CH191325A - Verfahren zur Herstellung von Heizkörpern, die aus wendelförmigen Heizdrähten und Isolierüberzügen bestehen und für mittelbar geheizte Kathoden elektrischer Entladungsgefässe bestimmt sind. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Heizkörpern, die aus wendelförmigen Heizdrähten und Isolierüberzügen bestehen und für mittelbar geheizte Kathoden elektrischer Entladungsgefässe bestimmt sind.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Heizkörpern, die ans wendelförmigen Heizdrähten und Isolieräberzügen bestehen und für mittelbar geheizte Kathoden elektrischer Entladungsgefässe bestimmt sind. Bei mittelbar geheizten Kathoden von elektrischen Entladungsgefässen finden viel fach wendelförmige HeizdrähteVerwendung. Besonders bewährt haben sich Kehrwendeln wegen ihres schwachen Heizstrommagnetfel- des und Doppelwendeln wegen des geringen Raumbedarfs. Um beide Vorteile zu vereini gen, werden bevorzugt Kehrdoppelwendeln benutzt.
Die Heizwendeln werden meistens mit einem Isolierüberzug versehen und in eine als Äquipotenhalschicht dienende Hülse eingeführt. Der Isolierüberzug wird im all gemeinen dadurch aufgebracht, dass die frei tragende oder von einem Isolierdorn unter stützte Wendel mit einer Aufschlämmuag von isolierenden Oxyden, wie Aluminium oxyd oder Berylliumoxyd, besprüht oder in eine solche Aufschlämmung eingetaucht wird.
Diese Verfahren sind für sehr feine Wendeln mit einem Drahtdurchmesser von weniger als 0,1 mm, sowie auch für stärkere Drähte bei Anwendung von sehr starken Wickeldornen nicht mehr gut anwendbar, da solche Wickelgebilde nicht genügend formbeständig sind, so dass ihre Verarbei tung grosse Schwierigkeiten macht und in manchen Fällen überhaupt ganz unmöglich ist. Auch .das Einführen eines Isolierdornes als Stütze hilft nicht, da hierbei :das. Wickel- gebilde meist stark beschädigt wird.
Die Schwierigkeiten lassen sich auch nicht da durch beheben, dass man die Isolierdorne selbst als Wickeldorne verwendet, da, sie beim Wickeln leicht zerbrechen. Überdies lassen sich Dorne aus Isoliermassen von so kleinen Durchmessern, wie sie für sehr feine Wendeln gebraucht werden, nur sehr schwer herstellen. Aus diesen Gründen musste man bisher insbesondere auch davon absehen,
bei Kathoden für Heizspannungen von 100 bis 300 Volt Doppel- oder Kehrdoppelwendeln zu verwenden, .da sich diese Wendeln meist schon beim Auslösen der z. B. aus Stahl, Aluminium, Bronze oder Molybdän bestehen den Wickeldorne vollständig verwarfen.
Die Erfindung hat nun ein Verfahren zum Ge genstande, mit dem es möglich ist, in ein facher Weise wendelförmige Gebilde selbst von feinstem Drahtdurchmesser und gering ster Formbeständigkeit für den Gebrauch als Heizkörper in mittelbar geheizten Katho den fertig zu machen, ohne .dass die Gebilde beschädigt werden können.
Gemäss der Erfindung wird wenigstens eine Heizwendel vor .dem Aufbringen des Isolierüberzuges mit wenigstens einem Stütz dorn aus erznem .solchen Metall versehen, das sich nach dem Aufbringen des Isolierüber- zuges auf chemischem Wege entfernen lässt.
Als Stützdorne können hierbei im allge meinen die Wickeldorne dienen. In einzelnen Fällen ist es aber auch möglich, nach .dem Wickeln andere Stützdorne aus einem für das Verfahren geeigneteren Metall einzu schieben.
Durch das angegebene Verfahren, bei dem die Isolierung einer kräftigen chemi schen Behandlung aus@ges:etzt wird, erzielt man ausserdem bei richtiger Auswahl der chemischen Mittel eine ganz erhebliche Rei nigung der Isolierschicht und damit eine Verbesserung der Isolierung. Das ist sehr wesentlich, da :der Isolierstoff sich in der Massenherstellung nicht völlig frei von Ver unreinigungen, wie z. B. Eisen und All,:ali- verbindungen, halten lässt. Besonders be währt haben sich Säuren, wie z.
B. wä.ssrige Salpetersäure oder SaIpetersäure-Schwefel- säurelösung.
Das Verfahren nach der Erfindung kann z. B. in folgender Weise ausgeführt werden (siehe auch .die Zeichnung).
Fig. 1 zeigt den ersten Verfahrensschritt. Der Heizdraht wird als Wendel \3 auf einen Dorn 1 aus einem solchen Metall aufge wickelt, das sich durch chemische Umsetzun gen rückstandslos aus .der Wendel entfernen lässt, ohne dassi das hierbei verwendete che mische Mittel :den Heizdraht wesentlich an greift.
Der zweite Verfahrensschritt besteht nun darin, dass das so gewonnene Gebilde noch einmal auf einen Dorn aus einem beliebigen Metall, vorzugsweise von hohem Schmelz punkt (siehe Fig. ?, Dorn 3) als Wendel oder als Kehrwendel aufgewickelt wird, so dass man im Endergebnis eine Doppelwendel bezw. eine Kehrdoppelwendel erhält. Es wird oft zweckmässig sein, das so erhaltene Gebilde zunächst zu glühen, um die Form beständigkeit zu erhöhen. Bei einer Doppel wendel wird man im allgemeinen den zweiten Wickeldorn z.
B. mechanisch entfernen kön nen, da der erste Wickeldorn dem Gebilde bereits genügende Formbeständigkeit ver leiht. Reicht :die Formbeständigkeit der Dop pelwendel nach dem Entfernen des zweiten Dornes für die Weiterbearbeitung nicht mehr aus, so kann dafür ein Stützdorn aus Isolier Stoff, z. B. Magnesiumoxyd oder Aluminium oxyd, oder aus einem auf chemischem Wege entfernbaren Metall eingeführt werden.
Auf :die so vorbereitete Wendel wird dann z. B. durch Sprühen oder Tauchen die Isoliermasse 5 aufgebracht (Verfahrens- schritt 3, siehe Fi,g. 3). Vorzugsweise ver wendet man dazu eine Aufschlämmung von Aluminiumoxyd in einer ein Bindemittel, wie Nitrozellulose enthaltenden Flüssigkeit, z. B. Amylacetat. Bei diesem Verfahrens schritt wird der Metalldorn 3 vorzugsweise durch einen Isolierdorn 4 hersetzt, der in der Kehrwendel verbleiben kann.
Dieser Aus tausch ist in :dem vorliegenden Fall mög lich, da der Dorn 1 dem Gebilde bereits eine gewisse Festigkeit verleiht. Hierauf kann die Isoliermasse durch Glühen auf der Wendel fest gebrannt werden. Die Glühtemperabir ist dabei so zu bemessen, @dass der Schmelz punkt .des Dornwerkstoffes und die Legie rungstemperatur zwischen dem Dornwerk stoff und dem Heizdrahtwerkstoff nicht er reicht wird.
Den Abschluss :des Verfahrens bildet der Verfahrensschritt 4 (siehe Fig. 4). Bei die sem Verfahrensschritt wird, :die isolierte Wendel derjenigen chemischen Behandlung unterzogen, durch die :der Wickeldorn 1 rückstandslos entfernt wird, der Heizdraht und die Isoliermasse dagegen nicht merkbar angegriffen werden. Verwendet man für den Heizkörper Wolfram und für den Wickel dorn Eisen oder Molybdän, so behandelt man den Heizkörper vorzugsweise mit wässriger Säure, z.
B. mit verdünnter Salpetersäure oder einem Gemisch von Salpetersäure und Schwefelsäure. Sind die Isolierschichten be sonders dicht, so kann man die chemische Behandlung vorteilhaft unter Vakuum vor nehmen, wodurch die bei der Umsetzung ent stehenden Gasblasen, die unter Umständen den Zutritt von .Säure zu dem herauszu lösenden Kern verhindern können., schnell entfernt werden. Da die aufgebrachten und gesinterten Isolierschichten, sehr fest sind, verliert das Heizelement durch das Heraus lösen des Wickeldornes nach dem Aufbren nen der Isolierschicht kaum an Festigkeit.
'Das Herauslösen des Wickeldornes nach Aufbringen der Isoliermasse vollzieht sich, wie sich in der Praxis ergeben hat, ohne Schwierigkeit. Einerseits ist die Masse porös genug, um den Zutritt der auflösenden Säure zu ermöglichen, anderseits dringt die Säure von den freien Enden der Heizwendel aus sehr leicht in die Wendel hinein.
Die in vorstehend beschriebener Weise behandelten Heizkörper können, wenn sie durch Waschen von den letzten Verunreini gungen befreit sind, in die Röhre eingebaut werden. Mitunter ist es auch vorteilhaft, die Körper noch einmal zu glühen, um eine wei tere Reinigung zu erzielen.
Bei einfachen Wendeln kann man den Dorn unter Umständen auch unmittelbar nach dem Aufbringen der Isoliermasse und vor dem Brennen herauslösen. Da hierbei aber manchmal die lackförmigeIsolierschicht leidet, ist dieses Verfahren nicht immer an wendbar.
Es ist ferner auch möglich, das Nickelgebilde zunächst nur mit soviel Iso liermasse zu überziehen, ,dass es eben form beständig wird, dann gegebenenfalls nach einem Brennen den Metalldorn chemisch zu entfernen und erst danach die Hauptmenge der Isoliermasse aufzubringen. Der Wickeldorn kann auelh,durch Behan deln mit solchen Gasen, z. B. einem Chlor- Luftgemisch, entfernt werden, die das Dorn metall in flüchtige Verbindungen. überführen.
Besonders gute Ergebnisse werden er zielt, wenn man als Heizdraht Wolfram und für den Dorn Molybdän verwendet. Man kann -dann beim Aufbrennen; der Isolier schicht, .die hierfür zweckmässig aus reinem Aluminiumoxyd besteht, hohe Glühtempera- turen anwenden, z.
B.<B>16010'</B> C, ohne dass der Dorn zerstört wird oder sich eine Legie rung bildet. Der Dorn wird vorteilhaft mi@ einer wässrigen Salpetersäure- oder .Salpeter säure-Schwefelsäurelösung herausgelöst.
Bei einer Doppelwendel bietet die Ver wendung eines chemisch entfernbaren Metal len auch für,den zweiten Wickeldorn oder als nachträglich eingeführter Stützdorn an Stelle dieses zweiten Dornes noch den Vorteil, .dass ein hohler rohrförmiger Heizkörper mit ge ringer Masse entsteht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Heizkör- pern, die aus wendelförmigen Heizdrähten und Isolierüberzügen bestehen und für mit telbar geheizte Kathoden elektrischer Ent ladungsgefässe bestimmt sind, dadurch ge kennzeichnet, dass, wenigstens eine Heizwen- del vor dem Aufbringendes, Isolierüberzuges mit wenigstens einem .Stützdorn aus einem solchen Metall versehen wird,das sich nach dem Aufbringen des Isolierüberzuges auf chemischem Wege entfernen lässt. UNTERANSPRCCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, der Dorn erst nach dem Brennen der Isolierschicht entfernt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur chemischen Ent fernung des Dornes solche Mittel benutzt werden, .die auch ,gleichzeitig aus der Isolierschicht solche Stoffe entfernen, .durch .die das Isolationsvermögen herab- gesetzt wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 2, gekenn zeichnet durch die Verwendung von wässriger Salpetersäure. 4.Verfahren nach Unteranspruch 2, gekenu- zeichnet durch die Verwendung von Sal- petersäure-Schwefelsäurelösung. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn im luftver dünnten Raum herausgelöst wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, -dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Entfernen des Dornes der Heizkörper geglüht wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, für .den Heizkörper Wolfram, für den Dorn Molybdän und für die Isoliermasse Aluminiumoxyd ver wendet wird.
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