AT151463B - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrische Entladungsröhre. 



   Bekanntlich ist für gewisse Verwendungsarten von elektrischen Entladungsröhren eine nichtlineare Kennlinie erwünscht, die man dadurch erhält, dass man das Steuergitter ungleichmässig gestaltet. In dieser Weise sind z. B. die Steuergitter der bekannten   Hochfrequenzverstärkerröhren   für automatische Lautstärkeregulierung (Selektoden) ausgestaltet. Zu diesem Zweck wickelt man das
Steuergitter in der Regel mit einer ungleichmässigen Steigung, so dass der gegenseitige Abstand der
Gitterdrähte planmässig variiert. 



   Derartige bekannte Röhren enthalten gewöhnlich ausser dem genannten Gitter noch ein oder mehrere gleichmässig gestaltete Gitter. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, bei Schirmgitterselektoden zur Vermeidung eines übermässigen Anodenstromes auch das Schirmgitter ungleichmässig auszubilden, so dass es an jenen Stellen, wo das Steuergitter den Stromdurchgang begünstigen würde (grosse Maschenweite), ihn erschwert. Diese Massnahme hat sich als zweckwidrig erwiesen und hat daher keinen Eingang in die Praxis gefunden. Dagegen hat man gute Resultate durch Einführung eines auf niedrigem Potential gehaltenen Fanggitters zwischen Schirmgitter und Anode bei Hochfrequenzselektoden erhalten (Pentodenprinzip).

   Hiebei ergab sich allerdings der Nachteil, dass an jenen Stellen des Fanggitters, die dem   weitmaschigen   Teil des Steuergitters entsprachen, Raumladestauungen eintraten, wodurch die Kennlinie in   unerwünschter   Weise abgeflacht wurde. 
 EMI1.1 
 

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 des Fanggitters, die mit den grossen Öffnungen im Steuergitter korrespondieren, Raumladungstauungen auftreten. Es ist jedoch nicht notwendig, dass die Steigung der Gitter 2 und 4 einen vollkommen gleichen Verlauf hat. Das Ganze ist von einer Anode   5   umgeben. 



   Bei einem Fanggitter ist es bekanntermassen empfehlenswert, zur Vermeidung   überflüssiger   Drahtanschlüsse es im Inneren der Röhre (oder des Sockels) mit einer andern, im Betriebe auf niedrigem Potential zu haltenden Elektrode zu verbinden. Dies trifft auch für die vorliegende Erfindung zu. Es ergibt sich eine besonders vorteilhafte   Ausführungsform,   wenn das zweite mit wechselnder Steigung (Masehenweite) ausgestaltete Gitter (Fanggitter) im Inneren der Röhre mit der Kathode oder mit dem ersten mit wechselnder Steigung   (maschenweite)   ausgestatteten Gitter (Steuergitter) elektrisch leitend verbunden ist. 



   Die Selektodenwirkung kann auch durch andere Massnahmen als durch wechselnde Steigung oder Maschenweite der Gitterwieklung erzielt werden, etwa durch konische Gestaltung des Gitters od. dgl. ; auch solche Massnahmen fallen sinngemäss in den Bereich der Erfindung, wenn sie sich auch als weniger   zweckmässig   erwiesen haben. Die wechselnde Steigung   ermöglicht   eine stabile und raumsparende Konstruktion, was bei gleichzeitigem Vorhandensein von zwei ungleich gestalteten Gittern besonders wichtig ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Entladungsröhre mit veränderlicher Steilheit mit wenigstens drei Gittern, bei der eines dieser Gitter eine wechselnde Steigung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eines oder mehrere der übrigen in der Röhre befindlichen Gitter gleichzeitig eine wechselnde Steigung aufweisen und ihre Konstruktion an die des erstgenannten Gitters angepasst ist, wobei zwischen zwei Gittern wechselnder Steigung wenigstens ein Gitter mit gleichmässiger Steigung vorhanden ist.

Claims (1)

  1. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Gitter der Röhre eine gleiche, wechselnde Steigung (Masc11enweite) aufweisen. EMI2.1 zeichnet, dass das eine Gitter mit wechselnder Steigung als Steuergitter wirkt, während das zweite an ein im Verhältnis zur Anodenspannung niedriges oder negatives Potential angeschlossen wird.
    4. Schaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gitter mit wechselnder Steigung an Kathodenpotential angelegt wird.
    5. Schaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gitter mit wechselnder Steigung elektrisch leitend miteinander verbunden werden.
    6. Entladungsröhre nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gitter mit wechselnder Steigung im Inneren der Röhre mit der Kathode elektrisch leitend verbunden ist.
    7. Entladungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gitter mit wechselnder Steigung im Inneren der Röhre elektrisch leitend miteinander verbunden sind. EMI2.2
AT151463D 1934-12-12 1935-12-10 Elektrische Entladungsröhre. AT151463B (de)

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