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Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Zigaretten.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen von Zigaretten. Be- kanntlich muss der in den Zigarettenmaschinen verarbeitete Tabak einen genügenden Feuchtigkeit- gehalt aufweisen, um ein schädliches Brechen des Tabaks zu verhindern, wenn er zur Bildung des
Zigarettenstranges zerteilt und ausgebreitet wird. Dieser Feuchtigkeitsgehalt ist im allgemeinen für ein einwandfreies Verpacken der Zigaretten in die üblichen Packungen zu hoch ; es ist daher wünschenwert, den Feuchtigkeitsgehalt der fertiggestellten Zigaretten herabzusetzen, u. zw. sowohl um ihr Schimmeligwerden zu verhindern als auch um die Qualität des Rauches zu verbessern.
Bisher erfolgte das Trocknen der Zigaretten beispielsweise derart, dass die Zigaretten stehend in flachen Kästen mit Siebböden einem Trockenluftstrom ausgesetzt wurden (deutsche Patentsehrift Nr. 566 595). Bei diesem Trockenverfahren werden die dem Luftstrom ausgesetzten Zigarettenenden zuerst und die in gegenseitiger Berührung befindlichen Zigarettenkörper zuletzt getrocknet. In der Zeit, in der die Zigarettenkörper den richtigen Trocknungsgrad erreicht haben, sind daher die Zigarettenenden zu stark getrocknet und neigt der Tabak an diesen Enden zum Herausfallen.
Gemäss der Erfindung wird dieser Mangel dadurch vermieden, dass Wärme durch unmittelbare Berührung mit einer Heizfläche einem Teil der Längsfläche der Zigaretten bei gleichzeitiger Freihaltung der Zigarettenenden zugeführt wird. Eine zur Durchführung dieses Verfahrens besonders geeignete Vorrichtung, die zweckmässig hinter der Ausgabevorrichtung einer Zigarettenmaschine angeordnet wird, besteht aus einem umlaufenden Halter, an dessen Umfang eine Anzahl von beheizten Trockenkammern angeordnet ist, durch welche die Zigaretten mittels einer Fördervorrichtung unter Beibehaltung eines gegenseitigen Abstandes hindurchbewegt werden. Die Wirkungsweise und Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens sind nachstehend genauer beschrieben.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt ; Fig. l zeigt eine teilweise geschnittene Stirnansicht derselben, Fig. 2 eine Draufsicht, Fig. 3 einen Längsschnitt in vergrössertem Massstab nach der Linie w A in Fig. 1, der eine der Trockenkammer samt den zugehörigen Teilen darstellt. Fig. 4 zeigt im Schnitt den oberen Teil, Fig. 5 den unteren Teil der Vorrichtung in der Stellung nach Fig. 1 ; die Fig. 6 bis 10 zeigen in Einzelansichten die Einrichtung, mittels welcher die Zigaretten der Länge nach durch die Trockenkammer geführt werden, Fig. 11 zeigt in vergrössertem Massstab die Verbindung der Trockenkammern mit den Haltern, Fig. 12 ist ein Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 11.
Die zu trocknenden Zigaretten werden der Vorrichtung von einer beliebigen Speiseeinriehtung, z. B. einem Trichter, oder aber, wie bei der dargestellten Ausführungsform, unmittelbar vom Austrittsende einer (nicht dargestellten) Zigarettenmaschine auf einem Band 2 zugeführt, das sie zu gerillten Förderrollen 3 fördert, welche die Zigaretten aufnehmen und der Trockenvorrichtung zuführen. Räder 4 und Rollen 5 sichern die ordentliche Zuführung der Zigaretten in die Vorrichtung. Gemäss Fig. 2 werden die Zigaretten z. B. in zwei Reihen zugeführt, da sie üblicherweise in dieser Weise von der Zigarettenmaschine geliefert werden. Anstatt des Bandes 2 kann z. B. auch ein Kettenförderer treten.
Die von den Förderrollen 3 gelieferten Zigaretten werden auf muldenartigen Organen 6 abgelegt, die gleitbar gelagert sind und durch die Trockenkammer 7 hindurch wandern. Letztere sitzen auf einem drehbaren Halter, der aus Scheiben 8, 9 besteht, die von der in den Rahmen 11 und 12 drehbar gelagerten Welle 10 getragen werden. Der Halter wird auf beliebige Weise angetrieben ; wenn er, wie im vorliegenden Falle, mit einer Zigarettenmasehine gekuppelt ist, kann er vom Hauptantrieb dieser
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Maschine synchron mit dieser angetrieben werden. Vorzugsweise ist jedoch der Antrieb des Halters von jenem der Zigarettenmaschine unabhängig.
Die Anordnung der Trockenkammer ist den Fig. 1 bis 5 deutlich zu entnehmen. Fig. 3 zeigt die Ausbildung einer der Kammern samt den zugehörigen Teilen, die bewirken, dass die Zigaretten der Länge nach durch die Kammern wandern. Gemäss Fig. 3 ist die Mulde 6 zur Gänze in der Trockenkammer 7. Die Einführung der Mulden in die Trockenkammer erfolgt durch einen am Rahmen 11 der Vorrichtung befestigten ortsfesten Nocken 13. Die Mulde 6 ist mit Endteilen 14, 15 versehen, die
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wegung in die bzw. aus den Trockenkammer 7 zu führen ; ferner bilden sie eine lösbare Befestigung für die Trockenkammer an den Scheiben 8 und 9, so dass jede der Kammern erforderlichenfalls durch eine andere ersetzt werden kann.
Die Art der Befestigung der Trockenkammer an den Scheiben 8 und 9 ist in den Fig. 3,11 und 12 ersichtlich. Die Scheiben 8, 9 sind mit Ringen 41, 42 versehen, die an den Scheiben befestigt sind ; der Umfang der Ringe ist zur Aufnahme der Schienen 18, 19 geschlitzt. Jede der Schienen 18, 19 ist mit einer Blattfeder 43 versehen, die, wenn die Schienen in die Schlitze eingeführt sind, mit einer Wand des Schlitzes in Berührung stehen und die Schiene gegen seine andere Wand drüeken. Um die Schienen in den Schitzen zwangläufig zu lagern, sind die Schienen mit Nuten versehen (Fig. 11) ; die Seiten der Nuten liegen an den Seiten der Ringe 41, 42 an.
Zur weiteren Unterstützung der Lagerung der
Schienen sind die Ringe derart geschlitzt, dass ein Teil des Umfanges eines Ringes ein wenig über den
Schlitz bei 44 und 45 vorragt ; die Schienen. werden zwischen diesen vorspringenden Teilen und dem
Boden der Nuten in Stellung gehalten (Fig. 12). Zum Entfernen einer Trockenkammer von der Vorrichtung braucht man bloss auf die Schienen zu drücken, um die Wirkung der Federn 43 zu überwinden und dann die Schienen aus den Schlitzen herauszunehmen.
Der Halter 8, 9, auf dem die Kammern 7 gelagert sind, kann kontinuierlich gedreht werden. Wenn eine Mulde 6 in die Stellung gelangt, in der sie die Zigaretten aus der Forderwalze 3 empfangen soll, nimmt sie die Stellung nach Fig. 6 ein. Bei Drehung des Halters gelangt der Endteil 14 mit der Fläche des Nockens 13 in Eingriff und die Mulde 6 wird hiedureli in die Trockenkammer 7 geschoben, bis sie die Stellung nach den Fig. 3 und 7 einnimmt, in welcher das volle Ausmass ihrer Bewegung in die Kammer erreicht ist.
Der Halter 8, 9 setzt seine Bewegung samt den in dieser Stellung (Fig. 4) befindlichen Mulden fort, bis diese die unterste Stellung (Fig. 5) erreicht haben, in welcher die Zigaretten, die von den Mulden getragen wurden, in eine solche Stellung gerollt sind, dass sie auf den Wänden der Kammer 7 aufliegen. Die mit den Mulden verbundenen Endteile 1. kommen nun mit einem weiteren ortsfesten Nocken 20 zum Eingriff, der die Mulden 6 in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt (Fig. 6,10).
Bei der Weiterdrehung des Halters, bei der die Mulden 6 in die Stellung zurückgestellt werden, in der sie weitere Zigaretten empfangen, rollen die in den Kammern 7 befindliehen Zigaretten zurück, bis sie wieder von den Mulden 6 getragen werden (Fig. 4). Wenn die Zigaretten wieder auf den Mulden aufliegen, haben sie sich in der Längsrichtung gegenüber ihrer Ausgangsstellung auf der Mulde verschoben (Fig. 6,10). Jede weitere Bewegung einer Mulde 6 in die Kammer 7 und aus derselben bewirkt eine Wanderung der in der Kammer befindlichen Zigaretten gegen das Austrittsende der Kammer.
Wenn die Zigaretten die Stellung gemäss der linken Seite der Fig. 2 erreichen, fallen sie auf eine Platte 27 und werden in einen Behälter abgelegt oder aber, wie in den Fig. l und 2 ersichtlich, auf ein Band 22 gefördert, das sie zu einer Sammelstelle führt.
Die Kammern 7 werden elektrisch beheizt. Zu diesem Zweck wird der Heizstrom über Leitungen 25 26 den Heizelementen 27 durch Teile 28, 29 zugeführt. Die Heizelemente 27 sind an den Scheiben 8, 9 mittels Fixierblöcken 23,24 befestigt ; die Trockenkammern werden über dieHeizelemente27 geschoben.
Die Blöcke 23,24 sind von den Scheiben 8, 9 durch Isolatoren 30 isoliert und miteinander mittels U-förmiger Teile 31 verbunden, welche durch Federn 32 in Stellung gehalten werden. Die Blöcke 23 und 24 sind nicht in gegenseitiger Deckung angeordnet, sondern derart versetzt, dass jeder Block 24 zwischen zwei aufeinanderfolgenden Blöcken 23 liegt. Auf diese Weise sind, wie nachstehend genauer beschrieben, die Heizelemente mittels der U-förmigen Teile 31 in Serie geschaltet. Die Federn 32 sind von jedem Teil 31 durch Isolierteile 33 isoliert.
Da der Halter (8, 9) während des Betriebes umläuft, erfolgt die Stromzuführung zu den Heizelementen durch ein Paar an der Scheibe 8 befestigten Ringen 34, 35, an denen die Leitungen 25, 26 angeschlossen sind und auf denen Kontaktbürsten 36,37 schleifen.
Zur beispielsweisen Darstellung, in welcher Weise der elektrische Strom von einem Heizelement zum andern übergeht, sind in Fig. 5 sechs Trockenkammer mit 49, 50, 51, 52, 53, 64 bezeichnet. Die Heizelemente der Kammern JO, 51 und jene der Kammern 52, 53 sind an einer Seite der Trommel durch die Teile 31 miteinander leitend verbunden. An der andern Seite der Trommel hingegen verbinden
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Um das Entweichen des während des Trocknungsvorganges aus den Zigaretten sich bildenden Dampfes aus den Trockenkammer zu ermöglichen, sind Öffnungen 38 entlang der Kammern 7 vorgesehen. Um ferner einen übergrossen Wärmeverlust durch Strahlung zu verhindern, ist der grössere
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Teil der Vorrichtung von einem Schirm 39 umgeben, in dem die Wärme durch ein hitzefestes Material 40 zurückgehalten wird.
Da das Trocknen der Zigaretten durch Zuführung von Wärme durch Leitung gleichmässig über die Längsfläche derselben erfolgen soll, ist es erforderlich, bei der dargestellten Bauart die Beriihrungs- stellen der Zigarettenoberfläehen mit den Heizflächen der Trockenkammer 7 fortwährend zu wechseln.
Da die Trockenkammer während des Betriebes von den Scheiben (8, 9) im Kreis herumgeführt werden, wechseln die Auflagestelle der Zigaretten auf den Heizflächen der Trockenkammer fortwährend, u. zw. zufolge des Umstandes, dass der Innendurchmesser der Rohre grösser ist als der Zigarettendurchmesser. Dieser Vorgang hat zur Wirkung, dass die Stelle der Zigarettenoberfläche, der die grösste. Wärme zugeführt wird, d. h. die Berührungsstelle zwischen der Zigarettenoberfläche und der beheizten Kammerwand ständig wechselt.
Die grösste Wärme wandert somit kontinuierlich entlang verschiedener Halbmesser gegen die Mitte der Zigaretten, so dass während einer vollständigen Umdrehung der Scheiben jede Stelle der Zigarettenoberfläche dem eben beschriebenen Vorgang unterworfen wird. Es ist ersiehtlich, dass durch dieses Verfahren die Zigaretten gleichförmig getrocknet werden, so dass der Übelstand der übermässig getrockneten Enden (samt dem Brechen und Herausfallen des Tabaks) oder der versenkten Enden behoben ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Trocknen von Zigaretten, dadurch gekennzeichnet, dass einem Teil der Längsfläche der Zigaretten Wärme durch unmittelbare Berührung mit einer Heizfläche zugeführt wird, wobei gleichzeitig die Zigarettenenden freigehalten werden.