AT160804B - Verfahren zur Herstellung von eine Diazoniumverbindung und eine Kupplungskomponente enthaltenden lichtempfindlichen Schichten und von Bildern daraus durch Belichten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von eine Diazoniumverbindung und eine Kupplungskomponente enthaltenden lichtempfindlichen Schichten und von Bildern daraus durch Belichten.

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AT160804B
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diazonium compound
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von eine Diazoniumverbindung und   eine Kupplungskomponente   enthaltenden lichtempfindlichen Schichten und von Bildern daraus durch Belichten. 



   Es ist   möglich,   eine lichtempfindliche Schicht, welche eine Diazoniumverbindung, eine Kupplungskomponente und gegebenenfalls einen alkalisch reagierenden Stoff enthält, dadurch herzustellen, dass zumindest ein an der Farbstoffbildung mitwirkender Stoff in Pulverform auf den Träger aufgebracht wird mit dem Zweck, einer vorzeitigen Farbstoffbildung vorzubeugen. 



   Mit Kupplungskomponente ist hier eine Verbindung gemeint, die bei hinreichendem Wassergehalt und nötigenfalls unter Mitwirkung eines alkalisch reagierenden Stoffes mit der gleichzeitig auf oder in dem Träger vorhandenen Diazoniumverbindung zu einem Farbstoff reagieren kann. In Betracht kommen Körper mit Phenol-oder Aminofunktionen, die mit einer Diazoniumverbindung zu einem sogenannten Azofarbstoff kuppeln oder durch eine Diazoniumverbindung zu einer farbigen Verbindung oxydiert werden können. Die Kupplungskomponente kann als solche aufgebracht oder aber in oder auf dem Träger aus einer andern Verbindung gebildet werden, z. B. durch eine photochemische Zersetzung einer Diazoniumverbindung. Das beschriebene Verfahren eignet sich besonders zur Herstellung lichtempfindlicher Schichten mit Selbstfärbungseigensehaft.

   Hierunter ist zu verstehen, dass nach der Belichtung ausschliesslich durch Einwirkung von Wasserdampf oder Dampf entwickelt werden kann, wobei auf nicht belichteten Teilen eine intensive Farbe und auf stark belichteten Teilen keine oder nahezu keine Farbe entsteht, ohne dass ausserdem danach zur Fixierung irgendein anderer Stoff zugesetzt oder entfernt zu werden braucht. 



   Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung des obenerwähnten Verfahrens und ist dadurch gekennzeichnet, dass sowohl mindestens eine der Farbstoffkomponenten als auch ein weiterer nicht unmittelbar an der Farbstoffbildung teilnehmender Stoff in Pulverform auf einen Träger aufgebracht werden. 



   Erfindungsgemäss wird als nicht unmittelbar an der Farbstoffausbildung teilnehmender Stoff ein solcher verwendet, welcher unter Beibehaltung seiner Pulverform Feuchtigkeit aus der Atmosphäre aufnehmen kann, beispielsweise Reismehl oder Weizenmehl. 



   Mit der Erfindung wird eine grössere Haltbarkeit der unbelichteten Schichten erzielt. Die Erfindung gestattet somit eine grössere Wahl der verschiedenen Kombinationen von Diazoniumverbindungen und Kupplungskomponenten, insbesondere bei Schichten, welche gegen die Feuchtigkeit der Atmosphäre besonders empfindlich sind. 



   An Hand einiger Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert. 



   Beispiel 1 : Papier wird mit einer   1   igen wässrigen Lösung des Zinkchloriddoppelsalzes von   Paradiphenylaminodiazoniumchlorid   bestrichen, getrocknet, mit Reismehl eingerieben und schliesslich mit einem sehr feinen Pulver   des a-Naphthols bestäubt.   Besser ist noch mit einer Mischung von Reismehl und a-Naphthol in Pulverform einzureiben ; dadurch wird jede Gefahr, dass die    < x-Naphtholteilchen   zusammenklumpen, vermieden. Die so erhaltene lichtempfindliche Schicht kann lediglich mit Dampf entwickelt werden, es ist aber auch eine Entwicklung mit Alkali möglich. 



   Beispiel 2 : Papier wird mit einer   1   igen wässrigen Lösung von   4-Dimethylamionbenzol-   diazoniumborflourid bestrichen und getrocknet. Danach wird der Träger mit einem Gemisch von Reis- mehl, Phloroglucin und wasserfreier Soda in Pulverform eingerieben. 

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   Es ist auch möglich, nach dem erwähnten Trocknen zunächst den Träger mit einem Gemisch von Reismehl und wasserfreier Soda einzureiben und danach mit einem sehr feinen Pulver des Phloro-   glucins   zu bestäuben. 



   Auch kann man den Träger zunächst mit einem Gemisch in Pulverform von Phloroglucin und Reismehl bestäuben und danach mit wasserfreier Soda in Pulverform einreiben. Die so erhaltene lichtempfindliche Schicht besitzt die beschriebene   Selbstfärbungseigenschaft.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung einer eine Diazoniumverbindung und eine Kupplungskomponente enthaltenden lichtempfindlichen Schicht, die nach der Belichtung lediglich durch Einwirkung einer zur Farbstoffbildung ausreichenden Wasserdampfmenge entwickelt werden kann, ohne nachträglichen Zusatz von Fixierungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl mindestens einer der zur Farbstoffbildung mitwirkenden Stoffe als auch zwecks Erzielung einer grösseren Haltbarkeit der unbelichteten Schicht ein stärkeartiger Stoff, wie z. B. Reismehl, der unter Beibehaltung der Pulverform Feuchtigkeit 
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Claims (1)

  1. gemischt aufgebracht werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht mit einem an der Farbstoffbildung mitwirkenden, alkalisch reagierenden Stoff in Pulverform versehen wird.
    4. Verfahren zur Erzeugung von Bildern durch Belichtung lichtempfindlicher Schichten mit Selbstfärbungseigenschaft nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schicht durch Erwirkung von Wasserdampf ein die Farbstoffbildlmgsreaktion ergebender Feuchtigkeitsgrad erteilt wird.
AT160804D 1934-10-10 Verfahren zur Herstellung von eine Diazoniumverbindung und eine Kupplungskomponente enthaltenden lichtempfindlichen Schichten und von Bildern daraus durch Belichten. AT160804B (de)

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