AT151023B - Verfahren zur Trocknung von entgiftetem Brenngas mittels wasserabsorbierender Flüssigkeiten und zu deren Aufbereitung. - Google Patents
Verfahren zur Trocknung von entgiftetem Brenngas mittels wasserabsorbierender Flüssigkeiten und zu deren Aufbereitung.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Trocknung von entgifteten Brenngas mittels wasserabsorbierender Flüssigkeiten und zu deren Aufbereitung. Die Trocknung des Stadtgases, die heute zum Zwecke der Erleichterung der Rohrnetzpflege immer mehr in Aufnahme kommt, leidet unter dem Mangel, dass sie zu ihrer Ausführung besonderer Apparaturen bedarf und dadurch nicht unbeträchtlich e Betriebskosten verursacht, dass die zum Trocknen verwandten Flüssigkeiten, wie Chlorealeiumlösung, Glyzerin, Rhodansalzlösungen u. dgl., nach dem Gebrauch durch Erhitzen wieder von dem aufgenommenen Wasser befreit und darauf gekühlt werden müssen. Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, die Trocknung in der Anlage zu vereinfachen und in den Betriebskosten zu verbilligen. Sie erreicht dies dadurch, dass sie die Trocknung mit der Ent- giftung des Gases verbindet. Die Entgiftung des Gases erfolgt nach einem praktisch eingeführten Verfahren in der Weise, dass man das Gas mit Wasserdampf beladen über einen geeigneten Kontakt bei erhöhter Temperatur leitet, wobei das giftige Kohlenoxyd mit dem Wasserdampf in Kohlensäure und Wasserstoff übergeht. Nach erfolgter Entgiftung muss das Gas durch Kühlung von überschüssigem Wasserdampf befreit werden. Nach der vorliegenden Erfindung werden Trocknung und Entgiftung dadurch miteinander verbunden, dass man die Kühlung des Gases nach der Entgiftung mittels der wasserabsorbierenden Flüssigkeit ausgeführt, die zur Trocknung des Gases dient, z. B. mit Chlorcalciumlösung, Glyzerin od. dgl. Mit dieser Flüssigkeit wird das zu kühlende und zu trocknende Gas unmittelbar berieselt, beispielsweise in einem Skrubber ; das Gas gibt dann sowohl seine Wärme als auch seinen Wassergehalt an die Berieselungsflüssigkeit ab und verlässt den Kühler kalt und trocken. Die Berieselungsflüssigkeit reichert sich dabei mit Wasser an und wird überdies heiss, sie muss also von diesem Wasser befreit und ausserdem gekühlt werden, wenn man sie zum neuen Gebrauch aufbereiten will. Auch diese Aufbereitung wird zweckmässig mit der Entgiftung des Gases verbunden, u. zw. dadurch, dass man mit der heissen, zu entwässernden Flüssigkeit das kalte, giftige Gas berieselt, das entgiftet werden soll. Bei dieser Berieselung, die man ebenfalls in einem Skrubber vornehmen kann, kühlt sieh die heisse Flüssigkeit durch Verdunstung des in ihr enthaltenen Wassers ab, wird also kälter und wasserarm, so dass sie sich von neuem zum Kühlen und Trocknen des entgifteten Gases verwenden lässt. Das giftige Gas belädt sich mit dem durch Verdunstung entstandenen Wasserdampf und erhitzt sich gleichzeitig nahezu auf die Temperatur der aufzubereitenden Berieselungsflüssigkeit. Das so entstandene GasDampfgemisch wird der Entgiftung zugeleitet. Durch die Vereinigung von Trocknung und Entgiftung spart man jede Apparateanlage für die Trocknung und braucht die Apparateanlage für die Entgiftung nicht zu vergrössern. Ferner spart man die zur Aufbereitung der Troeknungsflüssigkeit notwendige Wärme und das zur Kühlung des entgifteten Gases notwendige Kühlwasser Es wird nicht in allen Fällen gelingen, gänzlich ohne Zusatzwärme für die Aufbereitung der Troeknungsflüssigkeit und gänzlich ohne besondere Kühlung für die Kühlflüssigkeit auszukommen. Vielmehr wird es manchmal nötig sein, die aufzubereitende, heisse, mit Wasser angereicherte Flüssigkeit noch besonders nachzuerhitzen, bevor man sie zum Berieseln im Verdunster benutzt, um möglichst grosse Mengen Wasser abdunsten zu können ; der Erfolg ist ein doppelter insofern, als einerseits mehr Wasser aus der Flüssigkeit entfernt und diese zum neuerlichen Trocknen tauglicher gemacht wird und als anderseits die dem giftigen Gase einverleibten Wasserdampfmengen grösser werden, so dass man für die Entgiftung an Frisehdampf sparen kann. Es wird auch <Desc/Clms Page number 2> meistens nötig sein, den Ablauf des Verdunsters, die aufbereitete, zum neuerlichen Trocknen und Kühlen bestimmte Flüssigkeit, ganz oder teilweise vor der Wiederbenutzung zu kühlen ; ihre trocknende und kühlende Wirkung wird dadurch beträchtlich gesteigert. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von entgiftetem Stadtgas, bei welchem das mit Dampf beladene Gas bei hoher Temperatur über eine Kontaktsubstanz geleitet wird und hierauf durch Berieselung mit kalten wasserabsorbierenden Flüssigkeiten getrocknet und gleichzeitig gekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die heisse, mit Wasser von der vorhergehenden Trocknung angereicherte, wasserabsorbierende Flüssigkeit zur Vorwärmung des giftigen Gases und Beladung desselben mit Dampf verwendet wird, ehe die giftigen Bestandteile aus diesem Gas entfernt wurden, so dass diese wasserabsorbierende Flüssigkeit gleichzeitig entwässert und gekühlt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabsorbierende Flüssigkeit nach ihrer Verwendung zur Vorwärmung des giftigen Gases und zur Beladung desselben mit Dampf neuerlich und unmittelbar zum Trocknen und Kühlen des entgifteten Gases verwendet wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabsorbierende Flüssigkeit im Bedarfsfalle vorgewärmt wird, ehe sie zur Vorwärmung des giftigen Gases und zur Belastung desselben mit Dampf verwendet wird.4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabsorbierende Flüssigkeit gekühlt wird, ehe sie neuerlich zum Trocknen und Kühlen des entgifteten Gases Verwendung findet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH151023X | 1935-09-26 |
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|---|---|---|---|
| AT151023D AT151023B (de) | 1935-09-26 | 1936-06-20 | Verfahren zur Trocknung von entgiftetem Brenngas mittels wasserabsorbierender Flüssigkeiten und zu deren Aufbereitung. |
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1936
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