DE2629802C2 - Mit einem Arbeitsmantel aus Hartmetall armierte Warmwalze - Google Patents
Mit einem Arbeitsmantel aus Hartmetall armierte WarmwalzeInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine mit einem Arbeitsmantel aus Hartmetall armierte Warmwalze nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Derartige Warmwalzen sind beispielsweise aus der US-PS 35 77 619 bekannt Der Winkel zwischen dem
Walzenkern und den Spannflächen des Arbeitsmantels beträgt gemäß dieser Vorveröffentlichung 90°, was zur
Folge hat, daß der Hartmetallmantel ausschließlich auf Druck beansprucht wird. Die beim Walzen auftretenden
Druckkräfte nüssen folglich über den Reibschluß zwischen den Stirnflächen des V'ilzenmantels und den
gegen diese anliegenden Teilen des Walzenkernes auf den letzteren übertragen werden. Dies bereitet insbesondere
bei hohen Walztemperaturen Schwierigkeiten, da der Ausdehnungskoeffizient des Hartmetalles kleiner
ist als der der Siahl-Gegenlager. Der Wärmeausdehnungskoeffizient
des Hartmetalles beträgt durchschnittlich etwa 5 ... 7,5 · 10"6grad-' und der des Strahles
etwa 13... 18 · 10-6grad-'.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorbekannten, mit Hartmetall armierten Walzen derart
weiterzuentwickeln, daß auch bei höheren Walztemperaturen die Gefahr der Lockerung des Hartmetall-Walzenmantels
gering und die Walzbeanspruchung des Arbeitsmantels minimiert ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1. In
Patentanspruch 2 ist eine bevorzugte Bemessung für den Winkel, den die Spannflächen des Arbeitsmanu s
mit dem Walzenkörper bilden, angegeben.
Aus den deutschen Patentschriften 2 22 601 und 4 83 178 sind Walzen bekannt, deren Walzenmantel aus
Stein oder Keramik besteht und der über Lagerscheiben auf dem metallischen Walzenkern gelagert ist. Die
Verbindungsflächen der Walzenscheiben mit dem Walzenmantel sind dabei ebenfalls winklig zur Walzenachse
angeordnet. In den Vorveröffentlichungen ist aber nicht die Aufgabe beschrieben und gelöst, die
unterschiedlichen Ausdehnungen aufzufangen, die eine mit Hartmetall armierte Wälze beim Arbeiten bei
höheren Temperaturen erfährt.
In der deutschen Patentschrift 4 71571 ist dem
Problem der unterschiedlichen Ausdehnungen bei Erwärmung zwischen keramischem Walzenmantel und
metallischem Walzenkern Rechnung getragen. Die unterschiedlichen Ausdehnungen werden gemäß dieser
Vorveröffentlichung aber durch Federn aufgefangen, weiche Lagerscheiben entsprechend der Ausdehnung
nachstellen. Dieses bei Keramikwalzen mit naturgemäß geringerem Walzendruck anwendbare Prinzip läßt sich
aber nicht auf Warmarbeitswalzen, die mit Hartmetall armiert sind, übertragen.
Aus der britischen Patentschrift 7 98142 wird ebenfalls auf das Problem unterschiedlicher Ausdehnungen
von Walzenmantel und Kern eingegangen. Die Vorveröffentlichung bezieht sich aber vorzugsweise auf
Walzenmantel aus Aluminium und Walzenkerne aus Stahl. Auf Warmwalzen, welche mit Hartmetall armiert
sind, läßt sich diese Schrift nicht ohne weiteres übertragen, insbesondere dann nicht wenn zwischen
dem Arbeitsmantel und dem Walzenkörper ein durchgehender Ringspalt vorhanden sein soll und die
entstehenden Walzdrücke, wie bei Hartmetall erforderlich, durch die Mantelspanndrücke kompensiert werden
müssen. Der Grund hierfür liegt u. a. in der Unsicherheit, die mit der Bestimmung der Zugfestigkeitswerte von
Hartmetallen verbunden ist Diese Unsicherheit ist bekanntlich groß, wie u. a. auch aus dem Buch
»Hartmetalle« von Kieffer und Benesovski, Springer-Verlag 1965, Seite 175 hervorgeht Es muß deshalb als
überraschend angesehen werden, daß eine derartige Walzdruckkompensation durch Vorspannung über die
erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wuikelspannflächen
so weit möglich ist, daß praktisch keine unzumutbare Zugbelastung im Innern des Hartmetallmantels auftritt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine
hartmetallarmierte Warmarbeitswalze mit halbrundem Arbeitsprofil;
F i g. 2 und 3 jeweils ein schematisches Diagramm, welches das Verhältnis der Walzkraft P zu der in
Richtung der Längsachse wirkenden Aufnahmekraft p' zeigt.
Die dargestellte Walze besteht aus dem Walzenkörper 1, dessen Lager- und Anuicbszapfen in der
Zeichnung fortgelassen sind. Der Walzenkörper 1 ist mit einem aus Hartmetall, Warmarbeitsstahl, Sinterwerkstoff
o. dgl. bestehenden Arbeitsmantel 5 armiert. Dieser Arbeitsmantel weist in dem in Fig. 1 dargestellten
Beispiel ein halbrundes Walzprofil 6 auf, welches von der Walzkraft P beaufschlagt wird. Der Arbeitsmantel 5 ist so dimensioniert, daß sich zwischen seiner
inneren Mantelfläche 8 und der äußeren Mantelfläche 9 des Walzenkörpers 1 ein durchgehender Ringspalt 10
befindet. Die Höhe 11 dieses Ringspaltes ist wenigstens so groß, daß sich beim Betrieb der Walze die äußere
Mantelfläche 9 des Walzenkörpers 1 und die innere Mantelfläche 8 des Arbeitsmantels 5 nicht berühren.
Um den Arbeitsmantel 5 in der dargestellten Stellung zu halten, ist es erforderlich, ihn in Richtung der
Längsachse unter Druckspannung zu setzen. Es geschieht dies mit Hilfe einer Andruckvorrichtung, die
beispielsweise eine Schraubenpresse sein kann und die in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Mit Hilfe dieser
Presse ist es möglich, einen leicht einstellbaren Druck p' zu erzeugen, der in Richtung der Längsachse über die
Spannscheibe 17 auf den Arbeitsmantel 5 einwirkt.
Der Arbeitsmantel 5 wird unter dem Einfluß des auf ihn wirkenden Druckes p' gegen eine Weitere
Spannscheibe 18 Und schließlich gegen ein federelastisches Glied 19 gedrückt. Das federelastische Glied 19
stützt sich seinerseits gegen die Schulter 4 ab, die sich
am Arbeitsmantel 1 befindet
F i g. 1 liiißt erkennen, daß die Spannflächen 20; 21 der
Spannscheiben 17 und 18 derart geneigt angeordnet sind, daß diese Spannflächen mit dem Walzenkörper
jeweils einen spitzen Winkel β bilden. Hierdurch wird erreicht, daß der Arbeitsmantel 5 satt aufliegt und unter
Aufrechteirhaltung des Ringspaltes von den Spannscheiben 17 und 18 getragen wird. Erwärmt sich der
Walzenkörper 1 im Zuge der Walzarbeit geringfügig, so dehnt er sich in radialer Richtung aus, was zur Folge hat,
daß eine gelinge Zugkraft auf den Arbeitsmantel 5 übertragen wird. Es hat sich gezeigt, daß diese Zugkraft
jedoch bei der in Betracht kommenden gegenüber der Arbeitstemperatur geringfügigen Erwärmung in keinem
Fall zur Sprengung des Arbeitsmantels führt, da — wird ein gewisses Maß dieser Kraft überschritten — der
Spannkörper 18 in allen Fällen gegen nie Kraft des elastischen Gliedes 19 ausweichen kann.
Überdies wird durch die Wahl des spitzen Winkels β
erreicht, daß sich der Arbeitsmantel 5 bereits in unmittelbarer Nähe der Arbeitsfläche, also dort, wo der
Walzdruck Peinwirkt, auf die Spannscheiben 17 und 18 abstützen kann. Die Wahl der Größe dieses Winkels
stellt zudem sicher, daß das Verhältnis der Drücke P: p' in weiten Grenzen eingestellt werden kann. Hierdurch
ist es möglich, mit verhältnismäßig geringem technischen Aufwand Kompensationsvorrichtungen für den
Walzdruck P zu bauen, welche verhältnismäßig große Walzdrücke kompensieren können.
F i g. 2 zeigt in schematischer Weise die Abhängigkeit des Kompensationsdruckes p' (X-Koordinate) vom
Walzdruck PfK-Koordinate) bei einer Anordnung nach
dem älteren Vorschlag gemäß DE-OS 26 18 884.1. Gemäß der dort erhobenen Forderung nach Einhaltung
eines stumpfen Winkels zwischen den Spannflächen 20; 21 und der Mantelfläche des Walzenkörpers ist in das
ίο Diagramm der Betrag β — 90° eingezeichnet. Das
Diagramm läßt erkennen, daß auch bei dieser Anordnung grundsätzlich eine Verbesserung des Kräfteverhältnisses
zu erreichen ist, nämlich durch Vergrößerung des Winkels ß. Der Wirksamkeit dieser
Vergrößerung sind aber Grenzen gesetzt, da infolge der Wahl eines stumpfen Winkels der Walzdruck Pum den
Umfang der Walze geleitet und erst auf der gegenüberliegenden Seite abgefangen werden kann. Der Weg des
Kraftflusses ist also verhältnismäßig groß.
Fig.3 gibt die Verhältnisse wieder, wie sie beim
Gegenstand der vorliegenden Err .'dung vorliegen. In
diesem Fall verkleinert eine Vergrößer jng des (spitzen)
Winkels β unmittelbar die Größe des Kompensationsdruckes p', ein Effekt, der sich ohne weiteres realisieren
läßt, da der Kraftflußweg gering ist und die Abstützung in unPMttelbarer Nähe der beaufschlagten Stelle erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Mit einem Arbeitsmantel aus Hartmetall armierte Warmwalze, deren Arbeitsmantel über
Spannringe mit zum Walzenkern winklig angeordneten Spannflächen in Richtung der Walzenlängsachse
durch Druck vorgespannt ist und bei dem sich zwischen dem Arbeitsmantel und dem Walzenkörper
ein durchgehender Ringspalt befindet, dessen Höhe wenigstens so groß ist, daß sich bei Betrieb der |0
Walze die äußere Mantelfläche des Walzenkörpers und die innere Walzenfläche des Arbeitsmantels
nicht berühren, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannflächen (20; 21) des Arbeitsmantels (5)
mit dem Walzenkörper (1) jeweils einen spitzen Winkel (ß) bilden.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (ß) etwa 45° beträgt
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Legal Events
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| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| OI | Miscellaneous see part 1 | ||
| OGA | New person/name/address of the applicant | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |