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Aus festem Isoliermaterial bestehende Verschalung für elektrische Transformatorwicklungen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus platten-und zylinderförmigem festem Isoliermaterial bestehende Verschalung für die Wicklungen elektrischer Transformatoren, die mit einem flüssigen oder gasförmigen Isoliermittel gekühlt sind.
In Fig. 1 ist eine bekannte Isolierverschalung dargestellt. Die dem Eisenkern 1 benachbart liegende Niederspannungswicklung 2 ist von der Hochspannungswicklung. 3 durch eine aus Isolierzylindern 4 bestehende Verschalung getrennt. Zum Abdecken der Stirnen der Hochspannungswicklung gegen die Jochteile des Eisenkern bzw. gegen das den Transformator umgebende Gehäuse sind Kappenoder Winkelringe 5 aus festem Isoliermaterial an die Isolierzylinder angesetzt. Das flüssige Isoliermittel, z. B. Isolieröl, strömt zwischen den Wicklungen und den Isolierzylindern.
Diese Isolierverschalung ist insbesondere, wenn bei grossen Leistungstransformatoren die Abmessungen gross werden, schwierig herzustellen. Die Winkelring werden für sich gepresst, wobei für das Abwinkeln grosse Pressformen und grosse Pressen erforderlich sind. Ferner macht auch der Zusammenbau der Winkelringe mit den Isolierzylindern Schwierigkeiten. Sämtliche Teile müssen durch Distanzstücke gegeneinander abgestützt werden.
Aufgabe der Erfindung ist, eine Isolierverschalung zu schaffen, die sowohl hinsichtlich der
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Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass an den Isolierzylinderenden je eine für mehrere Zylinder gemeinsame, ebene Isolierplatte vorgesehen ist, die ohne Verwendung von Winkelringen auf den Isolierzylindern aufliegt, den Raum zwisehen ihnen abschliesst und darüber radial nach innen oder. aussen oder in beiden Richtungen hinausragt.
Für den Durchtritt des flüssigen oder gasförmigen Isoliermittels sind die Isolierzylinder mit Öffnungen, vorzugsweise an ihren Enden und gegebenenfalls auch an ändern Stellen versehen. Zur Erhöhung der Überschlags- und Kriechstromfestigkeit überragen diese Isolierplatten die Isolierzylinder in radialer Richtung.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Isolierverschalung gemäss der Erfindung dargestellt.
Der Eisenkern 11 trägt beispielsweise eine doppelt konzentrische Röhrenwicklung oder röhrenförmige
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wicklung 14 liegt. Die beiden Niederspannungswicklungen 12 und 13 sind von der Hochspannungswicklung 14 durch Isolierzylinder 15-18 voneinander getrennt. An den Enden der Isolierzylinder ist zum Abdecken der Wicklungsstirn 14 eine Isolierplatte 19 angeordnet. Um die nötige Über-
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hinaus. Die Isolierplatten können durch Druckvorrichtungen auf die Zylinderenden fest aufgepresst werden. Auch Verbindungen mittels Klebmittel, z. B. mit Kunstharzlösungen, oder Anstreichen der Fugen mit Isoliermasse sind empfehlenswert, wenn die Fuge dielektrisch besonders dicht sein soll.
Falls es erforderlich sein sollte, können noch mehrere ebene Platten zwischen Wicklungsstirn und dem Jochteil des Eisenkerns bzw. dem Gehäuseboden oder-decke ! vorgesehen werden. Die Isolierzylinder lassen sich in der bekannten Weise herstellen. Die Isolierplatten 19 bedürfen zu ihrer Her-
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stellung keinerlei umfangreicher Hilfseinrichtungen bzw. grosser Pressen zum Abwinkeln, da sie nur einfache, ebene und keinerlei abgewinkelte Teile haben. Als Material kommen insbesondere Faserstoffe, z. B. Presspapier, Pressspan, oder mit künstlichen oder natürlichen Harzen getränkte oder bestrichen oder zusammengeklebte Faserstoffe aus Papier oder Textilien in Frage. Falls es der verwendete Stoff erlaubt, sind die Faserstoffe mit dem flüssigen Isoliermittel des Transformators getränkt.
Zur Führung des flüssigen oder gasförmigen Isoliermittels des Transformators sind die Isolierzylinder mit radialen Bohrungen oder Ausschnitten versehen, die vorzugsweise in der Nähe der Zylinderenden angeordnet sind oder auf dem Zylindermantel verteilt sind. Die Bohrungen 20 nebeneinanderliegender Zylinder sind gegeneinander versetzt, wie Fig. 3 in der Ansicht von oben zeigt. Die Öffnungen sind hiebei von den Stirnseiten her in die Zylinder eingeschnitten oder aus ihnen ausgestanzt. Der Weg des flüssigen oder gasförmigen Isoliermittels ist durch die Pfeile 21 angedeutet. Eine nennenswerte Drosselung des flüssigen Isoliermittels tritt nicht ein, da die Strömungsquerschnitte hinreichend gross bemessen sind.
Vor jeder Öffnung eines innenliegenden Zylinders ist festes Isoliermaterial eines darüber liegenden äusseren Zylinders angeordnet, so dass eine erhebliche Vergrösserung der Kriechweg eintritt.
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Fig. 4 zeigt die Isolierverschalung in der Anwendung auf einfache konzentrische Wieklungsanordnungen. Die Niederspannungswicklung 32 ist durch zwei Isolierzylinder 35 und 36 von der Hochspannungswicklung.'34 getrennt. Die Wicklungsstirnen sind durch Isolierplatten 39 gegen die
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zylinder 35 und 36 vorgesehen.
Als Kühl-und Isoliermittel werden Isolieröle oder feuersichere Isolierflüssigkeiten, z. B. halogenierte Kohlenwasserstoffe, verwendet. Gasförmige Isoliermittel können Luft oder Gase sein. Die Bewegung der flüssigen oder gasförmigen Isoliermittel kann durch Umwälzpumpen oder Ventilatoren unterstützt werden.
Die Erfindung ist nicht auf zylinderförmige Isolierverschalungen beschränkt, sondern kann auch bei Verschalungen mit ovalen, elliptischen, rechteckigen oder quadratischen Querschnitten Anwendung finden. Auch die Art der in dieser Weise isolierten Transformatoren oder Drosselspule kann beliebig sein. Es können Mantel-oder Kerntransformatoren der Einphasen- oder lI1ehrphasentype mit in einer oder mehreren Ebenen liegenden Schenkeln in gleicher Weise isoliert werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus platten-und zylinderförmigem festem Isoliermaterial bestehende Verschalung für elektrische Transformatorwicklungen, die mit einem flüssigen oder gasförmigen Isoliermittel gekühlt sind, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere mit Zwischenräumen ineinanderliegende Isolierzylinder und an jedem Ende der Isolierzylinder eine einzige gemeinsame ebene Isolierplatte vorgesehen sind. die ohne Verwendung von Winkelringen auf allen Isolierzylindern aufliegt, den Raum zwischen ihnen abschliesst und darüber radial nach innen und/oder aussen hinausragt, während in den Zylinderwänden, vorzugsweise an oder nahe deren Enden, Öffnungen für den Durchtritt des flüssigen oder gasförmigen Isoliermittels angebracht sind.
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