AT151926B - Verfahren zur Herstellung von für Sicherheitsglas geeigneten Zwischenlagenblättern aus mit Plastifikatoren versehenen Zellulosederivaten, insbesondere Zelluloid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von für Sicherheitsglas geeigneten Zwischenlagenblättern aus mit Plastifikatoren versehenen Zellulosederivaten, insbesondere Zelluloid.

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AT151926B
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  Verfahren zur Herstellung von für   Sicherheitsglas   geeigneten   Zwisehenlagenblättern   aus mit
Plastifikatoren versehenen Zellulosederivaten, insbesondere Zelluloid. 
 EMI1.1 
 

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 Sicherheitsglas geeignet sind, wobei die   Blätter im wesentlichen   frei sind von irgendwelchen äusserlichen Fehlern und trotzdem in kürzerer Zeit und in wirksamerer Weise hergestellt werden können, als dies bisher der Fall war. 



   Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, dass plastische Kolloide, wie z. B. ein Zelluloidgemenge, in teigartigem Zustande durch eine entsprechend geformte Öffnung ausgepresst werden können. um so unmittelbar Gegenstände von gewünschter Grösse und Form zu erzeugen, worauf der Überschuss an Lösungsmitteln entfernt wird, um ein fertiges Produkt mit den gewünschten Eigenschaften zu erhalten. 



   So wird die plastische Masse bei Herstellung von Blättern für die Erzeugung von Sicherheitsglas durch eine Öffnung ausgepresst, die ein Blatt erzeugt. Hiedurch wird das Auftreten von fehlerhaften
Stellen, das sich bei der Anwendung von   Blätterschneidemaschinen   einstellt, vermieden. 



   Vorteilhafterweise wird die plastische Masse unmittelbar in ein wässeriges Bad ausgepresst, in welchem die im Kolloid enthaltenen Lösungsmittel   löslich   sind, wie dies im Patent Nr.   136991   beschieben ist. 



   Es ist wünschenswert, dass das Bad ein die Trübung bzw. Verfärbung der Masse verhinderndes Mittel enthält, so dass beim Entfernen der Lösungsmittel aus der plastischen Masse diese nicht opak wird, was in Ermanglung derselben leicht möglich ist. Solche Mittel, die zur Anwendung beim vorliegenden Verfahren geeignet sind, sind ein oder mehrere Lösungsmittel für die plastische Masse, wie z. B. ein Salz oder Zucker. In erster Linie werden die erwähnten Mittel zwecks Verhinderung der   Verfärbung   angewendet, wobei es vorteilhaft ist, allmählich die Konzentration des Mittels im Bade zu verringern, um die Entfernung der Lösungsmittel aus der kolloidalen Masse zu fördern. Dies kann leicht dadurch bewirkt werden, dass dem Bade allmählich Wasser zugesetzt wird. 



   Falls Zelluloid verarbeitet wird, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dem Behandlungsbade etwa 20-40% Alkohol zuzusetzen und dieses Gemenge hierauf allmählich durch Wasser zu ersetzen.   1'27 in/li   dicke Zelluloidblätter können, wie sich gezeigt   hat ; in 5   Stunden   vollständig "getrocknet" werden,   ohne dass Verfärbung oder Trübung einsetzt. Überdies werden hiedurch Produkte von gleichmässigem Gefüge gewonnen, die frei von Staub sind, sich nicht einrollen oder verdrehen und keine Messerspuren zeigen. 



   Beim Auspressen der plastischen Masse kann irgendeiner der   üblichen   Auspressapparate ver-   wendet werden. Wenn das restliche Losungsmittel entfernt ist, werden die Blätter aus dem Bade heraus-   genommen und von der auf der Oberfläche haftenden Flüssigkeit befreit, worauf sie sofort verwendet oder noch irgendeiner Fertigstellung unterzogen werden können. 



   Es ist klar, dass diese Erfindung für zelluloseartige plastische Massen im allgemeinen und insbesondere für Massen aus Zellulosenitrat brauchbar ist. Die Erfindung kann in gleicher Weise auf die Behandlung von plastischen Massen aus Zelluloseazetaten oder andern Zelluloseestern, aber auch für solche aus   Zelluloseäthern,   wie Äthylzellulose, Anwendung finden. 



   Von den eingangs erwähnten Verfahren nach Bonwitt ist das vorliegende Verfahren zunächst dadurch verschieden, dass direkt Blätter erhalten werden, die für die Sicherheitsglasherstellung verwendet werden können. Überdies ist bei jenem Verfahren nicht der Vorteil erkannt worden, dass noch   Lösungsmittelreste   enthaltende Zellulosederivate direkt in   ein wässeriges Behandlungsbad ausge-   presst werden können, so dass durch einen einzigen Verfahrensschritt vollständig durchsichtige, widerstandsfähige Blätter gewonnen werden. 



   Bei dem bei Halama beschriebenen Verfahren handelt es sich zunächst um koagulierend wirkende Bäder, die eine chemische Änderung der Zellulose bewirken sollen ; im vorliegenden Fall werden durch das Bad nur   Lösungsmittelreste   entfernt. Ferner betrifft dieses bekannte Verfahren nicht wie vorliegende Erfindung thermoplastische Materialien. Gemäss dem vorliegenden Verfahren wird eine zusammenhängende plastische Masse benutzt, in welcher ein gewisser Anteil an Lösungsmitteln vorhanden ist, der aber so klein ist, dass irgendein gefälltes Zellulosederivat nicht wieder gelöst oder wieder in kolloiden Zustand übergeführt werden kann. Bei der Herstellung   künstlicher   Seide bzw.

   Filme hingegen, wie sie Halama erwähnt, wird eine Lösung verwendet, die einen sehr grossen Gehalt an Lösungsmitteln hat, so dass, wenn in den Anfangsstadien des Verfahrens irgendeine Neigung zur Ausfällung des gelösten Zellulosederivates besteht, sie durch die Gegenwart eines Überschusses von Lösungsmitteln   überwunden   wird, der das Zellulosederivat wieder in Lösung bringt oder wieder in den kolloiden Zustand überführt. 



   Bei diesem bekannten Verfahren ist eine nachfolgende Trocknung und Entfernung des in grosser Menge vorliegenden Lösungsmittels nicht zu umgehen. 



   Die Produkte nach Halama werden z. B. als Umhüllungsmaterial verwendet, sind sehr dünn und bestehen praktisch nur aus regenerierter Zellulose ohne Plastifikatoren. Sie können nicht als Zwischenschicht für Sicherheitsglas verwendet werden. Die vorliegenden Produkte sind beträchtlich dicker, enthalten ausser   Zellulose derivaten Plastifikatoren,   die mit den erstgenannten ein kolloidales
System bilden, das ausgesprochen Hafteigenschaften aufweist. 



   Der verhältnismässig geringe Gehalt an Lösungsmitteln in der plastischen Masse, die beim vorliegenden Verfahren verwendet wird, muss entfernt werden, bevor das Produkt für den Gebrauch ge- 

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 eignet ist. Es ist deshalb ausserordentlich vorteilhaft, wenn beim Auspressverfahren zur Erzeugung plastischer Blätter das Mittel zur Entfernung des Lösungsmittels so wirkt, dass es die Fällung hintanhält. 



   Von dem Verfahren nach der genannten britischen Patentschrift unterscheidet sich vorliegendes Verfahren grundlegend schon dadurch, dass das bekannte Verfahren mit Lösungen des Ausgangsmaterials arbeitet, während nach dem Verfahren gemäss der Erfindung die nur mehr in Spuren vorhandenen Reste des Lösungsmittels entfernt werden. Ferner strebt das bekannte Verfahren eine Koagulation an, die nach dem vorliegenden Verfahren unbedingt vermieden werden muss. Schliesslich bedarf das bekannte Verfahren einer gesonderten Nachbehandlung zur Trocknung, während erfindungsgemäss sofort verarbeitbare Produkte erhalten werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von für Sicherheitsglas geeigneten Zwisehenlagenblättern aus mit Plastifikatoren versehenen Zellulosederivaten, insbesondere Zelluloid, dadurch gekennzeichnet, dass das im kolloidalen Zustand befindliche, nur Lösungsmittelreste aufweisende Material durch einen formgebenden Spalt zwecks Entfernung der Lösungsmittelreste unmittelbar in ein wässeriges Behand- lungsbad ausgepresst wird, das ein oder mehrere Mittel enthält, die die Fällung des Zellulosematerials verhindern, wie z. B. ein oder mehrere Lösungsmittel für das Material.
AT151926D 1930-03-04 1931-03-03 Verfahren zur Herstellung von für Sicherheitsglas geeigneten Zwischenlagenblättern aus mit Plastifikatoren versehenen Zellulosederivaten, insbesondere Zelluloid. AT151926B (de)

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