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Verfahren zur Veredelung von Textilgeweben.
Textilgewebe von wenig dichter Einstellung, besonders solche aus regenerierter Cellulose wie auch Leinengewebe, zeigen fast durchwegs den Nachteil einer geringen Schiebefestigkeit, d. h. die Kett-und Schussfäden lassen sich leicht aufeinander verschieben.
Es wurde nun gefunden, dass die Schiebefestigkeit von Geweben bedeutend erhöht werden kann durch eine Behandlung der Gewebe mit wässerigen Lösungen, die ein dreiwertiges Metall, z. B. Eisen, Chrom oder Aluminium, und etwa die äquivalente Menge Phosphorsäurerest, ferner Oxalsäure enthalten. In solchen Lösungen befinden sich zweifellos komplexe Verbindungen. Die Herstellung derartiger Lösungen geschieht am einfachsten in der Weise, dass man die wasserunlöslichen Phosphate der dreiwertigen Metalle in Oxalsäure und Wasser löst. Man braucht dabei nicht von den reinen Phosphaten auszugehen, sondern man kann vielmehr die Lösungen in der Weise herstellen, dass man die Lösung aus wasserlöslichen Salzen der dreiwertigen Metalle und Oxalsäure mit einem wasserlöslichen Phosphat, z. B. Natriumphosphat, versetzt.
Als besonders günstig haben sich u. a. folgende Stammlösungen erwiesen :
1. 24 Teile Ferriphosphat werden in 26 Teilen Oxalsäure krist. und 50 Teilen Wasser gelöst.
2.39 Teile wasserfreies Chromisulfat und 38 Teile Oxalsäure krist. werden in 150 Teilen heissem Wasser gelöst. In diese Lösung werden 79 Teile krist. Dinatriumphosphat allmählich zugegeben.
3.22 g wasserfreies Aluminiumphosphat gelöst in 17 g Oxalsäurekrist. und 61 g Wasser.
Die Mengenverhältnisse können wechseln. Die Lösungen können, wenn es erwünscht erscheint, durch vorsichtiges Eindampfen auf Trockenprodukte verarbeitet werden.
Ein besonderer Vorteil ist, dass die Anwendung dieser Lösungen bei gewöhnlicher Temperatur erfolgen kann, so dass z. B. auch sehr leicht ausblutende Gewebe behandelt werden können. Schon geringe Mengen der Produkte geben, in Wasser gelöst, sehr gute Effekte. Es genügt, die Gewebe nur kurz zu tauchen, so dass z. B. auf dem Foulard gearbeitet werden kann.
Die mit den genannten Produkten behandelten Gewebe zeigen keinerlei Klebrigkeit oder spröden Griff, wie dies bei den für den Zweck des Schiebefestmachens oft angewandten Harzseifen der Fall ist.
Es tritt auch kein Nachhärten ein.
Weiterhin sei besonders erwähnt, dass der Effekt der mit den genannten Produkten erzielten Schiebefestigkeit im Gegensatz zu dem mit Harzseifen oder ähnlichen Produkten erzielten gut waschbeständig ist.
Eine Schädigung der Gewebe tritt nicht ein, auch wenn die sauer reagierende Flotte nicht neutralisiert wird. Vorteilhaft ist es jedoch in einzelnen Fällen, die saure Reaktion durch Zugabe von etwas Ammoniak abzuschwächen. Dadurch erreicht man eine Erhöhung des gewünschten Effektes. Der günstigste pH-Bereich ist 3-6.
Die beanspruchten Produkte können für sich allein oder in Verbindung mit anderen Appreturmitteln, wie z. B. Stärke, angewandt werden.
Beispiele :
1. Linengewebe, leicht schiebend, wird auf dem Foulard bei gewöhnlicher Temperatur mit einer Lösung behandelt, die 10 g Festsubstanz aus Stammlösung 3 im Liter enthält. Hierauf wird abgequetschtundauf Zylindern getrocknet. Das Gewebeist nach dieser Behandlungsehr gutschiebefest.
2. Dünn eingestelltes Gewebe aus Viskose wird bei 50 C mit einer Lösung behandelt, die im Liter 40 g Festsubstanz aus Stammlösung 2 und 2'5 g 10%ige Ammoniaklösung enthält. Die Schiebefestigkeit des so behandelten und getrockneten Gewebes ist wesentlich erhöht.
3. Starkschiebendes Viskosegewebe wird beigewöhnlicher Temperatur mit einer Lösung behandelt,
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Veredlung von Textilgeweben, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwecks Verbesserung ihrer Sehiebefestigkeit mit einer wässerigen Lösung behandelt werden, die ein dreiwertiges Metall, etwa die dem Metall äquivalente Menge Phosphorsäurerest, ferner Oxalsäure enthält.
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