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Einrichtung zum AbfHen von Flüssigkeiten, insbesondere Getränken wie Bier, Wein oder Milch, ans einem Behälter.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Ausschank bestimmter Mengen einer Flüssigkeit, insbesondere von Bier, mit Zählwerk zur Zählung der Dauer oder Anzahl der Abfüllungen oder Zapfungen, je einer aus dem Gehäuse herausragenden, zur Einleitung des Zapfens dienenden Hand- habe (Hebel, Taste usw. ) für jede Mengeneinheit und mit einer den Abschluss der Auslaufleitung selbst- tätig steuernden Zeitschaltvorrichtung.
Bei Einrichtungen dieser Art ist es insbesondere wichtig zu kontrollieren, wieviel grosse und kleine
Gläser gefüllt und wieviel Flüssigkeit überhaupt aus dem Behälter ausgeschenkt worden ist. Diese Kontrolle wird bei Flüssigkeiten wie Bier durch das Schäumen beim Füllen der Gläser sehr erschwert, so dass es der ausschenkende Person leicht möglich ist, in betrügerischer Weise durch schlechtes Einschenken die Füllung einer grösseren Anzahl von Gläsern zustande zu bringen, als bei gutem Einschenken möglich wäre, mit dem Geschäftsinhaber aber die richtig angenommene Anzahl von Gläsern zu verrechnen.
Die Einrichtung nach der Erfindung soll diese und ähnliche Missbräuche mit Sicherheit verhindern und sie soll im besonderen es auch unmöglich machen, während des Auslaufens der Flüssigkeit den Ablauf der Zeitsehaltvorrichtung von aussen über die aus dem Gehäuse ragenden Handhaben zu beeinflussen.
Die Einrichtung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder Handhabe ein vorzugsweise als mehrarmiger Hebel ausgebildetes schwenkbares Zwischenglied zugeordnet ist, das in ihre Bewegungsbahn vorragt und mit verschiedenen Steuerorganen versehen ist und bei der Vorwärtsbewegung zunächst durch einen Mitnehmer, dessen Weg von einem einstellbaren Anschlag begrenzt ist, die Schaltweglänge der Zeitschaltvorrichtung einstellt, seine Steuerorgane an die zu steuernden An- schlags- und Auslösevorrichtungen heranbringt und die so vor dem Öffnen des Absperrorgans hergestellte Bereitschaftslage durch einen Sperrkörper verriegelt, und das schliesslich bei seiner Weiteroder Rückbewegung diese Verriegelung wieder aufhebt,
worauf unter dem Einfluss von Kraftspeichern und unter Mitwirkung der Zeitschaltvorrichtung zuerst das Öffnen und dann das Schliessen des Absperrorgans in an sich bekannter Weise selbsttätig erfolgt.
Ferner ist bei der Einrichtung nach der Erfindung vorzugsweise eine von der Stellung des Absperrorgans oder von dessen Auslöse- und Verriegelungsmechanismus abhängig gemachte Unterbrechungssteuerung oder Sperrung vorgesehen, die beim Öffnen des Absperrorgans die bei geschlossenem Absperrorgan bestehende oder herstellbare Steuerverbindung zwischen der Zeitschaltvorrichtung und der Handhabe selbsttätig unterbricht oder ihre Herstellung sperrt.
Die Einrichtung nach der Erfindung lässt sieh, wie im folgenden noch näher dargelegt werden wird, so ausgestalten, dass das Abfüllen einfach durch Niederdrücken einer von mehreren Tasten eingeleitet wird, so dass sich dann alle Vorgänge selbsttätig abspielen, ohne dass von aussen ein Einfluss ausgeübt werden könnte.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der Figuren der Zeichnung beschrieben, u. zw. zeigen die Fig. 1, 2,6 und 7 den Aufriss, Seitenriss, Grundriss und eine teilweise Untersicht der Abfülleinrichtung, die Fig. 3-5 verschiedene Ansichten des Innensystems dieser Einrichtung, die Fig. 8 und 8 a eine Untersicht des Gehäusedeckels für zwei verschiedene Lamellenstellungen, während alle übrigen Figuren Einzelheiten in zweckmässig herausgezeichneten Lagen veranschaulichen.
Das Gehäuse der Abfülleinrichtung besteht aus einem zylindrischen Mittelteil ?, einem Deckel 90 und einem Unterteil 96, der zum Anschluss an das Gehäuse jenes Absperrorgans bestimmt ist, das, zwischen dem Behälter und der Ausflussöffnung geschaltet, den Abfüllvorgang steuert. Dieses Absperr-
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organ kann beispielsweise als federbelastetes Ventil ausgebildet sein. Die Aufgabe der Abfülleinriehtung soll darin bestehen, das Ventil in vorbestimmter Weise bei jeder Abfüllung eine Zeitlang offen zu halten, so dass die gewünschte. Flüssigkeitsmenge abfliessen kann. Die Zeit, während der das Ventil offen steht, soll je nach der Art der Betätigung der Abfülleinrichtung verschieden sein, so dass nach Bedarf verschieden grosse FlÜssigkeitsmengen dem Behälter entnommen werden können.
Das Gestänge des Absperrventils wird durch eine Kupplung mit den das Ventil steuernden Teilen der Einrichtung verbunden. In der Zeichnung ist nur die eine Hälfte 33 dieser Kupplung eingezeichnet, wogegen die zugehörige andere Hälfte samt dem mit ihr verbundenen Gestänge sowie auch das Ventil selbst und sein Gehäuse in der Zeichnung nicht dargestellt sind. An die Bodenfläche des Gehäuseunterteiles 96 sind zwei halbkreisförmige, federnde Segmente 97, 98 angeschraubt (Fig. 7), so dass der Unterteil 96 mittels einer Verbindung, die nach Art eines Bajonettverschlusses ausgebildet ist, an das Gehäuse des Absperrventils oder an ein zu diesem Ventil führendes Verbindungsrohr angeschlossen werden kann.
Ist die Abfülleirichtung an das Ventil angeschlossen, so kann diese Verbindung gegen unbefugtes Öffnen durch Schloss und Riegel gesichert werden. In der Fig. 1 ist nur ein Glied 99 dieser Verriegelung eingezeichnet.
Aus dem Gehäusedeekel ragen drei Handhaben, z. B. Tasten 1, l'und 1", heraus, die um eine gemeinsame Achse 2 frei drehbar gelagert sind. Durch Niederdrücken und Wiederloslassen z. B. der mittleren Taste 1 wird das Abfüllen eines Liters der Flüssigkeit herbeigeführt, wogegen die linke Taste l' zum Abfüllen eines halben Liters und die rechte Taste 1" zum Nachfüllen einer kleinen Flüssigkeitsmenge, des sogenannten Naehspritzers", bestimmt sind.
Jede Taste hat einen unteren Arm. 3, 'und 5", der durch einen Führungssehlitz 100, 100'und 100"in das Innere des Gehäuses der Abfulleinriehtung hineinragt und mit einem als dreiarmiger Hebel ausgebildeten schwenkbaren Zwischenglied 5, 5'und 5"dauernd in Eingriff steht, indem das untere Ende des Tastenfortsatzes 3 auf die am Ende des einen Armes des Hebels 5 gelagerte Rolle 4 einwirkt.
Von den dreiarmigen Zwischengliedern 5, 5'und 5", die auf der Achse 14 schwenkbar gelagert sind, ist einer in der Fig. 9 in vergrössertem Massstab herausgezeichnet. Da die Hebel 51 und 5" in genau der gleichen Weise ausgebildet sind wie der Hebel 5, genügt es, wenn im folgenden nur auf den von der Taste 1 beeinflussten Hebel 5 Bezug genommen wird. Wird z. B. die Taste 1 niedergedrückt, so wird dadurch der Betätigungshebel 5 um einen entsprechenden Winkel (in der Fig. 1 entgegengesetzt dem Drehsinn des Uhrzeigers) gedreht, wobei eine Feder 52 (Fig. 5) gespannt wird, die nach dem Loslassen der Taste 1 den Hebel 5 wieder in die Ausgangslage zurückbringt. Die Hin-und Rückdrehung des Hebels 5 steuert alle zur Durchführung einer Abfüllung erforderlichen Vorgänge.
Durch das Vorwärtsdrehen des Hebels 5 beim Niederdrücken der Taste wird die Abfüllvorriehtung in eine Art Bereitsehaftsstellung überführt, wie dies im folgenden Besehreibungsteil behandelt ist.
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schwächeren Feder 11 abwärts und dreht die Achse 1-1 mit ihren Armen 10 und 10'so lange, bis der Anschlag 80 die weitere Drehung : der Achse 1-1 hindert. Daher bestimmt die Höhenlage des zur betätigten Taste gehörenden Anschlages (80, 80', 80'') auch die Grösse des Drehungswinkels der Achse 14 und damit die unterste Lage, die die Arme 10, 10'und ihre Querverbindung 9 einnehmen können.
Der Arm 10' (Fig. 1) trägt eine kleine Rolle 17 (Fig. 10), die mit einem hakenförmigen Hebel 18 in Eingriff steht und diesen bei nicht betätigter Abfiilleinrichtung daran hindert, sich unter der Ein-
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dieser Drehung wird durch die tiefste Lage der Rolle 17, also wieder durch die Höhenlage des die Feder 8 (8', 8") hemmenden Anschlages 80 (80', 80"), bestimmt. Der hakenförmige Hebel 18 sitzt fest auf einer Welle 19 (Fig. 10), die, in den Gehäusewänden 9.' ; und 94 (Fig. 2) gelagert, zu beiden Seiten dieser Wände je einen Daumen 20, 20' (Fig. 1) trägt.
Da diese Daumen mit der Welle 19 und letztere mit dem Hakenhebel 18 starr verbunden sind, werden sie während des Niederdrücken einer Taste um denselben Winkel nach rechts gedreht wie der Hebel 18.
Der nach unten ragende Arm des dreiarmigen Hebels, 5 (Fig. 1) trägt eine kleine Rolle 26 (s. auch Fig. 9 und Fig. 20), die während der Vorwärtsdrehung des Hebels mit einem Finger (Fig. 19) in Eingriff kommt und diesen Finger aufwärts schwenkt. Diese Bewegung wird auf zwei Verriegelungsarme 21 und 21'übertragen, die gleichfalls mit der Achse 89 des Fingers 2. 5 fest verbunden sind (Fig. 18 und 19). Die Arme 21 und 21' (Fig. 1) sind in der gleichen Ebene wie die Daumen 20, 20'angeordnet.
In der in der Fig. 1 gezeichneten Ruhelage der Einrichtung befindet sieh der Daumen 20 (20') oberhalb des Armes 21 (21') und steht mit diesem nicht in Eingriff. Wird aber durch das Niederdrücken einer Taste die Einrichtung in die Breitschaftsstellung überführt, so werden der Daumen 20 (20') abwärts und der Arm 21 (21') aufwärts gedreht und dadurch verriegeln sich beide. Die hochgehobenen Arme 21 und 21'werden von den Daumen 20 und 20'gestützt und an der Abwärtsbewegung gehindert, auch wenn der Hebel 5 mit dem Finger 2. ? ausser Eingriff kommt.
Die Verriegelungsarme 21 und 21'sind (s. Fig. 5) durch eine waagrechte Stange : J2 miteinander
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Stange 22 aufwärts bewegt, wobei diese Drehbewegung mittels der mit ihrem Kopf in der Mitte der Stange 22 gelagerten Schubstange 27 auf die Kolbenstange 28 übertragen wird, die infolgedessen den innerhalb des Zylinders 34 angeordneten kolbenartigen Hohlkörper 29 aufwärts zieht. Die Bewegung der Stange 28 des Kolbens 29 ist geradlinig. Im Innern des Kolbens 29 befindet sich eine Feder 31, die mit ihrem oberen Ende in eine Öse 30 des Kolbens und mit ihrem unteren Ende in eine Öse 32 des Kupplungsstückes 33 (Fig. 2) eingehängt ist.
Die Feder. 37 verbindet also den Kolben 29 mit dem Gestänge des Absperrventils.
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Auf der Welle 54 (Fig. 15-17) sind drei gekrümmte Arme 55, 55'und. 55" befestigt, auf der aus den oberen Armen der Hebel 5, 5'oder 5" seitlich vorragende, als Sperrkörper wirkende Bolzen 6,6' oder 6"aufliegen (Fig. 9 und 20). Die Oberseite der Arme Jj, 5. 5', 5"ist als zylindrische Fläche ausgebildet, die in der in der Fig. 1 gezeichneten Stellung konzentrisch zur Achse 14 liegt und von dieser so weit entfernt ist, dass der Bolzen 6 (6', 6") auf der zylindrischen Fläche von 5. 5 bzw. 55', 55" gleiten kann.
Wird nun eine der Tasten, beispielsweise die Taste 1, niedergedrückt, so verhindert der Bolzen des betätigten Hebels 5, da er über die zylindrische Oberfläche des Armes 55 gleitet, die Aufwärtsdrehung dieses Armes und damit auch die Aufwärtsdrehung des Hebels 5. 3 oder des Steuerungsgestänges der Sperrung 41, 41'. In der Bereitschaftsstellung der Einrichtung kann daher die Sperrung, die das Öffnen des Absperrventils verhindert, auch dann nicht aufgehoben werden, wenn absichtlich oder durch Zufall irgendeine Kraft am Steuerungsgestänge der Sperrung angreifen würde.
Die Kraft, die schliesslich die Sperrung beseitigt und damit das Öffnen des Absperrventils ermöglicht, wird bereits in der Bereitschaftsstellung der Abfülleinrichtung aufgespeichert, damit sie augenblicklich wirken kann, wenn die ihre Wirksamkeit hemmenden Umstände beseitigt werden.
Auf der Nabe des Verriegelungshebels 21' (Fig. 1) ist nämlich mittels Schrauben 24 eine breite und starke Blattfeder 2. 3 befestigt, deren frei vorragendes Ende sich während der Aufwärtsdrehung des Hebels 21'gegen das untere Ende des Hebels 58 legt und damit das ganze Steuerungsgestänge der Sperrung 41, 41'zu heben versucht, daran aber durch das Aufliegen des Bolzens 6 (6', 6") auf den Arm 55 (JJ', - ?") in bereits beschriebener Weise gehindert wird. Damit ist das Lösen der Sperrung vorbereitet und kann zu einem späteren Zeitpunkt durch die Kraft der Feder S. ? ruckartig erfolgen.
Während der Überführung der Abfülleinrichtung in die Bereitsehaftsstellung erfolgt zweckmässigerweise auch das Aufziehen der Zeitschaltvorrichtung und die richtige Einstellung jenes Schaltweges, der die Ablaufzeit der Zeitschaltvorrichtung bestimmt. Die Zeitschaltvorrichtung besteht der Hauptsache nach aus dem Sehaltrad 60 (s. auch Fig. 10), der mit ihm zusammenarbeitenden Schaltklinke 58, dem Uhr-oder Laufwerk und dessen Antriebsfeder 11.
Das Uhrwerk (s. insbesondere Fig. 1a), dessen Bestandteile grösstenteils auf der senkrechten Platte 69 des Gehäuses montiert sind, besteht aus dem mit dem Schaltrad 60 koaxialen und starr verbundenen Stirnrad 61, dem Übersetzungsgetriebe 62, 6. 3 und 64, dem Steigrad 65 und dem Pendel 67 mit der Hemmung 66. Die Schaltklinke 58 (Fig. 1) sitzt auf einem Zapfen 59 des Schaltarms 10', wobei der Zapfen durch eine Öffnung 16 der Gehäusezwischenwand 94 hindurchtritt, so dass er auch während der Drehung des Armes 10'auf kein Hindernis stösst. Der Arm 10'wird, wie bereits beschrieben wurde, beim Niederdrücken einer Taste um die Achse 14 abwärts gedreht, bis er in einer Lage stehenbleibt, die durch den Anschlag 80 vorbestimmt ist.
Während der Vorwärtsbewegung des Armes 10'läuft die Klinke 58 auf dem Umfang des Schaltrades 60 leer mit und bleibt schliesslich zugleich mit dem Arm 10'an einer vorbestimmten Stelle des Schaltradumfanges stehen. Das Spannen der Antriebsfeder 11 (Fig. 3) des Uhrwerkes erfolgt gleichfalls, wie bereits beschrieben, während der Vorwärtsdrehung des Armes 10'oder der Schaltklinke 58. Diese Feder hat im gespannten Zustande das Bestreben, die starr miteinander verbundenen Arme 10 und 10'und infolgedessen auch die Schaltklinke 58 wieder in ihre Ausgangslagen zurück- zubewegen, so dass sie bei dem zu einem späteren Zeitpunkt erfolgenden Rückgang dieser Schaltelemente der Zeitsehaltvorrichtung als Antrieb wirkt.
Diese Rückbewegung und damit der Lauf des Uhrwerkes würde sofort beim Loslassen der betätigten Taste beginnen, wenn nicht im Sinne der Erfindung Vorsorge getroffen wäre, dass das Ingangsetzen der Zeitschaltvorrichtung unabhängig von der willkÜrlichen Betätigungsweise der Taste nur durch den Zeitpunkt des Öffnens des Absperrventils bestimmt wird.
Der Hebel 44' (Fig. 2) trägt daher einen aufwärts ragenden Fagarm 48, der mit seinem hakenförmigen Ende einen vorragenden Stift 68 des Pendels 67 (Fig. 2) umfasst und infolgedessen das Ablaufen des aufgezogenen Uhrwerkes der Zeitschaltvorrichtung verhindert. Diese kann daher erst dann in Gang gesetzt werden, wenn bei der Freigabe der Sperrung 41, 41' der Steuerhebel41 :' und mit ihm der Fanghebel 48 gehoben wird, so dass das Pendel 67 ungehindert seine Schwingungen ausführen kann.
Damit die Schaltklinke 58 (Fig. 1) nach beendeter Vorwärtsdrehung mit Sicherheit in eine Zahn- lücke des Schaltrafes 60 einfällt, ist auf einer in den Gehäusezwisehenwänden 9. 3, 94 gelagerten Welle z (Fig. 1) mittels des Armes 72 (Fig. 14) ein waagrechter Stab 71 so angeordnet, dass er dem in der Fig. 1 nach links ragenden Arm jedes Hebels 5, 5', 5"am Ende deren Vorwärtsdrehung im Weg steht. Wird nun beispielsweise die Taste 1 ganz niedergedrückt, so drückt der erwähnte Arm des Hebels 5 den Stab 71 unter entsprechender Verdrehung der Welle 7. 3 (Fig. 4) und Spannung einer Feder 74 abwärts.
Diese Verdrehung der Welle 73 wird durch den entsprechend abgebogenen Draht 75 (Fig. 14) auf einen um die Achse 79 drehbaren Hebel 76 (Fig. 12) und von diesem weiter über die Federkupplung 77 (Fig. 13)
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Stift 70 in Eingriff kommt und dabei die Klinke gegen den Umgang des Schaltrades 60 drückt, so dass sie in eine Lücke des Sehaltrades einfallen kann. Wird die Taste dann losgelassen, so kehren die einzelnen Teile der beschriebenen Hilfseinrichtung unter der Wirkung der Feder 74 und der Federkupplung 77 augenblicklich in ihre Ausgangsstellung zurÜck ; die Sehaltklinke bleibt aber eingelegt.
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Im Innern des Gehäuses der Abfülleinrichtung befindet sich auch ein Zählwerk, das die Zahl der Betätigungen jeder Taste und damit die Menge der abgefüllten Flüssigkeit registriert. Dieses Zählwerk kann in der für ähnliche Zwecke üblichen Weise ausgebildet sein, doch soll für jede Taste der Einrichtung eine unabhängige Registrierung vorgesehen sein. In den Figuren der Zeichnung ist nur das Schaltrad 38 mit der Sperrklinke. 39 (Fig. 1) des Zählwerkes eingezeichnet, um die ungefähre räumliche Lage des Zählwerkes im Gehäuseinnern anzudeuten.
Der Antrieb des Schaltrades 38 und der den andern Tasten zugeordneten (nicht gezeichneten) Zählwerksschalträder erfolgt von dem nach unten ragenden Arm des Hebels 5 (5', 5") aus mittels einer auf diesem Arm angeordneten Schaltklinke. 36 (36', 36"). Dabei ist die räumliche Anordnung so zu treffen, dass eine Vorwärtsschaltung des Zählwerkes erst dann stattfindet, wenn der Hebel 5, (5', 5") so weit vorwärts gedreht worden ist, dass die bereits besprochen Verriegelung zwischen den Verriegelungsdaumen 20, 20'und 21, 21' (Fig. 1) stattgefunden hat.
Die Betätigung der Abfiilleinrichtung darf also nur dann gezählt werden, wenn das Erreichen der Bereitschaftsstellung der Einrichtung sichergestellt oder verwirklicht ist. Die Zählwerksanzeige kann durch ein Schauloch 91 (Fig. 1) des Gehäusedeckels beobachtet werden.
In der Bereitschaftsstellung ist das Absperrventil noch geschlossen. Die Arme 10 und 10'mit ihrer Achse 14 sowie die auf dem Arm 10'sitzende Schaltklinke 58 nehmen ihre tiefste Lage ein, die sie mit Rücksicht auf die eingestellte Höhe der Anschläge 80,80', 80"erreichen können : die Klinke 58 ist in eine Lücke des Schaltrades 60 (Fig. 1) der Zeitsehaltvorriehtung eingefallen. Die Uhrwerksfeder 11 (Fig. 3) ist aufgezogen. Die Daumen 20 und 20' (Fig. 1) befinden sich zusammen mit den Armen 21, 21'in der Verriegelungsstellung, in der die letztgenannten Arme hochgehoben und von den Daumen 20, 20'gestützt werden. Die Feder 31 (Fig. 2) ist infolgedessen gespannt.
Die Sperrung 41, 41' des Kupplungsstückes 33 und ihr Steuerungsgestänge befinden sieh noch immer in der in tien Figuren eingezeichneten Ruhelage. Die Feder 23 ist gespannt und drückt gegen das untere Ende des Hebels 53, den sie nicht in die Höhe heben kann, weil einer der Bolzen (Fig. 2) 6,6', 6"auf dem ihm zugeordneten Arm 55, 55', 55"aufruht. Der Fangarm 48 hält das Pendel 67 fest, so dass das Uhrwerk der Zeitschalt- vorrichtung gesperrt ist. Das der betätigten Taste zugeordnete Zählwerk ist um einen Schritt weitergeschaltet worden.
Wird nun die niedergedrückt Taste, z. B. die Taste1, losgelassen, so schnellt der vorwärts gedrehte Hebel 5 unter der Wirkung der Feder 52 (Fig. 4) in seine Ausgangslage zurück, wobei er auch mittels des Stiftes 7 die Feder 8 (Fig. 4) und mittels der Rolle 4 die Taste 1 in ihre Anfangslage zurückführt.
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die gespannte Feder 23 hebt den Hebel 53 und mit ihm das ganze Steuerungsgestänge 49, 44, 43 usw. der Sperrung 41, 41'in die Höhe. Die Nasen dieser Sperrung werden dadurch abwärts gedreht, so dass sie den Rippen 35, 35' des Kupplungsstückes 5-3 nicht mehr im Wege stehen. Das Gestänge des Absperrventils kann sich nun aufwärts bewegen und das Ventil wird durch die Kraft der gespannten Feder 31 ruckartig geöffnet.
Der Anfang der Abfüllung wird also durch den Augenblick bestimmt, in dem der Bolzen 6 während der Rückdrehung des Hebels 5 den Arm 55 frei gibt.
Das Anheben des Steuergestänge der Sperrung 41, 41'bewirkt zugleich mit dem Öffnen des Ventils auch das Ingangsetzen'der Zeitschaltvorrichtung. Mit der Aufwärtsbewegung des Armes 44' (Fig. 2) wird nämlich auch der Fangarm 48 emporgehoben, so dass das Pendel 67 des Uhrwerkes frei schwingen kann. Da die Uhrwerksfeder 11 (Fig. 3) gespannt ist und die Schaltklinke 58 (Fig. 1) mit dem Schaltrad 60 in Eingriff steht, fängt das Uhrwerk sofort zu laufen an. Während des Ablaufens der Zeitschaltvorrichtung werden unter allmählicher Entspannung der Feder 11 der Schaltarm 10' (Fig. 1) und die mit ihm starr verbundenen Konstruktionsteile, insbesondere auch die Schaltklinke 58, in die in den Figuren eingezeichnete Ruhestellung bewegt.
Das Absperrventil wird während dieser Zeit durch die Verriegelung der Arme 21, 21' (Fig. J) mit den Daumen 20,20'offen gehalten, so dass ein ungestörtes Entleeren der Flüssigkeit aus dem Behälter stattfinden kann.
Solange das Uhrwerk der Zeitschaltvorriehtung läuft oder solange die Abfüllung noch nicht beendet ist, ist ein neuerliches Niederdrücken einer der Tasten unerwünscht. Daher verhindern die Arme 55,55', 55" (Fig. 15-17), die durch das Heben des Steuerungsgestänges der Sperrung 41, 41' aufwärts geschwenkt werden, bis sich ihr äusserster Vorsprung 56 (Fig. 15) gegen den Bolzen 6 anlegt, in dieser Stellung durch ihre Stirnfläche 155 die Vorwärtsbewegung des Bolzens 6 und damit eine Betätigung der Taste 1. Dies ist erst dann wieder möglich, wenn sieh die Arme 55, 55', 55"wieder gesenkt haben, wenn also die Sperrung 41, 41'wieder in Wirksamkeit getreten ist.
Wenn nun der Schaltarm 10' (Fig. 1) mit der Schaltklinke 58 (Fig. 10) den vorbestimmten, der gewünschten Ablaufzeit entsprechenden Schaltweg zurückgelegt hat, so ist er wieder in der Nähe der in der Fig. 1 eingezeichneten Ruhestellung angelangt und seine Rolle 17 dreht den hakenförmigen Hebel 18 nach links, bis die diese Drehung mitmachenden Daumen 20, 20'mit den Verriegelungsarmen 21, 21'ausser Eingriff kommen. Dadurch wird die Verriegelung der Offenstellung des Absperrventils aufgehoben und dieses schliesst sich unter der Wirkung seiner Federbelastung, wobei das Ventil-
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gestänge, das Kupplungsstück 3. 3 und alle am Heben dieses Kupplungsstückes beteiligten Teile in die in den Figuren eingezeichnete Ruhestellung zurÜckbewegt werden.
Es senken sich also auch die Verriegelungsarme M, M' (und mit ihnen die Finger 25,25',25") sowie die Blattfeder 2. 1 Infolgedessen bewegt sich das ganze Steuerungsgestänge der Sperrung 41,41' abwärts, bis durch das Aufsetzen der Arme-M, 4-3'auf dem Gehäuseunterteil die in den Figuren eingezeichnete Sperrstellung erreicht ist.
Geschieht dies, bevor das Kupplungsstück 33 in seine tiefste Lage zurückgekehrt ist, so verhindert dies dennoch nicht das Vorübergehen der Rippen 35,35' (Fig. 2) an den Sperrdaumen 41,41', da letztere infolge der Führung des Stiftes 37 (Fig. l) im Schlitz 50 des Hebels. J9 ausweichen können. Das Senken des Steuerungsgestänges setzt auch das Uhrwerk der Zeitschaltvorrichtung still, da der Fangarm 48 die Bewegungen des Pendels 67 hemmt. Es sind nun alle Teile der Einrichtung in ihre Anfangsstellung zurückgekehrt, so dass eine neuerliche Abfüllung vorgenommen werden kann.
Wird die Taste ungenügend niedergedrückt, so dass die Bereitschaftsstellung nicht erreicht
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betätigten Bestandteile der Einrichtung kehren beim Loslassen der Taste augenblicklich in ihre Ausgangslage zurück, auch der Schaltarm 10', da die Sehaltklinke 58 nur lose am Schaltrad 60 entlang schleift.
Wird jedoch die Taste so weit niedergedrückt, dass die Verriegelung hergestellt wird. so kann der einmalige und vollständige Abföllvorgang nicht mehr verhindert werden, aber auch während der Abfüllung kein neuerliches Drücken einer Taste stattfinden.
Ein gleichzeitiges Niederdrücken mehrerer Tasten kann durch folgende einfache Sperrung verhindert werden : An der Unterseite des Gehäusedeckels 90 (Fig. 1) sind mittels der Schrauben 10 : 2 und 102 lamellenartige Plättchen 101, 101' nebeneinander befestigt, die aber um die Achse ihrer Befestigungsschraube gedreht werden können (Fig. 8 und Fig. 8 a) und mit seitlichen Ansätzen derart aneinander stossen, dass die Drehung der einen Lamelle stets auch die Drehung der andern bewirkt.
Die beiden Lamellen überdecken die Gehäusestege, die zwischen jenen führungsartigen Öffnungen 100, 100'und 100" liegen, durch die die Tastenarme 3, 3', 3" hindurchtreten. Dabei ist aber jede Lamelle so geformt, dass sie stets auch mindestens eine der ihr benachbarten führungsartigen Öffnungen teilweise überdeckt. Die Spitzen der Lamellen und die Tastenarme 3 (. 3',. 3") sind so ausgebildet, dass beim Niederdrücken einer Taste die in die fühnmgsartige Öffnung etwa hineinragende Lamelle durch den vorwärts bewegten unteren Tastenarm aus dieser Öffnung herausgedrängt wird.
Befinden sich beispielsweise die Lamellen vor Betätigung der Einrichtung in der in der Fig. 8 angedeuteten Stellung und wird dann etwa die Taste 1' betätigt, so gelangt der Tastenarm in die in der Fig. 8 a eingezeichnete Lage, wobei er die Lamelle 101'von der Öffnung 100'und damit auch die Lamelle 101 von der Öffnung 100 abdrängt. Würde man nun versuchen, auch die Taste 1 (oder die Taste 1") niederzudrücken, so wäre dies nicht möglich, weil der in der Führung 100'vorgeschobene Tastenarm 3' das Wegdrängen der Lamelle 707'von der Öffnung 700 (oder der Lamelle 707 von der Öffnung 700') und damit die Vorwärts- bewegung des Tastenarmes 3 (oder des Armes 3") verhindert. Es kann also stets nur eine Taste niedergedrückt werden.
Um ein unbefugtes Niederdrücken der Tasten zu verhindern, ist gegenüber der Mitte der Welle 54
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dessen Griff sieh ausserhalb des Gehäuses befindet. Nimmt das Gleitstück 87 die in der Fig. 1 gezeichnete untere Lage ein, so kann die Abfülleinriehtung ohne weiteres betätigt werden. Wird aber das Gleitstück 87 genügend weit nach oben verschoben, so drückt ein nach unten ragender Fortsatz 86 des Gleit- strich-es einen mit der Welle 54 fest verbundenen Arm 57 nach rechts und verdreht dadurch die Welle,
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Bolzen 6, 6'und 6" den Weg versperren. Wird daher die obere Lage des gleitstückes 87 durch ein durch die Öffnung 88 hindurehgesteektes Schloss od. dgl. festgelegt, so ist eine Betätigung der Abfalleinrichtung nicht möglich.
Will man zum Spannen der Feder. 31 (Fig. 2) einen Elektromagneten verwenden, so wird der Kolben 29, in dessen Inneren sich die Feder. 37 befindet, als Eisenkern ausgebildet, wogegen um den Zylinder. 34 herum eine Stromspule 104 angeordnet ist, deren Stromzuführungen mit 70J5, 10-7 be- zeichnet sind. Die Leitung 105' führt unmittelbar zur Stromquelle, die Leitung 105 dagegen zu einer Kontaktvorrichtung, deren Hauptbestandteile auf der Gehäuseplatte 95 (siehe auch die Fig. 3 und die Fig. 3 a) montiert sind. Diese Kontaktvorrichtung besteht aus zwei Kontaktpaaren lOS, 109 und 113, 114, die zueinander und zu der Leitung 10. 5 in Serie geschaltet sind.
Der bewegliche Kontakt 108 wird von einem bei 106 drehbar gelagerten federnden Arm 107 getragen, der bewegliche Kontakt In von einem bei 11 gelagerten Arm 112. Der feste Kontakt 109 ist mit dem Drehpunkt 111 durch den Leitungsdraht 110 verbunden. Der federnde Arm 107 (Fig. 3) ruht mit seinem freien Ende auf einer Rolle 13, die am äussersten Ende der Querstange 9 sitzt. Das vorragende Ende des Hebels 112 befindet sich oberhalb einer Isolierrolle 116, die auf einem am äussersten Ende der Welle 89 festgekeilten Arm 115 (Fig. 3 und Fig. 5) angeordnet ist. Im Ruhezustand der Abfülleinrichtung ist die Kontaktstelle 108, 109 offen und die Kontaktstelle 113, 114 geschlossen.
Wird die Abfiilleinrichtung betätigt.
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dessen wird der Elektromagnet 104 erregt und zieht den Eisenkörper 29 in die Höhe, wodurch die Feder 31 gespannt wird. Während der weiteren Betätigung der Einrichtung wird die Welle 89 (Fig. 1) so weit verdreht, dass die Isolierrolle 116 den Arm 112 in die Höhe hebt und die Stromzuführung des Elektromagneten 104 an der Kontaktstelle 113, 114 unterbricht. Dies kann unbedenklich geschehen, weil ja die erwähnte Verriegelung zwischen 20, 20'und 21, 21'die Feder 31 gespannt hält.
Da im weiteren Verlauf die Querstange 9 in ihre Ausgangsstellung zuriickkehrt, bevor diese Verriegelung aufgehoben wird, wird auch die Kontaktstelle 108, 109 vor dem Schliessen der Kontaktstelle l1 : J, IN geöffnet, so dass eine neuerliche Erregung des Elektromagneten 104 nicht stattfinden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Ausschank bestimmter Mengen einer Flüssigkeit, insbesondere von Bier, mit Zählwerk zur Zählung der Dauer oder Anzahl der Zapfungen, je einer aus dem Gehäuse heraus-
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und mit einer den Abschluss der Auslaufleitung selbsttätig steuernden Zeitschaltvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Handhabe (Taste 1, 1', 1") ein vorzugsweise als mehrarmiger Hebel ausgebildetes, schwenkbares Zwischenglied (5) zugeordnet ist, das in ihre Bewegungsbahn hineinragt und mit verschiedenen Steuerorganen (Anschlägen, Mitnehmern, Sperrkörpern, Auslösern usw.) versehen ist und dessen Vorwärtsbewegung zunächst durch einen Mitnehmer (8), dessen Weg von einem einstellbaren Anschlag (80) begrenzt wird,
die Schaltweglänge der Zeitschaltvorriehtung (58 bis 68, 9-11) einstellt, seine Steuerorgane (Bolzen 6, Rolle 26, Hebel. an die zu steuernden Anschlags-und Auslösevorrichtungen (55, 55, 25,')'8 usw.) heranbringt und die so vor dem Öffnen des Absperrorgans der Abfüllvorrichtung hergestellte Bereitschaftslage durch einen Sperrkörper (Bolzen 6) verriegelt, und das schliesslich bei seiner Weiter-oder Rüekbewegung diese Verriegelung (6, JJ) wieder aufhebt, worauf unter dem Einfluss von Kraftspeiehern (Federn od. dgl. ) und unter Mitwirkung der Zeitschaltvorrichtung (58-68, 9-11) zuerst das Öffnen und dann das Schliessen des Absperrorgans in an sich bekannter Weise selbsttätig erfolgt (Fig.
1, 2,9, 10, 15-20).