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sieht einiger Fräswerkzeuge. Fig. 5 ist ein Schnitt durch eines der Fräswerkzeuge nach der Linie V-V der Fig. 3. Fig. 6 zeigt einen Teil eines Saugzylindermantels in vergrössertem Massstabe. Fig. 7 ist die
Vorderansicht von Fräswerkzeugen einer abgeänderten Ausführungsform. Die Fig. 8,9 und 10 ver- anschaulichen die Herstellung der Versenkungen in zwei Arbeitsgängen. Fig. 11 zeigt in Ansicht eine weitere Ausführungsform der Versenkungen. Die Fig. 12 und 13 zeigen in Draufsicht bzw. Vorderansicht die Lagerung der Fräswerkzeuge.
Der nachstehenden Beschreibung ist die Bearbeitung des Mantels eines Saugzylinders zugrundegelegt, die Erfindung ist jedoch auch zum Versenken von Bohrungen in beliebigen andern zylindrischen
Körpern anwendbar.
Bei der in den Fig. 1 und 2 veranschaulichten Maschine ruht der Saugzylinder 10 auswechselbar auf einer Achse 11 und einer Welle 12, welche in Lagern 13 axial verschiebbar sind und absatzweise um einen bestimmten Winkel mittels eines Schalthebels 14 verdreht werden. Letzterer ist mit einem Ritzel jM verbunden, dessen Bewegung auf ein Schneckenrad 16 übertragen wird, welches mit der Welle 12 auf Drehung gekuppelt ist. Wenn diese absatzweise gedreht wird, wird sie durch ihren in einer ortsfesten Mutter 18 verschraubbaren, mit einem Gewinde 17 versehenen Endteil überdies axial bewegt.
Ein Satz von in gleichem Abstande voneinander angeordneten Bohrern stellt gleichzeitig eine Anzahl von Bohrungen im Mantel 10 her und da der absatzweise Vorschub des Mantels in einer schraubenförmigen Bahn erfolgt, liegen die von jedem einzelnen Bohrer nacheinander hergestellten Bohrungen in Schraubenlinien. Die Bohrungen können aber auch in kreisförmigen Reihen angeordnet werden.
Die Trag-und Vorsehubvorrichtung für die Bohrer kann von bekannter Art sein.
Nach Vollendung der Bohrarbeit werden die Bohrer aus ihren Haltern entfernt und durch eine Reihe von Fräsgeräten ersetzt, die sodann die Versenkung der Bohrungen vornehmen. Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, sind die Fräsgeräte in einer Reihe etwa in der Höhe der Achse des Mantels 10 angeordnet.
Jedes der Fräsgeräte besitzt (Fig. 5) einen Schaft 20, der im Gehäuse 21 mittels eines Spurkugellagers 22 und einer Lagerbüchse 23 drehbar gelagert ist. Der Schaft 20 treibt über ein Kegelradpaar 24, 25 auf eine Welle 26 und diese über Zahnräder 27, 28, 30 auf die Fräserwelle 31 mit dem Fräser 32. Die Wellen 26,29 und 31 sind in austauschbaren Büchsen 33 gelagert.
Die Gehäuse 21, 21', 21"... (Fig. 1) der einzelnen Fräsgeräte liegen aneinander an und sind auf einer gemeinsamen Tragplatte 34 (Fig. 2, 12, 13) auf folgende Weise festgespannt : Abnehmbare Bügel 35, welche die Stossstellen der Gehäuse 21 überdecken, sind am oberen Ende lotrechter Wände 37 festgeschraubt, die an einem Gussblock 38 vorgesehen sind. Auf diese Weise können einzelne Fräsgeräte entfernt oder ausgetauscht werden, indem die betreffenden Bügel 35 gelockert werden. Die an den Enden der Reihe liegenden Fräsgeräte stützen sich gegen am Gussbloek 38 angesehraubte Blöcke 39 ab.
Die Fräser 32 sind im vorliegenden Beispiel (Fig. 3,4) etwa unter 450 gegenüber der Lochreihe geneigt. Wenn der rotierende Fräser 32 gegen den Mantel. M hin vorgeschoben wird, so schneidet er aus diesem eine muldenförmige Ausnehmung aus, deren Bodenfläehe einen Teil eines Zylinders bildet, dessen Durchmesser gleich ist dem Fräserdurchmesser. Der Vorschub des Fräsers und somit die Tiefe derVersenkungwird durch einenAnsehlag derart begrenzt, dass die (senkrecht zur Fräserachse gemessene) Länge der Versenkung gleich ist der Fräserbreite, so dass somit Versenkungen von quadratischem Umriss entstehen (Fig. 6).
Beim Bohren der Löcher in den Mantel 10 werden die Löcher a, b, e usw. (Fig. 6) nacheinander durch den Bohrer gebohrt, der an der linken Seite des Mantels liegt (Fig. 1), während der nächste Bohrer gleichzeitig die Löcher d, b'und c'bohrt. Die Löcher a, b, c liegen auf einer Schraubenlinie ganz geringer Steigung, so dass nach einer vollständigen Umdrehung des Mantels der Bohrer sich über dem Loch d befindet, worauf das Loch e gebohrt wird usw. Die durch die andern Bohrer gebohrten Löcher sind natürlich in entsprechenden Schraubenlinien angeordnet. Nach mehreren vollständigen Umdrehungen des Mantels geht die von einem Bohrer gebohrte schraubenförmige Reihe von Löchern in die vom nächsten Bohrer gebohrte Loehreihe über.
Die Schaltvorrichtung der Maschine wird dann erneut eingestellt, worauf die Löcher g, hund i gebohrt werden, und nach mehreren Umdrehungen des Mantels ist dann die ganze Fläche des Mantels nach einem vorherbestimmten Muster durchbohrt.
Die Bohrer werden sodann durch die Fräsgeräte ersetzt und die ganze Schalt-und Schneidarbeit der Maschine wiederholt sich, so dass sämtliche Löcher in der vorhin beim Bohrer beschriebenen Reihenfolge versenkt werden. Die Breite der Versenkungen ist derart, dass ein verhältnismässig schmaler, viereckiger Steg 36 um jede Bohrung herum unbearbeitet bleibt. Die ausgezogenen Quadrate in Fig. 6 veranschaulichen die im ersten Arbeitsgang erzeugten Versenkungen, während die gestrichelten Quadrate die im folgenden Arbeitsgang hergestellten Versenkungen andeutet. Die nicht bearbeitete zylindrische Fläche ist gegenüber der Gesamtoberfläche sehr klein, so dass die Versenkungen die Saugwirkung des Zylinders stark erhöhen, ohne die Festigkeit des Zylinders merklich zu schwächen.
Das Versenken der Löcher gemäss der Erfindung erfolgt rasch und in einem Arbeitsgang und hat überdies den Vorteil, dass der Saugzylinder nach Herstellung der Löcher und vor Erzeugung der Versenkungen nicht neuerlich eingespannt zu werden braucht. Da die Löcher durch Fräsarbeit versenkt werden, wird die genaue zylindrische Form des Mantels beibehalten und da dieselbe Schaltvorrichtung für
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die Versenkarbeit benutzt wird wie für die Bohrarbeit, ist eine genaue Übereinstimmung der Mitten der Versenkungen und Löcher gesichert.
Gemäss Fig. 7 sind Fräser 46 derart angeordnet, dass quadratische Versenkungen in zwei Arbeitsgängen hergestellt werden (Fig. 8-10). Die Ausbildung der Gehäuse 40 und der Antrieb der Fräser 46 ist gleich der vorbeschriebenen Ausführungsform. Anstatt zylindrisch angeordneter gerader Schneiden, wie nach Fig. 5, haben die Fräser 46 jedoch winkelförmige Schneiden (d. h. von etwa V-förmigem Umriss) und die Breite der Fräser ist wesentlich geringer als die Gesamtbreite der herzustellenden Versenkung. Die Fräser 46 werden so tief in den Mantel 10 eingeführt, dass Ausnehmungen mit sechseckigem Umriss entstehen. Wie in Fig. 7 dargestellt, sind die Achsen benachbarter Fräser 46 gegeneinander um 900 versetzt. Auf diese Weise werden die Löcher A, B, C...
(Fig. 8) durch einen Fräser erzeugt, dessen Achse parallel zur Achse des Mantels 10 liegt, während die Löcher A', B', C'... durch einen Fräser mit hiezu senkrechter Achse hergestellt werden. Beispielsweise zeigen die Fig. 8, 9 und 10 eine Loehanordnung, bei der sechs vollständige Umdrehungen des Mantels 10 den erstgenannten Fräser in Eingriff mit der sechsseitigen Ausnehmung bringen, welche durch den zweitgenannten Fräser erzeugt wurde, so dass dann der bei 48 (Fig. 8) in gestrichelten Linien dargestellte Teil bearbeitet wird, wodurch somit der viereckige Umriss der Versenkung vollendet wird (Fig. 10).
Die Vollendung der gesamten Versenkarbeit erfolgt auch hier, nachdem der Mantel 10 in bezug auf die Fräser erneut eingestellt worden ist.
Fig. 11 zeigt eine weitere abgeänderte Ausführungsform, bei der sechsseitige Versenkungen 50 in einem einzigen Arbeitsgang erzeugt werden, indem ein Satz von V-förmig profilierten Fräsern verwendet wird, die sämtliche um parallele Achsen umlaufen.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Versenken von in Trommelmänteln od. dgl. zylindrischen Körpern vorgesehenen Bohrungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenoberfläche der Trommeln od. dgl. an der Mündung jeder Bohrung durch einen Fräser mit am Umfang angeordneten, geradlinig achsparallel oder V-förmig profilierten Zähnen, dessen Achse jene der Bohrung im rechten Winkel schneidet, so
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Umrisse gebildet wird.