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Verfahren zur Herstellung einer liehtempfindliehen Sehieht.
Die Erfindung besteht in einer Verbesserung und weiteren Ausgestaltung des Verfahrens gemäss dem Stammpatent Nr. 160677 und bezweckt die Herstellung einer auf einem Träger aufgebrachten, lichtempfindlichen Schicht, welche eine Diazoniumverbindung, eine Farbstoffkomponente und einen alkalisch reagierenden Stoff enthält und Selbstfärbungseigenschaften aufweist.
Unter Selbstfärbungseigenschaften ist hier im Sinne des Stammpatentes die Eigenschaft zu verstehen, dass nach der Belichtung ausschliesslich durch Einwirkung von Wasserdampf oder Luftfeuchtigkeit entwickelt werden kann. Unter Farbstoffkomponente ist eine Verbindung verstanden, die bei hinreichendem Wassergehalt in Gegenwart eines alkalisch reagierenden Stoffes mit der gleichzeitig auf oder in dem Träger vorhandenen Diazoniumverbindung zu einem Farbstoff reagieren kann.
Dergleichen Schichten werden nach der Lehre des Stammpatentes dadurch hergestellt, dass sowohl mindestens einer der zur Farbstoffbildung erforderlichen Bestandteile als auch ein alkalisch reagierender Stoff in Pulverform auf den Träger aufgebracht werden. Dementsprechend wird beispielsweise Papier mit einer wässerigen Lösung einer Diazoniumverbindung bestrichen und nach Trocknen der Träger auf der lichtempfindlich zu machenden Seite mit einem feinen homogen vermischten Pulver eingerieben, das aus einer Farbstoffkomponente und einem alkalisch reagierenden Stoff, z. B. Soda, besteht. Derartige Schichten haben den Nachteil, dass die fertigen Pausen-nicht lange haltbar sind, weil die hellen Stellen nach einiger Zeit unansehnlich werden.
Die Erfindung bezweckt, einer Vergilbung der auskopierten Teile der fertigen Lichtpause vor- zubeugen-und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Träger mit einem pulverförmigen Stoff versehen wird, welcher durch Reaktion mit einem alkalisch reagierenden Stoff bzw. Hydrolyse ein schwer lösliches hydratisiertes Oxyd ergibt. Unter dem Begriff"schwer lösliehes hydratisiertes Oxyd"fallen Hydroxyde, wie Aluminiumhydroxyd, Siliciumhydroxyd, Chromhydroxyd u. dgl., nicht aber Erdalkalihydroxyde, welche nicht als schwer lösliche Hydroxyde im Sinne der Erfindung betrachtet werden.
Die Erfindung bietet den Vorteil, dass man nicht besonders genau auf die Menge des auf der Schicht aufzubringenden alkalisch reagierenden Stoffes zu achten braucht, was von besonderer Bedeutung ist, da der alkalisch reagierende Stoff in Pulverform aufgebracht wird. Ein Überschuss des alkalisch reagierenden Stoffes ist zur Herbeiführung einer schnellen Farbstoffbindung bei der Selbstfärbung erwünscht, kann aber den Nachteil mit sich bringen, dass dadurch die Vergilbung des Hintergrundes der fertigen Lichtpause gesteigert wird.
Gemäss der Erfindung wird diese Vergilbung stark herabgesetzt, indem einerseits anscheinend durch die Bildung des schwer löslichen Hydroxyds der Überschuss der alkalisch reagierenden Stoffe ganz oder teilweise entfernt wird, ohne dass dadurch die Farbstoffbildungsreaktion merkbar nachteilig beeinflusst wird, anderseits das gebildete Hydroxyd anscheinend durch adsorptive Bindung der in den auskopierten Teilen vorhandenen organischen Stoffe einer zur Vergilbung führenden Reaktion dieser Stoffe entgegenwirkt. Die Erfindung ist jedoch an diese oder eine andere theoretische Erklärung der Wirkung nicht gebunden.
An Hand einiger Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert.
Beispiel l : Papier wird mit einer 1 igen wässerigen Lösung des Zinkehloriddoppelsalzes von 4-Diphenylaminodiazoniumehlorid bestrichen und nach Trocknen mit einem Gemisch in Pulverform von Phloroglucin und Calciumsilikat eingerieben. Es wird somit eine lichtempfindliche Schicht mit
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Selbstfärbungeigenschaft erzielt, welche durch Erteilung eines die Farbstoffbildung herbeiführenden Feuehtigkeitsgrades entwickelt werden kann. In diesem Beispiel wirkt das Calciumsilikat sowohl als alkalisch reagierender Stoff als auch als Stoff, der bei der Entwicklung ein schwerlösliche Hydroxyd bildet. Gewiinschtenfalls kann man zur Erhöhung der Entwicklungsgesehwindigkeit bei der Selbstfärbung noch das Papier auch mit wasserfreier Soda einreiben.
Beispiel S : Papier wird mit einer l% eigen wässerigen Lösung des Dimethylaminobenzoldiazoniumborfluorids bestrichen und nach Trocknen mit einem Gemisch von Aluminiumsulfat, Caleiumoxyd und-Naphtol in Pulverform eingerieben. Statt Caleiumoxyd kann auch wasserfreie Soda in Pulverform angewandt werden. Bei der Reaktion des Aluminiumsulfats mit dem Calciumoxyd wird Calciumsulfat und Aluminiumhydroxyd gebildet, so dass der Überschuss des alkalischen Stoffes durch diese Reaktion entfernt wird.
Beispiel 3 : Papier wird mit einer l% eigen wässerigen Lösung des Zinkchloriddoppelsalzes von 4-Dipehylaminodiazoniumchlorid bestrichen und nach Trocknen mit einem Gemisch in Pulverform von 8-Naphtol und Natriumaluminat und gewünschtenfalls auch wasserfreier Soda eingerieben.