AT15077U1 - Vorrichtung und Verfahren zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine und Element - Google Patents
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine, wobei die Vorrichtung Folgendes einen Reinigungskopf (10), ein aus einem porösen Material hergestelltes Element (11), welches an den Reinigungskopf (10) angepasst und dafür vorgesehen ist, in Kontakt mit der Oberfläche (13) einer Walze (12) gebracht zu werden, und eine Einrichtung (14) zum Erzeugen einer Unterdruckwirkung auf den Reinigungskopf (10) und auf die Oberfläche (13) der Walze (12) aufweist, wird vorgeschlagen, dass der Reinigungskopf (10) Düsenelemente (19) zum Zuführen eines Fluids zu der Oberfläche (13) der Walze (12) aufweist, und dass das aus einem porösen Material hergestellte Element (11) um die Düsenelemente (19) angeordnet ist.
Description
Beschreibung
VORRICHTUNG ZUM REINIGEN EINER WALZE IN EINER FASERBAHNMASCHINE
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine, wobei die Vorrichtung Folgendes aufweist: [0002] - einen Reinigungskopf, [0003] - ein aus einem porösen Material hergestelltes Element, welches an den Reinigungs kopf angepasst und dafür vorgesehen ist, in Kontakt mit der Oberfläche einer Walze gebracht zu werden, und [0004] - eine Einrichtung zum Erzeugen einer Unterdruckwirkung auf den Reinigungskopf und auf die Oberfläche der Walze.
[0005] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine und ein Element.
[0006] Die kanadische Patentanmeldung Nr. 2493324 beschreibt eine Vorrichtung zum Reinigen einer heizbaren Walzenoberfläche. Die Vorrichtung weist einen Reinigungskopf auf, der an die Walzenoberfläche angepasst ist. Der Reinigungskopf ist mit einem flexiblen Kissen versehen, welches das aus einem porösen Material hergestellte Element bildet. Wenn der Reinigungskopf belastet wird, wird das Kissen komprimiert. Zusätzlich wird auf den Reinigungskopf eine Unterdruckwirkung erzeugt und die Walze rotiert während des Reinigens.
[0007] Der sich über die gesamte Walzenlänge erstreckende Reinigungskopf ist nur in bestimmten Positionen und für bestimmte Walzen geeignet. Des Weiteren ist die Reinigungswirkung des Kissens mäßig. Andererseits kann das Kissen die Walzenoberfläche beschädigen. Ein relativ großer Reinigungskopf erfordert eine große Ausrüstung, um eine Unterdruckwirkung zu erzeugen. Dennoch ist die Unterdruckwirkung gering. Der Reinigungskopf selbst weist auch eine massive Konstruktion auf. Die Komprimierung des Kissens kann verhindern, dass sich die Unterdruckwirkung auf die Walzenoberfläche erstreckt, was die Wirksamkeit der Vorrichtung weiter verringert. Ein verhältnismäßig großes Kissen ist teuer und schwierig zu ersetzen. Zusätzlich kann die Reinigungswirkung lokal variieren und das gesamte Kissen muss ersetzt werden, wenn ein Teil desselben verschmutzt wird.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine neuartige Vorrichtung zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine zu schaffen, wobei die Reinigungswirkung der Vorrichtung besser als vorher und die Lebensdauer länger als vorher ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein neuartiges Verfahren zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine zu schaffen, wobei das Verfahren im Zusammenhang mit unterschiedlichen Walzen anwendbar sein und die Bestimmung der derzeitigen Reinigungswirkung ermöglichen soll. Die charakteristischen Merkmale der Vorrichtung gemäß der Erfindung sind, dass der Reinigungskopf Düsenelemente zum Zuführen eines Fluids zu der Oberfläche der Walze aufweist, und dass das aus einem porösen Material hergestellte Element um die Düsenelemente angeordnet ist. Dementsprechend sind die charakteristischen Merkmale des Verfahrens gemäß der Erfindung, dass ein Fluid zu der Oberfläche der Walze zugeführt wird, wobei die Zuführposition des Fluids von dem aus einem porösen Material hergestellten Element umgeben ist. Die charakteristischen Merkmale des Elements gemäß der Erfindung sind in Anspruch 13 angegeben. Eine gute Reinigungswirkung wird durch die neuartige Konstruktion erreicht. Trotz der Verwendung von Fluid kann die Walzenoberfläche unmittelbar für die Produktion eingesetzt werden, wenn die Düsenelemente von dem aus einem porösen Material hergestellten Element umgeben sind. Die Vorrichtung ist auch mit anderen Funktionalitäten versehen, welche die Vorrichtung während des Betriebs vielseitig und zuverlässig machen. Des Weiteren kann das Verfahren verwendet werden, um den Betrieb und die Leistungsfähigkeit des Elements zu überwachen. Zusätzlich ist das Element in der Vorrichtung schnell auszutauschen.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen AT 15 077 U1 2016-12-15 fetsnech&hes detailliert beschrieben, welche einige der Ausführungsformen der Erfindung zeigen, wobei [0010] Figur 1 einen Reinigungskopf gemäß der Erfindung zeigt, der an eine Walzenoberfläche angepasst ist, [0011] Figur 2 [0012] Figur 3a [0013] Figur 3b [0014] Figur 4a eine Schrägansicht eines Reinigungskopfs gemäß der Erfindung von unten ist, eine Ansicht eines Reinigungskopfs gemäß der Erfindung von unten ist, die Betätigungseinrichtung eines Reinigungskopfs gemäß der Erfindung zeigt, eine Seitenansicht eines Reinigungskopfs gemäß der Erfindung von der rechten Seite ist, [0015] Figur 4b [0016] Figur 5a [0017] Figur 5b [0018] Figur 5c [0019] Figur 5d eine Seitenansicht eines Reinigungskopfs gemäß der Erfindung von der linken Seite ist, eine Vorderansicht ist, die die grundsätzliche Zeichnung der Betätigungseinrichtung eines Reinigungskopfs gemäß der Erfindung zeigt, eine Seitenansicht einer Position der Betätigungseinrichtung gemäß der Erfindung ist, eine zweite Position der Betätigungseinrichtung von Figur 5b zeigt, eine vordere Schrägansicht eines Elements gemäß der Erfindung ist.
[0020] Eine der eine Reinigung benötigenden Walzen ist die Gegenwalze der Beschichtungsstation einer Faserbahnmaschine. Zum Beispiel verbleibt Beschichtungspaste auf der Gegenwalze aufgrund von Löchern in der zu beschichtenden Bahn, was der Grund dafür ist, warum die Walze in bestimmten Abständen gereinigt werden muss. Die Reinigung ist ein Erfordernis für den fehlerlosen Betrieb des Beschichtungsprozesses und garantiert die Qualität des Endprodukts. Anderen, in unterschiedlichen Positionen angeordnete Walzen müssen ebenfalls gereinigt werden. Eine Faserbahnmaschine bezieht sich auf eine Papier-, Karton-, Gewebe-und Pulpetrocknungsmaschine und ihre Endbearbeitungsausrüstung, wie zum Beispiel eine Beschichtungsausrüstung und/oder ein Kalander.
[0021] Figur 1 zeigt den Reinigungskopf 10 einer Vorrichtung gemäß der Erfindung. Der Reinigungskopf 10 ist an dem Rahmen der Faserbahnmaschine mittels Führungen gehalten und wird in der Querrichtung der Faserbahnmaschine gemäß dem Reinigungserfordernis bewegt. Diese traversierende Bewegung ist mit einem Doppelpfeil in Figur 1 dargestellt. Die Vorrichtung ist somit zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine vorgesehen. Die Vorrichtung weist einen Reinigungskopf 10 und ein aus einem porösen Material hergestelltes, daran angepasstes Element 11 auf. Das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 ist dafür vorgesehen, in Kontakt mit der Oberfläche 13 einer Walze 12 in Kontakt gebracht zu werden, wie in Figur 1 dargestellt. Während des Reinigens der Walze rotiert die Walze. Zusätzlich weist die Vorrichtung eine Einrichtung 14 zum Erzeugen einer Unterdruckwirkung bzw. eines Vakuumeffekts auf den Reinigungskopf 10 und damit auch auf die Oberfläche 13 der Walze 12 auf. Die Unterdruckwirkung erzeugt eine Absaugung, welche die von der Walzenoberfläche sich ablösenden Materialien entfernt. Der Reinigungskopf 10 weist einen Reinigungsschuh 15 auf, der mit einer gekrümmten Form ausgeführt ist. Die Unterdruckwirkung wird über eine Absaugleitung 17 in eine Saugkammer 16 übertragen, die in dem Reinigungsschuh gebildet ist. Die Absaugleitung 17 weist einen flexiblen Absaugschlauch 18 auf, der mit derselben verbunden ist (Figur 3b). Der Absaugschlauch 18 erstreckt sich in ein Vakuum- bzw. Unterdruckaggregat, das mit einem Trennelement zum Trennen von Material aus dem Luftstrom versehen ist.
[0022] Gemäß der Erfindung weist der Reinigungskopf 10 Düsenelemente 19 zum Zuführen von Fluid zu der Oberfläche 13 der Walze 12 auf. Zusätzlich ist das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 um die Düsenelemente 19 angeordnet. Zunächst löst Hochdruckfluid, wie zum Beispiel Wasser, Material auf wirksame Art und Weise von der Walzenoberfläche ab. Ein ringartiges, aus einem porösen Material hergestelltes Element, das vorzugsweise in einem vollständig geschlossenen Umfang angeordnet ist, verhindert das Verteilen von Fluid nach 2/13 AT 15 077 U1 2016-12-15
außerhalb des Reinigungsschuhs 15. Zusätzlich löst ein aus einem porösen Material hergestelltes Kontaktelement Material ab. Zusätzlich absorbiert das aus einem porösen Material hergestellte Element das Fluid, wodurch verhindert wird, dass ein Feuchtigkeitsstreifen auf der Walzenoberfläche verbleibt. Die Porosität des Elements ermöglicht außerdem einen Luftstrom durch das Element. Dieser Luftstrom, der sich in dem Reinigungskopf 10 bildet, entfernt das abgelöste Material und das von der Walzenoberfläche zugeführte Fluid und führt es weiter von dem Reinigungskopf 10 ab.
[0023] Die Düsenelemente 19 sind an einen Düsenkörper 20 angepasst. In Figur 1 wird der Düsenkörper 20 durch eine Schnellverbindungseinrichtung 21, mit welcher ein Hochdruckschlauch 22 verbunden ist (Figur 3b), verlängert bzw. verbunden. Die Düsenelemente 19 sind somit an den gemeinsamen Düsenkörper 20 angepasst, der außerdem mittels einer Schnellverbindung bzw. Schnellentriegelung mit dem Reinigungskopf 10 verbunden ist. Somit ist der die Düsen aufweisende Düsenkörper 20 schnell zu ersetzen, was sehr kurze Wartungszeiten ermöglicht. Der entfernte Düsenkörper 20 kann dann ohne Eile gewartet oder repariert werden.
[0024] Fig. 1 ist eine Schrägansicht des Reinigungskopfs 10 von unten. Das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 ist eine kontinuierliche Platte, die aus einem porösen Material hergestellt ist bzw. besteht, mit einer darin angeordneten Öffnung 23 für die Düsenelemente 19. Das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 bildet einen kontinuierlichen Umfang, was die Entstehung von Leckströmen verhindert. Gleichzeitig wird, weil der Luftstrom durch das aus einem porösen Material hergestellte Element in unterschiedlichen Positionen im Wesentlichen gleich ist, die Unterdruckwirkung gleichmäßig verteilt und Feuchtigkeitsstreifen werden vermieden.
[0025] Vorzugsweise ist das poröse Material ein komprimierbarer, abrasiver Schwamm. Zunächst garantiert die Kompressibilität einen guten Kontakt mit der Walzenoberfläche und die Reinigung wird nicht durch mögliche Vibrationen der Walze behindert. Zweitens ist die Reinigungswirkung eines abrasiven Schwamms als solche gut. Das Material und die Rauheit des abrasiven Schwamms werden gemäß der Walzenoberfläche ausgewählt, um Beschädigungen der Oberfläche zu vermeiden. Die Porosität des abrasiven Schwamms ist von großer Wichtigkeit für die Erzeugung einer Ansaugung und sie beeinflusst auch die Rückhalte- bzw. Speicherkapazität des abrasiven Schwamms für Wasser. Im Allgemeinen ist der abrasive Schwamm desto poröser, je rauer er ist. Zusätzlich graben sich jegliche harte Verunreinigungen in die Poren des abrasiven Schwamms ein, was Schäden an der Walzenoberfläche vermeidet.
[0026] Fig. 3a ist eine Ansicht des Reinigungskopfs 10 von unten. Die Düsenelemente 19, die in einer leicht geneigten Position installiert sind, werden zuerst in der Rotationsrichtung der Walze angeordnet. Somit trifft der Wasserstrahl die Walzenoberfläche in einer geneigten Position, wodurch das sich ablösende Material in Richtung der Saugleitung geführt wird. Eine geneigte Dusche entfernt das Material wirksam und führt dazu, dass sich das abgelöste Material in der Richtung des Luftstroms bewegt.
[0027] Zum Beispiel kann das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 auf die untere Fläche des Reinigungsschuhs 15 geklebt werden. Das Element 11 ist jedoch ein Verschleißteil und sollte daher von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Das Abnehmen des geklebten Elements ist schwierig und erfordert die Verwendung von Werkzeugen, die durch Verwendung eines Aufklebers jedoch vermieden werden können. Vorzugsweise ist das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 an einer Trag- bzw. Haltestruktur 24 angebracht, welche über eine Schnellentriegelung mit dem Reinigungskopf 10 verbunden ist. In den Figuren 4a und 4b ist die Haltestruktur 24 eine Halteplatte 25, die in Übereinstimmung mit dem Reinigungsschuh 15 ausgebildet ist. Die Halteplatte 25 ist auch mit einer Öffnung versehen und das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 kann zum Beispiel mittels Verkleben mit der Halteplatte 25 verbunden werden. Hier sind die Enden der Halteplatte 25 als Vorsprünge 26 und 27 gebogen. Die Schraubenköpfe von zwei in dem hinteren Teil des Reinigungsschuhs 15 angeordneten Schrauben 28 erstrecken sich durch den Vorsprung 26. Zu diesem Zweck weist der Vorsprung 26 zwei Bohrungen auf, die geringfügig größer als die Schraubenköpfe sind (Fig. 3/13 5d). Dementsprechend erstreckt sich ein Druckknopf 29, der in dem vorderen Teil des Reinigungsschuhs 15 angeordnet ist, durch den anderen Vorsprung 27. Zu diesem Zweck weist der Vorsprung 27 eine Bohrung auf, die geringfügig größer ist als der Druckknopf 29. Der Druckknopf 29 wird gedrückt, um die Halteplatte 25 abzunehmen, was es ermöglicht, dass die Halteplatte 25 nach unten gedreht und dann zurückgedrückt werden kann, woraufhin sich die Halteplatte 25 von den Schrauben 28 löst. Ein neuer abrasiver Schwamm mit seiner Halteplatte wird auf die umgekehrte Art und Weise installiert. Zuerst wird der hinterste Vorsprung der Halteplatte 25 an den Schrauben 28 angelegt und die Halteplatte 25 wird gegen den Reinigungsschuh 15 gedreht. Aufgrund der Einwirkung des anderen Vorsprungs wird der Druckknopf 29 eingedrückt und erhebt sich bis zu der Bohrung, woraufhin sich die Halteplatte 25 verriegelt. Die Figuren 4a und 4b zeigen auch einen sich schnell verriegelnden Verschluss 30, dessen Entriegelung den Düsenkörper 20 von dem Reinigungsschuh 15 entfernt.
[0028] Mit einem aus einem porösen Material hergestellten Element können Verunreinigungen auf gesteuerte Art und Weise von der Oberfläche der Walze abgelöst und innerhalb der Saugkammer gehalten werden. Des Weiteren hinterlässt der Reinigungskopf 10 mit dem aus einem porösen Material hergestellten Element 11 keinen Feuchtigkeitsstreifen. Der Reinigungskopf 10 weist eine einfache Konstruktion auf und das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 kann auf einfache Weise in dem Reinigungskopf 10 ersetzt werden.
[0029] Fig. 3b zeigt die Art und Weise des Haltens des Reinigungskopfs 10 in detaillierterer Weise. Hier weist die Vorrichtung eine Betätigungseinrichtung 31 zum Belasten des Elements 11 gegen die Walzenoberfläche auf. Zusätzlich weist die Betätigungseinrichtung 31 einen Mechanismus 32 auf, der dafür vorgesehen ist, die Winkelausrichtung bzw. Winkelposition des Reinigungskopfs 10 unabhängig von dem Zustand der Betätigungseinrichtung 31 beizubehalten. Die Betätigungseinrichtung 31 ist aus einem vertikalen Balken 33, der mit Führungen verbindbar ist, und einem gelenkig mit demselben verbundenen unteren Balken 34 zusammengesetzt. Ein Pneumatikzylinder 35, der es ermöglicht, dass die gegenseitige Position der Balken 33 und 34 verändert werden kann, ist zwischen den Balken 33 und 34 angeordnet. Der untere Balken 34 weist einen mit demselben verbundenen Reinigungskopf 10 auf, der somit gegen die Walzenoberfläche gedrückt und andererseits von der Walzenoberfläche angehoben werden kann. Aufgrund des Mechanismus bleibt die Ausrichtung des Reinigungskopfs 10 relativ zu der Walzenoberfläche konstant. Vorzugsweise sind die Balken 33 und 34 kastenartige Konstruktionen, die in Fig. 3b ohne seitliche Platten dargestellt sind.
[0030] Der Mechanismus 32 ist einfach und ist im vorliegenden Fall aus einem Hebelmechanismus zusammengesetzt, der innerhalb des unteren Balkens 34 vorgesehen ist. Der Hebelmechanismus ist innerhalb des geschlossenen unteren Balkens 34 vollständig geschützt. Die Figuren 5a bis 5c zeigen das Prinzip der Konstruktion und des Betriebsablaufs bzw. der Bedienung des Hebelmechanismus. Eine Welle 36, mit welcher der Reinigungskopf 10 starr verbunden ist, ist durch den unteren Balken 34 hindurchgeführt bzw. angepasst. Ein Kurbelarm 37, der starr mit der Welle 36 verbunden ist, ist innerhalb des unteren Balkens 34 angeordnet. In entsprechender Weise ist ein anderer Kurbelarm 39 starr mit einem Gelenkstift 38 des unteren Balkens 34 verbunden. Die Kurbelarme 37 und 39 sind mittels einer Verbindungsstange 40 miteinander verbunden. Somit bleibt die Welle 36, wenn sich der untere Balken 34 relativ zu dem Gelenkstift 38 dreht, stets in derselben Ausrichtung, was in den Figuren 5b und 5c mit einem Pfeil dargestellt ist. Dann bleibt der Reinigungskopf 10 stets in dem gewünschten Winkel relativ zu der Walze. Zusätzlich kann ein Einstellsystem zwischen der Welle 36 und ihrem Kurbelarm 37 für die Feineinstellung der gegenseitigen Position zwischen denselben verwendet werden. Das Einstellsystem wird hauptsächlich nur während des Hochlaufens der Vorrichtung und wenn die Konfiguration oder die Bedienumgebung der Vorrichtung sich aus einem bestimmten Grund ändert gebraucht.
[0031] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine. Bei dem Verfahren wird eine Vorrichtung verwendet, die den Reinigungskopf 10 aufweist, der mit dem aus einem porösen Material hergestellten Element 11 ausgestattet ist, wobei der Reinigungskopf 10 in Kontakt mit der Oberfläche 13 der Walze 12 gebracht wird.
Zusätzlich wird auf den Reinigungskopf 10 eine Unterdruckwirkung bzw. ein Vakuumeffekt erzeugt, um das sich von dem Reinigungskopf 10 ablösende Material zu entfernen. Gemäß der Erfindung wird ein Fluid auf die Oberfläche 13 der Walze 12 zugeführt, wobei die Zuführposition des Fluids durch das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 umgeben ist. Dies verbessert die Reinigung und verhindert das Verteilen des Fluids in die Umgebung sowie die Erzeugung von Feuchtigkeitsstreifen. Der Reinigungskopf 10 stellt einen effizienten Reinigungseffekt jeweils auf einer kleinen Fläche sicher. Somit wird der Reinigungskopf 10 auf der Walzenoberfläche in der Querrichtung der Faserbahnmaschine bewegt, was es ermöglicht, dass die Walze über ihre gesamte Breite gereinigt wird. Die Vorrichtung kann manuell oder mittels einer programmierten Sequenz gesteuert werden. Die Steuerung kann auch auf einem lokalen Reinigungserfordernis der Oberfläche basieren.
[0032] In überraschender Weise wird das Ausmaß der Unterdruckwirkung gemessen und der Reinigungskopf 10 wird basierend auf den Messergebnissen auf eine Last mittels einer angepassten Kraft eingestellt. Damit kann das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 in optimaler Weise komprimiert werden, ohne den Luftstrom zu blockieren oder zu stark zu behindern. Das erhaltene Messergebnis kann auch auf andere Art und Weise verwendet werden. Gemäß der Erfindung wird basierend auf den Messergebnis ein Hinweis auf den Zustand des aus einem porösen Material hergestellten Elements 11 gebildet. In der Praxis ändert sich, während das Messergebnis während des Betriebs im Wesentlichen gleich bleibt, das Messergebnis, wenn beispielsweise das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 verschmutzt wird. Wenn das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 verschmutzt wird, füllen sich seine Poren mit Material, was dann den Luftstrom blockiert oder zumindest behindert. Dann ändert sich der Druck in der Saugkammer, was als ein Hinweis darauf betrachtet werden kann, dass das aus einem porösen Material hergestellte Element ausgetauscht werden sollte. In der Praxis wird die in dem Saugkanal angeordnete Vakuumausrüstung verwendet, um den Druck des Reinigungskopfs 10 gegen die Oberfläche optimal einzustellen und das Rückhaltevermögen der Porosität des abrasiven Schwamms zu überwachen.
[0033] Bei der Ausführungsform von Fig. 3b ist ein Verbindungsschlauch 41, der mit einem weiter von dem Reinigungskopf 10 entfernten Vakuumstransmitter 42 verbunden ist, in der Saugleitung 18 angeordnet. Eine mit dem Druck vergleichbare bzw. zu dem Druck proportionale Stromausgabe, die von dem Vakuumtransmitter 42 erhalten wird, wird mit einem Steuersystem 43 verbunden, welches die Steuerventile 44 eines Pneumatikzylinders 35 steuert. Auf diese Art und Weise kann erreicht werden, dass das aus einem porösen Material hergestellte, ringartige Element, das an der Unterseite des Reinigungsschuhs 15 mittels eines Schnellverriegelungssystems angebracht werden kann, mit optimaler Kraft gegen die Oberfläche der zu reinigenden Walze unter Verwendung der Betätigungseinrichtung gepresst wird. Ein Hochdruck-Reinigungsfluid, typischerweise Wasser, das mittels der Düsenelemente auf die zu reinigende Oberfläche gesprüht wird, löst in Kombination mit dem die Oberfläche kontaktierenden, porösen, abrasiven Schwamm die Verunreinigungen von der Walzenbeschichtung ab. Aufgrund des Saugstroms gelangen die abgelösten Partikel und die Reinigungsflüssigkeit in die Saugleitung. Der erforderliche Saugstrom wird erreicht, weil der abrasive Schwamm porös ist, was es ermöglicht, dass Luft durch denselben strömt (Fig.4a). Das Steuersystem kann auch mit dem Maschinensteuersystem der Faserbahnmaschine verbunden sein.
[0034] Der Reinigungskopf 10 ist mit Düsenelementen 19 und einer Saugkammer 16 ausgestattet, die an den Reinigungskopf 10 angepasst sind bzw. sich in demselben befinden. Vorzugsweise weist der Reinigungskopf 10 eine leicht gekrümmte Form auf seiner an der Oberfläche 13 der Walze 12 anliegenden Seite auf, die der Oberfläche 13 der Walze 12 entspricht. Die Düsenelemente 19 geben das zu dem Reinigungskopf 10 gebrachte Fluid auf die Oberfläche 13 der rotierenden Walze 12 aus. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Anzahl der Düsenelemente 19 fünf und sie sind als fächerartige Düsen ausgebildet. Der Fluiddruck kann zum Beispiel von 75 bis 200 bar reichen. Die Saugkammer 16 erzeugt eine Unterdruckwirkung oder einen Saugbereich auf der Oberfläche 13 der Walze 12, wodurch das abgelöste Material abgesaugt wird.
[0035] Fig. 2 zeigt eine mit einem zusätzlichen Merkmal ausgestattete Vorrichtung. Hier weist der Reinigungskopf 10 des Weiteren eine gekrümmte Abdichtklinge 45 auf, die dafür vorgesehen ist, in Kontakt mit der Walzenoberfläche gebracht zu werden, und die sich in der Richtung der Düsenelemente 19 öffnet. Die Abdichtklinge 45 wischt das Fluid bereits vor dem aus einem porösen Material hergestellte Element 11 weg. Mit anderen Worten, die Abdichtklinge 45 verbessert die Reinigung und verhindert das Entstehen von Feuchtigkeitsstreifen. Die Abdichtklinge 45 ist an eine Öffnung 23 an der Hinterkante angepasst. In der Praxis weist die Abdichtklinge 45 ein niedrigeres Profil als das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 auf. Somit kontaktiert die Abdichtklinge 45 die Walzenoberfläche nur nachdem das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 aufgrund der Belastungswirkung zumindest teilweise komprimiert ist. Das Material der Abdichtklinge 45 kann zum Beispiel Polyurethan oder ein ähnliches geeignetes Material sein (zum Beispiel Handelsname Vulkollan) und seine Härte kann zum Beispiel von ShA 70 bis 98 und insbesondere von ShA 85 bis 95, reichen. Eine geringe Kompressibilität kann für die Abdichtklinge 45 erlaubt werden.
[0036] Die Verwendung der Abdichtklinge 45 verschleißt oder beschädigt die Walzenoberfläche nicht.
[0037] Fig. 5d zeigt ein Element gemäß der Erfindung zur Verwendung in einer Vorrichtung gemäß der Erfindung. Hier ist das aus einem porösen Material hergestellte Element an einer Haltestruktur 24 angebracht, welche dafür vorgesehen ist, um die Düsenelemente 19 des Reinigungskopfs 10 herum verbunden zu sein. Insbesondere ist die Haltestruktur 24 eine Halteplatte 25, welche Vorsprünge 26 und 27 aufweist, um die Halteplatte 25 mittels einer Schnellverbindung bzw. Schnellentriegelung mit dem Reinigungskopf 10 zu verbinden. Das Lösen und die Verbindung des Elements sind oben beschrieben. Abweichend von dem Dargestellten kann das Element 11 breiter als der Reinigungskopf 10 sein. Es kann auch länger als der Reinigungskopf 10 sein, insbesondere in der Richtung des Einführendes. Dann kann ein Reinigungskopf mit einer Größe für Elemente mit unterschiedlichen Größen angesetzt werden, was es ermöglicht, die Reinigungseffizienz der Vorrichtung auf jede spezifische Situation anzupassen. Ein Element 11, das geringfügig breiter als der Reinigungskopf 10 ist, ist in Fig. 4b dargestellt. In der Praxis kann der Unterschied in der Breite und der Länge mehrere Zentel mm betragen. Dann hält die Halteplatte 25 das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 in der gewünschten Form.
[0038] Vorzugsweise weist das Element 11 des Weiteren eine gekrümmte Abdichtplatte auf, die dafür vorgesehen ist, in Kontakt mit der Walzenoberfläche gebracht zu werden, und die sich in Richtung der Düsenelemente 19 öffnet. Dann wird, wenn das Element 11 ausgetauscht wird, auch der Austausch der Abdichtklinge 45 bewirkt bzw. erreicht. Die Abdichtklinge 45 ist in Fig. 2 dargestellt, in welcher das aus einem porösen Material hergestellte Element 11 an dem Reinigungsschuh 15 angeklebt wird.
[0039] Aufgrund des neuartigen Reinigungskopfs 10 kann die Vorrichtung während des normalen Produktionslaufs sowie während Bahnrissen eingesetzt werden. Trotz eines abrasiven Schwamms ist die Vorrichtung gegenüber der Walzenoberfläche schonend. Die Abdichtklinge kann auch eingesetzt werden, ohne dass Schaden an der Walze verursacht wird. Zusätzlich kann der Reinigungsablauf vollständig automatisiert werden. Wartungsarbeiten sind schnell auszuführen, was die Sicherheit bei der Arbeit verbessert. Das Reinigen selbst ist aufgrund der guten Reinigungseffizienz und der geringen Restfeuchte ebenfalls einfach auszuführen, was auch die Menge von Reinigungsausschuss verringert. Des Weiteren ist die Wartungsbedürftigkeit der Vorrichtung niedrig und die Verschleißteile können ohne Werkzeuge ersetzt werden.
Claims (15)
- Ansprüche1. Vorrichtung zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine, wobei die Vorrichtung Folgendes aufweist: - einen Reinigungskopf (10), - ein aus einem porösen Material hergestelltes Element (11), welches an den Reinigungskopf (10) angepasst und dafür vorgesehen ist, in Kontakt mit der Oberfläche (13) einer Walze (12) gebracht zu werden, und - eine Einrichtung (14) zum Erzeugen einer Unterdruckwirkung auf den Reinigungskopf (10) und auf die Oberfläche (13) der Walze (12), dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungskopf (10) Düsenelemente (19) zum Zuführen eines Fluids zu der Oberfläche (13) der Walze (12) aufweist, und dass das aus einem porösen Material hergestellte Element (11) um die Düsenelemente (19) angeordnet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das aus einem porösen Material hergestellte Element (11) eine aus einem porösen Material hergestellte, kontinuierliche Platte mit einer darin angeordneten Öffnung (23) für die Düsenelemente (19) ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Material ein komprimierbarer, abrasiver Schwamm ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das aus einem porösen Material hergestellte Elemente (11) mit einer Haltestruktur (24) verbunden ist, welche über eine Schnellentriegelung mit dem Reinigungskopf (10) verbunden ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenelemente (19) an einen gemeinsamen Düsenkörper (20) angepasst sind, welcher mittels einer Schnellverriegelung mit dem Reinigungskopf (10) verbunden ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Betätigungseinrichtung (31) zum Drücken des Elements (11) gegen die Oberfläche (13) der Walze (12) aufweist, und dass die Betätigungseinrichtung (31) einen Mechanismus (32) aufweist, der dafür vorgesehen ist, die Winkelausrichtung des Reinigungskopfs (10) unabhängig von dem Zustand der Betätigungseinrichtung (31) beizubehalten.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungskopf (10) des Weiteren eine gekrümmte Abdichtklinge (45) aufweist, die dafür vorgesehen ist, in Kontakt mit der Oberfläche (13) der Walze (12) gebracht zu werden und die sich in Richtung der Düsenelemente (19) öffnet.?)
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtklinge (45) an eine Öffnung (23) an der hinteren Kante bzw. der Auslaufkante angepasst ist.
- 9. Verfahren zum Reinigen einer Walze in einer Faserbahnmaschine, wobei bei dem Verfahren eine Vorrichtung verwendet wird, die einen Reinigungskopf (10) aufweist, der mit einem aus einem porösen Material hergestellten Element (11) versehen ist, wobei der Reinigungskopf (10) in Kontakt mit einer Oberfläche (13) einer Walze (12) gebracht wird, und wobei eine Unterdruckwirkung auf dem Reinigungskopf (10) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fluid zu der Oberfläche (13) der Walze (12) zugeführt wird, wobei die Zuführposition des Fluids von dem aus einem porösen Material hergestellten Element (11) umgeben ist.
- 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungskopf (10) auf der Oberfläche (13) der Walze (12) in der Querrichtung der Faserbahnmaschine bewegt wird.
- 11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmaß der Unterdruckwirkung gemessen wird, und dass, basierend auf dem Messergebnis, der Reinigungskopf (10) hinsichtlich der Last mittels einer geeigneten Kraft angepasst wird.
- 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass basierend auf dem Messergebnis eine Anzeige des Zustand des aus einem porösen Material hergestellten Elements (11) erzeugt wird.
- 13. Element zur Verwendung in der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das aus einem porösen Material hergestellte Element (11) mit einer Haltestruktur (24) verbunden ist, die dafür vorgesehen ist, mit dem Reinigungskopf (10) um die Düsenelemente (19) verbunden zu sein.
- 14. Element nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestruktur (24) eine Halteplatte (25) mit Vorsprüngen (26,27) ist, um die Halteplatte (25) mittels einer Schnellentriegelung mit dem Reinigungskopf (10) zu verbinden.
- 15. Element nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (11) des Weiteren eine gekrümmte Abdichtklinge (45) aufweist, welche sich in Richtung des Düsenelements (19) öffnet und dafür vorgesehen ist, in Kontakt mit der Oberfläche (13) der Walze (12) gebracht zu werden. Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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