AT151319B - Künstliche Wursthülle. - Google Patents

Künstliche Wursthülle.

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AT151319B
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casein
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gelatine
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Hans Kohn
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Hans Kohn
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Künstliche WurstMHe.   



   Es sind verschiedene   Vorschjige   bekannt,   künstliche   Wursthüllen durch Imprägnieren von Papier mit Leim, Gelatine, Casein oder andern Eiweissstoffen und Behandlung mit Härtungsmitteln herzustellen. In diesen   Vorschlägen   wurde vorwiegend die Art der Behandlung des Papiers beschieben, während die Eiweissstoffe, die zum Teil grosse Unterschiede untereinander aufweisen, nur beispielsweise angeführt sind, ohne dass insbesondere das Verhalten von bestimmten Gemischen derselben näher gekennzeichnet wurde. 



   Tatsächlich ist es nur möglich, mit Gelatine, eventuell mit Leim einen Kunstdarm aus Papier herzustellen. Der Versuch, einen Kunstdarm anstatt in   üblicher   Weise durch Imprägnieren von gutem Zellulosepapier mit Gelatine-mit Casein herzustellen, misslingt, da die Caseinlösung mangels Er-   stamlllgsvermögen   vom Papier teilweise wieder abfliesst, teilweise von der Härtungsflüssigkeit verdrängt wird, bevor noch der Härtungsvorgang einsetzt, denn die Härtung benötigt eine gewisse Zeit. 



  Es entsteht ein fleckiges, zum Teil nicht durchscheinendes, papierartig aussehendes Produkt, welches das Brät nicht durchscheinen lässt und daher als Kunstdarm nicht geeignet ist. 



   Anderseits besitzt gehärtetes Casein gegenüber gehärteter Gelatine wesentliche Vorteile, die es als Bestandteil von Kunstdärmen   wünschenswert   machen : bedeutend grössere Widerstandsfähigkeit gegen kochendes Wasser, viel grössere Klebkraft der Naht und mechanische Festigkeit in nassem Zustande. Es liegt dies möglicherweise an dem grösseren Molekulargewicht des Caseins (zirka 14.000 gegenüber 6000 bei Gelatine). 
 EMI1.1 
 aus Casein und Gelatine einen Kunstdarm zu erzeugen, der alle geschilderten Vorteile gegenüber reinen Gelatinedärmen aufweist, ohne dass das angewandte   Lösungsgemisch   vom Papier abfliessen kann oder von der Härtungsflüssigkeit herausgewaschen wird.

   Eine entschieden Verbesserung der Eigenschaften, Klebkraft der Naht usw., tritt bereits bei einem   Mischungsverhältnis   von 20 Teilen Casein zu 80 Teilen gewöhnlicher Gelatine ein. Umgekehrt ist noch ein durchscheinender einwandfreier Kunstdarm erzielbar, wenn auf 85 Teile Casein 15 Teile einer Gelatine von besonders hohem Erstarrungsvermögen verwendet werden. 



   Es ist ganz gleichgültig, nach welcher Methode die   caseinhaltige   Lösung dem harzgeleimten Papier einverleibt wird, ob durch Benetzen des Papiers mit Alkalien bzw. Zumengung   überschüssigen   Alkalis zur Eiweisslösung oder durch Behandlung mit heissem Wasser oder Wasserdampf.

   Es ist auch 
 EMI1.2 
 des Papiers dienende Eiweiss aus einem Gemenge von Casein mit Gelatine besteht, welches ein derartiges Erstarrungsvermögen besitzt, dass das Gemenge weder selbst vom Papier abfliessen kann noch von der Härtungsflüssigkeit herausgewaschen wird. 
 EMI1.3 
 zur Lösung gebracht werden, eine Lösung von 1600 g Gelatine in 16 kg Wasser zugemengt und mit   dieser Mischung gewöhnliches   gutes   Packpapier nach   einer der oben angeführten Methode imprägniert und hierauf in üblicher Weise (mit Formaldehyd oder Alaun) gehärtet. 



   2.   20 leg   Gelatine-Leim, frei von gesundheitsschädlichen Substanzen, werden mit 100   leg   Wasser zur Lösung gebracht. Dazu wird eine Lösung von 4 kg Casein in 25-30 leg Wasser und 400 g Ammoniak gemengt. In dieser Mischung wird das entsprechende Papier imprägniert und dann gehärtet. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI1.4 lösungen und nachfolgender Härtung hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Imprägnierung aus einem Gemisch von Casein mit Gelatine besteht und mindestens 20%, höchstens 85% Casein enthält. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT151319D 1936-09-21 1936-09-21 Künstliche Wursthülle. AT151319B (de)

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