AT156361B - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten. 
 EMI1.1 
 
Produkte in kaltem   Ather   und kaltem Benzol meistens nur unvollkommen lösen, sind die erfindungs- gemäss erhaltenen Kondensationsprodukte in solchen Lösungsmitteln durchweg praktisch vollkommen löslich. Von besonderer Bedeutung für die Verwendungsmöglichkeit dieser Kondensationsprodukte ist ferner ihre praktisch vollständige Löslichkeit in verdünnter, etwa 5% iger kalter Natronlauge, in der die Kondensationsprodukte aus p-Toluolsulfamid und Formaldehyd nur   unvollständig löslich   sind. 



   Ein weiterer Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht darin, dass dabei die Bildung der
Kondensationsprodukte rascher und vollständiger erfolgt als die Kondensation von p-Toluolsulfamid mit Formaldehyd unter denselben Bedingungen. 
 EMI1.2 
 angenommen werden, dass das Alkali aus der Toluolsulfamidalkaliverbindung bei der Umsetzung abgespalten wurde. 



   In der britischen Patentschrift Nr. 317456 ist ein Verfahren beschrieben, gemäss welchem   äquimolekulare Teile Toluolsulfamid und Formaldehyd unter Rückfluss 16-20 Stunden auf 1500 erhitzt werden, wobei die Kondensation in Gegenwart eines sauren oder alkalischen Katalysators   vorgenommen werden kann, ohne dass jedoch die Gegenwart eines Katalysators notwendig wäre. Aus dem so erhaltenen Anfangskondensationsprodukt wird nach dem Waschen und Trocknen durch Erhitzen auf   200-260    unter Rückfluss und nach allfälliger Zugabe von 15 bis   20%   eines Molekularteiles des ursprünglich verwendeten Toluolsulfamids ein Harz erhalten, welches gänzlich in Aceton, Alkohol und Benzol löslich ist.

   Der Arbeitsgang des Nacherhitzens auf   200-260  ist erforderlieh,   um Lösungen des Kondensationsproduktes in Benzol zu erhalten, die kein Toluolsulfamid mehr absetzen. Auch nach der britischen Patentschrift Nr. 338002 wird ein durch Einwirkung äquimolekularer Teile von   p-Toluolsulfamid und Formaldehyd unter 16-20stündiger Rückflusskochung bei 100-1500 gewonnenes Kondensationsprodukt mit weiteren Mengen Toluolsulfamid nachbehandelt.

   Von den in bekannter Weise durch Einwirkung von Formaldehyd auf Toluolsulfamid, gegebenenfalls in Gegenwart geringer Mengen Alkali als Katalysator, hergestellten Kondensationsprodukten unterscheiden sich die nach dem   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Verfahren gemäss der Erfindung gewonnenen Kondensationsprodukte, die aus den Toluolsulfamid-
Alkaliverbindungen erhalten werden, welche das Alkali im äquimolekularen Verhältnis enthalten, sehr wesentlich in ihrer Zusammensetzung und in ihren Eigenschaften. Insbesondere zeichnen sich die erfindungsgemäss hergestellten Kondensationsprodukte durch ihren stark ausgeprägten hydro- phoben Charakter aus, was z. B. für die Anwendung als Textilhilfsmittel von ausschlaggebender Be- deutung ist. 



   Beispiel 1 : Man erhitzt 1   Gewiehtsteil p-Toluolsulfamidnatrium   mit 2 Gewiehtsteilen   40% iger  
Formaldehydlösung durch 4 Stunden unter   Rückfluss   auf 100 . Nach dem Erkalten und Stehen trennt   sieh   das Reaktionsgemisch in zwei Schichten, von denen die untere, die das Reaktionsprodukt enthält, abgetrennt wird. Nach dem Auswaschen und Trocknen des Reaktionsprodukts im Vakuum erhält man eine mehr oder weniger gelb gefärbte dickölige bis zähfeste Masse. 



   Beispiel 2 : Man erhitzt 1 Gewiehtsteil eines Toluolsulfamidgemisehes, bestehend aus etwa   40% o-und 60% p-Verbindung   mit 2 Gewichtsteilen 40 Vol.-%iger Formaldehydlösung durch 4 Stunden unter Rückfluss auf 100 . Das Reaktionsprodukt wird entsprechend Beispiel 1 abgetrennt, gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es stellt eine gelbliche   dickölige   Masse dar, die etwas flüssiger ist als das
Kondensationsprodukt, welches aus p-Toluolsulfamid nach Beispiel 1 hergestellt worden ist. 



   Die erfindungsgemäss   erhältlichen   Kondensationsprodukte eignen sich u. a. vorzüglich zur
Herstellung von Textilhilfsmitteln, insbesondere solchen, die zur Veredlung von Zellulosekunstfasern im Sinne einer   Wollähnlichmachung   verwendet werden können.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Toluolsulfamiden und Formaldehyd in der Wärme, dadurch gekennzeichnet, dass man o- oder p-Toluolsulfamidalkaliverbinungen oder deren Gemische mit mindestens 2 Gewichtsteilen 40%iger Formaldehydlösung durch längere Zeit, mindestens zwei Stunden, auf etwa 1000 erhitzt.
AT156361D 1935-05-21 1936-05-09 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten. AT156361B (de)

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