindfadenschlaufe o auch nach an einer andern, das Aufschwimmen verhindernden Stelle festzulegen. Da die   nächst   der Drehachse befindlichen Warenstücke bei der Trommeldrehung die Neigung haben, sich gegenseitig zu umschlingen, ist zur Verhinderung dieser Erscheinung ein von   Flüssigkeitsströmungen   freier Raum mittels eines um die Drehachse angeordneten, zweckmässig vollwandige zylindrischen Schirmes, z.

   B. eines Rohres t, abgegrenzt, das dann auch zur innenseitigen Lagerung der   Hilfsstäbe   q herangezogen werden kann. 



   Anstatt die Trommel   c   mit der an ihr befestigten Flosse   h   in hin und her gehende Drehung zu versetzen, wird es in manchen Fällen auch ausreichen, eine im Spaltraum t angeordnete, der Flosse   h   entsprechende Treibwand die hin und her gehende Bewegung ausführen zu lassen und es kann unter Umständen auch genügen, unter Weglassung der ortsfesten Wand g, die Treibwand oder auch die mit einer Flosse versehene Trommel ohne Richtungswechsel kreisen zu lassen. 



   Das Verfahren kann in gleicherweise auch auf andern Gebieten, z. B. in der Garn-und Strangfärberei, Anwendung finden und die Maschine eine andern Warenformen entsprechende Anpassung erhalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Färben von gegen mechanische Einwirkungen empfindlichen Wirkwaren, wie z. B. feinfädigen Strümpfen, dadurch gekennzeichnet, dass in der Flotte quer zu den hängenden Warenstücken gerichtete Strömungen von stetig sich ändernden Richtungen erzeugt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hängenden Warenstücke in Kurven, zweckmässig Kreisen bewegt und gleichzeitig die Flotte in quer zur Bewegungsrichtung und quer zur Ware fliessende Strömungen versetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungen vom Bewegung- EMI2.3
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum zwischen Behälter und Einsatz durch eine ortsfeste aufrechte Wand unterbrochen ist und die Wanderbewegung der Treibplatte mit durch diese Wand bedingten Richtungswechsel erfolgt.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Flottenbehälter als Tonne und der Einsatz als in derselben gleichachsige, angeordnete Lochtrommel ausgebildet ist.
    8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochtrommel in allenfalls mit wechselnder Geschwindigkeit erfolgende Drehung versetzbar ist.
    9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfeste Wand an der Tonne'und die Treibplatte als an der sich drehenden Lochtrommel befestigtenFlosse angeordnet ist. <Desc/Clms Page number 3>
    10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel mit einem abhebbaren Träger für die Warenstücke versehen ist.
    11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7,8 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus sternförmig verteilten Speichen besteht, deren freie Enden in Rasten des oberen Trommelendes gehalten sind.
    12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Speichen vorgesehenen Kerben für die zur Befestigung der Warenstücke an den Speichen dienenden Bindfaden mit vom freien Speichenende gegen die Mitte zu wachsenden Abständen angeordnet sind.
    13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5,8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass um die Trommelachse ein Wirbelbildungen und das Umschlingen achsennah aufgehängter Warenstücke verhindernder toter Raum vorgesehen ist. EMI3.1
AT149223D 1936-04-24 1936-04-24 Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Wirkwaren. AT149223B (de)

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