CH185094A - Verfahren zur Entgiftung und Trocknung von Brenngas. - Google Patents
Verfahren zur Entgiftung und Trocknung von Brenngas.Info
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Description
Verfahren zur Entgiftung und Trocknung von Brenngas. Die Trocknung des Stadtgases, die heute zum Zwecke der Erleichterung der Rohrnetz pflege immer mehr in Aufnahme kommt, leidet unter dem Mangel, dass sie zu ihrer Ausführung besonderer Einrichtungen bedarf und dadurch nicht unbeträchtliche Betriebs kosten verursacht, dass die zum Trocknen verwendeten Flüssigkeiten wie Chlorcalcium- lösung, Glycerin, Rhodansalzlösungen und dergleichen nach dem Gebrauch durch Er hitzen wieder von dem aufgenommenen Wasser befreit und darauf gekühlt werden müssen.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, die Trocknung in der Anlage zu vereinfa chen und in den Betriebskosten zu verbilli gen. Sie erreicht dies dadurch, dass sie die Trocknung mit der Entgiftung des Gases in der Weise verbindet, dass das zu entgiftende Gas erwärmt und mit Wasserdampf beladen, alsdann entgiftet und mittels einer wasser absorbierenden Flüssigkeit getrocknet und gekühlt wird wobei die hierbei mit Wasser angereicherte und erhitzte Flüssigkeit dem kalten zu entgiftenden Gase zu dessen Vor- wärmung und Beladung mit Wasserdampf im Gegenstrom zugeführt wird und die da durch entwässerte und gekühlte Flüssigkeit wiederum zum Trocknen und Kühlen des ent gifteten Gases benützt wird.
Dies kann bei spielsweise dadurch geschehen, dass das be reits entgiftete Gas unten in einen Skrubber eingeführt und durch von oben eingelassene wasserabsorbierende Flüssigkeit gleichzeitig gekühlt und von seinen Wasserbestandteilen befreit wird. Die hierbei erhitzte und mit Wasser mehr oder weniger gesättigte Trock- nungsflüssigkeit wird dann oben in einen andern Skrubber hineingeführt, in den unten das verhältnismässig kühle und trockene gif tige Gas eintritt. Dieses Gas belädt sich hier bei mit dem durch Verdunstung aus der Trockenflüssigkeit entstehenden Wasserdampf und nimmt nahezu die Temperatur der Be rieselungsflüssigkeit bei ihrem Eintritte an.
Das giftige Gas wird also für den folgenden Entgiftungsprozess gut vorbereitet, während anderseits die wasserabsorbierende Flüssig keit das in ihr enthaltene Wasser im wesent lichen wieder abgibt und ausserdem so weit gekühlt wird, dass sie zum neuen Kühlen des bereits entgifteten Gases, sowie auch gleichzeitig zu dessen Trocknung dienen kann.
Durch die Vereinigung von Trocknung und Entgiftung spart man eine besondere Anlage für die Trocknung und braucht die Anlage für die Entgiftung nicht zu vergrö ssern. Ferner spart man die zur Wasserent ziehung aus der Trocknungsflüssigkeit not wendige Wärme und das zur Kühlung des entgifteten Gases notwendige Kühlwasser.
Dies schliesst nicht aus, dass noch in an sich bekannter Weise Zusatzwärme für die Aufbereitung der mit Wasser angereicherten Trocknungsflüssigkeit und gegebenenfalls eine zusätzliche Kühlung angewendet werden kann, wenn dies nützlich oder notwendig erscheint.
Der Vorteil der zusätzlichen Erhitzung liegt darin, dass einerseits mehr Wasser aus der Flüssigkeit entfernt und diese zum neu erlichen Trocknen tauglicher gemacht wird, und anderseits die dem giftigen Gase ein verleibten Wasserdampfmengen grösser werden und für die Entgiftung Frischdampf gespart werden kann.
Die zusätzliche Kühlung der durch den Skrubber gegangenen Kühlflüssigkeit hat den Vorteil, dass die trocknende und kühlende Wirkung bei der Wiederbenutzung beträcht lich gesteigert wird. Es genügt, nur einen Teil der Kühlflüssigkeit noch weiter zu küh len, und zwar diejenige Flüssigkeit, die zu dem schon am meisten erkalteten Gase am Schlusse des Kühlvorganges zugeleitet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entgiftung und Trocknung von Brenngas, dadurch gekennzeichnet, dass das zu entgiftende Gas erwärmt und mit Wasserdampf beladen, alsdann entgiftet und mittels einer wasserabsorbierenden Flüssigkeit getrocknet und gekühlt wird, wobei die hier bei mit Wasser angereicherte und erhitzte Flüssigkeit dem kalten zu entgiftenden Gase zu dessen Vorwärmung und Beladung mit Wasserdampf im Gegenstrom zugeführt wird und die dadurch entwässerte und gekühlte Flüssigkeit wiederum zum Trocknen und Küh len des entgifteten Gases benutzt wird.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1 Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Kühlen und Trocknen benutzte heisse wasserreiche Flüs sigkeit noch besonders erhitzt wird, bevor sie zum Vorwärmen des zu entgiftenden Gases und zum Beladen desselben mit Wasserdampf dient. 2 Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Vorwärmung und Beladung mit Wasserdampf benutzte, entwässerte, gekühlte Flüssigkeit vor ihrer Verwendung zum Trocknen und Kühlen des entgifteten Gases noch besonders ge kühlt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH185094T | 1935-09-26 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH185094A true CH185094A (de) | 1936-07-15 |
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ID=4433466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH185094D CH185094A (de) | 1935-09-26 | 1935-09-26 | Verfahren zur Entgiftung und Trocknung von Brenngas. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH185094A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1083966B (de) * | 1955-12-05 | 1960-06-23 | Scholven Chemie Ag | Verfahren zur katalytischen Druckraffination von Kohlenwasserstoffoelen wie Rohbenzol oder Rohbenzin |
-
1935
- 1935-09-26 CH CH185094D patent/CH185094A/de unknown
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