AT151957B - Verfahren zur Darstellung von Wismutverbindungen von Arsenobenzolderivaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Wismutverbindungen von Arsenobenzolderivaten.

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AT151957B
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  Verfahren zur Darstellung von Wismutverbindungen von Arsenobenzolderivaten. 



   Es ist bekannt, therapeutisch wertvolle, gegen Syphilisspiroehaeten wirksame komplexe Ver- bindungen des Wismuts mit Arsenobenzolderivaten durch Umsetzung von Arsenobenzolderivaten in wässeriger Lösung mit anorganischen Wismutsalzen bei schwach saurer Reaktion oder mit Wismut- verbindungen, die in Wasser ohne hydrolytische Spaltung löslich sind, herzustellen (s. deutsche Pa-   I tentschrift Nr. 414799).   



   Es wurde nun gefunden, dass man besonders wertvolle therapeutische Verbindungen erhält, wenn man als Ausgangsstoffe für die Umsetzung Arsenobenzolderivate verwendet, die durch Glykol- säure substituiert sind. Die so erhältlichen neuen Verbindungen zeichnen sich durch hohe Verträglich- keit, verbunden mit guter Wirkung gegen Spirochaetenerkrankungen aus. So zeigen z. B. die nach den Ausführungsbeispielen hergestellten Wismutverbindungen bei Kaninchen-Syphilis sämtlich einen chemotherapeutischen Index, der günstiger ist als 1 : 50 und der die bei den bisher bekannten wismut- haltigen Arsenobenzolderivaten festgestellten Indices erheblich übertrifft. Auch sind die neuen Produkte imstande, solche Tiere, die mit arsenfesten Trypanosomenstämmen oder mit Trypanosoma Congolense infiziert sind, zu heilen, was bisher mit Hilfe von Wismutverbindungen nicht möglich war.

   Die Wismut- verbindungen sind gelbliche bis bräunlich-gelbliche Pulver, die sich in Wasser nicht lösen und beim
Erhitzen verkohlen, ohne zu schmelzen ; sie werden am besten in öliger Suspension intramuskulär angewandt. Die als Ausgangsmaterial dienenden, durch Glykolsäure substituierten Arsenobenzol- derivate können beispielsweise nach den in den Patentschriften Nr.   140 748   und 145 824 beschriebenen
Verfahren hergestellt werden. 



   Beispiel 1 :   13'3 g Natriumsalz   des   4-0xy-2'-carboxymethoxy-3.     4'-bis-[acetamino]-arseno-   benzols bzw.   3-0xy-2'carboxymethoxy-4. 4'-bis- [acetamino]-arsenobenzols   (hergestellt nach Beispiel 6 der Patentschrift Nr. 140 748) werden in 200 cm3 Wasser gelöst. Zu der klaren Lösung tropft man unter lebhaftem Rühren eine Lösung von   12 g   Wismutnitrat in 12 cm3 Glycerin und 24 cm3 Wasser und neu- tralisiert mit etwa 18   CM3 2 n-Natronlauge.   Die sich hiebei abscheidende Wismutverbindung bildet einen gelbgefärbten Brei, der durch Einrühren in 10 cm3 Alkohol, Absaugen und Waschen mit Alkohol und Äther gereinigt wird. 



   Die getrocknete Verbindung ist ein   bräunlichgelbes   Pulver, das in Wasser unlöslich, in Alkalien löslich ist und der aller Wahrscheinlichkeit nach folgende Formel zukommt : 
 EMI1.1 
 Aus der Lösung in Natronlauge kann das Natriumsalz mit Alkohol oder Äther ausgefällt werden. 



   Beispiel 2 :   7-89 Natriumsalz   der nach Beispiel 1 der Patentschrift Nr. 145824 hergestellten Arsenoverbindung werden in 100 cm3 Wasser gelöst. Zu der Lösung tropft man unter Rühren eine Lösung von 6   g   Wismutnitrat und 10   g   Mannit in 50 cm3 Wasser, wobei man mit etwa 9   cm3 2   n-Natronlauge neutralisiert. Es entsteht ein gallertartiger Niederschlag, der in 700 cm3 Alkohol eingerührt, 

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 abgesaugt und mit Alkohol ausgewaschen wird. Man erhält so die Wismutverbindung als gelbes, in Wasser unlösliches Pulver. 



   Beispiel 3 : 6'8 g Natriumsalz des   2-Carboxymethoxy-l-methyl-2'-methylolarsenobenzimid-   azols-(5. 5') [hergestellt nach Beispiel 6 der Patentschrift Nr. 145 824] werden in 250   cm3   Wasser gelöst. Zu der Lösung lässt man eine Lösung von 3'94 g Wismuttriehlorid in 50 em3 gesättigter Natrium- 
 EMI2.1 
 stehende gallertartige Abscheidung wird in   l'5l   Methylalkohol eingerührt, der Niederschlag abgesaugt und getrocknet. Nach dem Trocknen wird die als gelbes Pulver erhaltene Wismutverbindung mit Wasser angerieben,   bis. zum gänzlichen Verschwinden   der Chlorionen mit Wasser ausgewaschen und nochmals   getrocknet   ; sie gleicht in ihren Eigenschaften der im vorhergehenden Beispiel beschriebenen Wismutverbindung. 



   Beispiel 4 :   5#3 g   g Natriumsalz des 3. 3'-Dioxy-4. 4'-bis-[carboxymethoxy]-arsenobenzols {hergestellt durch Verseifung von 3.4-Dioxybenzoldiäthylcarbaminsäureester-arsinsäure-(1) [s. deutsche Patentschrift Nr. 559 733] in Gegenwart von Chloressigsäure und Reduktion der hiebei entstehenden   3-0xy-4-phenoxyessigsäurearsinsäure- (1)   zur Arsenobenzolverbindung} werden, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben, in Wasser gelöst und mit   4'8   g Wismutnitrat umgesetzt. Die so erhaltene Wismutverbindung ist ein gelbes, in Wasser unlösliches Pulver. 



   In gleicher Weise können auch die in den übrigen Beispielen der in der Beschreibungseinleitung angeführten Patentschriften beschriebenen Arsenoverbindungen in komplexe Wismutverbindungen   überführt   werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Wismutverbindungen von Arsenobenzolderivaten durch Umsetzung letzterer in wässeriger Lösung mit anorganischen Wismutsalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Glykolsäure substituierte Arsenobenzolderivate als Ausgangsstoffe verwendet.
AT151957D 1931-06-10 1932-05-25 Verfahren zur Darstellung von Wismutverbindungen von Arsenobenzolderivaten. AT151957B (de)

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