AT154323B - Schaltungsanordnung für Fernsprechanlangen mit Wählerbetrieb ung Gesellschaftsleitungen. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernsprechanlangen mit Wählerbetrieb ung Gesellschaftsleitungen.

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AT154323B
AT154323B AT154323DA AT154323B AT 154323 B AT154323 B AT 154323B AT 154323D A AT154323D A AT 154323DA AT 154323 B AT154323 B AT 154323B
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  Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und Gesellschaftsleitungen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf solche Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen, bei welchen der Aufbau einer Verbindung in der Vermittlungsstelle ohne Potentialumkehrung auf der Anschlussleitung erfolgt. Die Besetztprüfung und der Anschluss einer Anschlussstelle wird nach der im Patente Nr. 54945 beschriebenen Anordnung bewirkt und die notwendigen nur vorübergehenden und folgerechten Vorgänge erfolgen durch die Bewegung des Hakenumschalters nach dem Abheben des Sprechapparates direkt oder in Kupplung, wobei die Bewegung des Hakenumschalters durch eine Bremse verzögert wird. Die Auswahl des Gesellschaftsteilnehmers geschieht hier dadurch, dass Wechselstromrelais bei jedem Teilnehmer ein polarisiertes Relais einschalten, durch welches mittels Gleichstrom über einen Leitungsast der gewünschte Teilnehmer gekennzeichnet wird. 



   Im Patente Nr. 148433 wurde für Anlagen, bei welchen die Wähler in den Vermittlungsstellen durch Unterbrechung einer aus beiden Sprechadern gebildeten Leitungsschleife eingestellt werden, eine Anordnung vorgeschlagen, bei welcher ohne zusätzlichen Aufwand an Schaltmitteln od. dgl. bei Aufrechterhaltung der Besetztprüfung die Umkehrung der Polarität beim Übergang vom Vorwähler auf den Gruppenwähler vermieden wird. Dies wurde dadurch erreicht, dass das Stromstossempfangsrelais zwischen den einen Leitungsast und den Minuspol einer Batterie und die Sperrschaltmittel über den   andem   Leitungsast an eine wesentlich verschiedene Spannung gelegt werden. 



   Diese Anordnung ist in Fig. 1 mit "Stelle 1" bezeichnet. In dieser Anschlussstelle liegt über den Leitungsästen a, b zwischen den Punkten x, y die durch den anrufenden Teilnehmer gebildete Sprechschleife : Impulskontakt   JK,   Mikrophon   M,   Induktionsspule J bzw. Kurzschlusskontakt KK, Automatkontakt a3. Das Brückenrelais B liegt in Serie mit einem Kondensator K und wird bei der Besetztprüfung vorübergehend durch den Automatkontakt a2 an Erde gelegt. Angenommen, die Verbindung sei bis zum   I.   G. W. auf eine hier nicht interessierende Weise hergestellt, so liegt an dem Leitungsast a die Drosselspule DR und an dem Leitungsast b das Stromstossempfangsrelais   A.   



   Will sich irgendeine zweite Stelle nunmehr an die Leitung anschalten, so   schliesst   in dieser Stelle vorübergehend der Kontakt a2 und das Relais B wird unabhängig von der Speisespannung sl über eine Anzapfung der Amtsbatterie von der Sperrspannung s2 erregt über :   Erde-a2-B-a-DR-82-Erde.   



  Das erregte B-Relais verhindert die Anschaltung der zweiten Stelle. 



   Der angeschlossene Teilnehmer beginnt mit der Wahl durch Schleifenunterbrechung   über :   
 EMI1.1 
 



   Das Stromstossempfangsrelais A wird somit durch den Impulskontakt   JK   mittels Schleifenunterbrechung durch die Spannung   sl   =   S-s2 beeinflusst  
Mit S ist die Gesamtspannung der Amtsbatterie bezeichnet. Die Teilspannung s2 dient dazu, um die Sperrschaltmittel B bei ihrer vorübergehenden Anlegung an den besetzten Leitungsast a zu betätigen. Diese Teilspannung muss um so grösser gewählt werden, je länger die Leitung ist. Damit wird aber gleichzeitig bei gegebener Amtsbatterie die Spannung   sl,   welche zur Steuerung des Stromstossempfangsrelais A dient, kleiner. 



   Von dieser   unerwünschten   Wechselwirkung der Spannungen macht sich die Anordnung nach der Erfindung dadurch frei, dass die Steuerung des Stromstossempfangsrelais über die Gesamtspannung S der Amtsbatterie unabhängig von der Sperrspannung s2 erfolgt. 



   Erreicht wird dies gemäss der Erfindung dadurch, dass die   b-Leitung   mit Hilfe eines Wechselkontaktes ul, u2 vor der Impulsabgabe an Erde gelegt wird (Stelle   2).   Die Schaltung des Wechsel- 

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   stromreJais und zugleich Sperrschaltmittels B ist so wie in Stelle 1. Hebt der Teilnehmer ab, so schliesst   vorerst der Kontakt   a2.   Ist der Leitungsast a spannungsfrei, so wird das Relais B nicht erregt, der Automat gleitet weiter und schliesst den Kontakt   a3.   Damit schaltet sich der Teilnehmer an die freie Leitung und bildet die Schleife über : Impulskontakt   JK,   Kontakt ul, Mikrophon M, Induktionsspule J, Automatkontakt a3. Die Kontakte ul, u2 werden durch die Wahlscheibe gesteuert oder sind selbst als Kontakte der Wahlscheibe, z.

   B. an, Stelle des   Kurzsehlusskontaktes,   ausgebildet. Vor Betätigung des Stromstosskontaktes   JK   wird ul, geöffnet und u2 geschlossen. Die   Rückschaltung   erfolgt nach Beendigung jeder einzelnen Stromstossserie oder nach Aussendung sämtlicher Stromstossserien. 



   Der durch die Sprechschleife gebildete Stromkreis :   JK-ul-M-J-a3-a-DR-sl-.-b-JK   wird also geöffnet und der.   Leitungsast b,   über den das   Stromstossempfangsrelais A gesteuert   wird, ohne Stromunterbrechung an Erde gelegt :   Erde-u2-JK-b-A-8,   (sl +   s2) -hì : de.   



   Der Vorteil dieser Anordnung liegt nicht nur darin, dass das Relais A stets mit der vollen Batteriespannung gesteuert wird, sondern auch darin, dass diese Steuerung nur über den einen Leitungsast erfolgt (b) ; die Schleife wird bei ul unterbrochen und es wird dadurch verhindert, dass die Impulse im Telephon hörbar werden. Überdies wird dadurch vermieden, dass sich der Kondensator   K auflädt   und wieder entlädt und das Relais B mitbeeinflusst.

   Andernfalls würde durch diese Kondensator- 
 EMI2.1 
 der Kontakt   ul   beim angeschalteten Teilnehmer die Sprechschleife unterbricht, bleibt einerseits für alle ändern Teilnehmer der Prüfstromkreis (Erde, a2, B, a, DR, s2, Erde) aufrecht, anderseits wird das Stromstossempfangsrelais A über den andern Leitungsast vom angeschalteten Teilnehmer mit der vollen Batteriespannung gesteuert (Erde, D, u2, JK, b, A, S, Erde). 



   Die Anwendung der Erfindung kommt vor allem bei Anlagen nach dem Patent Nr. 54945 in Frage. In solchen bekannten Anlagen liegt bei einem angeschlossenen Teilnehmer die Sprechgarnitur an beiden Leitungsästen. Dies hat bekanntlich zur Folge, dass Teilnehmer der gleichen Gesellschaftleitung untereinander nicht verbunden werden können. Hiezu müsste nämlich ein schon angeschlossener Teilnehmer auf irgendeine bekannte Art die Aussendung eines Selektiv-Rückruf-Stromes zum gewünschten Teilnehmer veranlassen ; durch diesen würde aber der schon angeschlossene Teilnehmer gestört und es würde ausserdem durch die über seine Sprechgarnitur gebildete Schleife der SelektivGleichstrom auf beide Leitungsäste wirken und somit Fehlverbindungen verursachen. 



   Es ist nun ein weiteres Ziel der Erfindung, bei solchen Anlagen die Möglichkeit einer einwandfreien Verbindung zweier Teilnehmer der gleichen Gesellschaftsleitung zu schaffen. Hiebei wird die Schaltung Stelle 2" (Fig. 1) benutzt. Vorausgesetzt ist, dass die Auswahl des Gerufenen durch Wechselstrom mit überlagertem Gleichstrom erfolgt, wobei die Aussendung dieses sogenannten   Rückrufes   auf eine hier nicht interessierende Art durch den Rufenden bewirkt wird. Es sind hiezu Anordnungen bekannt, bei welchen der Rufende die Aussendung des   Rückrufstromes   durch Wahl einer bestimmten Kennziffer bewirkt. Diese Wahl steuert in der Vermittlungsstelle eigene Wählereinrichtungen (Mitlaufwerk), welche durch die einlangenden Impulse zur Aussendung des Rückrufstromes (Gleichstrom mit überlagertem Wechselstrom) veranlasst werden.

   Erfindungsgemäss erfolgt die Verbindung der Teilnehmer auf der gleichen GeseDschaftsleitung dadurch, dass der hiezu nötige Rückruf während jener Zeitspanne erfolgt, während welcher der Kontakt ul geöffnet ist. Wie früher beschrieben, öffnet dieser Kontakt vor Betätigung des Stromstosskontaktes   JK   und bleibt bis zum Ablauf der Wahlscheibe offen. 



  Wählt also der Rufende in bekannter Weise die Kennziffer für den Rückruf, so wird der Rückrufstrom   während des Ablaufes der Wahlscheibeausgesendet. DieseAnordnunghatdieimfolgendenbeschriebenen Vorzüge.   



   Bei der Schaltung der Stelle 2" (Fig. 1)   würde der angeschlossene Teilnehmer durch den Rückruf   gestört werden, da seine Sprechgarnitur an den beiden Leitungsästen liegt. Es würden hiebei auch die früher erwähnten Fehlverbindungen entstehen.   Die "Stelle 2" besitzt jedoch Sch. altmittel, welche   die Schleife unterbrechen und die Sprechgarnitur dann abschalten, wenn die Impulsaussendung erfolgt. 



  Da für die Aussendung des Rückrufes jene Zeitspanne gewählt wird, während welcher der von der Wahlscheibe gesteuerte Kontakt ul geöffnet hat, ist die Beeinflussung der Sprechgarnitur nicht möglich und es kann auch der über den einen Leitungsast ausgesendete Selektiv-Gleichstrom nicht auf den andern Leitungsast gelangen. 



   Im Gegensatz zu bekannten Ausführungen wird der Rückruf durch zwei Ziffern bewerkstelligt. 



  Die Schlussziffer der normalen Wahlnummer kennzeichnet die Stromkombination, welche durch die Vermittlungsstelle ausgesendet werden soll. Dieser normalen Wahlnummer muss eine Nachwahlziffer angehängt werden, welche erst die Aussendung der Stromkombination veranlasst. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass eine Störung des Rufenden durch den   Rückrufstrom   vermieden wird und sie geschieht deshalb bei geöffnetem Kontakt ul. Um der Aussendung des Rückrufstromes eine möglichst grosse Zeitspanne zu gewähren, wird als Nachwahlziffer eine solche gewählt, welche den Ablauf der Wahlscheibe möglichst lange gestaltet.

   Wenn zwecks Einstellung der   Nachwahlziffer   die Wahlscheibe 

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 aufgezogen wird, öffnet sich der Kontakt   ul   und beim Ablauf der Wahlscheibe wird durch den ersten Impuls die Aussendung des Rückrufstromes veranlasst, während alle weiteren Impulse der Wahlscheibe während ihres Ablaufes wirkungslos sind. Die Aussendung des   Rückrufstromes   erfolgt also während der   längstmöglichen   Ablaufzeit der Wahlscheibe selbst und ist jedenfalls beendet, bevor die Wahlscheibe ihre Endstellung erreicht hat. Mit der Wahl der normalen Schlussziffer ist also die gewünschte Stromkombination in der Vermittlungsstelle vorbereitet und erst mit der Nachwahlziffer wird ihre Aussendung vom Teilnehmer veranlasst. 



   Wenn der   Rückrufstrom   bei der schon angeschlossenen Stelle einen geschlossenen Impulskontakt vorfindet, so bildet sich über JK, u2 und Erde ein Nebenweg. Um diese Ableitung des Rufes zu verhindern und das Rückrufpotential für alle andern an denselben Leitungsast angeschalteten Selektiv-Organe aufrechtzuerhalten, wird eine Drossel D (Fig. 2) eingeschaltet. 



   Die Erfindung beschränkt sich nicht nur auf die gezeichneten Beispiele. Sie ist auch anwendbar in Anordnungen, in welchen bei jeder   Anschlussstelle   mehrere Selektiv-Relais in   Brücke   an den Leitungs- ästen liegen oder in denen das Brückenrelais an einem Leitungsast und Erde liegt. In letzterem Falle kann die Drossel zur Symmetrierung herangezogen werden. 



   Die Rückrufeinrichtung kann auch bei Gesellschaftsapparaten für Schaltungen mit Auswahl durch Wechselstrom und überlagerten Gleichstrom Anwendung finden, in welchen beim anrufenden Teilnehmer eine Schleifenverbindung in bisher bekannter Art vorhanden war und bei denen die Steuerung des Stromstossempfangsrelais über beide Leitungsäste erfolgt. Zu diesem Zweck wird nach Fig. 3 in den Teilnehmerapparat ein von der Fingerscheibe abhängiges Kontaktpaar ul, u2 und eine Umschaltevorrichtung 1, 2,3 eingebaut. Werden die Klemmen 1 und 3 verbunden, so ist der Apparat beispielsweise für die Verwendung nach dem österr. Patent 54945 geeignet. Wird diese Verbindung jedoch gelöst und eine solche zwischen den Klemmen 1 und 2 hergestellt, so entsteht ein Apparat für eine Anordnung nach der Erfindung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und Gesellschaftsleitungen, bei welcher der Aufbau einer Verbindung in der Vermittlungsstelle ohne Potentialumkehrung auf der Anschlussleitung erfolgt und bei welcher die Besetztprüfung und der Anschluss einer   Anschlussstelle   nach der im Patente Nr. 54945 beschriebenen Anordnung bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mittels dem Impulsgeber zugeordneter Schaltmittel vor der Impulsabgabe die Sprechschleife unterbrochen wird und während der Impulsabgabe einerseits der Prüfstromkreis für alle Teilnehmer über den einen Leitungsast aufrechterhalten bleibt sowie anderseits das Stromstossempfangsrelais von dem angeschalteten Teilnehmer über den andern Leitungsast mit der vollen Batteriespannung gesteuert wird.

Claims (1)

  1. 2. SchaltungsanordI1lmg nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die die Sprechschleife unterbrechenden Schaltmittel vorzugsweise als Kontakte eines Impulsgebersystems der Fingerscheibentype ausgebildet sind, welche-bei der Betätigung der Fingerscheibe wirksam werdend-einerseits zur Steuerung des Stromstossempfangsrelais den einen Leitungsast an Erde legen und anderseits die Sprechgarnitur von diesem Leitungsast abschalten.
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei welcher die Teilnehmer mittels Wechselstrom und überlagertem Gleichstrom ausgewählt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussendung des Rückrufstromes zwecks Verbindung von Teilnehmern der gleichen Gesellschaftsleitung mittels an sich bekannter Rückrufeinrichtungen der Vermittlungsstelle vom Rufenden während jener Zeitspanne veranlasst wird, während welcher die vom Impulsgeber gesteuerten Schaltmittel die Sprechschleife offen halten.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den über den einen Leitungsast verlaufenden Steuerkreis des Stromstossempfangsrelais ein Widerstand (z. B. Induktivität D) eingeschaltet wird, wodurch das Rückrufpotential für alle andern auf demselben Leitungsast angeschalteten Selektivorgane aufrechterhalten bleibt, wobei als dieser Widerstand ein auch schon andern Zwecken dienendes Schaltelement (z. B. Symmetriedrossel) verwendet werden kann.
    5. Teilnehmerapparat für Gesellschaftsleitungen, welcher zur Steuerung des Stromstossempfangsrelais über beide Leitungsäste eingerichtet ist und in Anlagen nach den Ansprüchen 1 und 3 mit Steuerung des Stromstossempfangsrelais über nur einen Leitungsast verwendet werden soll, dadurch gekennzeichnet, dass dem Impulsgeber ein Schaltmittel (ul, u2) zugeordnet wird (in Systemen der Fingerscheibentype vorzugsweise statt des Kurzschlusskontaktes), welches die Sprechgarnitur von einem Leitungsast abschaltet und den Steuerkreis über diesen Leitungsast für das Stromstossempfangsrelais herstellt, und weiters gekennzeichnet durch eine Umschaltvorrichtung (1, 2, 3), durch die eine Drossel (D) in den Steuerkreis für das Stromstossempfangsrelais eingeschaltet wird.
AT154323D 1936-04-02 1936-04-02 Schaltungsanordnung für Fernsprechanlangen mit Wählerbetrieb ung Gesellschaftsleitungen. AT154323B (de)

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