CH161369A - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus plastischen, ein Zellulosederivat enthaltenden Massen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus plastischen, ein Zellulosederivat enthaltenden Massen.Info
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Description
Verfahren zur ]Herstellung von Gegenständen aus plastischen, ein Zellulosederivat enthaltenden Massen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Gegen ständen aus plastischen, ein Zellulosederivat enthaltenden Massen. Im besonderen bezieht sich die Erfinduno- auf die Herstellung von Scheiben oder Blättern aus plastischen Mas sen nach obigem<B>Typ,</B> welche Scheiben bezw. Blätter sich zum Gebrauch bei der Herstel- lun-- von Sicherheitsglas eignen.
Bei der Zubereitung von plastischen Zel- hilosekolloiden, wie Zelluloid, vulkanisierter Faser ete., werden die angewandten Materia lien mit einem geeigneten Lösemittel und einem plastizierenden Agens gemischt und wird dann die Masse in den gewünschten Zustand aufgearbeitet. Alsdann ist es er forderlich, in der Hauptsache alles erforder liche Lösemittel zu entfernen, um aus dem Material einen fertigen Gegenstand zu be reiten.
In manchen Fällen wird die Ent fernung des oder der Lösemittel in mehreren Stufen vorgenommen, welche die Arbeitszeit des Verfahrens verlängern und erhebliche Kosten verursaclien. So werden plastische, Nitrozellulose enthaltende Massen, wie Zel luloid, gewöhnlich zubereitet, indem man Kollodium, ein plastizierendes Agens, wie Kampfer, und ein Lösemittel, wie Alkohol, Aceton, eine Mischung von Äther und<B>Al-</B> kohol ete. verarbeitet, den Überschuss an Löse mittel entfernt, den Gegenstand in einen Block oder eine Masse von besonderer Form formt und den fertigen Gegenstand altert, um das restierende Lösemittel zu entfernen.
Zur Bildung von Scheiben oder Blättern von plastischen Massen dieser Art wird der Ma terialblock in Scheiben oder Blätter vo; der gewünschten Grösse und Dicke geschnitten, worauf diese gealtert werden. Beim Altern von plastischen Massen, welche Nitro-Baum- wolle enthalten, besonders Zellttloidblätiern, werden die Erzeugnisse allgemein während einer relativ langen Zeitdauer, zum Beispiel <B>1</B> bis<B>3</B> Woohen, einer Trockenatmosphäre ausgesetzt. Diese Lufttrocknung ist von zahlreichen Nachteilen begleitet, besonders im Falle von Zelluloidblättern, die bei der Herstellung von Sicherheitsglas verwendet werden.
Auf den diesem Verfahren unter worfenen, plastischen Massen lagert sieh eine verhältnismässig grosse Menge atmosphärischer Staub ab -und werden diese Fremdkörper während dem Trockenvorgang zu einem in- teo-rierenden Teil des Produktes. Ferner vor- liert die plastische Masse infolge Einsatz härtung ihre Homogenität, und da diese Blätter sehr dünn sind, tendieren sie während der Behandlung, zu kräuseln und sich züi verziehen, was vor deren Benutzung eine weitere Behandlung erforderlich macht.
Schliesslich entstehen beim Schneiden der Scheiben oder Blätter vom Materialblock mittelst einer Blattschlieidemaschine auf den Flächen der Blätter Kratz- oder Schnittspii- ren vom Messer. Diese Fehler müssen ent fernt werden, bevor ein einwandfreies Sicher- heitsschichto-las entsteht, und es ist üblich, die Blätter einer speziellen Heiz- und Press- operation zu unterwerfen, um diese Messer spuren auszumerzen, bevor das plastische Blatt zwischen die Tafeln des Sicherheitsglasuebil- des eingesetzt wird.
Diese zum Polieren der Oberflächen äer Blätter vorgenommene Heiz- und Pressoperation tendiert, die Blätter zu härten, und bewirkt, dass sieh die plastische Masse durch das Sonnenlicht leichter ent färbt, als es der Fall ist, wenn die Blätter dem speziellen Heiz- und Pressverfahren nicht unterworfen werden.
Zweck der Erfindung ist nun, Gegen stände, namentlich Scheiben und Blätter, aus plastischer, ein Zellulosederivat enthaltender Masse in einer zum Gebrauch bei der Her stellung von Sicherheitsglas geeigneten Form herzustellen, welche Gegenstände so gut wie frei von äusserlichen Fehlern irgend welcher Art sind und schneller und wirksamer er zeugt werden können als bisher.
Die Erfindung stützt sich auf die Be obachtung, dass plastische Kolloide, wie zum ZD Beispiel ein Zelluloidgemisch, in seinem teig- artigen Zustand, durch eine zur direkten Bildunc von Geoenständen gevAnschter Grösse und Gestalt entsprechend geformte Öffnung ausgestossen werden können, worauf das überschüssige Lösemittel entfernt -wird, um ein fertiges Produkt mit. den gewünsch ten Eigenschaften zu erhalten.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her stellung von Gegenständen aus plastischen, ein Zellulosederivat enthaltenden Massen zeich net sich durch das Ausstossen der plastischen Massen durch eine passend geformte Öffnung aus, um dem Material die gewünschte Form zu geben. So wird bei der Präparation von zum Gebrauche bei der Herstellung von Sicher heitsglas geeigneten plastischen Blättern oder Scheiben die plastische Masse durch eine blattformende Öffnung ausgestossen, wodurch die bei der Anwendung von Blattschneide- maschinen auftretenden Fehler vermieden werden.
Zweckmässig wird die plastische Masse direkt in ein wässeriges Vollendungsbad aus gestossen, in welchem die Lösungsmittel im Kolloid löslich sind.
Es ist erwünscht, dass das Bad ein dem Verfärben entzezenwirkendes Agens enthält, so dass bei der Entfernung der Lösungsmittel aus den plastischen Massen, die-zellulosische, plastische Masse nicht. undurchsichtig wird, wie es häufig der Fall ist, wenn plastische Massen in Wasserbäder getaucht werden, weiche keine Agentien gegen Verfärbung, die man als eine Art Fällung ansieht, ent halten. Solche beim, vorliegenden Verfah ren geeignete Agentien sind ein oder mehrere der Lösemittel für die plastische Masse, Salz oder Zucker.
Es ist einleuchtend, dass Löse mittel für die -plastische Masse der bevor zugte<B>Typ</B> eines der Verfärbung entgegen wirkenden Agens sind, und es ist vorteil haft, darauf die Konzentration dieses Agens im Bad allmählich zu reduzieren, um die Entfernung der Lösemittel aus der kolloida len Masse zu unterstützen, Dies kann durch allmählichen Zusatz von Wasser zum Bad bewirkt werden. Im Falle von Zelluloid ist es als vor teilhaft gefunden worden, zum Beispiel 20 bis 40% Alkohol dem Behandlungsbad zu zufügen und ihn darauf durch Wasser zu er setzen. Zelluloidblätter von<B>1,27</B> mm sind in fünf Stunden ohne jede Verfärbung, als vollständig gealtert befunden worden.
Zu dem ergibt dieser Alterungsprozess Produkte von homogenem Gefüge, welche frei von Staub, von Kräuselungen, Verziehungen und Nesserspuren sind.
Zum Ausstossen der plastischen, ein Zel- Julosederivat enthaltenden Masse kann jede übliche Austossmaschine verwendet werden. W'enn das rückständige Lösemittel entfernt worden ist, werden die Blätter, Scheiben oder andern Geo-enstände aus dem Bad heraus- n ,genommen und von Oberflächenflüssigkeit befreit, worauf sie unmittelbar benutzt oder <B>je</B> nach Wunsch, noch einem Vervollkomm- nungsprozess -unterworfen werden können.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist auf plastische, ein Zelltilosederivat, einschliess lich Nitrozellulose, enthaltende Massen an wendbar. Es ist somit ebensogut auf die Be handlung von plastischem Zelluloseacetat und andern plastischen Massen aus Zellulose- estern, als auch auf jene von plastischen Massen aus Zell-Liloseäthern, wie solche die Athylzellulose enthalten, anwendbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gegen ständen ans plastischen, ein Zellulosederivat enthaltenden Massen, dadurch gekennzeich net., dass man die plastische Masse durch eine Offnuno- ausstösst, welche die dem ge wünschten Ge-enstand entsprechende Form besitzt. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die plastische Masse unmittelbar in ein wässeriges Bad zur Entfernung von in der Masse enthal tenen Lösemitteln ausstösst.<I>2.</I> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Bad mindestens ein Agens gegen kD Verfärbung enthält. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen<B>1</B> und 9., dadurch<B>ge-</B> kennzeichnet, dass das genannte Agens in einem erheblichen Betrag mindestens in einem Lösemittel für die plastische Masse besteht. 4.Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Konzentration des genannten Agens im wässerigen Bad nach dem Ausstossen der plastiselien Masse in dasselbe allmählich reduziert wird. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die plastische Masse durch eine blattformende Öffnung von solcher Form und Dimensionierung aus gestossen wird, dass Blätter von gewünsch ter Dicke zum Gebrauch bei der Herstel lung von Sicherheitsglas aus der plastischen Masse erzeugt werden.<B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass eine plastische, Nitrozellulose ent haltende Masse direkt durch eine blatt formende Öffnung in der Form eines Blat- fes von<B>1,27</B> mm Dicke in ein wässeriges, 20 bis 40<B>%</B> Alkohol enthaltendes Bad ausgestoss'en und hierauf die Konzentra tion des Alkohols allmählich reduziert wird.
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