CH189869A - Verfahren zur Herstellung eines Toluolsulfamid-Formaldehyd-Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Toluolsulfamid-Formaldehyd-Kondensationsproduktes.

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CH189869A
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Fabriken Fahlberg-Li Chemische
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Fahlberg List Aktiengesellscha
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  Verfahren zur Herstellung eines     Toluolsulfamid-Formaldehyd-1iondensritionsproduktes.       Versuche haben ergeben, dass man zu  neuen wertvollen Kondensationsprodukten ge  langt, wenn man eine     p-Toluolsulfamid-Alkali-          verbindung    mit einem wesentlichen Überschuss  an     Formaldehyd    unter     Rückfluss    längere Zeit,  zum Beispiel mindestens etwa zwei Stunden,  auf 100 o erhitzt. Es ist nicht nötig,     finit    einer       reinen        p-Toluolsulfamid-Alkaliverbindung    zu  arbeiten.

   Es kann auch eine     Alkaliverbindung     benutzt werden, die aus dem technischen       p-Toluolsulfainid    hergestellt ist, das stets       o-Toluolsulfamid    enthält.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines Toluol       sulfamid-Formaldehyd-Kondensationsproduk-          tes,    das in kaltem Äther, kaltem Benzol,  sowie in etwa 5     o/oiger    kalter Natronlauge  praktisch vollkommen löslich ist, dadurch  gekennzeichnet, dass man auf einen Gewichts  teil     p-Toluolsulfamid-Alkaliverbindung    min  destens zwei Gewichtsteile 40     o/oige    wässerige       Formaldehydlösung    längere Zeit in der Wärme  einwirken lässt.

      Das so erhaltene Kondensationsprodukt  stellt ein bei gewöhnlicher Temperatur dick  öliges Produkt dar und unterscheidet sich  von den bisher bekannten ähnlichen Konden  sationsprodukten durch seine besondere Lös  lichkeit.  



  Die Kondensation von     p-Toluolsulfamid     mit Formaldehyd ist bekannt. Bei Verwen  dung dieser Stoffe entstehen nach den     be-.          kannt    gewordenen Kondensationsbedingungen,  Gewichtsverhältnis der Reaktionskomponen  ten     Toluolsulfamid:    Formaldehyd 40     o/oige     Lösung etwa 1:1, Kondensationsprodukte,  die bei gewöhnlicher Temperatur mehr oder  weniger feste harzartige     Substanzen    darstellen  und sich in kaltem Äther und Benzol nur  unvollständig lösen.

   Verschiebt man das Kon  densationsverhältnis von     Toluolsulfamid    zu  Formaldehyd (als     40o/oige    Lösung gerechnet)  auf etwa 1 : 2, so erhält man zwar Produkte,  die eine etwas öligere Beschaffenheit zeigen,  die aber öfter eine starke Neigung aufweisen,  beim Stehen unter Trübung fest zu werden,      wodurch die Löslichkeit in kaltem Äther und  Benzol noch mehr verringert wird.  



  Während sich die bekannten, au      p-Toluol-          sulfamid    und Formaldehyd hergestellten Kon  densationsprodukte in kaltem Äther und kal  tem Benzol meistenteils nur unvollkommen  lösen, ist das erfindungsgemäss erhältliche  Kondensationsprodukt in diesen Lösungsmit  teln praktisch vollkommen löslich.  



  Von besonderer Bedeutung für die Ver  wendungsmöglichkeit des neuen Kondensa  tionsproduktes ist seine praktisch vollständige       Löslichkeit        in        verdünnter        etwa    5     %iger        kalter     Natronlauge, in der die bekannten Konden  sationsprodukte aus     p-Toluolsulfamid    und  Formaldehyd nur unvollständig löslich sind.  



  Ein Vorteil des vorliegenden Verfahrens       besteht    auch darin, dass die erfindungsgemässe  Bildung des neuen Kondensationsproduktes,  wie sich zeigte, rascher erfolgt als die be  kannte Kondensation von     p-Toluolsulfamid     mit Formaldehyd unter sonst denselben Be  dingungen.  



  Die Entstehung des neuen Kondensations  produktes war umso überraschender, als die  Vermutung nahe lag, dass das Alkali des     To-          luolsulfamids    kondensationsverhindernd wir  ken würde. Da das neue Kondensationsprodukt  praktisch     alkalifrei    ist, so muss bei der Kon  densation das Alkali aus der T_     oluolsulfamid-          Alkaliverbindung    abgespalten werden.  



  Um zu dem neuen Kondensationsprodukt  zu gelangen, erhitzt man erfindungsgemäss  beispielsweise l Gewichtsteil     p-Toluolsulfamid-          Natrium    mit 2 Gewichtsteilen 40     0%iger    Form  aldehydlösung einige Stunden (z. B. vier  Stunden) unter     Rückfluss    auf<B>1000.</B> Nach  dem Erkalten und Stehen trennt sich das    Reaktionsgemisch in zwei Schichten, von  denen die untere, die das Reaktionsprodukt  enthält, abgetrennt wird. Nach dem Aus  waschen und Trocknen des Reaktionsproduk  tes im Vakuum erhält man eine mehr oder  weniger gelb gefärbte, dickölige bis     zähfeste     Masse.  



  Das neue Kondensationsprodukt eignet  sich unter anderem vorzüglich zur Herstel  lung von Textilhilfsmitteln, insbesondere sol  chen, die zur     Verwollung    von     Zellulosekunst-          fasern    verwendet werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Toluol sulfamid-Formaldehyd-Kondensationsproduk- tes, das in kaltem Äther, kaltem Benzol, sowie in etwa 5 %iger kalter Natronlauge praktisch vollkommen löslich ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen Gewichtsteil p-Toluolsulfamid-Alkaliverbindung mindestens zwei Gewichtsteile 40 %ige wässerige Form aldehydlösung längere Zeit in der Wärme einwirken gelassen werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Reaktions gemisch mindestens zwei Stunden erwärmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Reaktions gemisch auf etwa<B>100'</B> C hält.
CH189869D 1935-05-21 1936-05-09 Verfahren zur Herstellung eines Toluolsulfamid-Formaldehyd-Kondensationsproduktes. CH189869A (de)

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