CH193910A - Einrichtung zum Verhindern des Durchflusses von Flüssigkeit, die eine gewisse elektrische Leitfähigkeit überschreitet. - Google Patents
Einrichtung zum Verhindern des Durchflusses von Flüssigkeit, die eine gewisse elektrische Leitfähigkeit überschreitet.Info
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Description
Einrichtung zum Verhindern des Durchflusses von Flüssigkeit, die eine gewisse elektrische Leitfähigkeit überschreitet. In Ländern, in welchen die Spiritusher stellung besteuert wird, werden Apparate zum Destillieren von Maischen und gegärten Flüssigkeiten mit einem Messgefäss zum Messen durchgeflossener Mengen des Destil lates versehen, mit Hilfe welches Gefässes die entsprechende Spiritussteuer festgesetzt wer den kann. Das Destillat ist der sogenannte Rohsprit, welcher noch einmal destilliert bezw. rektifiziert werden muss, um sich zum Verkauf zu eignen. Dies wird in einem zwei ten Destillationsapparat durchgeführt, wel cher jedoch nicht für dickflüssige, sondern nur für dünnflüssige Flüssigkeiten einge richtet ist. Dieser Apparat hat kein Mess- gefäss, was Veranlassung zu unerlaubten Vla.nipulationengeben könnte, in dem Sinne, da.ss heimlich erzeugte und gefilterte, ge gärte Sprite, wie z. B. solche aus Obst, Me lasse, Zucker und dergl., entweder allein oder mit Rohspiritus vermischt, in diesen Ap parat eingegossen und in ihm, destilliert wer- den können. Der destillierte Spiritus geht dann nicht durch den Messapparat und ent geht dadurch der Versteuerung. Die Aufsieht über Rektifizierapparate ohne Messeinrichtung war bisher sehr schwie- rig und beschränkte sich auf unerwartete Re visionen. Diese Schwierigkeiten werden durch die Einrichtung gemäss der Erfindung beseitigt, welche auf der Erkenntnis beruht, dass der Rohspiritus, welcher eine Lösung von Spi ritus in destilliertem Wasser ist, Komponen ten enthält, welche beinahe elektrische Isola toren sind. Die Lösungen beider in beliebigen prozentualen Verhältnissen weisen grosse elek trische Widerstände von mehreren tausend Ohm auf. Die Maischen und gegärten Säfte aus Obst, Melasse, Zucker und dergl. bilden kom plizierte Mischungen von Spiritus, Wasser, Obst- und Mineralsäuren, organischen und mineralischen Salzen. Die Anwesenheit von Salzen und Säuren bei diesen Maischen und gegärten Säften verursacht eine gute Leit fähigkeit und einen kleinen Widerstand von nur einigen Ohm. Die Einrichtung gemäss der Erfindung be sitzt zwei in den Durchflussweg der Flüssig keit eingebaute Elektroden, welche in den elektrischen Steuerstromkreis einer Abschliess- vorrichtung für den Flüssigkeitskanal einge schaltet sind. Beim Durchfluss des Rohsprites reagiert diese Einrichtung nicht und bleibt offen. Bei Berührung mit Flüssigkeiten, die eine gewisse Leitfähigkeit überschreiten, wird sofort der Durchfluss verschlossen.. Auf der Zeichnung ist .im Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs, gegenstandes dargestellt. Die Flüssigkeit gelangt durch die Mün dung 1 in die Einrichtung, fliesst dann durch den Kanal 2. und durch die Ventilöffnung 3. Ein durch eine Feder 17 belasteter Ventil kegel 16 wird gehoben und mittelst einer Klinke 4 in gehobener Lage gehalten. Nach dem Durchgang durch die Ventilöffnung füllt die Flüssigkeit das Gefäss 5, das heraus nehmbar in der Einrichtung angeordnet ist v.nd. zum Auffangen einer Probe der :durch fliessenden Flüssigkeit dient. Nachdem die ses Gefäss angefüllt ist, fliesst die Flüs sigkeit in den Zwischenraum 6 hinunter, welcher durch zwei kegelförmige Elek troden 7 und 8 gebildet ist, welche aus leitfähigem Material (Metall) bestehen. Von hier fliesst die Flüssigkeit durch den untern ständig offenen Abflussstutzen 9 aus der Ein richtung in,den Destillationskessel. Überschüssige Flüssigkeit fliesst über den Rand des Kegels 7 in den Raum 10 und in den Abflussstutzen. Der innere Kegel $ ist von dem Kegel 7 und von .dem Gehäuse der Einrichtung elek trisch isoliert. Im plombierten, auf dem Ge häuse der Einrichtung angeordneten Gehäuse 11 ist eine Trockenbatterie 12 oder eine an dere Stromquelle eingeschlossen, welche zu sammen mit der Spule eines Relais 13, mit dem isolierten Kegel 8, dem Kegel 7 und dem Gehäuse der Einrichtung in einen Stromkreis geschaltet ist. Die beschriebene Einrichtung arbeitet in folgender Weise: Fliesst zwischen den beiden Kegeln 7 und 8 Rohsprit bezw. eine Rohspritlösung, wel che einen Widerstand von 500 bis 10 000 Ohm hat, so hält die Klinke 4 die Stange des Ventilkegels 16 in der gehobenen Lage und der Rohsprit fliesst frei durch .die Einrich tung in den Destillationskessel weiter. Wenn aber in die Einrichtung Maischen, gegärte Säfte oder Gemische von diesen mit Rohsprit eingegossen werden, so entsteht in folge des kleinen Widerstandes dieser Ge mische ein so grosser Strom im genannten Stromkreis, dass .das Relais 13 seinen Anker anzieht und dadurch den Stromkreis der Spule 14 schliesst. Diese ist mit einem Kerne 15 versehen, der durch elaktromagnetisehe Wirkung des Stromes in die Spule hinein gezogen wird und den Arm der Klinke -t hebt, so dass diese in .der Richtung des ein gezeichneten Pfeils aufwärtsschwingt und den Ventilkegel 16 freigibt. Unter der Wir .hungder Feder 17 fällt dann der Kegel 16 auf den Sitz des Ventils und sperrt den Zu fluss der Flüssigkeit ab. Die Verbindung zwischen den beiden Elektroden 7 und 8 wird nach Absperren der Flüssigkeit unter brochen, so dass der Strom nicht ständig fliesst. Schon bei 10%igen Fälschungen des Roh- sprites durch gegärte Säfte tritt die Einrich tung in Tätigkeit und verhindert so den all fälligen Missbrauch von Destillationsanlagen. Die Rektifizieranlagen können auch neben den mit dem Messgefäss versehenen Apparaten eingebaut werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Verhindern des Durch flusses von Flüssigkeit, .die eine gewisse elek trische Leitfähigkeit überschreitet, gekenn zeichnet durch zwei in den Durchflussweg der Flüssigkeit eingebaute Elektroden, wel che in den elektrischen Steuerstromkreis einer Abschliessvorrichtung für den Flüssigkeits kanal eingeschaltet sind. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gefäss für eine Flüssigkeitsprobe vorgesehen und so ge lagert ist, dass die durchfliessende Flüssig keit zuerst dieses Gefäss füllt, bevor sie zwischen die Elektroden gelangt. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Flüssigkeitskanal zuerst das Ab schliessorgan, dann die Elektroden und hinter diesen der stets offen bleibende Abfluss angeordnet sind, so dass auch bei geschlossenem Abschliessorgan die Flüssig keit zwischen den Elektroden abfliessen kann und dadurch der Stromkreis unter brochen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS193910X | 1936-01-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH193910A true CH193910A (de) | 1937-11-15 |
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ID=5450249
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|---|---|---|---|
| CH193910D CH193910A (de) | 1936-01-04 | 1937-01-04 | Einrichtung zum Verhindern des Durchflusses von Flüssigkeit, die eine gewisse elektrische Leitfähigkeit überschreitet. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH193910A (de) |
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1937
- 1937-01-04 CH CH193910D patent/CH193910A/de unknown
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