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Der Destillationsapparat zum Destillieren der Maischen und vergorenen Flüssigkeiten muss in verschiedenen Staaten mit einer Messeinrichtung für die durchgeflossenen Mengen des Destillates versehen sein, mit deren Hilfe die entsprechende Spiritussteuer festgesetzt wird. Das Destillat ist der sogenannte Rohspiritus, welcher noch einmal destilliert bzw. rektifiziert werden muss, um ihn zum Verkaufe geeignet zu machen. Dies wird auf dem zweiten Destillationsapparat durchgeführt, welcher jedoch nicht für breiartige Flüssigkeiten eingerichtet ist, sondern nur für leicht fliessende Flüssigkeiten. Dieser Apparat hat keine Messeinrichtung, was die Veranlassung zu nichterlaubten Manipulationen geben kann, d. h. nämlich, dass heimlich erzeugte und durchfiltrierte vergorene Flüssigkeiten z.
B. aus Obst, Melasse, Zucker u. dgl. entweder allein oder zum Rohspiritus beigemischt, in diesen Apparat eingegossen und in diesem destilliert werden können. Der destillierte Spiritus geht dann nicht durch den Messapparat und entgeht dadurch auch der Verteuerung.
Die Aufsicht über den Missbrauch der Rektifizierapparate ohne Messeinrichtung ist bisher sehr schwierig und beschränkt sich nur auf unerwartete Revision.
Diese Schwierigkeiten sind durch die Einrichtung gemäss der Erfindung beseitigt, welche auf der Erkenntnis aufgebaut ist, dass der Rohspiritus, welcher eigentlich eine Lösung von Spiritus im destilliertem Wasser ist, Komponenten enthält, welche beinahe elektrische Isolatoren sind. Die Lösungen beider in beliebigen prozentuellen Verhältnissen weisen grosse elektrische Widerstände auf, welche durch mehrere tausend Ohm zum Ausdrucke kommen.
Die Maischen und vergorenen Säfte aus Obst, Melasse, Zucker u. dgl. bilden komplizierte Mischungen von Spiritus, Wasser, Obst-und Mineralsäuren, organischen und mineralischen Salzen und pflanzlichen Splittern. Die Anwesenheit von Salzen und Säuren in diesen Maischen und vergorenen Säften verursacht eine gute Leitfähigkeit und kleinen Widerstand, der nur durch einige Ohm zum Ausdrucke kommt.
Gegenstand der Erfindung bildet eine Armatur, durch welche diese Spiritusflüssigkeiten fliessen, die so angeordnet ist, dass die Flüssigkeit zwischen zwei leitfähigen Flächen durchfliesst und einen elektrischen Stromkreis schliesst, der ein den Durchfluss durch die Einrichtung wasserdicht schliessendes
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richtung nicht und bleibt offen. Dagegen wird bei Berührung mit den ändern, nicht versteuerten, seien es reine oder dem Rohspiritus beigemischte Flüssigkeiten, sofort der Durchfluss durch die Armatur verschlossen.
Gemäss einer weiteren Ausführung nach der Erfindung sind in der Richtung des Fliessens zuerst das den Durchfluss schliessende Organ, dann die Leitflächen der Messeinrichtung, welche das Bilden des elektrischen Stromkreises ermöglichen, und zuletzt die Abflusseinrichtung angeordnet. Die Einrichtung mit den Leitflächen ist vorteilhaft mit einem Gefäss versehen, welches ein Muster der durchfliessenden Flüssigkeit auffängt.
Auf der Zeichnung ist im Längsschnitt beispielsweise eine Durchflussarmatur dargestellt, deren Tätigkeit auf dem angeführten groben Unterschied der Widerstände, die die beiden Gruppen der Spiritusflüssigkeit abgeben, begründet ist.
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Die Flüssigkeit kommt durch die Rundung 1 in die Armatur und fliesst dann durch das Rohr 2 und durch das Ventil 3. Der durch die Feder 17 belastende Kegel 16 ist angehoben und mittels einer Klinke 4 oben gehalten. Nach dem Durchgang der Flüssigkeit durch das Ventil füllt die Flüssigkeit das Gefäss 5, das herausnehmbar in der Armatur angeordnet ist und zum Auffangen einer Mustermenge der durchfliessenden Flüssigkeit dient. Nachdem dieses Gefäss angefüllt ist, fliesst die Flüssigkeit in
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Material, z. B. Metall, gebildet wird. Von hier fliesst die Flüssigkeit durch das untere ständig offene Abflussrohr. 9 aus der Armatur weiter in den Destillationskessel.
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und weiter in das Abflussrohr 9.
Der innere Messkegel ist von dem Kegel 7 und von dem Gehäuse der Armatur elektrisch isoliert.
Im plombierten, ober der Armatur befindlichen Gehäuse 11 ist eine Trockenbatterie 12 oder eine andere ständige Stromquelle eingeschlossen, welche über die Spule des Relais 13, den isolierten Messkegel 8, den Kegel 7, Gehäuse der Armatur und zurück in einem Stromkreis eingeschaltet ist.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet in folgender Weise :
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praktisch einen Widerstand von 500-10. 000 Ohm hat, so hält die Klinke 4 die Stange des Ventilkegels 16 in der gehobenen Lage und der Rohspiritus fliesst frei durch die Armatur in den Destillationskessel weiter.
Wenn aber in der Armatur Maischen, vergorene Säfte oder Gemische von diesen mit Rohspiritus
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den Kegeln 8 und 7 und das Relais wird eingeschaltet. Das Relais schliesst den Stromkreis der Spule Ist, welche mit einem Kerne li versehen ist, der durch elektromagnetische Wirkung des Stromes in der Spule angezogen wird und auf den Arm der Klinke 4 aufschlägt, so dass diese sieh in der Richtung des Pfeiles dreht und den Ventilkegel j ! 6 freilässt. Unter der Wirkung der Feder 17 fällt der Kegel 16 auf den Sitz'des Ventils und sperrt den Zufluss der Flüssigkeit ab.
Durch die beschriebene Anordnung der Einrichtung, dass zuerst das Absperrorgan, dann die
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dass die zwischen beiden leitfähigen Flächen befindliche Flüssigkeit nach Absperren des Zuflusses aus der Armatur abfliessen kann, so dass der Stromkreis nicht ständig eingeschaltet bleibt.
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unversteuerten Spiritus ergibt.
Statt der bisherigen nur psychisch wirkenden Kontrolle, Unsicherheit vor Überraschung, wird durch die Einrichtung gemäss der Erfindung eine wirksame Abwehr gegen irgendwelchen Missbrauch
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Verhinderung des Einbringens von nicht destillierten alkoholhaltigen Flüssigkeiten in Spiritusrektifikationseinrichtungen, bei der die verschiedene elektrische Leitfähigkeit der destillierten und der nicht destillierten alkoholhaltigen Flüssigkeiten herangezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen zwei leitfähigen Flächen durchfliessende Flüssigkeit einen Stromkreis schliesst, der irgendein den Durchfluss durch die Einrichtung dicht abschliessendes Organ in Tätigkeit bringt.
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