<Desc/Clms Page number 1>
Gelenkanordnullg bei Hänge- und Absllannklemmen für elektrische Leitungen.
Hänge-und Abspannklemmen werden neuerdings mit Rileksieht auf die Leitungsschwingungen so ausgebildet, dass die Klemmkörper in den Trag-bzw. Abspannorganen, wie z. B. Laschen, Gabeln, Klöppelpfannen usw., gelenkig gelagert sind. Die Klemmkörper sind zu diesem Zweck in der Regel mit seitlichen Gelenkzapfen versehen, die in entsprechend ausgebildete Lagerstellen der Trag-oder Abspannorgane eingreifen. Meist sind die Trag-oder Abspannorgane mit zylindrischen Bohrungen versehen, durch welche die Gelenkzapfen hindurchgeschoben und durch vorgestreckte Splinte, aufgeschraubte Muttern od. dgl. gesichert werden. Es ist auch schon bekannt, eine unlösbare Verbindung zwischen Zapfen und Trag-bzw.
Abspannorgan dadurch herzustellen, dass an den Zapfen Vorsprünge oder Nasen angebracht werden, die in entsprechend geformte, jedoch um 900 versetzte Ausschnitte an den Trag-bzw. Abspannorganen eingreifen, so dass die Zapfen nur dann in die Organe eingehängt werden können, wenn diese um 90 gegenüber der Betriebslage verdreht werden.
Die bekannten Ausführungen waren nur für solche Hänge-und Abspannklemmen anzuwenden,
EMI1.1
auf die Gelenkzapfen aufgesteckt werden konnten. Sie versagten jedoch in solchen Fällen, wo die Trag-bzw. Abspannorgane als geschlossene Bügel ausgebildet waren, die sich nicht mehr in Richtung der Gelenkachse seitlich auf die Zapfen aufschieben lassen. Dies trifft insbesondere für Hängeklemmen zu, bei welchen das Tragorgan meist als geschlossener mit einer Klöppelpfanne versehener Bügel ausgeführt ist, der sich nur um einen kleineren Winkel als 900 gegenüber dem Klemmkörper verdrehen lässt.
Das Neue der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die zylindrischen Gelenkzapfen mit nach beiden Seiten abstehenden ovalen Flanschen versehen sind und in dem Bügel konzentrisch nebeneinanderliegende, kreisförmige Lagerstellen für den zylindrischen und den ovalen Teil der Gelenkzapfen angebracht sind, die nach oben hin eine gemeinsame Öffnung haben, an die sich ein gebogener Führungskanal in gleicher Breite anschliesst.
Hiedurch wird der Vorteil erzielt, dass die an dem Klemmkörper angebrachten seitlichen Gelenkzapfen nur bei Schrägstellung des Trag-bzw. Abspannorganes in die Lagerstellen eingeführt werden können, während in der Betriebslage dieser Organe eine Lösung nicht mehr möglich ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an dem Beispiel einer Hängeklemme dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen die Hängeklemme in Ansicht und Seitenansicht, die Fig. 3,4 und 5 erläutern den Vorgang des Einhängens der Seilmulde in das Tragorgan, die Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch die Lagerstelle.
Die Leitung a wird von der Seilmulde b getragen und ist in dieser durch einen Klemmdeckel c und eine Schraube d befestigt. Die Seilmulde ist mit seitlichen Zapfen e versehen, die in dem als Gabel ausgebildeten Tragorgan t gelenkig gelagert sind. Die Traggabel endet in einer Klöppelpfanne, mittels welcher sie in die Isolatorenkette eingehängt werden kann. Die Gelenkzapfen e bestehen aus einem zylindrischen Teil el und ovalen Flanschen e2, die quer zur Betriebslage des Tragorganes/gerichtet sind. An den Gabelschenkel des Tragorganes t sind zwei je konzentrisch nebeneinanderliegende kreisbogenförmige Lagerstellen g und h angebracht. Die beiden Lagerstellen sind nach oben hin mit einer gemeinsamen Öffnung versehen, die in den rechtwinkelig gebogenen Führungskanal i übergeht.
Der Durchmesser der inneren kreisförmigen Lagerstelle g ist dem Durchmesser des zylindrischen Teiles el der Gelenkzapfen angepasst, während der Durchmesser der aussenliegenden kreisförmigen Lagerstelle h dem grössten Durchmesser der ovalen Flanschen e2 entspricht. Die Breite der gemeinsamen Öffnung
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
an der kreisförmigen Lagerstelle h anliegt und dadurch ein Abheben des Gelenkzapfens von der Lagerstelle unmöglich ist. Die Gelenkzapfen und damit die Klemmkörper können jedoch Drehschwingungen ausführen und sind somit in der Lage, den Leitungssehwingungen zu folgen.
Die vorliegende Erfindung kann sinngemäss auch auf Abspannklemmen oder für alle solche
EMI2.2
werden. Durch die Erfindung wird die Anwendung von Splinten, Sicherungsmuttern u. dgl. vermieden. Sie lässt sich für alle Arten von Hänge-und Abspannklemmen, unabhängig von der Ausbildung des
EMI2.3
der Klemme.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gelenkanordnung bei Hänge-und Abspannklemmen für elektrische Leitungen, bei welchen
EMI2.4
des aus einem Stück bestehenden Bügels der Trag-bzw. Abspannorgane eingreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrischen Gelenkzapfen (el) mit nach beiden Seiten abstehenden, ovalen Flanschen (e2) versehen sind und in dem Bügel konzentrisch nebeneinanderliegende, kreisförmige
EMI2.5
die nach oben hin eine gemeinsame Öffnung haben, an die sich ein gebogener Führungskanal (i) in gleicher Breite anschliesst.