AT158924B - Radioempfänger mit selbsttätiger Schwundregelung. - Google Patents

Radioempfänger mit selbsttätiger Schwundregelung.

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AT158924B
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  Radioempfänger mit selbsttätiger Sehwundregelung. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 gangswiderstand 25 dieser Röhre eine von der Signalstärke abhängige Gleichspannung aus. Diese
Gleichspannung wird über die Leitung   28   den Steuergitter der zu regelnden Röhren zugeführt. Die
Steuergitter der Röhren 1, 3 und 4 sind zu diesem Zweck über Widerstände 29,29'und 29"mit der Leitung 28 verbunden. Die Anode der Röhre 21 erhält eine geeignete positive Vorspannung, indem sie über den Widerstand 25 und die Leitung 26 mit einem Punkt 24 des Spannungsteilers P verbunden ist. Der Kondensator 27 bildet einen Kurzschluss für die in der Ausgangsspannung des Gleichrichters 18 enthaltende Niederfrequenzkomponente. 



   Die Kathoden der geregelten Röhren 1, 3 und 4 sind unterschiedlich über Widerstände   15,   16 und 17 abnehmender Grösse mit verschiedenen Punkten des Spannungsteilers P verbunden. Der Widerstand 15 ist über die Leitung 30 an einem Punkt 31 des Spannungsteilers angeschlossen. In gleicher Weise sind die Widerstände 16 und   17   über Leitungen 33 und 26 mit den Punkten 32 und 24 verbunden. Die Lage der Punkte 31, 33 und 24 auf den Spannungsteiler P ist derart gewählt, dass die Röhren 1, 3 und 4 in Abwesenheit eines Signals ungefähr die gleiche Steilheit aufweisen. 



   Um zu erreichen, dass bei grosser Signalstärke die Regelung in der Hauptsache auf die erste Stufe einwirkt, sind die Begrenzerdioden   34   und 35 vorgesehen. Die Kathode der Diode 34 ist an das gitterseitige Ende des Widerstandes 29'angeschlossen, während die Anode dieser Diode über die Leitung 36 mit dem Punkt 37 des Spannungsteilers P verbunden ist, so dass die Diode normalerweise gesperrt ist. Die Diode 35 ist in gleicher Weise zwischen den Widerstand 29"und einen Punkt 38 des Spannungsteilers P über eine Leitung 39 eingeschaltet. Die Dioden 34 und 35 werden leitend, sobald die Regelspannung einen bestimmten Schwellenwert übersteigt, welcher Schwellenwert für die Diode 34 grösser als für die Diode 35 ist. 



   Die Wirkung der beschriebenen Anordnung wird durch die in der Fig. 3 dargestellten Kurven verdeutlicht. Diese Kurven zeigen von oben nach unten die den Röhren 1, 3 und 4 zugeführten Regelspannungen in Abhängigkeit von der Signalstärke. Die Regelung fängt erst an, sobald die Signalstärke einen bestimmten Schwellenwert übersteigt, bei welchem die Röhre 21 leitend wird. Es handelt sich hier um eine   übliche   sogenannte Verzögerung der Schwundregelung. Die Kurven verlaufen deshalb bei sehr kleiner Signalstärke anfänglich waagrecht. Sobald der genannte Schwellenwert überschritten wird, folgt eine auf die verschiedenen Röhren in verschiedenem Masse einwirkende Verstärkungregelung infolge der abnehmenden Werte der Kathodenwiderstände   15,   16 und 17.

   Der Kathodenwiderstand der letzten   Zwischenfrequenzverstärkerröhre   4 hat einen verhältnismässig kleinen Wert, so dass der über diesen Widerstand auftretende Gleichspannungsabfall die Steuergittervorspannung nahezu nicht beschränkt. Die Vorspannung der Röhre 4 nimmt also mit zunehmender Signalstärke schnell zu, was durch den steilen Verlauf des mittleren Teiles der unteren Kurve in Fig. 3 veranschaulicht wird. Wenn die Vorspannung der Röhre 4 einen Wert erreicht, der der Vorspannung der Begrenzerdiode 35 entspricht, wird diese Diode leitend, so dass die Vorspannung der Röhre 4 nicht weiter ansteigen kann. Der letzte Teil der unteren Kurve verläuft demzufolge wieder waagrecht. 



   Der Kathodenwiderstand der ersten   Zwischenfrequenzverstärkerröhre   3 hat einen etwas grösseren Wert, so dass die Vorspannung dieser Röhre in stärkerem Masse durch den   Gleichspannungsabfall   im   Kathodenwiderstand beschränkt   wird. Die Vorspannung der   Röhre.   3 nimmt also weniger schnell zu als die Vorspannung der Röhre 4, wie aus dem Verlauf des mittleren Teiles der mittleren Kurve in der Fig. 3 deutlich ersichtlich ist. Bei einer grösseren Signalstärke als bei der Röhre 4 erfolgt eine Begrenzung der Vorspannung, indem die Diode 34 leitend wird. 



   Der Kathodenwiderstand 15 der   Hochfrequenzröhre j !   hat schliesslich einen verhältnismässig grossen Wert, so dass die Vorspannung dieser Röhre durch den Spannungsabfall im Kathodenwiderstand ziemlich stark herabgesetzt wird. Die Vorspannung der ersten Röhre steigt also bei zunehmender Signalstärke nur langsam an, wird aber nicht begrenzt, so dass bei grosser   Signalstärke nur   die Verstärkung der ersten Röhre geregelt wird. Dieser Verlauf wird durch die obere Kurve in der Fig. 3 wiedergegeben. 



   Betrachtet man nun die drei Kurven der Fig. 3, so ist ersichtlich, dass nach dem Anfang der Regelung zunächst die Regelung in der Hauptsache auf die letzte Röhre einwirkt, dass aber bei zunehmender Signalstärke der Schwerpunkt der Regelung nach vorne verschoben wird, bis schliesslich bei grosser Signalstärke nur noch die erste Röhre geregelt wird. 



   Die in der Fig. 2 angegebene Schaltung unterscheidet sich von der Schaltung nach Fig. 1 dadurch, dass die Kathodenwiderstände 15', 16'und 17'der Röhren 1, 3 und 4 gleich gross sind. Die stufen- 
 EMI2.1 
 

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 stärkung der Röhre 1 ziemlich stark behindert, während die Regelung der Röhre 3 schneller und die Regelung der Röhre 4 am schnellsten erfolgt. Der Verlauf der Regelung wird ebenfalls durch die Kurven der Fig. 3 wiedergegeben, wobei man aber als Ordinate nunmehr nicht die Vorspannung, sondern die Verstärkung der Röhren annehmen soll. 



   Bei den Schaltungen nach Fig. 1 und 2 wurde die stärkere Einwirkung der Regelung auf die letzten geregelten Röhren bei kleiner Signalstärke durch die Einschaltung von Widerständen verschiedener Grösse in die   Kathoden-bzw. Sehirmgitterleitungen   der Röhren erreicht. In der Fig. 4 ist eine Schaltung dargestellt, bei der diese stärkere Einwirkung dadurch erreicht wird, dass die Verzögerungsspannung, d. h. der Schwellenwert der Signalstärke, bei der die Regelung anfängt, von hinten nach vorne zunimmt. Die Kathodenwiderstände   15',   16'und 17'können bei dieser Schaltung gleich gross sein. Der Kathodenwiderstand 17'der Röhre 4 ist über eine Leitung 50 geerdet, während die Widerstände 15'und 16'über Leitungen 51 und 54 mit Punkten 52 und 53 negativen Potentials des Spannungsteilers P verbunden sind.

   Das Steuergitter der Röhre 1 ist über die Reihenschaltung zweier Widerstände 55 und 56 mit der Leitung 54 und das Steuergitter der Röhre 3 über eine ähnliche Reihenschaltung 57, 58 mit der Leitung 51 verbunden. Das Steuergitter der Röhre 4 ist über einen Wider- 
 EMI3.1 
 



   Die Wirkung der Schaltung nach Fig. 4 wird an Hand der Kurven der Fig. 5 erklärt, welche Kurven von oben nach unten unterschiedlich den Verlauf der Vorspannung der Röhren   1,   3 und 4 darstellen. Wie aus der unteren Kurve ersichtlich ist, fängt die Regelung der Röhre 4 an, sobald die
Röhre 21 leitend wird. Die Vorspannungen der Röhren 1 und 3 sind dann noch unveränderlich. Die
Vorspannung der Röhre 4 nimmt nun mit zunehmender Signalstärke zu, bis schliesslich die Diode 35 leitend wird und eine weitere Zunahme der Vorspannung verhindert. Ungefähr gleichzeitig wird die
Diode 63 leitend und es fängt demnach die Regelung der Röhre 3 an. Dann wird die Diode 34 leitend, und es wird dadurch eine weitere Zunahme der Vorspannung der Röhre 3 verhindert. Inzwischen ist aber die Diode 62 leitend geworden, so dass die Regelung der Röhre 1 angefangen hat.

   Wie beim Ver- gleich der drei Kurven deutlich hervorgeht, wird also zuerst die letzte Röhre 4, dann die Röhre 3 und   schliesslich   nur die Röhre 1 geregelt. Der Schwerpunkt der Regelung verschiebt sich also bei zunehmen- der Signalstärke von hinten nach vorne. 



   In der Fig. 6 ist eine Schaltung dargestellt, bei der die Verschiebung des Punktes stärkster
Regelung von hinten nach vorne dadurch erreicht wird, dass der letzten geregelten Röhre nur ein Teil der verfügbaren Regelspannung zugeführt wird, während die erste Röhre mit grösserer Verzögerung geregelt wird. Die von hinten nach vorne zunehmende Verzögerung der Regelung wird erreicht durch
Verzögerungsdioden 70 und   71,   die normal leitend sind und dabei die Regelspannung praktisch kurz- schliessen. Bei einem Schwellenwert der Regelspannung, der für die Diode 70 grösser als für die Diode 71 ist, wird die Diode gesperrt und fängt die Regelung der betreffenden Röhre an.

   Das Steuergitter der
Röhre 3 ist an eine zwischen den Enden liegende Anzapfung 80 des Widerstandes 25 angeschlossen, so dass der Röhre 3 nur ein Teil der verfügbaren Regelspannung zugeführt wird. 



   Der Verlauf der Regelung wird durch die Kurven der Fig. 7 veranschaulicht. Die untere Kurve stellt die Regelung der Röhre 3 dar. Wie ersichtlich, ist die Vorspannung dieser Röhre zuerst unver- änderlich, bis bei einer bestimmten Signalstärke die Diode 71 gesperrt wird und die Regelung anfängt. 



  Weil aber der Röhre 3 nur ein Teil der verfügbaren Regelspannung zugeführt wird, verläuft die Regelspannungskurve ziemlich flach. Die obere Kurve veranschaulicht den Verlauf der Regelung der Röhre 1. 



  Diese Regelung fängt erst bei höherer Signalstärke als die Regelung der Röhre 3 an, verläuft dann aber erheblich steiler, weil der Röhre 1 die ganze verfügbare   Regelspannung'zugeführt   wird. Bei grosser Signalstärke wird demzufolge die Verstärkung der Röhre 1 stärker geregelt als die Verstärkung der Röhre 3. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Radioempfänger mit selbsttätiger Schwundregelung, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung bei kleiner Signalstärke in der Hauptsache auf die letzten geregelten Stufen und bei grosser Signalstärke in der Hauptsache auf die vorhergehenden Stufen einwirkt.

Claims (1)

  1. 2. Radioempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Punkt stärkster Regelung bei zunehmender Signalstärke allmählich von der letzten nach der ersten geregelten Röhre verschoben wird. <Desc/Clms Page number 4>
    3. Radioempfänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei zunehmender Signalstärke über einen bestimmten Schwellenwert eine weitere Zunahme der Regelspannung zuerst bei der letzten geregelten Röhre und dann nacheinander bei den vorhergehenden geregelten Röhren verhindert wird.
    4. Radioempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung einer weiteren Zunahme der Regelspannung jeder der auf die erste geregelte Röhre folgenden geregelten Röhren ein Begrenzer zugeordnet ist und dass die Vorspannung eines jeden Begrenzers kleiner als die Vorspannung des der vorhergehenden Röhre zugeordneten Begrenzers ist.
    5. Radioempfänger nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Kathodenleitungen mehrerer der geregelten Röhren je ein Widerstand eingeschaltet ist und dass jeder dieser Widerstände kleiner als der in die Kathodenleitung der vorhergehenden Röhre eingeschaltete Wider- stand ist.
    6. Radioempfänger nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Schirmgitter- leitungen mehrerer der geregelten Röhren je ein Widerstand eingeschaltet ist und dass jeder dieser Widerstände kleiner als der in die Schirmgitter1eitung der vorhergehenden Röhre eingeschaltete Wider- stand ist.
    7. Radioempfänger nach den Ansprüchen 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwellenwert der Signalstärke, bei dem die Regelung der einzelnen Röhren anfängt, für jede dieser Röhren kleiner als für die vorhergehende geregelte Röhre ist.
    8. Radioempfänger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass den einzelnen Röhren ver- schiedene Teile der verfügbaren Regelspannung zugeführt werden und dass der jeder dieser Röhren EMI4.1 EMI4.2
AT158924D 1937-06-30 1938-04-14 Radioempfänger mit selbsttätiger Schwundregelung. AT158924B (de)

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