AT153666B - Verfahren zur Herstellung von mittelbar geheizten Kathoden für elektrische Entladungsgefäße mit wendelförmigen Heizdrähten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mittelbar geheizten Kathoden für elektrische Entladungsgefäße mit wendelförmigen Heizdrähten.

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AT153666B
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AT
Austria
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mandrel
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electrical discharge
indirectly heated
heating wires
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Erich Dr Ing Wiegand
Josef Lehmann
Alexander Dipl Ing Schmidt
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Aeg
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von mittelbar geheizten Kathoden für elektrische Entladungsgefässe mit wendelförmigen Heizdrähten. 
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 erscheinen musste. Es hat sich aber gezeigt, dass durch das angegebene Verfahren, obwohl die Isolierschicht einer kräftigen chemischen Behandlung ausgesetzt ist, die Güte der Isolierung nicht herabgesetzt, vielmehr bei richtiger Auswahl der chemischen Mittel eine ganz erhebliche Reinigung der Isolierschicht und damit eine Verbesserung der Isolierung erzielt wird. Das ist sehr wesentlich, da der Isolierstoff sich in der Massenherstellung nicht völlig frei von Verunreinigungen, wie z. B. Eisen und Alkaliverbindungen, halten lässt. Besonders bewährt haben sich Säuren, wie z. B. wässrige Salpetersäure. 



   Das Verfahren nach der Erfindung kann z. B. in folgender Weise   ausgeführt   werden : Der Heizdraht wird als Wendel auf einen Dorn aus einem solchen Metall aufgewickelt, das sich durch chemische Umsetzungen rückstandslos aus der Wendel entfernen lässt, ohne dass das hiebei verwendete chemische Mittel den Heizdraht wesentlich angreift. Dieses Gebilde kann dann im Bedarfsfalle noch einmal auf einen Dorn aus beliebigem Metall, vorzugsweise von hohem Schmelzpunkt, als Doppelwendel oder als Kehrdoppelwendel aufgewickelt werden. Es wird oft zweckmässig sein, das so erhaltene Gebilde zunächst zu glühen, um die Formbeständigkeit zu erhöhen. Bei einer Doppelwendel wird man im allgemeinen den zweiten Wickeldorn z. B. mechanisch entfernen können, da der erste Wickeldorn dem Gebilde bereits genügende Formbeständigkeit verleiht.

   Wenn die Formbeständigkeit der Doppelwendel nach dem Entfernen des zweiten Dornes füf die Weiterbearbeitung nicht mehr ausreicht, kann dafür ein Stützdorn aus Isolierstoff, z. B. Magnesiumoxyd oder Aluminiumoxyd, oder aus einem auf chemischem Wege entfernbaren Metall eingeführt werden. 



   Auf die so vorbereitete Wendel wird dann z. B. durch Sprühen oder Tauchen die Isoliermasse aufgebracht. Vorzugsweise verwendet man dazu eine Aufschlämmung von Aluminiumoxyd in einer ein Bindemittel, wie Nitrozellulose enthaltenden Flüssigkeit, z. B. Amylacetat. Darauf kann die Isoliermasse durch Glühen auf der Wendel festgebrannt werden. Die Glühtemperatur ist dabei so zu bemessen, dass der Schmelzpunkt des Dornwerkstoffs und die Legierungstemperatur zwischen dem Dornwerkstoff und dem Heizdrahtwerkstoff nicht erreicht wird. 



   Anschliessend wird die isolierte Wendel einer solchen chemischen Behandlung unterzogen, durch die der Wickeldorn rückstandslos entfernt, aber der Heizdraht und die Isoliermasse nicht merkbar angegriffen werden. Verwendet man für den Heizkörper Wolfram und für den Wickeldorn Eisen oder Molybdän, so behandelt man den Heizkörper vorzugsweise mit wässriger Säure, wie z. B. mit verdünnter Salpetersäure oder mit einem Gemisch von Salpetersäure und Schwefelsäure. Sind die Isolierschichten besonders dicht, so kann man die chemische Behandlung vorteilhaft unter Vakuum vornehmen, wodurch die bei der Umsetzung entstehenden Gasblasen, die unter Umständen den Zutritt von Säure zu dem 
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 Isolierschichten sehr fest sind, verliert das Heizelement durch das Herauslösen des Wickeldorns nach dem Aufbrennen der Isolierschicht kaum an Festigkeit. 



   Die in vorstehend beschriebener Weise behandelten Heizkörper können, wenn sie durch Waschen von den letzten Verunreinigungen befreit sind, in die Röhre eingebaut werden. Mitunter ist es auch vorteilhaft, die Körper noch einmal zu glühen, um eine weitere Reinigung zu erzielen. 



   Bei einfachen Wendeln kann man den Dorn unter Umständen auch unmittelbar nach dem Aufbringen der Isoliermasse und vor dem Brennen herauslösen. Da hiebei aber manchmal die lackförmige Isolierschicht leidet, ist dieses Verfahren nicht immer anwendbar. Es ist ferner auch möglich, das Wickelgebilde zunächst nur mit so viel Isoliermasse zu überziehen, dass es eben formbeständig wird, dann gegebenenfalls nach einem Brennen den Metalldorn chemisch zu entfernen und erst darnach die Hauptmenge der Isoliermasse aufzubringen. 



   Der Wickeldorn kann auch durch Behandeln mit solchen Gasen, z. B. einem Chlor-Luft-Gemisch, entfernt werden, die das Dornmetall in flüchtige Verbindungen überführen. 



   Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn man als Heizdraht Wolfram und für den Dorn Molybdän verwendet. Man kann dann beim Aufbrennen der Isolierschicht, die hiefür zweckmässig aus reinem Aluminiumoxyd besteht, hohe Glühtemperaturen anwenden, z. B. 1600  C, ohne dass der Dorn zerstört wird oder sich eine Legierung bildet. Der Dorn wird vorteilhaft mit einer wässrigen 
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   Bei einer Doppelwendel bietet die Verwendung eines chemisch entfernbaren Metalles auch für den zweiten Wickeldorn oder als nachträglich eingeführter Stützdorn an Stelle dieses zweiten Dornes noch den Vorteil, dass ein hohler rohrförmiger Heizkörper mit geringer Masse entsteht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von aus gewendetem Heizdraht gefertigten, mit Isolierstoff überzogenen Heizkörpern, insbesondere in Form von Doppel-oder Kehrdoppelwendeln, zur Verwendung in mittelbar geheizten Kathoden von elektrischen Entladungsgefässen, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörper durch Dorne aus chemisch auflösbarem Metall (Wickel-oder nachträglich eingebrachte Stützdorne) gestützt und mit Isolierstoff überzogen werden und dass darnach die Dorne sowie etwaige Verunreinigungen der Isolierschicht auf chemischem Wege entfernt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dorne erst nach dem Brennen der Isolierschicht entfernt werden. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Dorne im luftverdünnten Raum herausgelöst werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Entfernen der Dorne die Heizkörper geglüht werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass für den Heizkörper Wolfram, für den Dorn Molybdän und für die Isoliermasse Aluminiumoxyd verwendet wird. EMI3.1
AT153666D 1935-02-28 1936-02-24 Verfahren zur Herstellung von mittelbar geheizten Kathoden für elektrische Entladungsgefäße mit wendelförmigen Heizdrähten. AT153666B (de)

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