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Tabakpfeife.
Die bisher in Gebrauch befindlichen kurzen Tabakpfeifen bestehen aus drei Teilen, u. zw. aus dem Mundstück, einem lose in das Mundstück eingeschobenen Röhrchen, z. B. aus Metall, und dem eigentlichen Pfeifenkopf. Letzterer trägt ein Ansatzrohr, welches auf das Mundstück aufgeschoben i3t und das Metallröhrchen mit Zwischenraum umgibt.
Beim Reinigen mussten derartige Pfeifen vorerst in die drei angeführten Teile zerlegt werden und jeder Teil gesondert, beispielsweise mit dem bekannten ziemlich dünnen Drahtreiniger mit kurzen Borsten, gereinigt werden. Beim Reinigen des Kopfes ergibt sich der Nachteil, dass es nicht möglich ist, das am Pfeifenkopf sitzende Ansatzrohr genügend zu reinigen, da der lichte Durchmesser dieses Ansatzrohres bedeutend grösser ist als der Durchmesser der üblichen Pfeifenreiniger. Überdies spiesst sich der Reiniger an der Wand des Pfeifenkopfes und er kann daher schwer durchgezogen werden. Da die bekannten Pfeifen beim Reinigen zerlegt werden müssen, ist es meist nicht möglich, das Reinigen auf der Strasse oder in einem Lokale durchzuführen und ein Beschmutzen der Finger zu vermeiden.
Es ist bereits eine Tabakpfeife bekanntgeworden, die einen im Pfeifenkopfunterteil angeordneten von aussen gegen eine Feder bewegbaren Ventilteller aufweist, der in der Ruhelage das Mundstück mit dem Pfeifenkopf und bei Druck entgegen der Feder mit einem ins Innere führenden Kanal verbindet, wobei der zylindrische Mantelteil des Ventiltellers in der bis unter den Tabakraum im Pfeifenkopf geführten Schaftbohrung gleitet und sich mit der Feder gegen die Stirnwand des Mundstückzapfens abstützt. Diese Konstruktion ist jedoch infolge Anordnung der Federn kompliziert und kann nur durch Hineinblasen in das Mundstück gereinigt werden.
Ferner wurde eine Tabakpfeife vorgeschlagen, bei welcher eine Durchbrechung in einer in den Schaft der Pfeife eingeschobenen und an der Mundspitze befestigten Röhre, welch letztere zum Sammeln des Wassers und der Tabakrückstände bestimmt ist, durch eine Drehung der Mundspitze um deren Längsachse mit einer unteren Durchbohrung im Rauchkopf oder im Schaft verbunden werden kann.
Bei dieser Anordnung geschieht das Reinigen der Pfeife durch Einpressen von Luft oder Flüssig- keit vom Mundstuckende der neue her. Da die Austrittsöltnung für die Rückstände im rechten Winkel zu dem zu reinigenden Kanal steht, ist auch bei dieser Konstruktion die Verwendung eines normalen Pfeifenreinigers unmöglich.
Schliesslich sind auch Pfeifen bekanntgeworden, die einen besonderen in die Pfeife einschiebbaren Trog aufweisen. Die Reinigung dieses Troges und des Pfeifenrohres kann erst nach Auseinandernehmen der Pfeife selbst erfolgen.
Es sind auch Konstruktionen bekanntgeworden, bei welchen der Pfeifenreiniger nach dem Durchstossen an die Wandung des Kopfes anstösst, so dass das Reinigen nicht mit der wünschenswerten Gründlichkeit erfolgen kann. Ferner sind Tabakpfeifen bekannt, die einen mit dem Mundstück ein Ganzes bildenden gegen den Pfeifenkopf verdrehbaren Teil aufweisen, wobei beide Teile von einem
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stattfindet.
Sämtliche der genannten Nachteile werden dadurch vermieden, dass sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der Stellung zum Reinigen das Durchstossen des Pfeifenreinigers in beliebigem Ausmasse ohne Anstossen an irgendwelche innere Wandungsteile der Pfeife ermöglicht ist, und dass beim Verstellen der beiden Teile keinerlei Verlust an Tabak eintritt.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Zeichnungen in mehreren Ausführungsformen beispielsweise dargestellt.
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Fig. 1 zeigt die Hauptausführungsform des Erfindungsgegenstandes in der Gebrauchsstellung, also beim Rauchen. In Fig. 2 ist die gleiche Ausführungsform in der Stellung beim Reinigen dargestellt.
In Fig. 1 ist 1 das Mundstück, welches in das Ansatzrohr 2 des Pfeifenkopfes 3 eingeschoben ist. Das Mundstück reicht mit seinem eingeschobenen Teil 4 bis zum Pfeifenkopf. Der Rauchkanal 5 läuft gegen den Pfeifenkopf hin bogenförmig aus und mündet in das Loch 6 des Pfeifenkopfes.
In Fig. 2 ist das Mundstück j ! gegenüber seiner Stellung nach Fig. 1 um 1800 verdreht, so dass der Reinigungskanal 5 in das unten befindliche Loch 7 des Pfeifenkopfes mündet. Der Rauchkanal 5 ist in seinem ganzen Verlaufe gleich weit und sein Durchmesser derart gewählt, dass der übliche Drahtreiniger den Rauchkanal vollständig ausfüllt und beim Durchziehen ein vollkommenes Reinigen des Rauchkanals stattfindet.
Das Reinigen der Pfeife wird daher durch einfaches Verdrehen des Mundstückes und darauffolgendes Durchstossen des Reinigers ohne Beschmutzen der Finger in kürzester Zeit ermöglicht. Es kann auf diese Art die Pfeife an jedem beliebigen Ort in unauffälliger Weise während des Rauchens ohne Vornahme eines Zerlegen gereinigt werden, sobald man bemerkt, dass der Pfeifensaft in den Mund gezogen wird.
Bei diesem Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist das Mundstück 1 und der das Pfeifenrohr bildende Ansatz 4 als ein zusammenhängendes Ganzes ausgebildet. Das Mundstück ist durch das Ansatzrohr 4 bis zum Pfeifenkopf verlängert und reicht mit diesem Ansatzrohr 4 in ein am Pfeifenkopf sitzendes Ansatzrohr 2 hinein.