AT159536B - Verfahren zur Herstellung eines manganaktivierten Calcium- oder Strontiumoxydluminophors auf der leitenden Schirmunterlage einer elektrischen Entladungsröhre. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines manganaktivierten Calcium- oder Strontiumoxydluminophors auf der leitenden Schirmunterlage einer elektrischen Entladungsröhre.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines manganaktivierten Caleium-oder Strontiumoxydluminophors auf der leitenden Schirmunterlage einer elektrischen Entladungsröhre. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Entladungsröhre mit einem fluoreszierenden Schirm, der aufleuchtet, wenn er von Elektronen getroffen wird und der auf einer leitenden Unterlage angebracht ist : diese letztgenannte Unterlage kann entweder als ein gesonderter Körper in der Röhre angebracht sein oder einen Teil der Wandung bilden. Bekannte Vertreter dieser Röhrenart sind z. B. Braun'sehe Röhren, Abstimmungsanzeigevorriehtungen od. dgl. Man hat schon verschiedene fluoreszierende Stoffe für die Verwendung zur Herstellung von fluoreszierenden Schirmen vorgeschlagen. Ein allgemein angewandter Stoff ist das aus einem Gemisch von Zinksilikat und Manganoxyd bestehende Willemit. Auch ist es schon bekannt, dass Erdalkalimetalloxyde unter bestimmten Verhältnissen fluoreszieren können. Obwohl mit derartigen Stoffen gute Ergebnisse zu erreichen sind, hat die Verwendung dieser Materialien den Nachteil, dass eine eingehende Mahlung notwendig ist, um eine gleichmässige Bedeckung der Unterlage erreichen zu können. Die gleichmässige Bedeckung ist notwendig zur Erzielung einer regelmässigen Lichtaussendung. Bei Verwendung von leitenden Unterlagen ist das Mahlen auch deshalb erforderlich, weil sonst eine zu geringe Leitfähigkeit der fluoreszierenden Schicht auftreten könnte. Es ist nun gefunden worden, dass derartige Schirme bei der Verwendung rasch in ihrer Aufleuchtfähigkeit nachlassen und dass die Lichtausbeute rasch mit der Zeit abnimmt und nach einiger Zeit einen konstanten Wert erreicht, der jedoch beträchtlich unter der anfänglichen Lichtausbeute liegt. Dieses Zurücklaufen der Lichtausbeute ist dem eingehenden Mahlen zuzuschreiben. Diese Schwierigkeiten werden sowohl bei der Verwendung von Willemit wie auch mit den Oxyden von Calcium und Strontium, die mit Mangan aktiviert sind, empfunden. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines manganaktivierten Calciumoder Strontiumoxydluminophors auf der leitenden Unterlage des Schirmes einer elektrischen Entladungsröhre und ist dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Zusatz von Mangandioxyd oder Mangankarbonat versehenes gemahlenes Strontium- oder Calciumkarbonat auf die leitende Sehirmunterlage durch Aufspritzen aufgebracht wird, wonach der so hergestellte Schirm in die Röhre eingeführt wird und die Stoffe nach Entlüftung der Röhre durch Erhitzen in die Oxyde umgewandelt werden. Durch das erfindungsgemässe Verfahren können die obenerwähnten Nachteile vollkommen vermieden werden, so dass ein lumineszierender Schirm entsteht, dessen Lichtausbeute auf längere Zeit konstant ist und einen hohen Wert hat. Durch die Verwendung der Calcium- und Strontiumkarbonate zusammen mit Mangankarbonat-oder-dioxyd braucht nämlich nicht gemahlen zu werden, d. h. die eigentlichen fluoreszierenden Stoffe brauchen nicht gemahlen zu werden. Sie entstehen nämlich nur durch die Erhitzung der Karbonate. Die Erhitzung bringt jedoch mit sich, dass eine leitende Unterlage des fluoreszierenden Schirmes verwendet werden muss, die nach der Anbringung in der Röhre z. B. mittels Hochfrequenz erhitzt werden kann. Dies liefert überdies den weiteren Vorteil, dass die Zersetzung der Karbonate zu gleicher Zeit mit der Entgasung der Röhrenelemente ausgeführt werden kann. Für die Aufbringung der Karbonate auf den fluoreszierenden Schirm ist es notwendig, dass diese auch gemahlen werden, aber diese Mahlung ist für die Lichtausbeute der Oxyde nicht beeinträchtigend. Die Verwendung von Mangan als Aktivator ist deshalb vorteilhaft, weil Manganoxyd auch durch Zersetzung von z. B. Mangankarbonat oder Mangandioxyd erhalten werden kann. Diese Zersetzung kann dann zu gleicher Zeit mit der Entgasung der Röhrenteile und der Formierung der fluoreszierenden Oxyde stattfinden. <Desc/Clms Page number 2> Vorteilhaft verfährt man wie folgt : Ein Gemisch von Karbonaten, z. B. Strontiumkarbonat mit 2% Mangankarbonat, wird z. B. aus einer Lösung der Nitrate niedergeschlagen. Das Gemisch der Karbonate wird gegebenenfalls mit einer geringen Menge eines organischen Bindemittels gemahlen, bis der erforderliche Feinheitsgrad erreicht ist, und dann in einer dünnen Schicht auf ein aus Nickel oder ähnlichem Stoff bestehendes Plättchen aufgespritzt. Die derartig gebildete Elektrode wird dann mit den andern Elektroden der Röhre innerhalb des Kolbens aufgestellt und schliesslich wird nach Entlüftung z. B. durch Hochfrequenzerhitzung das Karbonatgemiseh zu Oxyd zersetzt. An Stelle eines Gemisches der Karbonate kann man auch von einem Gemisch von Erdalkalikarbonat und Mangandioxyd ausgehen und diese auf die gleiche Weise verarbeiten, wie oben für das Karbonatgemiseh beschrieben wurde.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines manganaktivierten calcium- oder Strontiumoxydluminophors auf der leitenden Schirmunterlage einer elektrischen Entladungsröhre, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Zusatz von Mangandioxyd oder Mangankarbonat versehenes gemahlenes Strontium-oder Calciumkarbonat auf die leitende Unterlage des Schirmes durch Aufspritzen aufgebracht wird, worauf der so hergestellte Schirm in die Röhre eingeführt wird und die Stoffe nach Entlüftung der Röhre durch Erhitzen in die Oxyde umgewandelt werden.
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| AT159536D AT159536B (de) | 1937-05-14 | 1938-05-14 | Verfahren zur Herstellung eines manganaktivierten Calcium- oder Strontiumoxydluminophors auf der leitenden Schirmunterlage einer elektrischen Entladungsröhre. |
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