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Vorrichtung zum Bilden eines Tabakvliesses.
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den in Fig. 4 ersichtlichen Seitenwänden 110 eine Kammer bildet, in welche die Tabakteilchen hinein- gelangen und an deren Austrittsende eine umlaufende Stiftwalze 12 angeordnet ist, deren Drehrichtung derjenigen der Walze 9 entgegengesetzt ist und welche die Vorwärtsbewegung des Tabaks verhindert.
Die Wand 11 ist an der Eintrittsseite der Kammer aufwärts gebogen und bildet ein Mundstück und an dem entgegengesetzten Ende ist sie möglichst dicht an die Fläche der Stiftwalze 12 herangebracht, jedoch so, dass eine gewisse von der Wand ausgeführte Bewegung möglich ist.
Die innere Fläche der Wand 11 ist im wesentlichen parallel zu der Fläche der Walze 9. Es hat sich aber als zweckmässig erwiesen, dass die Flächen 9 und 11 sich ein wenig von der Einlassseite nach der Auslassseite hin einander nähern, nur darf das Zusammenlaufen nicht so gross sein, dass ein Stossen oder Klemmen in der Kammer erfolgt.
Die Tabakteilchen werden durch die Walze 9 in die Kammer hineingeführt und die Walze 12 verhindert ihren sofortigen Austritt, da sie mit einer geringeren Geschwindigkeit umläuft als die Walze 9, so dass ein Tabakvliess gebildet wird, welches sich über die ganze Länge der Kammer erstreckt. Die Walze 12 entfernt dann den Tabak von dem in der Kammer gebildeten Vliess, u. zw. wird der Tabak mit einer geringeren Geschwindigkeit entfernt als er in die Kammer einströmt.
Unter der Stiftwalze 12 ist eine konkave Wand 13 so dicht unterhalb der Walze vorgesehen, dass letztere gerade frei umläuft. Die Wand 1. 3 dient zugleich als Schaber für die Walze 9, so dass das Tabakvliess von der rascher laufenden Walze 9 entfernt und durch die Zähne der Stiftwalze 12 weggeführt wird. Der von der Walze 12 aufgenommene und über die konkave Fläche 13 geführte Tabak wird dann von der Schlagwalze 14 abgenommen und in die Strangrinne 15 geworfen. Der Trog 15 kann zur Bildung des Zigarettenstranges oder zur Bildung eines ununterbrochenen Füllstranges für eine Tabakpackmaschine dienen.
Das Vliess, das in der Kammer gebildet wird, wird ständig nach der Walze 12 hin bewegt und bei dem in Fig.. 1, 2 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel wird, um die Vorwärtsbewegung des Tabaks nach der Walze 12 hin zu unterstützen, die Wand 11 von Lenkern 16 und 17 getragen, welche an exzentrischen Spindeln 18 und 19 angeordnet sind. Die Spindeln werden von dem Hauptantrieb der Maschine aus in Umlauf gesetzt, so dass sie die Wand 11 im Sinne des Tabakvorschubes bewegen. Die Geschwindigkeit der Wand ist geringer als die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 9, aber grösser als die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 12. An Stelle der beweglichen Wand 11 kann man auch eine feste Wand anordnen.
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Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass der Auslass der Kammer durch eine Stiftwalze verschlossen wird, man kann vielmehr die gleiche Wirkung auch dann erzielen, wenn sich an die umlaufende Walze 9 oder das Band 90 eine langsamer laufende Walze oder ein langsamer laufendes Band anschliesst und die Gegenwand sich soweit erstreckt, dass der letzte Teil der Kammer zwischen dieser Gegenwand und dem langsamer laufenden Band gebildet wird. Die Abnahme des Tabaks kann alsdann am Ende des langsamer laufenden Bandes durch eine Stiftwalze od. dgl. erfolgen. Wesentlich für die Erfindung ist nur, dass der Tabak mit grösserer Geschwindigkeit der Kammer zugeführt wird als diejenige, mit der er aus der Kammer entfernt wird, so dass in der Kammer ein Verdichten des Vliesses erfolgt.
In dem sich ergebenden Vliess werden eine grosse Zahl von Tabakfäden quer zur Bewegungsrichtung des Vliesses liegen. Dies ergibt sich daraus, dass die Tabakfäden auf einer Fläche liegen, welche unter ihnen weggleitet. Je mehr die Fäden voneinander getrennt sind, bevor sie in den Kanal gestaut werden, desto grösser wird der Hundertsatz an Fäden in dem fertigen Vliess sein, welche quer liegen, und je grösser der Hundertsatz der querliegenden Fäden ist, desto gleichmässiger ist die Entnahme mittels der Stiftwalze 14.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Bilden eines Tabakvliesses auf der mittelbar oder unmittelbar zur Strangrinne führenden, laufenden Fläche bei einem Ausbreiter für Zigarettenmaschinen, wobei das Tabakvliess in einem Kanal gebildet wird, aus dem der Tabak durch eine Entnahmevorrichrung, z. B. eine Stiftwalze, mit geringerer als der Zuführungsgeschwindigkeit abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die laufende Fläche durch einen glatten Boden des Kanals gebildet ist.