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Alarmvorrichtung zur Sicherung von ortsbeweglichen Gegenständen, insbesondere von Fahrrädern gegen Diebstahl.
Die bekannten Sicherheitsschlösser für Fahrräder, welche den Zweck haben, das Rad gegen
Drehung zu sperren, gewähren keine volle Sicherheit gegen Diebstahl, da das Fahrrad im gesperrten
Zustande weggetragen oder auf einem andern Fahrzeug weggeführt werden kann ; ausserdem können sie in der Regel durch teilweise Zerstörung verhältnismässig leicht unwirksam gemacht werden.
Um das Fahrrad auch gegen Wegtragen zu schützen, ist bereits vorgeschlagen worden, in einem mit dem Fahrrad fest verbundenen Gehäuse eine in einen wirksamen und einen unwirksamen Zustand einstellbare Alarmvorrichtung unterzubringen, die durch einen beweglichen, bei Lagen- änderungen des Fahrrades durch die Schwerkraft zur Wirkung gelangenden Schaltkörper in Tätigkeit gesetzt wird. Die bisherigen Einrichtungen dieser Art haben den Nachteil, dass sie nur bei bestimmten Lagenänderungen zur Wirkung kommen oder dass sie schon bei zufälligen Erschütterungen oder solchen Lagenänderungen, die beim Abstellen des Fahrrades, insbesondere auf geneigtem Boden, unvermeidlich sind, ansprechen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Alarmvorrichtung zur Sicherung von ortsbeweglichen Gegenständen, insbesondere von Fahrrädern, gegen Diebstahl, welche die Nachteile der bekannten Einrichtungen vermeidet. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass in einem Gehäuse mehrere, miteinander einen vorzugsweise rechten Winkel einschliessende Führungen für einen oder mehrere Schaltkörper vorgesehen sind, von denen bei beliebig gerichteten Lagenänderungen des Gegenstandes mindestens eine als Bahn für den das Alarmsignal auslösenden Schaltkörper dient.
Die Erfindung gewährt gegenüber den bekannten Einrichtungen den Vorteil, dass die Alarmvorrichtung nur bei solchen Lagenänderungen anspricht, die bei dem Versuche einer unbefugten Benutzung des zu schützenden Gegenstandes unvermeidlich sind, bei allen andern Lagenänderungen jedoch, die der Benutzer selbst beim oder nach dem Abstellen des Gegenstandes vorzunehmen hat, oder bei zufälligen Erschütterungen unwirksam bleibt.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Alarmvorrichtung für ein Fahrrad veranschaulicht, u zw. zeigt Fig. 1 die erfindungsgemässe Einrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel in Draufsicht, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1, Fig. 3 veranschaulicht das Schaltschema und Fig. 4 die Anordnung der Einrichtung an einem Fahrrad.
Die Einrichtung ist in einem Gehäuse a untergebracht, das an einer geeigneten Stelle des Fahrradgestelles, z. B. unterhalb des Sattels (Fig. 4) so befestigt ist, dass sein Boden a'bei abgestelltem Fahrrad annähernd waagrecht liegt (Fig. 2). An dem Gehäuse a ist die übliche Sicherheitseinrichtung zur Sperrung des Rades gegen Drehung befestigt. Sie besteht z. B. aus einer Kette b, die durch ein an einer Seitenwand des Gehäuses vorgesehenes und mittels eines (nicht dargestellten) Schlüssels zu betätigendes Schloss c in der üblichen Weise in der Sperrlage gesichert wird.
Die Alarmvorrichtung besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem in den Stromkreis einer Batterie f eingeschalteten elektrischen Läutewerk g bekannter Art, einer bei Lagen- änderungen des Fahrrades zur Wirkung gelangenden Schaltvorriehtung h und einer Hilfssehaltvorrichtung i. Letztere ist bei geschlossenem Gehäuse a mittels des das Sicherheitsschloss betätigenden Schlüssels ein-und aussehaltbar. Sie hat den Zweck, den Stromkreis der Alarmvorrichtung während der normalen Benutzung des Fahrrades unterbrochen zu halten.
Die bei Lagenänderungen des Fahrrades den Stromkreis der Alarmvorriehtung schliessende Schaltvorrichtung h besteht aus mehreren, beispielsweise vier von einem gemeinsamen Mittelpunkte
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aus radial verlaufenden Führungsrinnen 2-5 aus Metall, in denen je eine Metallkugel '-. ?'frei beweglieh ist. Die Rinnen sind an einer zentralen Hülse 6 befestigt und stromführend miteinander verbunden. Sie sind in zwei zueinander senkrechten Richtungen angeordnet, die Rinnen l )' verlaufen in der Längsrichtung des Fahrrades und die Rinnen 4, 5 in dessen Querrichtung. Sie sind, wie die Fig. 2 erkennen lässt, von innen nach aussen um einen kleinen Winkel (etwa 10-18 nach oben geneigt.
Bei horizontal liegendem Gehäuse a befinden sich alle vier Kugeln an den inneren Enden der Laufrinnen und legen sich hiebei gegen die Hülse 6 an. Wird nun das Gehäuse a nach irgendeiner Richtung um einen grösseren Winkel geneigt, als dem Neigungswinkel der Fiihrungsrinnen gegen die Horizontale entspricht, so läuft die Kugel jener Rinne, deren freies Ende tiefer liegt als ihr inneres Ende, auf dem als schiefe Ebene wirkenden Boden dieser Rinne radial nach aussen. Die Laufrinnen sind an ihren äusseren stirnseitigen Enden offen, ihre Seitenwände 7 sind an ihren äusseren Enden bei 7'ein wenig nach innen abgebogen, so dass die nach aussen geschleuderte Kugel aus der geneigten Rinne nicht vollständig herausfallen kann.
Der Boden ist etwas kürzer als die Seitenwände der Rinne, so dass am Ende der Rinne bodenseitig eine Ausnehmung 6"gebildet wird. Das äussere Ende des Rinnenbodens ist ferner ein wenig nach unten abgeschrägt.
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u. zw. ist jeder Rinne 2-5 ein solcher Winkelhebel zugeordnet. Die Hebel 8-11 sind gleichfalls stromführend miteinander verbunden und bei 12 an Lagerlasellen 1. 3 angelenkt, die auf einer am Boden a'des Gehäuses a angeordneten Isolierplatte 14 befestigt sind. In der einen in Fig. 2 mit strichlierten Linien angedeuteten Endstellung nehmen die Hebel 8-11 eine solche Lage ein, dass die oberen Enden der Hebel unterhalb der Ausnehmung 6"der Rinnen liegen. An einer geeigneten Stelle, z.
B. unterhalb des Hebels 8, ist auf der Isolierplatte 14 ein in den Stromkreis der Alarmvorrichtung eingeschalteter Kontaktstreifen 15 vorgesehen, auf welchem der Hebel 8 in der unteren Endstellung aufliegt. In der andern, mit vollen Linien gezeichneten Endstellung sind die Hebel angehoben und ragen mit ihren oberen Enden durch die Ausnehmungen 6"in die stirnseitig offenen Fiihrungsrinnen 2-5 hinein.
Von dem Kontaktstreifen 15 führt ein Draht 16 zu dem einen Pol der Batterie, der andere Batteriepol ist über die Wicklung 17 des Läutewerkes, den Anker 18 und eine Leitung 19 an die Führungsrinne 2 angeschlossen.
Bei normaler Benutzung des Fahrrades befinden sich sämtliche Winkelhebel 8-11 in der angehobenen Stellung, wobei der Hebel 8 nicht auf dem Kontaktstreifen. M liegt und der Stromkreis der Alarmvorrichtung daher an dieser Stelle unterbrochen ist. Der Stromkreis ist somit, solange sich die Kugeln am inneren Ende der Rinnen 2--5 befinden, an zwei Stellen unterbrochen, da bei dieser Lage der Teile weder eine Verbindung der Rinnen s-o mit den Hebeln 8-11 noch eine Verbindung der letzteren mit dem Kontaktstreifen 15 besteht.
Wird nun bei der normalen Benutzung des Fahrrades dieses nach irgendeiner Richtung geneigt, so werden wohl eine oder mehrere Kugeln in den Rinnen nach aussen laufen und sieh gegen das obere Ende der entsprechenden Winkelhebel anlegen und dadurch eine stromführende Verbindung zwischen den Rinnen und den Winkelhebeln herstellen, der Stromkreis bleibt jedoch, solange sich die Winkelhebel in der angehobenen Stellung befinden, weiter unterbrochen.
Wird hingegen die Hilfsselialtvorrichtung i, also das System der Winkelhebel 8-11, in die strichlierte Lage gebracht, so wird hiedurch die Hilfsschaltvorrichtung an den Kontaktstreifen jf. ? angeschlossen, der Stromkreis wird jedoch erst geschlossen, bis eine oder mehrere Kugeln an das äussere Ende der entsprechenden Rinnen laufen und sich an die diesen Rinnen zugeordneten Winkelhebel
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ein anderes Fahrzeug aufzuladen.
Zur Betätigung der Hilfsschaltvorriehtung i dient die im folgenden beschriebene Einrichtung :
In der Hülse 6 ist ein Stift 20 aus Isoliermaterial verschiebbar, der unter der Wirkung einer Feder 21 steht, welche das Bestreben hat, ihn nach oben zu drücken. Wird der Stift gegen die Wirkung dieser Feder nach unten verschoben, so wirkt er mit seinem unteren Ende 22 gleichzeitig auf die inneren Enden 8'-11'der vier Hebel 8-11 ein und verschwenkt sie dadurch in die Stromunterbreehungsstellung.
Wird der Stift wieder losgelassen, so schnellt er durch die Wirkung der Feder 21 wieder nach oben und die Winkelhebel 8-11 gelangen durch ihr Eigengewicht oder durch Federwirkung in die Stromsehliessstellung. Die Betätigung der Hilfssehaltvorriehtung erfolgt vorzugsweise durch die Betätigung des die Kette b od. dgl. sichernden Schlosses, indem beim Verdrehen des Schlüssels im Sinne der Schliessbewegung ein Riegel 20'verschoben wird, der ein den Stift 20 betätigendes Organ zur Wirkung bringt. Dieses besteht aus einem zweiarmigen Hebel 2. 3, der in einer Lagerlasche, 24 bei, 24' schwenkbar ist.
Der Hebel 2. 3 ist mit einem Fortsatz 26 versehen, dessen freies Ende in der Normalstellung den Stift 20 gegen die Wirkung seiner Feder niedergedrückt und dadurch die Hilfsschaltvorrichtung i in der Stromunterbrechungsstellung hält. Der andere Arm des Hebels 25 steht unter der Wirkung einer Feder 26 und trägt einen mit dem Ende des Schlossriegels 20'zusammenwirkenden Anschlag 27. Wird nun der Schlüssel im Sinne der Schliessbewegung verdreht, so wird der Schlossriegel 20'aus der vorgeschobenen Stellung, in welcher er den Anschlag 27 angehoben hält, in der Richtung des Pfeiles I (Fig. 1) zurückgeschoben.
Er gibt dadurch den Anschlag 27 des Hebels 2. 3 frei,
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wodurch dieser durch die Wirkung der Feder 26 verschwenkt wird. Dadurch wird der Fortsatz 2-5 angehoben und gibt den Stift : ? frei, der nun durch die Wirkung der Feder 21 nach oben schnellt, so dass die Hilfsschaltvorrichtung auf die beschriebene Weise in die Stromschliessstellung geschwenkt wird
Bei in der Bereitschaftstellul1g befindlicher Alarmvorrichtung hat jede grössere Lagenänderung des Fahrrades zur Folge, dass die Alarmvorrichtung zur Wirkung gelangt und wirksam bleibt, bis die elektrische Batterie erschöpft oder der Apparat zerstört ist.
Bei einem Versuch, den Stromkreis durch
Geraderichten des Fahrrades zu unterbrechen, gelangen durch die hiebei notwendige Bewegung des
Fahrrades eine oder mehrere andere Kugeln wie vorher in die Stromschliessstel1ung, so dass das Alarm- signal nicht unterbrochen wird. Auch bei einem Versuch, das Gehäuse gewaltsam vom Fahrradgestell
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vorrichtung sogleich in Tätigkeit.
Beim Freigeben der Sieherheitskette b wird der Riegel 20'durch den Schlüssel wieder vorgeschoben, der Anschlag 2'1 angehoben und der Hebel 23 geht gegen die Wirkung der Feder 26 wieder in die Normalstellung zurück. Dadurch wird der Fortsatz 2J abwärts geschwenkt, druckt somit den
Stift 20 gegen die Wirkung seiner Feder nach unten und die Winkelhebel 8-11 gehen auf die geschilderte Weise in die Stromunterbrechungsstellung zurück.
Hiebei werden jene Kugeln, die etwa vorher an das äussere Ende der Rinnen bewegt worden sind, durch die als Anschläge wirkenden oberen Enden der entsprechenden Winkelhebel wieder in die Normalstellung zuruekschleudert. Der Hebel 2. 3 ist noch mit einem zweiten Fortsatz 28 versehen, der beim ÜberfÜhren der Hilfsschaltvorrichtung i in die Stromunterbrechungsstellung den Anker 18 des Läutewerkes sperrt, damit dieser bei der Fahrt nicht klappert.
Diese Einrichtung kann im Rahmen der Erfindung auf mannigfache Weise abgeändert werden.
So kann beispielsweise durch den bei Lagenänderungen des Fahrrades zur Wirkung gelangenden Schaltkörper ein Relais ausgelöst werden, welches den Alarmstromkreis schliesst. Ferner kann das Gehäuse a oder eine der Wände desselben als Klingelschelle dienen, wodurch die Alarmwirkung noch verbessert wird.
An Stelle einer elektrischen Alarmvorrichtung kann auch ein mechanisches, durch ein Federwerk aufziehbares Läutewerk treten, das durch den bei Lagenänderungen od. dgl. zur Wirkung gelangenden Schaltkörper ausgelöst wird. Durch diesen Schaltkörper können auch optische Alarmsignale ausgelöst werden, durch die vorübergehenden Passanten die unbefugte Benutzung des Fahrrades angezeigt wird. Die Schaltvorrichtung kann auch auf Mittel einwirken, die eine Art Nebelwolke od. dgl. erzeugen und dadurch den Dieb verraten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Alarmvorrichtung zur Sicherung von ortsbeweglichen Gegenständen, insbesondere von Fahrrädern, gegen Diebstahl, die durch einen in einem mit dem Gegenstand fest verbindbaren Gehäuse untergebrachten und bei Lagenänderungen des Gegenstandes durch die Schwerkraft zur Wirkung gelangenden beweglichen Sehaltkörper in Tätigkeit gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (a) mehrere, miteinander einen vorzugsweise rechten Winkel einschliessende Führungen gen für einen oder mehrere Sehaltkörper -J') vorgesehen sind, von denen bei beliebig gerichteten Lagen- änderungen des Gegenstandes mindestens eine als Bahn für den das Alarmsignal auslösenden Schaltkörper dient.