Elektrische Entladungsröhre. Gegenstand der Erfindung ist eine elek trische Entladungsröhre mit veränderlicher Steilheit, das heisst eine sogenannte variable fe Röhre mit drei oder mehr Gittern.
Es ist im allgemeinen erwünscht, Ent ladungsröhren derart zu bauen, dass sie unter den in bezug auf den Lauf der Elektronen und dementsprechend auf die elektrischen Eigenschaften günstigsten Bedingungen be trieben werden können. Prüfungen haben nun ergeben, dass dies besonders bei Röhren, die mit wenigstens einem mit wechselnder Steigung gewickelten Gitter versehen sind, häufig zu wünschen übrig lässt. Bei solchen Röhren, zum Beispiel einer Röhre mit ver änderlicher Steilheit, ist im allgemeinen das Steuergitter mit wechselnder Steigung ge wickelt und die weiteren Gitter, zum Bei spiel Schirmgitter, Fanggitter usw. sind in diesem Fall in üblicher Weise gewickelt.
Es ist nun von der Anmelderin festgestellt worden, dass sich hierbei nicht die günstig sten Bedingungen ergeben; man stelle sich zum Beispiel vor, dass das Steuergitter grosse und kleine Drahtöffnungen aufweist und die nächstfolgenden Gitter mit einer gleichblei benden, im allgemeinen ziemlich geringen Steigung gewickelt sind.
Obgleich sich in diesem Fall an den Stellen der zuletzt er wähnten Gitter, die sich im Lauf der Elek tronen hinter kleinen Öffnungen des Steuer gitters befinden, Öffnungen von genügender Grösse befinden, um für diesen Teil der Röhre die günstigsten Bedingungen in bezug ,auf den Lauf der Elektronen und die elek trischen Eigenschaften der Röhre zu erhalten, ist dies nicht der Fall an den Stellen, an denen sich gegenüber grossen Öffnungen des Steuergitters verhältnismässig kleine Öffnungen der folgenden Gitter befinden.
Wenn zum Beispiel bei einer Pentode das Fanggitter mit gewöhnlicher, regelmässiger Steigung ge wickelt ist, während das Steuergitter eine wechselnde Steigung aufweist, werden an den Stellen, an denen sich in diesem Steuergitter grosse Öffnungen befinden, eine grosse Anzahl von Elektronen hindurchgehen, die in diesem Falle jedoch nicht ungestört durch die ver- hältnismä@ig kleinen Öffnungen in diesem Fanggitter oder in einem andern auf ihrem Weg befindlichen Gitter hindurchgehen kön nen; es wird daher häufig eine grosse Baum ladung bewirken werden, so dass die elek trischen Eigenschaften der .Röhre uner wünschte .Änderungen erfahren können.
Man denke zum Beispiel hierbei an den innern Widerstand, der für Röhren für besondere Zwecke oft besonders hohe Werte haben mass, was durch die vorerwähnten Erschei nungen schädlich beeinflusst werden könnte, da, obgleich in den vorerwähnten Fällen für einen Teil der Gitter verhältnismässig gün-. stige Bedingungen erzielt werden können, es möglich ist, dass diese für andere Teile der Gitter aufgehoben sind, so dass als End ergebnis die Bauart der Röhre sich nicht als die günstigste erweist.
Es ist nun gefunden worden, dass die vorerwähnten Schwierigkeiten mittels der vorliegenden Erfindung behoben werden kön nen. Nach der Erfindung sind bei einer elek trischen Entladungsröhre, die mit drei oder mehr Gittern versehen ist und bei der wenig stens eines dieser Gitter eine wechselnde Steigung hat, ein oder mehrere der übrigen in der Röhre befindlichen Gitter ebenfalls mit wechselnder Steigung versehen; die Steigungen dieser letztgenannten Gitter än dern sich dabei gleichsinnig wie die Stei gung des erstgenannten Gitters, und zwischen zwei Gittern wechselnder Steigung ist wenig stens ein auf positivem Potential zu haltendes Gitter mit gleichmässiger Steigung vorhanden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einer schematisch dargestellten Ausführungs form beispielsweise näher erläutert. 1 bezeichnet die im vorliegenden Fall indirekt geheizte Kathode einer elektrischen Entladungsröhre, um die herum die Gitter 2, 3 und 4 angeordnet sind, die beziehungs weise als Steuergitter, Schirmgitter und Fanggitter verwendet werden können, wobei das Ganze von einer Anode 5 umgeben ist. Aus der Figur ist ohne weiteres ersichtlich, dass das erste Gitter eine wechselnde Stei gung aufweist und das dritte Gitter gleich falls mit wechselnder Steigung gebaut ist, wobei dieses zuletzt erwähnte Gitter dem ersten Gitter derart angepasst ist, dass sich gegenüber weiten Öffnungen des ersten Gitters auch weite Öffnungen des dritten Gitters und hinter engen Öffnungen des ersten Gitters auch enge Öffnungen des dritten Gitters befin den.
Es ist jedoch nicht notwendig, dass die Steigung der beiden Gitter einen vollkommen gleichen Verlauf hat.