AT154003B - Verfahren zur Verbesserung und Beeinflussung der gärungstechnischen Eigenschaften eiweißhaltiger Flüssigkeiten, wie z. B. von Milch. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung und Beeinflussung der gärungstechnischen Eigenschaften eiweißhaltiger Flüssigkeiten, wie z. B. von Milch.

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AT154003B
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Heinrich Ing Fruehwald
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verbesserung und Beeinflussung der   gärungstechnisehen   Eigenschaften eiweiss- haltiger Flüssigkeiten, wie z. B. von Milch. 



   Es ist bereits bekannt, Milch, Fette u. dgl. mittels Elektroden der Einwirkung elektrischen
Stromes zu unterwerfen und hiedurch haltbarer zu machen bzw. zu entsäuern. Die Wirkung dieser bekannten Verfahren beruht darauf, dass an den Elektroden, welche aus Erdmetallen bestehen, chemische Verbindungen abgeschieden werden, welche die in der Milch oder den Fetten enthaltenen Säuren neutralisieren. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Einwirkung des elektrischen Stromes auf Milch und andere eiweisshaltige Flüssigkeiten auch unabhängig von der direkten Wirkung der an den Elektroden ausgeschiedenen chemischen Verbindungen eine günstige ist und dass es sogar vorteilhaft ist, die direkte Einwirkung der sich an den Elektroden bildenden chemischen Stoffe auf die zu behandelnde Flüssigkeit auszuschalten.

   Gemäss der Erfindung wird zur Speisung der Elektroden Wechselstrom verwendet, wobei dann sämtliche Elektroden von einem Diaphragma umgeben sein müssen. Das neue Verfahren ist insbesondere für die Behandlung von Milch von grosser Wichtigkeit, da mit seiner Hilfe die gärungstechnischen Eigenschaften derselben und damit ihre Eignung zur Herstellung von Rahm, Butter und Käse in günstiger Weise beeinflusst werden kann. 



   Milch ist nur dann ein einwandfreies Substrat für Gärungsprozesse, wenn die in ihr enthaltenen Eiweissstoffe und Salze in einem richtigen Verhältnis zueinander stehen, worunter man die sogenannte Gäranlage und das Pufferungssystem versteht. Nur wenn diese Faktoren im richtigen Verhältnis zueinander stehen, können die zugefügten Gärungsmikroorganismen die Gärung richtig durchführen und ein einwandfreies Produkt liefern. Milch von kranken Kühen, Milch mit erhöhtem Gehalt an labhemmenden Stoffen, Milch von altmelken Kühen usw. lässt sich daher aus den angeführten Gründen (geänderte Gäranlage und geändertes Pufferungssystem) nicht oder nur schwer auf ein einwandfreies Produkt verarbeiten, wodurch der Volkswirtschaft alljährlich schwerer Schaden entsteht.

   Aber auch aus bisher unbekannten Gründen hat Milch von vollkommen gesunden Tieren oft geringe Eignung, gärungstechnisch auf Butter und Käse verarbeitet zu werden. Auch Milch mit zu weit   vorgeschrittener   Milchsäuerung oder durch Bakterientätigkeit bereits anverdautem Eiweiss ist schlecht verarbeitbar. 



   Bei Behandlung der Milch nach dem Verfahren gemäss der Erfindung wird hinsichtlich der angeführten Umstände eine wesentliche Verbesserung erzielt, ohne dass nachteilige Geschmacksver- änderungen u. dgl. auftreten, wie dies bei den bisher versuchten Verfahren durch den Zusatz fremder chemischer Stoffe der Fall ist. 



   In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur   Durchführung   des erfindungsgemässen Verfahrens in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt. 



   Ein Metallgehäuse 4 wird durch zwei Diaphragmen 5, 5'in drei Kammern geteilt, von welchen die beiden äusseren Kammern 6,6'mit einem beliebigen Elektrolyten gefüllt sind, während die mittlere Kammer 7 mit Anschlussstutzen   8,   8'versehen ist, um Leitungen für die Zu-und Abführung der eiweisshaltigen Flüssigkeit anschliessen zu können. In die Kammer 6,6'sind die Elektroden 9,9'eingeführt, die an eine Wechselstromquelle angeschlossen sind. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verbesserung und Beeinflussung der gärungstechnischen Eigenschaften eiweisshaltiger Flüssigkeiten, wie z. B. von Milch, durch Einwirkung elektrischen Stromes, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden mit Wechselstrom gespeist werden, wobei sämtliche Elektroden durch Diaphragmen von der zu behandelnden Flüssigkeit getrennt sind. <Desc/Clms Page number 2>
    2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Durchgang der zu behandelnden Flüssigkeit eine oder mehrere elektrolytische Zellen vor- gesehen sind, in welchen der Durchströmungsraum durch plattenförmige Diaphragmen von den Elek- trodenräumen abgegrenzt ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Diaphragmen herausnehmbar in der elektrolytischen Zelle eingesetzt sind. EMI2.1
AT154003D 1935-11-30 1935-11-30 Verfahren zur Verbesserung und Beeinflussung der gärungstechnischen Eigenschaften eiweißhaltiger Flüssigkeiten, wie z. B. von Milch. AT154003B (de)

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