CH194175A - Getreidevorbereiter. - Google Patents

Getreidevorbereiter.

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CH194175A
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Weiz Pichler-Werke
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Pichler Werke Weiz
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      Getreidevorbereiter.       Die Erfindung bezieht sich auf Getreide  vorbereiter, beispielsweise solche jener -be  kannten Art. bei denen das aus der Wäsche  rei kommende Getreide eine gewisse Zeit auf  einer gleichbleibenden Temperatur .gehalten  und im letzten Teil des Durchganges auf die  normale     Verwendungstemperatur    abgekühlt  wird, wobei in dieser letzten Durchgangs  phase ein allfälliger     Feuchtigkeitsüberschuss     weggetrocknet wird.  



  Die bekannten     Vorbereiter        bestehen    aus  einem in der Regel mehrere Stockwerke  des     Mühlengebäudes    einnehmenden hohen  Schacht, in dem verteilt über die gesamte  Höhe     Heizelemente        vorgesehen.    sind, die ver  setzt übereinander liegen. Diese Elemente  sind entweder Rohre für das Durchleiten  eines flüssigen Wärmeträgers oder unten  offene Rinnen für das Einbringen eines gas  förmigen Wärmeträgers.  



  Durch diese Einrichtungen wird vor  allem bewirkt,     dass    das durch     die    Wäscherei  dem Getreide zugeführte Wasser, das an der    Oberfläche jedes Kornes haftet, :durch die  Erwärmung in das Innere des Getreidekornes  eindringt. 'Die länger andauernde Wärme  behandlung löst innerhalb des     Getreidekornes     verschiedene chemische Vorgänge aus, die in  der Hauptsache ein Aufschliessen der Roh  stärke bewirken, wodurch die Backfähigkeit  des     Mehls        verbessert    wird.  



  Gegenstand der Erfindung ist     nun        ein          Getreidevorbereiter    mit einem Schacht, den       das    Gut von oben nach unten     durchströmt          und    in welchem     Heizelemente    vorgesehen  sind, die den .Schacht quer     zur    Strömungs  richtung durchsetzen, wobei das Kennzeichen  der Erfindung darin besteht, dass die     Heiz-          elemente    als elektrische Heizkörper ausgebil  det sind.  



  Vor allem entfällt beim Gegenstand der  Erfindung ein     besonderer    Wärmeträger  (Luft oder     Wasser),    so dass dadurch die  Wärme an der Stelle ihres Verbrauches er  zeugt wird, wodurch besondere     Verluste    ver  mieden werden. Die Erfindung gibt ferner      den Vorteil, dass eine weitestgehende Unter  teilung der Heizfläche stattfinden kann.  Diese     Unterteilung    geht bedeutend weiter  als es bei einer     Erwärmung    durch einen Zwi  schenträger möglich ist.

   Bei diesen bekann  ten     Einrichtungen    kann man unter gewisse       Mindestrohrquerschnitte    nicht     heruntergehen,     die durch die noch zulässigen Strömungs  verluste bedingt sind, während die unmittel  bare elektrische Erwärmung der     Heiz-          elemente        unbegrenzt    kleine Flächenelemente  zulässt.  



  Weitere Vorteile ergeben sich aus folgen  dem:  Bekanntlich bietet jede elektrische Heiz  einrichtung die Möglichkeit einer sehr ge  nauen Einhaltung jeder     gewünschten    Tempe  ratur dadurch,     .dass    die elektrischen Tempe  raturregler zu hoher     Genauigkeit    und     Ver-          lässlichkeit    ausgebildet     sind,    ferner dadurch,  dass die elektrische Heizung     \weitgehende    Un  terteilungsmöglichkeiten bietet, so dass man  jederzeit in der Lage ist,

   durch den Regler       verhältnismässig    kleine     Leistungsgruppen        ab-          und    zuschalten zu     können,    was eine hohe  Temperaturgleichmässigkeit des zu erwär  menden Gutes .gewährleistet.  



  Ferner hat jede Getreidesorte eine andere  günstigste     Vorbereitungstemperatur,    deren  genaue Einhaltung bis auf   0,5   vorteil  haft nur durch eine so genaue Regelmöglich  keit, wie sie die elektrische bietet, erreichbar  ist.  



  Die elektrischen     Heizelemente    können ver  hältnismässig klein ausgeführt werden, so  dass es möglich     ist,    ohne Störung des fort  laufenden     Getreidedurchflusses    grosse Heiz  flächen unterzubringen und dadurch die       Übertemperaturen    der Heizflächen niedrig  halten zu können.  



  Jeder fremde Wärmeträger kühlt sich  beim Durchgang durch das Getreide von der  Eintrittsstelle des     Zwischenmittels    bis zur       Austrittsstelle    durch Wärmeabgabe an das  Getreide ab     und    bedingt bereits dadurch eine       ungleichmässige    Erwärmung auch dann, wenn  die     Strömungsrichtung    in aufeinanderfolgen  den Zeitabschnitten geändert wird.

      Die elektrische     Erwärmung    bietet hinge  gen die Möglichkeit, .durch vollkommen  gleichmässige     Beheizung    jedes Teils der Flä  chenelemente überall gleiche     Übertemperatu-          ren    in den     einzelnen        Elementen:    halten zu  können, sie bietet aber darüber hinausgehend  noch die Möglichkeit, Randverluste durch       verstärkte    Wärmeabgabe an die den     Umfas-          sungsflächendes        Vorbereiters    nahe gelegenen       Uile    auszugleichen.  



  Ferner     ist    es auch möglich, die Tempera  turen an den Heizflächen dadurch gleich zu  halten,     ,dass    die     Heizleistung    der Elemente  von oben nach unten in dem Masse     h-erabge-          setzt    wird, als sich der     Getreidestrom    er  wärmt.  



  Bisher war die Mindestgrösse der bekann  ten     Vorbereiter    dadurch beschränkt, dass, zur  Einhaltung einer untern Grenze der noch er  träglichen Temperaturunterschiede beim Vor  bereiter des Getreides eine Mindestmenge an       Heizkörperelementen    oder an     Luftzufüh-          rungsstellen    sich als notwendig erweist.  



  Da bei Zuhilfenahme eines     Wärmeträgers     die     Durchtrittsquerschnitte    der Leiter für  diesen Träger, sei .es nun     Luft    oder Wasser,  eine gewisse Mindestgrösse nicht unterschrei  ten dürfen (wobei der Gefahr des     Tempera-          turunterschIedes    bei     Eintritt        und        Austritt     des Trägers eine besondere Rolle zukommt),  so ist damit die     untere    Grösse des einzelnen  Elementes     und    damit,     @da,        eine    Mindestzahl  dieser Elemente notwendig ist,

   auch die un  tere     Grössengrenze    des     Getreidevorbereiters          bestimmt.     



  Die     bekannten        Vorbereiter    mit einem       Wärmezwischenträger    haben     eine    Mindest  leistung von 500 kg pro Stunde und darüber.       Durch    die praktisch nicht     beschränkte    Teil  barkeit der elektrischen     Heizelemente    kann  man daher     Vorbereiter    für jede gewünschte  Leistung bis herab zum     Laboratoriumsvor-          bereiter    bauen. Damit wird dem Getreide  vorbereiter Eingang auch in     kleine    Mühlen  verschafft, in die er bisher nicht Eingang  finden konnte.  



  Alle bisher     bekannten,    nicht elektrisch  beheizten     Vorbereiter        haben    den grossen      Nachteil, dass sie einer eigenen     Feuerungs-          anlage    bedürfen, die ständiger     Wartung    be  darf und bei     Mühlen    ausserordentlich ungern  gesehen     ist,    da der     Mühlenbetrieb    ausser  ordentlich feuergefährlich     ist.     



  Wie es bekannt ist,     wurde        dieser    Nach  teil bisher dadurch umgangen, dass man zur  Erwärmung     des    Wärmeträgers     Elektrizität     herangezogen hat.  



  Durch Vermeidung jeglichen Wärmeträ  gers und der .damit in Verbindung     stehenden     Vermeidung grösserer zu erwärmender Mas  sen, werden die Wärmeverluste auf ein       Kleinstmass    vermindert, so dass, die Wirt  schaftlichkeit der elektrischen     Behleizung     auch dann gegeben ist,     wenn    nicht nur mit  billiger Abfallenergie gearbeitet werden  kann.  



  Die Wirtschaftlichkeit wird noch da  durch erhöht,     dass    sich der Einbau jeglicher  verteuernder Nebenapparate wie Kesselan  lagen, Lufterhitzer, Feuerungen usw. erüb  rigt und sich so der     Herstellungspreis,    als  auch der Raumbedarf eines solchen     Vorberei-          ters    gegenüber den bisher     bekannten    niedrig  halten lässt.  



  Die Zeichnung zeigt eine Ausführungs  form der Erfindung in     schematischer    Dar  stellung, wobei die     Fig.    1 einen Querschnitt  und die     Fig.    2 eine     Seitenansicht    hierzu dar  stellt.  



  Hierbei ist 1 der     Einfülltrichter    und 2 der  vertikale Schacht, in     den,die    einzelnen     Heiz-          elemente    eingebaut sind. Diese     Heizelemente     3 können verschieden gebaut sein, zum Bei  spiel können sie bestehen.:  a) Aus ganz flachen Taschen aus     einem     gut wärmeleitfähigen Material, in welche un  ter Zwischenlage einer     elektrisch-isolierenden     Schicht der elektrische Heizkörper eingebaut  ist, der zum Beispiel aus einer Widerstands  spirale     bestehen    kann;

    b) oder     aus    einem Träger, auf     welchen    der       Heizleiter,    allenfalls auch     unisoliert    gegen  das     vorbeistreichende    Getreide, aufgebracht  ist;  c) oder aus einem stromdurchflossenen  Heizband;    d) oder aus einem     profilierten        Heizstab     aus     Widerstandsmaterial    (auch Eisen).  



  Die     einzelnen        Heizelemente    der Reihen       a-i    sind reihenweise gegeneinander versetzt,  und zwar sind die Heizelemente der     einen     Reihe gegenüber den     Heizelementen    der  nächstfolgenden Reihe um eine     Entfernung     versetzt, die kleiner     ist    als es der     Entfernung     zweier Heizelemente ein und derselben Reihe  entspricht.

   Im     Ausführungsbeispiel    sind die  einzelnen     Heizelemente    der Reihen     a    bis f,  die zusammen die Zone .der     Aufheizung    bil  den,     um    den vierten Teil der     Entfernung     zweier     Heizelemente    einer     Reihe    in zwei  aufeinanderfolgenden Reihen versetzt. Da  durch wird eine möglichst     gute    Wärmeein  wirkung auf das in Richtung des Pfeils p  durchströmende Gut erzielt.

   Die     Heizele-          mente    .der Reihen<I>g</I> bis<I>i</I> .dienen zur Warm  haltung des     Gutes,    das in dem untersten Teil  4 des     ,Schachtes    einer Kühlung     unterworfen     wird. Der     Austragteil    5, der eine verschieb  bare Blende -6. aufweist, wird unten durch  eine am Umfang mit     Rinnen    versehene Aus  tragwalze 7 abgeschlossen, die sich im Sinne  des Pfeils     p,    drehen     kann.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Getreidevorbereiter mit einem Schacht, den das Gut von oben nach unten durch strömt und in welchem Heizelemente vorge sehen sind, die den .Schacht quer zur Strö mungsrichtung des Gutes durchsetzen, da durch gekennzeichnet, dass die Heizelemente als elektrische Heizkörper ausgebildet sind.
    UNTERANSPtttCHE 1. Vorbereiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörper die Form flacher, länglicher Taschen haben, die mit .den Längsseiten parallel zur Strö mungsrichtung liegen.
    2. Vorbereiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörper aus auf länglichen Trägern isoliert aufge brachten Heizleitern bestehen. 3. Vorbereiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörper aus auf länglichen Trägern unisoliert aufge brachten Heizleitern bestehen. 4.
    Vorbereiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörper durch Heizbänder gebildet sind. 5. Vorbereiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörper durch profilierte Heizstäbe gebildet sind.
    6. Vorbereiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, die Heizelemente in mehreren aufeinanderfolgenden waagrech ten Reihen angeordnet sind, wobei die Heizelemente einer waagrechten Reihe ge genüber den Heizelementen der vorher gehenden bezw. nachfolgenden waagrech- ten leihe um weniger als die Hälfte der Entfernung zweier Elemente in der Reihe gegeneinander versetzt. sind.
    7. Vorbereiter nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die waagrechten Reihen der Heizele mente für sich regelbar sind. B. Vorbereiter nach Patentanspruch und Un- teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einige der waagrechten Reihen zu Gruppen vereinigt sind, deren jede für sich regelbar ist.
CH194175D 1935-12-28 1936-11-20 Getreidevorbereiter. CH194175A (de)

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