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Die Erfindung bezieht sieh auf Getreidevorbereiter, die bekanntlich den Zweck haben, das aus der Wäscherei kommende Getreide eine gewisse Zeit auf einer gleichbleibenden Temperatur zu halten und im letzten Teil des Durchganges mittels Kaltluft auf die normale Verwendungstemperatur abzukühlen, wobei in dieser letzten Durchgangsphase ein allfälliger Feuchtigkeitsüberschuss weggetrocknet wird.
Die bekannten derartigen Vorbereiter bestehen aus einem in der Regel durch mehrere Stockwerke des Mühlengebäudes hindurchreichenden hohen Schacht, in dem verteilt über die gesamte Höhe, Heizelemente vorgesehen sind, die versetzt übereinander liegen. Diese Elemente sind entweder Rohre für das Durchleiten eines flüssigen Wärmeträgers oder unten offene Rinnen für das Einbringen eines gasförmigen Wärmeträgers. Man hat auch bereits Getreidevorbereiter vorgeschlagen, bei welchen hohle, flache Röhren, die vom Heizwasser durchströmt werden, in Reihen nebeneinander in einem vertikalen Schacht angeordnet sind, durch welchen das Gut von oben nach unten durchrieselt.
Diese flachen, im Querschnitt länglichen Röhren, sind zu Gruppen vereinigt und die Gruppen übereinander vorgesehen, wobei die Röhren untereinander in einer Flucht liegen. Es sind ferner Getreidetrockner bekannt, bei welchen in runden Rohren angeordnete elektrische Heizkörper vorgesehen sind. Hiebei sind die Rohre der einen Reihe gegenüber den Rohren der nächsten Reihe versetzt angeordnet. Solche Trockner sind jedoch für die Zwecke der Getreidevorbereitung (Konditionierung) ungeeignet, da sie nur dem Zwecke der Wasserentfernung aus dem Getreide dienen können, nicht der chemischen Umwandlung im Getreidekorn.
Durch die Getreidevorbereiter wird vor allem bewirkt, dass das durch die Wäscherei dem Getreide zugeführte Wasser, das an der Oberfläche jedes Kornes haftet, durch die Erwärmung in das Innere des Getreidekornes eindringt. Die länger andauernde derartige Wärmebehandlung löst innerhalb des
Getreidekornes verschiedene chemische Vorgänge aus, die in der Hauptsache ein Aufschliessen der Rohstärke bewirken, wodurch die Backfähigkeit des Mehles verbessert wird.
Die Erfindung hat also einen Getreidevorbereiter zum Gegenstand, dessen wesentliches Kennzeichen darin besteht, dass die Heizelemente als elektrische Heizkörper ausgebildet sind. Die besonders zweckmässigen Ausführungsformen der Erfindung bestehen darin, dass die Heizkörper entweder die Form flacher, länglicher Taschen besitzen, oder in auf längliehen Trägern isoliert oder unisoliert aufgebrachten Heizleitern bestehen oder durch an Niederspannung bzw. Kleinspannung angeschlossene Heizbänder oder profilierte Heizstäbe gebildet sind.
Die Vorteile der erfindungsgemässen Einrichtung sind folgende : Vor allem entfällt beim Gegenstand der Erfindung ein besonderer Wärmezwischenträger (Luft oder Wasser), indem die Wärme an der Stelle ihres Verbrauches erzeugt wird, wodurch besondere Verluste vermieden werden. Die Erfindung gibt ferner den Vorteil, dass eine weitestgehende Unterteilung der Heizfläche stattfinden kann. Diese Unterteilung geht bedeutend weiter als es bei einer Erwärmung durch einen Zwischenträger möglich ist. Bei diesen bekannten Einrichtungen kann man unter gewisse Mindestrohrquersehnitte nicht heruntergehen, die durch die noch zulässigen Strömungsverluste bedingt sind, während die unmittelbare elektrische Erwärmung der Heizelemente unbegrenzt kleine Flächenelemente zulässt.
Die Verstellung der einzelnen Flächen kann man beim Gegenstand der Erfindung derart vornehmen, dass jedes Getreidekom in direkte Berührung mit den Heizflächen gelangt, so dass zur Durchwärmung des Stromes möglichst wenig oder gar nicht die ausserordentlich geringe Wärmeleitfähigkeit des Getreides heran-
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gezogen werden muss. Auch der Widerstand, der durch diese Heizelemente beim Gegenstand der Erfindung dem Durchströmen des Getreidestromes entgegenwirkt, ist ausserordentlich gering, da die Stirnfläche jedes Heizelementes an der Stelle, an der der Getreidestrom auftrifft, nur einige wenige Millimeter, dagegen bei den bekannten Anordnungen mehrere Millimeter beträgt. Man kann also mit dem Abstand zwischen den einzelnen Heizelementen bedeutend weiter heruntergehen gegenüber den bekannte Anordnungen.
Weitere Vorteile ergeben sich aus folgendem : Bekanntlich bietet jede elektrische Heizeinriehtung die Möglichkeit einer sehr genauen Einhaltung jeder gewünschten Temperatur dadurch, dass die elektrischen Temperaturregler zu hoher Genauigkeit und Verlässlichkeit ausgebildet sind ; ferner bietet die elektrische Heizung weitgehende Unterteilungsmöglichkeiten, so dass man jederzeit in der Lage ist, durch den Regler verhältnismässig kleine Leistungsgruppen ab-und zuschalten zu können, was eine hohe Temperaturgleichmässigkeit des zu erwärmenden Gutes gewährleistet.
Ferner hat jede Getreidesorte eine andere günstigste Vorbereitungstemperatur, deren genaue Einhaltung bis auf + 0'ó 0 vorteilhaft nur durch eine so genaue Regelmoglichkeit, wie sie die elektrische bietet, erreichbar ist.
Der Gegenstand der Erfindung hat durch den Wegfall jedes fremden Zwischenwänneträgers geringe erwärmte Massen und daher den Vorteil geringerer Wärmeträgheit, der sich auswirkt durch ein rasches Folgen auf jeden Regelimpuls und der im Falle von Störungen bei den Getreidezu-oder Abführungseinrichtungen das Auftreten gefährlicher Übertemperaturen augenblicklich verhindert.
Wieder durch das Fehlen eines Wärmezwischenmittels sind die durch die Heizeinrichtung in Anspruch genommenen Teile des Schachtraumes so gering, dass es möglich ist, grosse Heizflächen unterzubringen und dadurch die Übertemperaturen der Heizflächen niedrig halten zu können. Jeder fremde Wärmeträger kühlt sich beim Durchgang durch das Getreide von der Eintrittsstelle des Zwischenmittels bis zur Austrittsstelle durch Wärmeabgabe an das Getreide ab und bedingt bereits dadurch eine ungleichmässige Erwärmung auch dann, wenn die Strömungsrichtung in aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten geändert wird.
Die elektrische Erwärmung hingegen bietet die Möglichkeit, durch vollkommen gleichmässige Beheizung jedes Teiles der Fläehenelemente überall gleiche Übertemperaturen in den einzelnen Elementen halten zu können, sie bietet aber darüber hinausgehend noch die Möglichkeit,
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gleich niedrig zu halten, dass die Wärmeabgabe je Flächeneinheit des Elementes im Zuge von oben nach unten herabgesetzt werden kann.
Bisher war die Mindestgrösse der bekannten Vorbereiter dadurch beschränkt, dass zur Einhaltung einer unteren Grenze der noch erträglichen Temperaturunterschiede beim Vorbereiten des Getreides eines Mindestmenge an Heizkörperelementen bzw. an Luftzuführungsstellen sich als notwendig erweist.
Da bei Zuhilfenahme eines Wärmezwischenträgers die Durchtrittsquerschnitte für diesen Zwischenträger, sei es nun Luft oder Wasser, eine gewisse Mindestgrösse nicht unterschreiten dürfen (wobei der Gefahr des Temperaturunterschiedes bei Eintritt und Austritt des Zwischenträgers eine besondere Rolle zukommt), so ist damit die untere Grösse des einzelnen Elementes und damit, da eine Mindestzahl dieser Elemente notwendig ist, auch die untere Grenze des Getreidevorbereiters bestimmt. Die bekannten Vorbereiter mit einem Wärmezwisehenträger haben eine Mindestgrösse von 500keg/7 und darüber.
Durch die praktisch nicht beschränkte Teilbarkeit der elektrischen Heizelemente kann man daher Vorbereiter für jede gewünschte Grösse bis herab zum Laboratoriumsvorbereiter bauen. Damit wird dem Getreidevorbereiter Eingang auch in kleine Mühlen verschafft, in die er bisher nicht Eingang finden konnte.
Alle bisher bekannten, nicht elektrisch beheizten Vorbereiter haben den grossen Nachteil, dass sie einer eigenen Feuerungsanlage bedürfen, die ständiger Wartung bedarf und bei Mühlen ungern gesehen wird, da der Mühlenbetrieb feuergefährlich ist. Wie bekannt, wurde dieser Nachteil bisher dadurch umgangen, dass man zur Erwärmung des Wärmezwischenmittels Elektrizität herangezogen hat.
Durch Vermeidung jeglichen Wärmezwisehenmittels und damit der in Verbindung stehenden Vermeidung grösserer zu erwärmender Massen, werden die Wärmeverluste auf ein Minimum reduziert, so dass die Wirtschaftlichkeit der elektrischen Beheizung auch dann gegeben ist, wenn nicht nur mit billiger Abfallenergie gearbeitet werden kann. Die Wirtschaftlichkeit wird noch dadurch erhöht, dass sieh der Einbau jeglicher verteuernder Nebenapparate erübrigt und sich so der Herstellungspreis als auch der Raumbedarf eines solchen Vorbereiters gegenüber den bisher bekannten niedrig halten lässt.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung in schematischer Darstellung, wobei die Fig. 1 einen Querschnitt und die Fig. 2 eine Seitenansicht hiezu darstellt.
Hiebei ist 1 der Einfülltrichter und 2 der vertikale Schacht, in den die einzelnen waagrecht liegenden Heizelemente 3 eingebaut sind. Diese Heizelemente 3 bestehen entweder aus ganz flachen Taschen aus einem gut wärmeleitfähigen Material, in welche unter Zwischenlage einer elektrisch-isolierenden Schichte der elektrische Heizkörper eingebaut ist, der z. B. aus einer Widerstandsspirale bestehen kann ; oder es besteht das Heizelement aus einem Träger, auf welchem der Heizleiter, allenfalls auch unisoliert gegen das vorbeistreichende Getreide, aufgebracht ist, oder aus einem stromdurchflossenen Heizband, oder aus einem profilierten Heizstab aus Widerstandsmaterial (auch Eisen).
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