AT156011B - Notenblattwender. - Google Patents
Notenblattwender.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Notenblattwender. Gegenstand der Erfindung ist ein Notenblattwender, der sowohl zum Vorwärts-als auch zum Rückwärtsblättern der Noten eingerichtet ist, so dass jeweils nach Wunsch eine oder mehrere Seiten auf einmal erfasst werden. Es sind Geräte mit einem, um eine im wesentlichen senkrecht zur Blatt- ebene stehende Achse drehbaren Wendearm bekannt. Im Sinne der Erfindung sind zwei solcher Wendearme zu einem, in beiden Richtungen um die in der Mittelebene des aufgeschlagenen Heftes angeordnete Achse drehbaren Doppelarm vereinigt, dessen eines Ende zum Vorwärts-und dessen anderes Ende zum Rückwärtsblättern dient. Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1 und 2, eine Ausführungsform des Notenblattwenders mit gegen die Blattkante treffenden Wendefingern an den Enden des Wendearmes. Ein Wendearm mit mehreren Fingern zum Wenden mehrerer Blätter auf einmal ist in Fig. 3, ein Pedal zur Betätigung der Mehrblattwendeeinrichtung ist in Fig. 4 dargestellt. Einen Doppelwendearm, dessen Enden die Blätter unter Reibung erfassen, zeigen die Fig. 5 und 6. In Fig. 1 bezeichnet 1 den Notenständer, 2 den drehbaren Doppelarm, zu welchem die beiden Wendearme mit den an ihren Enden vorgesehenen Wendefingern 3v und. 3r vereinigt sind. In einem am Boden aufruhenden Rahmen 4 sind Räder 5v und 5r gelagert, die mit Pedalen 6v und 6r fest verbunden sind und über Schnurtriebe 7v und 7r, von denen der eine offen und der andere gekreuzt ist, die Räder 8v und 8r antreiben. Die Räder 8 sitzen mit einem Kegelrad 9 auf einer gemeinsamen Welle und treiben dieses je nach der Betätigung des Vorwärts- oder des Rückwärtspedals (r) in verschiedenen Richtungen an. Das Kegelrad steht mit einem Ritzel 10 in Eingriff, das seine Drehung über eine Teleskopwelle 11 auf ein Ritzel 12 überträgt, von wo aus die Bewegung über ein zweites Kegelrad 13, ein Ritzel 14 und ein Rohr 15 auf den Doppelarm 2 weitergeleitet wird, der sich somit um die Achse des Rohres 15 dreht, u. zw. bei Betätigung des" o"-Pedales im Uhrzeiger-und bei Betätigung des )-"-Pedales im Gegenuhrzeigersinn. Je nach der Drehrichtung trifft der Doppelarm 2 mit den Fingern 3p oder 3r gegen die Oberkante des rechten oder linken Blattes des aufgeschlagenen Heftes und hebt dieses Blatt auf, um es bei weiterer Drehung des Doppelarmes auf die andere Seite des Heftes umzulegen. Im ersteren Falle wird also voraus-, im zweiten Falle rückgeblättert. Die Teleskopwelle 11 ist in einem, im Rahmen 4 festsitzenden Rohre 16 und das Rohr 15 ist in einer am Notenpulte 1 befestigten Schelle 17 gelagert. Ferner sind die Rohrwellen 11 und 15 mit den einander zugekehrten Enden in durch ein verstellbares Gelenk 20 verbundenen Rohren 18 und 19 gelagert. Durch Veränderung des Auszuges des Teleskoprohres und durch Verstellung des Gelenkes ist die Vorrichtung jedem Notenpult anzupassen. Zum Wenden von zwei und drei Blättern auf einmal besitzt jeder der Arme (Fig. 3) an seinen Enden ausser den mit den Armen aus einem Stick bestehenden Fingern 3v bzw. 3r zusätzliche, beweglich angeordnete Wendefinger 3'und und-3", die in der Ruhelage seitlich vom Finger 3 weggespreizt und daher unwirksam sind und im Bedarfsfalle hinter den Hauptfinger J gebracht werden. Die Steuerung der zusätzlichen Finger erfolgt über ein Pedal 21, einen Hebel 22, einen auf der Welle des Tellerrades 9 EMI1.1 und einen Kegel 26, der bei kleinem Vorschub die steifen Drähte 27'und bei grösserem Vorschub auch die Drähte 27"auseinander drängt. Die Drähte sind auf der Oberfläche des Armes in Schellen 28 geführt und an den zusätzlichen Wendefingern-3'und. 3" angelenkt, deren Verstellung in die Gebrauchslage sie bewirken. Zwecks Einstellung des Vorschubes auf das Wenden von zwei oder drei Blättern <Desc/Clms Page number 2> auf einmal besitzt das Mehrblattwendepedal M Biegel 29, die in Stege 30 einfallen können, so dass das Pedal 21 in bestimmten Lagen festgehalten wird. Das Mehrblattwendepedal 21 ist jeweils vor dem eigentlichen Wendepedal zu betätigen. Es kann Vorsorge getroffen werden, dass der federnde Rück- gang dieser Pedale bzw. der Riemenscheiben 5 die Feststellung des Mehrblattwendepedals 21 auslöst, so dass dasselbe wieder in seine Anfangsstellung zurückkehrt, indem z. B. an dem Hebel 22, der die Stege 30 trägt federnde Klinken 31 vorgesehen sind, die den Auslösestift 40 der Wendepedale 6 beim Niederdrücken derselben vorbeigleiten lassen. Beim Zurückgehen erfassen die Auslösestifte 40 die Klinke 31, dadurch gibt der Hebel 22 die Riegel 29 frei und das Mehrblattwendepedal 21 kehrt wieder in seine ursprüngliche Lage zurück. Der Wendearm 32 gemäss den Fig. 5 und 6 ist von runder teleskoprohrförmiger Ausbildung, so dass er Blättern verschiedener Breite angepasst werden kann. An den äusseren Enden des Doppel- armes sind drehbare Ringe 33 aus Hartholz angeordnet, auf deren Umfang die, die eigentlichen Organe zum Aufbauchen des Papier bildenden Reibungsnocken 34 vorgesehen sind. Zur Stützung und zum Umlegen des aufgebauschten Blattes dienen bewegliche Zungen 35, die in der Ruhelage in das Innere des Armes zurückgezogen sind und nur bei der Drehung des Armes nach aussen treten. Zu diesem Zwecke hängen die Zungen 85 an Rädchen 36, die bei der Drehung des Wendearmes entgegen der Kraft von Federn 37 durch Zugschnüre 38 verdreht werden, die an einer im Raume feststehenden Schelle 17 befestigt sind. Die Mehrblattwendeeinrichtung besteht aus einem Getriebe 39, das eine, der Drehung des Armes um die Achse des Rohres YJ vorausgehende Drehung der Holzringe 33 um die Achse des Wendearmes bewirkt, wodurch mehrere Blätter aufgebauscht werden, hinter die sich dann die beweglichen Zungen 35 legen. Der Antrieb des Getriebes kann z. B. von einem Motor abgeleitet werden, der bzw. dessen Kupplung mit dem Getriebe durch das Mehrblattwendepedal gesteuert wird. In gleicher Weise kann auch die Drehung des Wendearmes von einem Motor abgeleitet werden. Die maschinelle Betätigung empfiehlt sich insbesondere dann, wenn das Wenden der Blätter nicht vom ausübenden Musiker selbst vorgenommen werden soll, sondern eine Fernbetätigung des Notenblattwenders notwendig ist. In diesem Falle erhält beispielsweise jeder Notenstand eines Orchesters eine Wendeeinrichtung mit Motor und sämtliche Einrichtungen werden zentral und auf elektrischem Wege über Leitungen oder drahtlos gesteuert. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Notenblattwender mit einem, um eine, im wesentlichen senkrecht zur Blattebene stehenden Achse (15) drehbaren Wendearm (2), dadurch gekennzeichnet, dass dieser Wendearm aus zwei zu einem Doppelarm vereinigten Armen besteht, von denen einer für das Vorwärtsblättern und der andere für das Rückwärtsblättern dient (Fig. 1 und 2).
Claims (1)
- 2. Notenblattwender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden des Wendearmes Finger (. 3v und 3r) aufweisen, die das Notenblatt zum Vorwärts-bzw. Rückwärtsblättern erfassen (Fig. 3).3. Notenblattwender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den an beiden Enden vorgesehenen festen Fingern (3v und 3r) noch bewegliche Finger (3'und 3") angeordnet sind, die zum Erfassen je eines weiteren Blattes dienen und die nach Wunsch aus der Ruhelage in die Gebrauchslage gebracht werden können (Fig. 3).4. Notenblattwender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende des Wendearmes ein um seine eigene Achse drehbares, das Notenblatt mit Reibung erfassendes ringförmiges Element (34) aufweist, mit dem das zu wendende Blatt erfasst und aufgebauscht wird, worauf sich ebenfalls an den Enden des Wendearmes vorgesehene bewegliche Zungen (. 35), die gleichzeitig mit dem Aufbauchen des Blattes aus dem Innern des Wendearmes hervortreten, hinter das aufgebauschte Blatt legen und dasselbe erfassen (Fig. 5 und 6).5. Notenblattwender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Element (. 34) unabhängig von der Drehung des Wendearmes 32 um seine eigene Achse gedreht werden kann, um zwei oder mehr Blätter auf einmal aufzubauschen (Fig. 5 und 6).6. Notenblattwender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wendearm (2, 32) von einem drehbaren, vorzugsweise von einem ausziehbaren Ständerrohr (11) getragen und angetrieben wird, an das sich nach Bedarf ein oder auch mehrere, im Winkel zueinander versetzte, über Winkeltrieb (12, 13, 14) angetriebene Rohre (15) anschliessen (Fig. 1).7. Notenblattwender nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern der Ständerund Antriebsrohre die Steuerung (25, 39) für die Mehrblattwendeeinrichtungen angeordnet ist (Fig. 1).8. Notenblattwender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den Antrieb des Wendearmes in beiden Drehrichtungen je ein Pedal dz 6r) vorgesehen ist, zwischen denen ein weiteres Pedal (21) angeordnet ist, das die Mehrblattwendeeinrichtung steuert, welches Pedal mit einer aus Riegeln (29) und Stegen (30) bestehenden Feststellvorrichtung versehen ist, die das Pedal auf verschiedenen Punkten seines Weges festhalten kann (Fig. 1, 2 und 4). <Desc/Clms Page number 3>9. Notenblattwender nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Pedale (6v, 6r) auf ihrem Rückweg mittels eines Auslösestiftes f) die Feststellvorrichtung des Mehrblattwendepedals (21) auslösen, so dass dieses in seine Anfangslage zurückkehrt (Fig. 2 und 4). EMI3.1
Applications Claiming Priority (1)
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