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Kondensator.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Kondensatoren, die dazu dienen, elektrische hochfrequente Stromkreise möglichst niederohmig miteinander zu verbinden und ist im folgenden an einigen Beispielen erläutert.
In der Zeichnung sind durch Schaltbilder einige bekannte Anordnungen und einige Beispiele der erfindungsgemässen Anordnung dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen je eine bekannte Anordnung. Fig. 3 stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Fig. 4 betrifft gleichfalls eine bekannte Anordnung, und Fig. 5 zeigt ein zweites Aus- führungsbeispiel der Erfindung. Die Anordnung gemäss Fig. 3 ist eine Verbesserung von Vorrichtungen nach Fig. 1 und 2, die Anordnung gemäss Fig. 5 eine Verbesserung von Vorrichtungen gemäss Fig. 4.
Es hat sich gezeigt, dass bei den bekannten Anordnungen, wie eine solche in Fig. 1 dargestellt ist, ein vollkommener hochfrequenzmässiger Kurzschluss der Leitungen L1 und L2 nicht herstellen lässt, weil die Zuleitungen Zl, Z2 zu den Anschlüssen des Kondensators C (der beispielsweise ein Becherkondensator bekannter Ausbildung ist) eine bestimmte Induktivität haben und mit dem Kondensator selbst einen Schwingungskreis bilden. Man hat dies dadurch zu vermeiden versucht, dass man die Zuleitungen Zl, Z2 vermied und die Leitungen direkt an die Ausgangsklemmen des Kondensators legte, wie Fig. 2 zeigt.
Da jedoch von den Klemmen k des Kondensatorgehäuses in das Innere zu den eigentlichen Kondensatorbelägen auch noch Leitungen führen, besteht doch noch eine schädliche Induktivität der Zuleitungen. Die Beläge des Kondensators, an welche die Zuleitungen angeschlossen sind, können entweder geschichtet oder gewickelt sein. Die erwähnte schädliche Induktivität macht sich besonders bei höheren Frequenzen unangenehm bemerkbar, nämlich bei Frequenzen, wo sie der Abstimminduktivität nahekommt.
Der Erfindung gemäss wird jeder Belag des Becherkondensators mit zwei Anschlussdrähten versehen, die in Lötösen, Lötfahnen, Kabelschuhen, Schraubklemmen od. dgl. enden. In Fig. 3 bedeuten a, b die Anschlussklemmen eines Belages 1 des Kondensators, c und d die Anschlussklemmen eines Belages 11. Die beiden Anschlussdrähte jedes der Beläge 1, 11 sind mit Z bezeichnet. Die wirksame Induktivität eines mit dem neuen Kondensator gebildeten Schwingungskreises setzt sich dann aus der Induktivität der Schwingkreisspule und der Induktivität der Anschlussleiter (beispielsweise a, 1 und c, 11) zusammen.
Die maximale Kondensatorspannung, die über den zwei andern Anschlussleitern (b, 1 und d, 11) abgegriffen und beispielsweise dem Gitter einer Röhre zugeführt wird, erfährt keine Minderung durch Spannungsabfall, denn im Schwingungskreis fliesst im Resonanzfall ein starker Strom, während in den Zuführungsleitern zum Gitter der Röhre wegen des grossen inneren Widerstandes derselben kein bzw. ein wesentlich geringerer Strom fliesst. Die Induktivität der letzgenannten Zuführungsleiter tritt also nicht störend in Erscheinung und die Induktivität der im Schwingungskreis liegenden wird sogar nutzbar verwendet. Auf diese Art sind die schädlichen Induktivitäten einer einzigen oder gemeinsamen Zuführung, wie sie bisher üblich ist, vermieden.
Es ist darauf zu achten, dass der Abstand zwischen den Klemmen a und b sowie c und d möglichst gross ist, damit die Kapazität Cl zwischen diesen Klemmen, die punktiert angedeutet ist, möglichst klein ist. Ebenso muss die induktive Kopplung zwischen den an a und b sowie an c und dangeschlossenen Leitungsstücken möglichst gering sein. Die Kapazität C2 zwischen den Anschlussklemmen a und c sowie bund d, die gleichfalls punktiert angedeutet ist, spielt dagegen keine Rolle, da sie lediglich Parallelkapazität zu C ist. Cl muss klein sein, um einen Übergang der kurzzuschliessenden Hochfrequenz zu vermeiden.
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Dieselben Überlegungen gelten selbstverständlich auch für den Anschluss von einstellbaren Kondensatoren, z. B. Drehkondensatoren ; in, besondere gilt dies für die Zuleitungen des Rotors. Hier werden zur Stromabmhme meist Spiralfedern oder Schleifkontakte verwendet, die ihrerseits wiederum schaltungsmässig eine Induktivität darstellen, die bei hohen Frequenzen sehr störend wirken kann. Fig : 4 zeigt den Gitterkreis einer Röhre. a', b'bezeichnen die Anschlussklemmen des Drehkondensators, I und 11 seiner Beläge. Es besteht sowohl zwischen a'und I als auch zwischen b'und 11 eine bestimmte Induktivität.
Dem Gitter der Röhre kann daher nicht das Spannungsmaximum, das direkt an den Belägen vorhanden ist, zugeführt werden, da besonders bei sehr kleinen Induktivitäten L die Anschlüssea', b'einen Abgriff an der Induktivität L darstellen. DerErfindung gemäss ist zufolge Fig. 5
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zu vernachlässigen ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kurzwellenkondensator zum hoehfrequenzmässigen Kurzschluss von verschiedenen Stromkreisen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Belag des Kondensators mit mehreren von einem Punkt des Belages ausgehenden Anschlussleitern versehen ist, die in ebenso vielen Anschlusspunkten, z. B.
Lötösen, Kabelschuhen, Schraubklemmen od. dgl., enden.