AT16128U1 - Montagehilfe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Montagehilfe für eine Tür bzw. ein Fenster mit verdeckt liegenden Bändern, wobei jedes Band einen über zwei Lagerelemente (1) gelenkig mit dem Türrahmen (2) verbundenen Bandlappen (3) aufweist, welcher in eine ent-sprechende Aufnahme in einem Flügelteil am Türblatt bzw. Türprofil (4) aufnehmbar ist. Die Montagehilfe umfasst eine im Wesentlichen U-förmige Klammer (5), wobei die beiden Schenkel (6) als Klemmabschnitte (7) ausgebildet sind, die in den Zwischenraum zwischen Bandlappen (3) und den jeweiligen Lagerelementen (1) einschiebbar sind, um den Bandlappen (3) in seiner Stellung zu den Lagerelementen (1) zu fixieren, und wobei der die beiden Schenkel (6) verbindende Abschnitt (8) einen Griffabschnitt (9) aufweist.
Description
Patentamt
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Montagehilfe für eine Tür bzw. ein Fenster mit verdeckt liegenden Bändern, wobei jedes Band einen über zwei Lagerelemente gelenkig mit dem Türrahmen verbundenen Bandlappen aufweist, welcher in eine entsprechende Aufnahme in einem
Flügelteil am Türblatt bzw. Türprofil aufnehmbar ist.
[0002] Bei Türbändern bzw. Türangeln werden jeweils ein Rahmenteil und ein Flügelteil gelenkig miteinander verbunden. Bei sichtbaren Türangeln weist dazu der Rahmenteil zumeist einen Drehbolzen auf, auf welchem ein entsprechendes Gegenstück am Flügelteil aufgesetzt wird. Das Gelenk wird folglich beim Einhängen der Tür erst ausgebildet. Es ist seit langem bekannt, dass das Einhängen von Tür- bzw. Fensterflügel einige Schwierigkeiten mit sich bringt, da der oft schwere und sperrige Flügel sehr präzise an die entsprechenden Stellen am Rahmen manövriert werden muss, damit sich das Türband entsprechend verbinden kann. Bei den oben beschriebenen sichtbaren Türangeln gibt es hierzu im Stand der Technik einige Hilfsvorrichtungen, welche zumeist als eine Art Leiteinrichtung nahe dem Drehbolzen am Rahmenteil aufgesteckt werden und durch entsprechende Leitabschnitte das Flügelteil beim Einsetzen in die richtige Lage zwingen.
[0003] Bei verdeckt liegenden Türbändern ergibt sich nun das zusätzliche Problem, dass das drehbare Gelenk des Türbandes bereits im Rahmenteil ausgebildet wird, indem ein Bandlappen drehbar darin gelagert ist. Dieser Bandlappen muss beim Einhängen des Flügels in entsprechende Ausnehmungen im Flügelteil manövriert und darin befestigt werden. Es kommt folglich beim Einhängen des Flügels die zusätzliche Schwierigkeit hinzu, dass die gelenkig beweglichen Bandlappen bei mehreren Scharnieren oftmals nicht in die gleiche Richtung zeigen bzw. sich beim Einhängvorgang bewegen, was die Arbeiten zusätzlich erschwert.
[0004] Die Erfindung zielt nun darauf ab, dieses Problem zu beseitigen und eine Montagehilfe zu schaffen, welche auch das Einhängen von Tür- bzw. Fensterflügeln mit verdeckt liegenden Türbändern deutlich vereinfacht und die entsprechenden Bandlappen in vordefinierten Positionen fixiert. Dabei soll die Montagehilfe bei einer Vielzahl unterschiedlicher Türbänder einsetzbar sein. Die Herstellung soll kostengünstig erfolgen und die Anwendung unkompliziert sein.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung dadurch gelöst, dass die Montagehilfe eine im Wesentlichen U-förmige Klammer umfasst, wobei die beiden Schenkel als Klemmabschnitte ausgebildet sind, die in den Zwischenraum zwischen Bandlappen und den jeweiligen Lagerelementen einschiebbar sind, um den Bandlappen in seiner Stellung zu den Lagerelementen zu fixieren, und wobei der die beiden Schenkel verbindende Abschnitt einen Griffabschnitt aufweist. Die Krümmungen der Bandlappen sowie deren Dicke können zwischen den unterschiedlichen Türbändern je nach Größen und Gewicht des Tür- bzw. Fensterflügels sowie des angestrebten Öffnungswinkels stark variieren. Die Höhe der einzelnen Bandlappen sowie der Spalt zwischen Bandlappen und Lagerelementen sind jedoch über viele Modelle hinweg konstant, weshalb die erfindungsgemäße Vorrichtung universell einsetzbar ist. Durch das Einsetzen der Montagehilfe können sämtliche Türbänder eines Tür- bzw. Fensterflügels in gleicher Stellung fixiert werden, welche dann auch während des gesamten Einhängvorgangs gleich bleibt.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die beiden Schenkel zum leichteren Einführen in den Zwischenraum zwischen Bandlappen und den jeweiligen Lagerelementen an ihren freien Enden keilförmig verjüngt sind. Da die Spaltweite zwischen Lagerelementen und Bandlappen unterschiedliche Toleranzen aufweisen kann, ist es vorteilhaft, die freien Enden der Schenkel der Montagehilfe keilförmig verjüngt auszubilden. Dadurch ist das Einführen in jedem Fall vereinfacht und die Montagehilfe kann sicher verkeilt werden.
[0007] Dabei ist es ein zusätzliches vorteilhaftes Merkmal, dass die Klemmabschnitte an ihren voneinander abgewandten Seitenflächen quer zur Längserstreckung der Schenkel verlaufende Rippen bzw. Nuten aufweisen, welche die Klemmwirkung erhöhen. Durch die Oberflächenver1 /8
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Patentamt größerung kann die Reibung am Klemmabschnittwirksam erhöht werden.
[0008] Es ist ferner ein Merkmal der vorliegenden Erfindung, dass zusätzlich zur U-förmigen Klammer ein Winkelstab mit einem mittleren Abschnitt sowie abgewinkelten Randabschnitten vorgesehen ist, wobei die Randabschnitte innerhalb der gleichen Ebene zu jeweils unterschiedlichen Seiten und in voneinander unterschiedlichen Winkeln vom mittleren Abschnitt abgewinkelt sind. Ein abgewinkelter Randabschnitt des Winkelstabs kann vor dem Einsetzen der Uförmigen Klammer am Türrahmen angehalten werden, wodurch der Bandlappen besonders einfach zum mittleren Abschnitt des Winkelstabs eingestellt werden kann. Ein abgewinkelter Randabschnitt kann dabei beispielsweise in einem Winkel von 90° angeordnet sein und der andere Randabschnitt in einem Winkel von 45°. Dadurch können sämtliche Bandlappen des Flügels sehr präzise auf den gleichen Winkel eingestellt und anschließend durch Einsetzen der U-förmigen Klammer fixiert werden.
[0009] Schließlich ist es ein zusätzliches Merkmal der Erfindung, dass die freien Enden des Winkelstabs als Werkzeugspitze, beispielsweise als Schraubendreher, Werkzeugbit, Klemme oder dergleichen, ausgebildet sind. Der Winkelstab kann zusätzliche Funktionen aufweisen. So kann beispielsweise ein Ende ausgeformt sein, um in eine entsprechende Ausnehmung im Flügelteil einzugreifen, um beispielsweise ein Sperrelement für den Bandlappen zu lösen bzw. in Sperrposition zu bringen. Am anderen Ende des Winkelstabs kann ferner ein entsprechender Endabschnitt ausgeformt sein, welcher in Ausnehmungen eines einsetzbaren Sicherungselements eingreift, wodurch dieses Sicherungselement nach dem Einhängen des Tür- bzw. Fensterflügels an seine vorgesehene Position manövriert werden kann.
[0010] Die Erfindung wird nun im Detail anhand des folgenden Ausführungsbeispiels sowie der beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigt [0011] Fig. 1 ein Rahmenteil eines verdeckt liegenden Türbandes gemäß dem Stand der Technik, [0012] Fig. 2 das Rahmenteil mit eingesetzter U-förmiger Klammer der erfindungsgemäßen Montagehilfe, [0013] Fig. 3 einen schematischen Detailausschnitt eines Türprofils mit angeordneter Uförmiger Klammer, [0014] Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer möglichen Ausführungsform der U-förmigen Klammer, [0015] Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer möglichen Ausführungsform eines Winkelstabs und [0016] Fig. 6 eine schematische Schnittansicht durch einen Türrahmen mit daran angeordnetem Winkelstab.
[0017] Der in Fig. 1 dargestellte Rahmenteil eines verdeckt liegenden Türbandes gemäß dem Stand der Technik weist zwei Lagerelemente 1 auf, zwischen welchen ein Bandlappen 3 gelenkig gehalten ist.
[0018] Um nun den Bandlappen 3 in seiner relativen Stellung zu den Lagerelementen 1 zu fixieren wird die U-förmige Klammer 5 der erfindungsgemäßen Montagehilfe entsprechend der Fig. 2 eingesetzt. Dazu wird die U-förmige Klammer 5 am Griffabschnitt 9 am verbindenden Abschnitt 8 genommen und die beiden Schenkel 6 in die jeweiligen Spalten zwischen den Lagerelementen 1 und dem Bandlappen 3 eingeführt.
[0019] In Fig. 3 ist das verdeckt liegende Band mit angeordneter U-förmiger Klammer 5 an einem Türrahmen 2 montiert dargestellt. Der Bandlappen 3 liegt im montierten Zustand dabei in einer entsprechenden Ausnehmung in einem Flügelteil (nicht gezeigt), welches am Türblatt bzw. Türprofil 4 montiert ist.
[0020] Fig. 4 zeigt die U-förmige Klammer 5 im Detail. Sie umfasst zwei Schenkel 6, welche mittels eines verbindenden Abschnitts 8 miteinander verbunden sind. Am verbindenden Ab2/8
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Patentamt schnitt 8 ist ein Griffabschnitt 9 angeformt. An den beiden Schenkeln 6 befinden sich jeweils
Klemmabschnitte 7. Die freien Enden der Schenkel 6 weisen keilförmige Verjüngungen 10 zum leichteren Einführen auf. Die Klemmabschnitte 7 weisen ferner an ihren voneinander abgewandten Seitenflächen Rippen 11 bzw. entsprechende Nuten auf, welche die Klemmwirkung im eingesetzten Zustand erhöhen.
[0021] In Fig. 5 ist ein Winkelstab 12 in einer möglichen Ausführungsform dargestellt. Der Stab weist einen mittleren Abschnitt 13 auf, an welchem zu beiden Enden hin Randabschnitte 14,15 abgewinkelt angeordnet sind. Der erste Randabschnitt 14 ist dabei in einem 90° Winkel vom mittleren Abschnitt 13 abgewinkelt. Der zweite Randabschnitt 15 ist in einem Winkel von 45° abgewinkelt.
[0022] Die freien Enden 16,17 der Randabschnitte 14,15 sind im gezeigten Beispiel als Werkzeugspitzen ausgeformt. Das erste freie Ende 16 vom ersten Randabschnitt weist dabei eine Geometrie eines Werkzeugbits auf, welche zum Lösen bzw. Anziehen eines Sperrelements am Flügelteil dient. Zum endgültigen Fixieren des Tür- bzw. Fensterflügels bedarf es folglich keines zusätzlichen Werkzeugs. Das zweite freie Ende 17 des zweiten Randabschnitts 15 ist ausgeformt um in eine entsprechende Ausnehmung eines Sicherungselements einzugreifen, welches dann mittels Klemmwirkung am freien Ende 15 gehalten ist. Mittels des Winkelstabs 12 kann dann dieses Sicherungselement einfach in die vorgesehene Position im Flügelteil eingesetzt werden.
[0023] Zum Justieren der Bandlappen einer Tür bzw. eines Fensters kann der jeweilig gewünschte Randabschnitt am Türrahmen entsprechend angehalten werden, um den Bandlappen 3 im korrekten Winkel zum mittleren Abschnitt 13 des Winkelstabs 12 auszurichten. In Fig. 6 ist dargestellt, wie der Winkelstab 12 mit dem zweiten Randabschnitt 15 am Türrahmen 2 angehalten wird und der Bandlappen 3 entsprechend parallel zum mittleren Abschnitt 13 in einem 45° Winkel ausgerichtet ist. Anschließend wird der Bandlappen 3 durch das Einsetzen der eiförmigen Klammer 5 in dieser Lage fixiert.
Claims (5)
- PatentamtAnsprüche1. Montagehilfe für eine Tür bzw. ein Fenster mit verdeckt liegenden Bändern, wobei jedes Band einen über zwei Lagerelemente (1) gelenkig mit dem Türrahmen (2) verbundenen Bandlappen (3) aufweist, welcher in eine entsprechende Aufnahme in einem Flügelteil am Türblatt bzw. Türprofil (4) aufnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagehilfe eine im Wesentlichen U-förmige Klammer (5) umfasst, wobei die beiden Schenkel (6) als Klemmabschnitte (7) ausgebildet sind, die in den Zwischenraum zwischen Bandlappen (3) und den jeweiligen Lagerelementen (1) einschiebbar sind, um den Bandlappen (3) in seiner Stellung zu den Lagerelementen (1) zu fixieren, und wobei der die beiden Schenkel (6) verbindende Abschnitt (8) einen Griffabschnitt (9) aufweist.
- 2. Montagehilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schenkel (6) zum leichteren Einführen in den Zwischenraum zwischen Bandlappen (3) und den jeweiligen Lagerelementen (1) an ihren freien Enden keilförmig verjüngt sind.
- 3. Montagehilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmabschnitte (7) an ihren voneinander abgewandten Seitenflächen quer zur Längserstreckung der Schenkel (6) verlaufende Rippen (11) bzw. Nuten aufweisen, welche die Klemmwirkung erhöhen.
- 4. Montagehilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur U-förmigen Klammer (5) ein Winkelstab (12) mit einem mittleren Abschnitt (13) sowie abgewinkelten Randabschnitten (14,15) vorgesehen ist, wobei die Randabschnitte (14,15) innerhalb der gleichen Ebene zu jeweils unterschiedlichen Seiten und in voneinander unterschiedlichen Winkeln vom mittleren Abschnitt (13) abgewinkelt sind.
- 5. Montagehilfe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden (16,17) des Winkelstabs (12) als Werkzeugspitze, beispielsweise als Schraubendreher, Werkzeugbit, Klemme oder dergleichen, ausgebildet sind.
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