DE654904C - Verfahren und Vorrichtung zum Faerben empfindlicher Wirkware, z. B. feinfaediger Struempfe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Faerben empfindlicher Wirkware, z. B. feinfaediger Struempfe

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DE654904C
DE654904C DEP73108D DEP0073108D DE654904C DE 654904 C DE654904 C DE 654904C DE P73108 D DEP73108 D DE P73108D DE P0073108 D DEP0073108 D DE P0073108D DE 654904 C DE654904 C DE 654904C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Färben empfindlicher Wirkware, z. B. feinfädiger Strümpfe Es sind bereits Verfahren. zum Färben von empfindlichen Wirkwaren, z. B. feinfädiger Strümpfe bekannt, zu deren Durchführung die Einzelstücke unter Vermeidung gegenseitiger Berührung mittels Bindfaden aufgehängt und ganz in die Flotte tauchend der Behandlung unterworfen werden, wobei die Ware im Flottenbehälter kreisförmig bewegt und die Flotte selbst zu Strömungen in Richtung der hängenden Warenstücke veranlaßt wird. Es hat sich aber gezeigt, daß diese Verfahren noch immer nicht der geringen Naßfestigkeit von dünnfädigen Textilwaren, insbesondere von Strümpfen aus Seide oder Kunstseide, vollständig Rechnung tragen, indem teils die mechanischen Einwirkungen der strömenden Flotte schädigend wirken, teils Berührungen der Warenstücke untereinander und mit Vorrichtungsteilen zu Reibungsschäden führen und außerdem die verlangte Gleichmäßigkeit der Färbung beeinträchtigen. Dazu kommt, daß viele der bekannten Vorrichtungen und Verfahren die schonungsbedürftigen Warenstücke zur Erzeugung der Flottenströmungen heranziehen. Diese Nachteile vergrößern sich bei den Versuchen, die mit Vorrichtungen unternommen wurden, die im. wesentlichen zur Reinigung von Textilwaren, z. B. Wäsche, bestimmt sind und vielfach um. waagerechte Achse drehbare Trommeln benutzen sowie mit heftig strömenden Flüssigkeiten arbeiten.
  • Die erwähnten Nachteile werden mittels des Verfahrens nach der Erfindung weitgehend behoben, indem unter Anwendung teilweise bekannter Anordnung der Ware in der Vorrichtung die in der Flotte quer auf die hängenden Warenstücke gerichteten Strömungen in immer der Mitte der Warenaufhängung zustrebenden und um die Mitte wandernden, radialen Richtungen erzeugt werden, wobei die auf die Warenstücke gerichteten Strömungen zusätzlich zu einer gemeinsamen kreisenden Bewegung der Warenstücke um die senkrechte Mittelachse des Flottenbehälters erzeugt werden können. Da in diesem Falle die kreisende Warenbewegung mit der Wanderung der radialen Strömungen um die Mitte der Warenaufhängung miteinander übereinstimmen und erfindungsgemäß die Strömungen in dem den Warenstücken zugewiesenen, von der Flotte erfüllten Innenraum durch eine außerhalb dieses Raumes und ohne Beanspruchung der Warenstücke erzeugte Flottenstauung und Übertritt der gestauten Flotten in den Innenraum hervorgerufen werden, sind alle Voraussetzungen für eine weitgehend schonende Behandlung der Ware und für deren gleichmäßige Färbung geschaffen.
  • Die Erfindung erstreckt sich «-eiter auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, die sich eines an sich bekannten tonnenförmigen Flottenbehälters mit zentrisch angeordneter, aufrechter und oben offener Innentrommel mit gelochtem Mantel bedient, wobei erfindungsgemäß in dem zwischen den Mänteln der beiden verbleibenden Rauin eine: senkrechte Treibplatte angeordnet ist, welche die Flotte zu kreisendem Fliel.ien in diesem Zwischenraum veranlaßt.
  • In der Zeichnung ist eine zur Durchfüh-@ rung des Verfahrens bestimmte Vorrichtung:, in einer der Behandlung von Strümpfen arigepaßten Ausführungsform veranschaulicht. Abb. i ist ein axialer Schnitt, Abb. z eine Draufsicht nach Abb. i und Abb. 3 eine Einzelheit.
  • Die Vorrichtung weist einen zylindrischen Behälter a für die Flotte auf, der auf einem Untersatz b gelagert ist. Im Behälter a ist eine Trommel c mit gelochtem Mantel gleichachsig angeordnet, die mittels einer von ihrem Boden ausgehenden Welle d, an der ein Wendegetriebe e angreift, in hin und her gehende Drehbewegung setzbar ist. Der Behälter a weist eine den Spaltraum f zur Trommel c unterbrechende, aufrechte, ortsfeste Wand g auf, der eine an der Trommel c sitzende, den Spaltraum bestreichende Flosse h. entspricht, welche bei der Trommeldrehung vor sich einen Stau der Flotte erzeugt, demzufolge in der Flüssigkeit Strömungen entstehen, welche durch die Trommellochungen in den Trommelinnenraum gelangen und quer auf die in der Trommel hängenden Warenstücke i gerichtet sind und infolge der Wanderung der Stauungsstelle ihre Richtung stetig ändern, bei der Umkehrung der Trommeldrehung auch den Strömungssinn verkehren und daher in immer der Mitte der Warenaufhängung zustrebenden und um die Mitte wandernden radialen Richtungen erzeugt werden. Die Umkehrstelle der Trominel ist durch die starre Wand g und durch entsprechende Einrichtung des Wendegetriebes e gegeben. Die Regelung der Strömungsgeschwindigkeit sowie die Vermeidung stürmischer Flottenbewegungen, die namentlich bei der Annäherung der Flosse h an die Wand ä auftreten können, kann z. B. durch geeignete Bemessung und Änderung der Drehgeschwindigkeit der Trommel erfolgen.
  • Zur Anbringung der Warenstücke i dient ein auf die Trommel aufsetzbarer und von ihr abhebbarer Träger aus sternförmig verteilten Speichen k, die mit ihren freien Enden L in umfänglich verteilten Rasten in der Trommeloberkante gehalten sind, so daß die an ihnen hängenden Warenstücke i in unveränderter gegenseitiger Lage an der Trommeldrehung teilnehmen. Die dem Trommelumfang näher aufgehängten Warenstücke sind auf einem längeren Wege der Wirkung der Farbflotte ausgesetzt als die nächst der Drehachse befestigten Warenstücke. Um in dieser Hinsicht einen Ausgleich zu schaffen, werden die Warenstücke auf jeder Speiche k in Abständen befestigt, die vom freien Speichenende I gegen die Mitte der 7.'ronnnel wachsen, so daß der längere Weg der äußeren ,Warenstücke durch eine größere Menge voll :die inneren Warenstücke umgebender Flotte `;;Ivettgemacht wird. Zwecks leichter Einlialfüng dieser Abstände sind die Speichen k mit Abstandsmarken versehen, die als Kerben zt ausgebildet sind, weiche zur unverschiebbaren Festlegung der an sich üblichen Bindfadenschlaufen o dienen, mittels denen die Warenstücke i, Strümpfe z. B. an der Fußspitze, befestigt werden. Um zu verhindern, daß die sich am geschlossenen Warenstückende zuweilen bildenden Luftpolster bei nur einseitig festgelegter Schlaufe o ein Aufschwimmen des Warenstückes verursachen, das vielfach zu einer ungleichmäßigen Durchfärbung führt, sind den Speichen k unter (lern Flottenspiegel p verlaufende Hilfsstäbe q zugeordnet, die einerseits an einem auf die freien Speichenenden Z aufschiebbaren Hängestab r, andererseits bei s nächst der Troniinelachse abnehmbar festgehalten sind und dazu dienen, die Bindfadenschlaufe o auch noch an einer anderen, das Aufschwimmen verhindernden Stelle festzulegen. Da die nächst der Drehachse befindlichen Warenstücke bei der Trommeldrehung die Neigung haben, sich gegenseitig zu umschlingen, ist zur Verhinderung dieser Erscheinung ein von Flüssigkeitsströmungen freier Raum mittels eines um die Drehachse angeordneten, zweckmäßig vollwandigen zylindrischen Schirmes, z. B. eines Rohres t, abgegrenzt, das dann auch zur innenseitigen Lagerung der Hilfsstäbe q herangezogen werden kann.
  • Anstatt die Trommel c mit der an ihr befestigten Flosse h in hin und her gehende Drehung zu versetzen, wird es in manchen Fällen auch ausreichen, eine im Spaltraum f. angeordnete, der Flosse h * entsprechende Treibwand die hin und her gehende Bewegung ausführen zu lassen, und es kann unter Umständen auch genügen, unter Weglassung der ortsfesten Wand g, die Treibwand oder auch die mit einer Flosse versehene Trommel ohne Richtungswechsel kreisen zu lassen. Das Verfahren kann in gleicher Weisse auch auf anderen Gebieten, z. B. in der Garn- und Strähnfärberei, Anwendung finden und die Maschine eine anderen Warenformen entsprechende Anpassung erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Färben empfindlicher Wirkwaren, z. B. feinfädiger Strümpfe, die ohne Berührung mit anderen als Einzelstücke aufgehängt und ganz in die Flotte tauchend der Behandlung unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Flotte quer auf die hängenden Warenstücke gerichteten Strömungen in immer der Mitte der Warenaufhängung zustrebenden und um die Mitte wandernden, radialen Richtungen erzeugt werden. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Warenstücke gerichteten Strömungen zusätzlich zu einer gemeinsamen kreisenden Bewegung der Warenstücke um die senkrechte Mittelachse des Flottenbehälters erzeugt werden. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungen in dem den Warenstücken zugewiesenen, von der Flotte erfüllten Innenraum durch eine außerhalb dieses Raumes ohne Beanspruchung der Warenstücke erzeugte Flottenstauung und Übertritt der gestauten Flotte in den Innenraum hervorgerufen werden. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3 mit in einem tonnenförmigen Flottenbehälter zentrisch angeordneter, aufrechter, oben offener Innentrommel mit gelochtem lNlantel, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zwischen den Mänteln der beiden verbleibenden Raum eine senkrechte Treibplatte angeordnet ist, welche die Flotte zu kreisendem Fließen in diesem Zwischenraum veranlaßt. 3.' Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, daß um die senkrechte Achse des Innenraumes ein das E=indringen von Flotte verhindernder toter Raum, z. B. ein unten geschlossenes vollwandiges Rohr, vorgesehen ist. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4. mit sternförmig verteilte Speichen aufweisendem, heb- und senkbarem Warenstückträger, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger mittels seiner freien Speichenenden in Rasten des Randes der Innentrommel gelagert ist und von der sich drehenden Trommel mitgenommen wird. Vorrichtung nach :Uspruch 6 mit zur Festlegung der Bindfadenschlaufen an den Speichen des Trägers vorgesehenen Kerben, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerben in vom freien Speichenende gegen die Mitte zu «-achsenden Abständen angeordnet sind. B. Vorrichtung nach Gien Ansprüchen (i und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichen mit unter dem Flottenspiegel verlaufenden Hilfsstäben Rahmen bilden, welche die das MIT arenstück fassenden Bindfadenschlaufen gespannt halten und das Aufschwimmen des festgehaltenen Warenstückencles verhindern.
DEP73108D 1936-04-28 1936-04-28 Verfahren und Vorrichtung zum Faerben empfindlicher Wirkware, z. B. feinfaediger Struempfe Expired DE654904C (de)

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