Zweck der Erfindung ist, bei Wahrung aller in bezug auf die Beweglichkeit zu stellenden Forderungen, eine Rollschützenlagerung zu schaffen, die trotz Ausschaltung der gleitenden Reibung nur eine geringe Bauhöhe in Anspruch nimmt und eine einfache und sichere Verbindung zwischen Rollenwagen und Schiitzenendrahmen gestattet. Dies wird erfindungsgemäss folgendermassen erreicht.
Zwischen der der Längsbeweglichkeit der Schütze dienenden Stelze und der einen der beiden Stützplatten wird ein nach der Seite der die Stelze abstiitzenden Platte offener und in der Stelzenlängsriehtung sieh erstreckender Kasten eingeschaltet, der in seinem Inneren die Stelze aufnimmt und durch seinen Boden abstützt. Die Aussenseite des Kastenbodens weist eine zylindrische Wölbfläche auf, deren Erzeugende senkrecht steht zu den Erzeugenden der Zylinderflächen der vorgenannten Stelze.
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Kastenboden ist dadurch gesichert, dass der Boden durch die beiderseits der Stelze angeordneten Stege und durch die beiden Stirnwände auf den Stirnseiten versteift ist. Die Stege und Stirnwände sind durch Flansche verstärkt.
Die Verbindung zur Aufnahme der in der Richtung der Laufbahn auftretenden Kräfte wird durch Vorkragen der vorgennanten Stirnwände über die Stiitzplatten bewerkstelligt. Gegenüber der Anordnung nach Fig. 1 weist die Erfindung noch den weiteren Vorteil auf, dass jetzt die Stelze ohne Nachteil mit beträchtlicher Länge und infolgedessen auch aus einem Vollkreiszylinder, also ohne Verlegung der Krümmungsmittelpunkte, ausgeführt werden kann. An Stelle der Stelze könnte auch eine Rolle verwendet werden, doch erfordert diese eine grössere Breite des Kastens.
Die Fig. 3 a und 3 b zeigen eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgedankens. Der von dem Endrahmen E ausgehende Stiitzendruck wird durch Vermittlung der Stützplatte ? i auf den gewölbten Teil ssi des Kastenbodens B übertragen. Die innere Kastenbodenfläche leitet den Druck weiter auf die Stelze S2, deren Kippriehtung senkrecht steht zu jener von 81 ; 82 gibt die Druckkraft an die auf dem Rollenwagen TV gelagerte Stützplatte P2 ab. Zur Versteifung des Kastenbodens B dienen die zu beiden Seiten der Stelze 82 angeordneten Stege T und die den vorderen und rückwärtigen Abschluss des Kastens bildenden Stirnwände D. Die Stege T sind durch die Flansche H verstärkt.
Der aus dem Boden B, den Stegen T und den Flanschen H gebildete Tragkörper besitzt eine hohe Biegungssteifigkeit und gewährleistet eine gleichmässige Druckübertragung zwischen der Stelze 82 und dem Kastenboden B.
Die Stirnwände D sichern ihrerseits die Mitwirkung des Kastens bei der Kraftübertragung in der Richtung der Laufbahn und erhöhen unmittelbar die Steifigkeit des Bodens B. Aus Bearbeitungsgründen können die Stirnwände D nach dem Hobeln der Innenfläche des Bodens B etwa durch Schweissung an die übrigen Kastenteile angeschlossen werden. Durch Übergreifen der Stirnwände D über die Platte Pz wird die Übertragung von Längskräften zwischen Rollenwagen und Abstützkasten bewirkt. Die mit der Platte P verbundenen Knaggen NI und N2 stellen eine Verbindung zwischen dem Kasten und dem Endrahmen der Rollschütze her.
Das Moment, das durch die Überleitung der an der Berührungs- stelle zwischen Schiene L und Rollen B auftretenden Kraft auf den Endrahmen entsteht, wird in bekannter Weise durch die Schrauben C aufgenommen, die unter Vermittlung der Federn F die Verbindung zwischen der Schütze und dem Rollenwagen W herstellen. Die Stelze 82 ist aus einem Kreiszylinder mit dem Halbmesser r4 herausgeschnitten ; der Halbmesser f5 des Stützkörpers 81 kann, dem Stützendruek entsprechend, hinreichend gross gewählt werden.
Mit demselben Ergebnis kann die Anordnung auch umgekehrt werden. Die Stelze 82 stÜtzt sich dann gegen die Platte Pi am Schiitzenendrahmen E und die gewölbte Aussenseite 81 des Kastens gegen die Platte Pa am Rollenwagen T17. Ebenso können die Stirnwände D zwecks Überleitung der Längskräfte über beide Platten ? i und P2 unter Fortlassung der Knaggen N1 iiberkragen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rollsehützenlagerung, bei der die Abstützung der Schütze gegen den Rollenwagen durch Vermittlung zweier gekrümmter Körper mit senkrecht zueinander stehenden Drehachsen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die der Längsbeweglichkeit und Verdrehbarkeit der Sehützenenden dienende Stelze (S2) in einem kastenförmigen Körper derart gelagert ist, dass die Stelze (82) sich einerseits gegen eine am Rollenwagen oder am Schützenendrahmen befestigte Stützplatte (P2 bzw.
PI) und anderseits gegen die ebene Innenseite des Kastenbodens (B) abstützt, 'und dass die Aussenseite des Kastenbodens eine gegen eine Platte am Schützenendrahmen oder am Rollenwagen (Pi bzw. P2) sich abstützende Wölbfläehe S'J aufweist, deren Erzeugende senkrecht zu der Stelzenlängsachse steht.
2. Rollschützenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Längsrichtung der Stelze (S2) sich erstreckende Abstützkasten aus einem aussen gewölbten und innen ebenen Boden (B), aus den beiderseits der Stelze liegenden Stegen (T) und aus den auf den Stirnseiten angeordneten Stirnwänden (D) besteht.
3. Rollsehützenlagerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (T) oder die Stege und die Stirnwände (D) mit Flanschen (H) versehen sind.
4. Rollschützenlagerung nach den Ansprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirn-
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