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Faltboot.
Gegenüber den bekannten Faltbooten, deren Gerippe hauptsächlich aus Holzteilen besteht, ist Gegenstand vorliegender Erfindung ein Faltboot, dessen Gerippe hauptsächlich aus Gurten besteht, während die wenigen Holzteile zusammenlegbar sind. Hiedurch werden folgende Vorteile erreicht :
Das Boot zerfällt beim Zerlegen nicht in viele Teile, welche, um wieder richtig zusammengesetzt werden zu können, entsprechend bezeichnet sein müssen, sondern es bleiben alle Holzteile mit Ausnahme des
Trittbrettes beim Zusammenfalten mit den Gurten verbunden, was ein rasches und sicheres Auseinanderfalten auch im Dunkeln gewährleistet ; die ganz beschränkte Verwendung von Holzteilen macht das Boot sehr leicht und auf einen ganz kleinen Umfang zusammenfaltbar) so dass es in einem Rucksack Platz hat ;
das Gesamtgewicht eines Einruderbootes beträgt etwa 8 kg, das eines Zweiruderbootes etwa 9 kg. Zum Zusammen-bzw. Auseinanderfalten des Bootes genügen 4-5 Minuten.
Das Wesentliche der Erfindung ist, dass das Bootsgerippe aus zwei gegenüberliegenden bogenförmigen, in mehrere Teile geteilten, an beiden Enden gegabelten Mngsstangen, deren Gabelenden im Vorder-und Hintersteven befestigt sind, von gleichfalls am Vorder-und Hintersteven befestigten Längsgurten und einer Anzahl zusammenlegbarer Querspanten und diese umfangenden Quergurten gebildet wird.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 stellt einen Abschnitt des erfindungsgemässen Bootes ohne Bootshaut in Seitenansicht dar, Fig. 2 eine Bootshälfte in Draufsicht, Fig. 3 den Steven mit den Gabelenden ; Fig. 4 zeigt die Rahmenspanten bei dem Vorder-und Hintersteven ; Fig. 5 den Rahmenspant rechts und links von der Bootsmitte ; die Fig. 6 und 6a zeigen das Zusammenfügen der Längsstangenteile in vergrössertem Massstabe ; Fig. 7 zeigt das Zusammenfügen der Mittelstüeke der Rahmen. Die Fig. 8, 8a und 8b veranschaulichen das Zusammenfügen der oberen Rippen.
Zwei Gabelstangen 1, la, vorzugsweise aus elastischem Holz, welche Bogenform aufweisen, sind mit ihren Enden, die vorzugsweise in flachen Metallhülsen stecken, in den Vorder-und Hintersteven bildenden Stützen 2 befestigt (Fig. 3). In den Stützen 2 sind für die Enden der Stangen 1, la Ausnehmungen 3 vorgesehen, in welche die Gabelenden eingeschoben und mittels Nieten 4 festgehalten werden. Die Gabelstangen sind je nach der Länge des Bootes in eine Anzahl von Teilstangen zerlegbar, deren Verbindung in der Weise erfolgt, dass in der Mitte des Querschnittes jedes Stangenteiles eine Ausnehmung 5, Ja vorgesehen ist. In der einen Ausnehmung 5 ist ein Haken 6 beweglich befestigt, während in der gegenüberliegenden Ausnehmung 5a ein Stift 7 vorgesehen ist, welchen der Haken 6 umfasst.
Eine durch Anschlag 8 und Feder 9 feststellbare Hülse 10 wird nach Einhacken des Hakens 6 über die zwei Stangenenden geschoben, wodurch deren starre Verbindung hergestellt wird (Fig. 6,6a). Diese Hakenverbindung kann jedoch auch unterbleiben, wenn je zwei Stangenteile an der Innenseite mit einem Riemen 25 verbunden werden. Diese Riemen dienen zugleich als Bezeichnung der Innenseite und ermöglichen hiedurch ein glattes Zusammenfügen der Stangenteile auch im Dunkeln. Je nach der Länge des Bootes sind an den Längsstangen 1, la in entsprechenden Zwischenräumen vier oder mehr zusammenlegbare Rahmenspanten 11, lla, 11b usw. mittels Ösen 12 beweglich befestigt.
Die Rahmenspanten, vorzugsweise aus Holz oder auch aus Leichtmetall, bestehen aus dem Mittelstück 13, welches zweiteilig ist, aus den mit diesem mittels Nieten beweglich verbundenen Seiten- stücken 14 a, und den an letzteren mittels Ösen allseits beweglich angebrachten Querstücken 15,
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stellung erfolgt wie bei den Längsstangenteilen 1, la mittels verschiebbarer und durch Anschlag und Feder feststellbarer Hülsen 13d (Fig. 7). An der unteren Seite der Querstücke M, 14a sind Ausbuchungen 16a vorgesehen oder mittels Ösen kleine Stücke 16 angehängt (Fig. 5). Der Rahmenspant
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so dass die Querspanten-M,. Ms steiler stehen und mit ihren Enden mittels Nieten mit der Mittel- stange 17 beweglich verbunden sind (Fig. 4).
Auf dem Bootsboden wird an entsprechender Stelle ein teilbares Trittbrett mit Sitz an den Rahmenspanten lösbar befestigt.
An den Vorder-und Hintersteven 2 sind Längsgurten 19, M a, 19b usw. angebracht, von denen ein Paar 19 oberhalb der Längsstangen 1, la läuft, die übrigen unterhalb dieser. Die Längsgurten sind an den Ecken der Querrahmen in geeigneter Weise befestigt mit Ausnahme des mittleren
Gurtes liez damit die Verschiebung der Hülsen 13d nicht behindert sei. Um die Längsgurten sind an der Unterseite der Rahmenspanten 11, lla, llb usw.
Quergurten 20, 20a, 20b usw. angebracht, welche gleichfalls an den Ecken der Rahmenspanten befestigt sind und sich über die Längsstangen gehend oben schliessen, mit Ausnahme der Rahmenspanten, welche wegen der Eintrittsöffnung oben frei bleiben müssen und wo die Quergurten an den Enden der Stücke 15, 15a aufhören. Die obersten Längsgurten 19 sind mit Schnallen 21 oder sonst geeigneten Spannvorrichtungen versehen, mittels welcher die nötige Spannung nach Aufziehen der Bootshaut erzielt und fixiert wird. Es erfolgt durch diese Vorrichtung gleichzeitig die Spannung auch der unteren Gurten.
Oberhalb des Sitzovals werden in die Bootshaut vier gebogene Rippen 22,22a, 22b, 22c ein- geschoben und vorzugsweise durch Einschieben ihrer mit umgefalzten Metallplättchen versehenen
Enden 23,23a in den Schlitz einer Hülse 24 verbunden.
Auf diese Weise bekommt man eine ovale Öffnung. Die Rippen liegen auf den Quergurten auf und auf dem Querschnitt a-b werden sie von den oberen Längsgurten 19 umfasst, so dass auch an dieser Stelle die Spannung der Bootshaut ermöglicht ist.
Die Bootshaut aus wasserundurchlässigem Material hat der Bootsform und Spannung entsprechenden Zuschnitt und Zusammenfügung.
Wenn die Bootshaut mit den Rippen 22 abgenommen und das Trittbrett herausgehoben ist. bleiben alle übrigen Bestandteile miteinander verbunden und werden nach Verschieben der Versteifungshülsen einfach zusammengelegt bzw. wenn das Boot gebrauchsfertig gemacht werden soll. wird das Ganze in der Längsrichtung auseinandergefaltet und es liegt dann schon jeder Teil an seiner Stelle ; es müssen nur die zwei Längsstangenhälften versteift, dann jede Hälfte in den zugehörigen Teil der Bootshaut geschoben, nachher alle übrigenTeile versteift, die oberen Längsgurten angespannt werden und nach Hineinlegen des Trittbrettes und Einschieben der Rippen in das Öffnungsoval ist das Boot gebrauchsfertig. Das Zusammenlegen der Rahmenspanten ist in strichlierten Linien in den Fig. 4 und 5 ersichtlich gemacht.
Es ist selbstverständlich, dass die Ausführung in Einzelheiten von der beschriebenen Ausführungsform abweichen kann, ohne dass hiedurch der Rahmen der Erfindung überschritten würde.
Vorrichtungen für Segel oder einen Motor können in bekannter Weise angebracht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Faltboot, gekennzeichnet dadurch, dass das Bootsgerippe aus zwei gegenüberliegenden, bogenförmigen, in mehrere Teile geteilten, an beiden Enden gegabelten Längsstangen (1, la), deren Gabelenden im Vorder-und Hintersteven befestigt sind, aus gleichfalls im Vorder-und Hintersteven befestigten Längsgurten (19, 19a, 19b usw.), sowie aus einer Anzahl zusammenlegbarer Rahmenspanten dz und diese umfangenden Quergurten (20, 20a, 20b usw.) besteht.