AT155556B - Verfahren zur Verarbeitung von Kappensteifstoffen für Schuhwerk. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Kappensteifstoffen für Schuhwerk.

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  Verfahren zur Verarbeitung von   Kappeusteifstoffen   für   Sehuhwerk.   



   Kappensteifen für Schuhwerk, die aus einem mit einer Mischung von   Nitrocellulose   und einem Kunstharz, gegebenenfalls unter Zusatz von   Erweichungs-und Füllmitteln   imprägnierten Filz od. dgl., vorzugsweise ungewalkten Filz bestehen, werden nach dem Schärfen zunächst wieder erweicht, indem sie in an sich bekannter Weise in einem verschlossenen Behälter den Dämpfen eines   Lösungsmittels,   wie Azeton, ausgesetzt werden. Die erweichte, sich nur feucht anfühlende und infolge des Harzzusatzes nicht schmierig gewordene Kappensteife wird dann in den Schaft zwischen Leder und Futter eingesetzt, und der Schaft mit der eingesetzten Kappensteife wird dann in eine Presse gebracht, in welcher die Kappensteife mit dem Leder und dem Futter einige Augenblicke zusammengepresst wird.

   Infolge der hohen Klebfähigkeit der Kappensteife, insbesondere beim Pressen, haftet die Kappensteife sofort am Leder und Futter fest, so dass der Schaft nahezu sofort weiter verarbeitet und über den Leisten übergeholt werden kann, ohne ein Verrutschen der Kappensteife   befürchten   zu müssen. Bei diesem Überholen nimmt die erweichte Kappensteife, insbesondere bei Verwendung eines ungewalkten Filzes, die jeweils benutzte Leistenform leicht und ohne jede Faltenbildung an, so dass jede Klopfarbeit wegfällt, und da die Kappensteife zu ihrer Erweichung nur wenig Lösungsmittel aufzunehmen braucht, schlägt auch kein Lösungsmittel durch das Leder. 



   Der nächste Arbeitsgang, das Zwicken, wird bisher in der Weise vorgenommen, dass der übergeholte Schuh in eine   Spitzenzwiekmasehine   gebracht wird, in welcher der über den Leisten vorstehende Rand des Oberleders mittels der Zwickscheren über den Leisten gewalkt und dann bei dem Me KayVerfahren mittels Täcksen auf die Brandsohle genagelt und mittels eines Klebmittels aufgeklebt wird. 



  Die Nägel haben hiebei den Zweck, die Kappe so lange auf der Brandsohle zu halten, bis die Schuhkappe getrocknet ist und der Klebstoff abgebunden hat, was gewöhnlich eine Stunde oder auch längere Zeit erfordert. Nach dieser Trockenzeit müssen dann sämtliche Nägel wieder entfernt werden, worauf dann erst das   überschüssige,   übergeholte Leder zwecks weiteren Aufbaues des Schuhes weggeschnitten werden kann. 



   Bei der sogenannten Rahmenware (Goodyear) wird die überholte Kappe nach dem Hereinwalken auf den Leisten an Stelle der genannten Täckse durch einen auf den   Schaftrand   längs der Brandsohlenlippe aufgezogenen Draht auf der Brandsohle befestigt, bis die hereingewalkte Kappe getrocknet ist, worauf auch dieser Draht vor dem Vernähen von Brandsohlenlippe, Schaftrand und Rahmen wieder entfernt wird. Um hiebei ein schnelleres Trocknen der Kappen und gegebenenfalls der obengenannten Klebstelle zu erreichen, können die Schuhe auch durch Trockenöfen hindurchgeschickt werden, wodurch aber die Herstellungskosten erhöht werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass bei Kappensteifen, die mit einem Gemisch von Nitrozellulose und Kunstharz imprägniert sind, die genannten Befestigungen der hereingewalkten und auf die Brandsohle aufgeklebten Kappe durch Täckse oder Heftdrähte, welche ein Abheben der noch nassen Kappe von der Brandsohle verhindern sollen, vollkommen in Wegfall kommen können, wenn die beim Erweichen soleher Kappensteifen erforderliche kleine Menge Lösungsmittel beim Hereinwalken des Schaftes auf die Brandsohle, beispielsweise durch Zuleiten von Heissluft, entfernt wird, so dass die aufgeklebte Kappe sehr schnell getrocknet werden kann und somit ihre hereingewalkte Form behält, ohne dass ein Abheben der aufgeklebten Kappe zu   befürchten   ist. 



   Demgemäss wird das Zwicken, wie folgt, vorgenommen. Zunächst wird die Kappe auf der Spitzenzwiekmasehine in üblicher Weise über den Leisten bzw. die am Rande mit einem Bindemittel, wie dem 

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