AT157844B - Elektrische Entladungsröhre mit Leuchtschirm und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre mit Leuchtschirm und Verfahren zu ihrer Herstellung.

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  • Formation Of Various Coating Films On Cathode Ray Tubes And Lamps (AREA)

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  Elektrische Entladungsröhre mit Leuehtsehirm und Verfahren zu ihrer Herstellung. 



   Als Bestandteil des Leuehtschirmes einer   Braunschen   Röhre eignet sich besonders das Zink- sulfid. Auch Mischkristalle von Zink-und Kadmiumsulfid kommen für diese Zwecke in Frage. 



     Leuchtschirme,   die mit diesen Stoffen hergestellt sind, geben eine sehr gute Lichtausbeute und ihre Wirkung ist konstant. Nur musste man bisher bei Verwendung solcher Schirme den Nachteil einer kurzen Lebensdauer der Entladungsröhren in Kauf nehmen, weil die Emissionsfähigkeit der
Oxydkathode bei Röhren mit Sulfidschicht schneller abnimmt als bei andern Röhren. Bisher glaubte man, dass dies auf den Schwefelgehalt der Sulfide   zurückzuführen   ist, da Schwefel bekanntlich ein schädlicher Stoff für Glühkathoden ist. 



   Die Erfindung hat den Zweck, die Lebensdauer von Röhren mit Sulfidschirm zu erhöhen. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass die Verminderung der Emissionsfähigkeit der Kathode in erster Linie nicht durch das Sulfid selbst oder durch freiwerdenden Schwefel, sondern durch andere Stoffe verursacht wird. 



   Auch das zur Herstellung der Schirme verwendete Bindemittel ist nicht daran schuld, dass die Kathode nur eine verhältnismässig kurze Lebensdauer hat. Meistens besteht es aus Wasserglas, das als dünne Schicht auf die Glaswand der Röhre aufgebracht und mit fein verteiltem Sulfid bestäubt wird. Die Sulfidteilchen haften an der Unterlage und nach der Bestäubung wird der   Wasserüberschuss   durch Verdampfen entfernt. 



   Dagegen spielt es eine Rolle, dass mit den auf dem Markte erhältlichen Sulfiden kleine Mengen von Halogeniden, meistens Natrium-oder Kaliumchlorid, vermischt sind. In der erfindungsgemässen elektrischen Entladungsröhre, bei der sich eine Glühkathode und ein Auffangschirm, dessen Leuchtschicht Zinksulfid, Kadmiumsulfid oder Zink-Kadmiumsulfid enthält, in einem gemeinsamen Vakuumraum befinden, ist die Leuchtschicht in einem so hohen Grade von Halogeniden befreit, dass bei Extraktion mit Wasser kein Halogenid im Extraktionswasser nachgewiesen werden kann. Zu einem solchen Nachweis verwendet man in der Regel Silbernitrat. 



   Bei der Herstellung der Sulfide wird, um das Schmelzen zu erleichtern, ein Flussmittel verwendet, welches Halogenid, meistens Kaliumchlorid enthält. Es sind von diesem Flussmittel geringe Mengen in den Handelsprodukten vorhanden. Da diese Beimischungen die Fluoreszenzwirkung des Leuchtschirms gar nicht beeinträchtigen, war scheinbar kein Grund vorhanden, sie   gründlich   zu entfernen. Es wurde aber gefunden, dass eine'Röhre mit halogenidfreiem Leuchtschirm eine viel längere Lebensdauer hat als eine Röhre, bei der die Beimischungen der Sulfidschicht nicht gründlich entfernt sind. 



   Eine mögliche Ursache dieser Erscheinung ist folgende : Insofern sich die Halogenide zwischen den Sulfidkörnern der Leuchtschicht und an deren Oberfläche befinden, können sie unter der Einwirkung der auf den Schirm aufprallenden Elektronen zerlegt werden. Es entsteht dann freies Halogen, welches der   Glühkathode   schädlich ist ; es kann sich dieses z. B. im Falle der Verwendung einer Bariumoxydkathode mit dem auf der   Kathodenoberfläche befindlichen   Barium verbinden und dadurch die emittierende Wirkung der Kathode stark herabsetzen.

   Diese Erklärung deckt sich mit der Tatsache, dass bei sorgfältiger Entfernung des zwischen den Körnern des Sulfides und an deren Oberfläche befindlichen Halogenides durch wiederholtes Auskochen mit reinem Wasser die Lebensdauer der Kathode um ein Vielfaches gegenüber früher gesteigert werden kann, obgleich die in den Sulfidteilchen ein- 

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 geschlossenen Halogenide durch diese Behandlung nicht entfernt werden. Die Erfindung ist jedoch an diese Erklärung nicht gebunden. 



   Durch Auflösung des Sulfides, z. B. in Salpetersäure, kann das Vorhandensein der in den Sulfid- 
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 geschlossen zurückbleibt, hat keine schädliche Wirkung. Vielmehr ist es mit Rücksicht auf bequeme Herstellung und den Verwendungszweck des Schirmes vorteilhaft, diese Beimischung in dem Sulfid zurückzuhalten und nur das sich an der Oberfläche und zwischen den Körnern befindliche   Übermass   gründlich zu entfernen. 



   Obgleich die Erfindung besonders für   Braunsche   Röhren wichtig ist, kann man sie überall mit Erfolg anwenden, wo sich eine Glühkathode und ein fluoreszierender Schirm in einem gemeinsamen   Vakuumraum   befinden. Der Sehirm kann dabei, z. B. als Belag, auf der Röhrenwand angeordnet sein, er kann sich aber auch sonstwo in der Röhre auf einer gesonderten Unterlage befinden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Elektrische Entladungsröhre, bei der sich eine Glühkathode und ein Auffangsehirm in einem gemeinsamen Vakuumraum befinden und die Leuchtsclicht des Schirmes Zinksulfid, Kadmiumsulfid oder Zink-Kadmiumsulfid enthält, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schicht in den Sulfidteilchen Halogenide eingeschlossen hält, während zwischen den fluoreszierenden Teilchen keine Halogenide vorhanden sind, so dass bei Extraktion mit Wasser kein Halogenid im Extraktionswasser nachgewiesen werden kann.
AT157844D 1937-02-03 1938-02-03 Elektrische Entladungsröhre mit Leuchtschirm und Verfahren zu ihrer Herstellung. AT157844B (de)

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