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Sicherheitsvorrichtung für Luftradreifen
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für Luftradreifen, die beim Sinken des Reifendruckes ein akustisches Warnsignal in Form eines Knalles abgibt. Bei den bisher bekannten Sicherheitsvorrichtungen mit knallabgebender Signalvorrichtung besteht letztere aus einem Zündsatz, der durch einen Schlagbolzen zur Entzündung gebracht wird. Diese Art der Zündung ist aber nicht vollkommen betriebssicher und bedingt insbesondere auch grössere Abmessungen der Zündvorrichtung, nachdem für den Schlagbolzen zur Entwicklung seiner notwendigen Aufschlaggeschwindigkeit eine entsprechend lange Bewegungsstrecke erforderlich ist. Die Erfindung beseitigt diese Nachteile, u. zw. durch eine knallabgebende Signalvorrichtung, die mit einer aus Reibkörper und Zündmasse bestehenden Zündvorrichtung ausgestattet ist.
Die Zündung des Zündsatzes durch Reibwirkung ist gegenüber der Zündung durch Schlagwirkung vor allem einfach in der Ausführung, auch betriebssicherer, und benötigt zur Erzeugung der für die Zündung notwendigen Reibungswärme verhältnismässig kleine Relativbewegungen zwischen Reibkörper und Zündmasse, die im Bedarfsfalle durch Anwendung die Reibung vergrössernder Mittel noch weiterhin verkleinert werden kann.
Die kleinen Relativbewegungen zwischen Reibkörper und Zündmasse erfordern aber auch einen verhältnismässig kleinen Arbeitsaufwand ; dieser kann entweder indirekt von der Reifendruckluft durch ein beim Sinken des Radreifendruckes ausgelöstes, arbeitsabgebendes Element, z. B. eine Feder, oder direkt durch die Druckluft des Luftreifens geleistet werden. Insbesondere die letztgenannte Art der direkten Verwendung der Druckluft für die Einleitung und Durchführung des Zündvorganges ist in verschiedenen Belangen vorteilhaft, vor allem dann, wenn von den relativ zueinander bewegten Teilen der Zündvorrichtung der gewichtlich leichtere Teil, u. zw. der Reibkörper, bewegt wird.
Zur Bewegung dieses kleinen Reibkörpers genügt ein kleiner einfacher Kolben oder noch besser eine kleine Membrane, deren eine Seite unter Atmosphärendruck stehen kann, während die andere Seite über ein zweckmässig membrangesteuertes Ventil mit dem Luftradreifen in Verbindung steht. Wird hiebei der Zündkörper mit einem Längskanal ausgestattet und der Reibkörper hülsenförmig ausgebildet, so kann dieser Reibkörper samt der ihn bewegenden Membrane auf dem äusseren Ende des Zündkörpers angeordnet werden. Diese Ausgestaltung und Anordnung der Zündvorrichtung ergibt eine in den Abmessungen sehr kleine und daher raumsparende Sicherheitsvorrichtung, die sich demzufolge auch leicht in Form eines auf die Ventilhülse des bestehenden Radreifenventiles aufschraubbaren Gerätes, zweckmässig mit Anschlussstutzen für eine Aufpumpeinrichtung ausbilden lässt.
Hiebei kann Zündkörper, Reibkörper und Membrane zu einem in die Bohrung des Anschlussstutzens einführbaren Einsatz vereinigt sein, der durch die Membrane in der Bohrung des Anschlussstutzens gehaltert ist. Durch die Vereinigung von Zündkörper, Reibkörper und Membrane zu einem Einsatzkörper bzw. zu einem vollständigen Zündsatz wird auch die Möglichkeit geschaffen, Zündsätze für verschiedene Reifendrücke genormt herzustellen und in den Handel zu bringen.
Diese genormten Zündsätze ergeben die Gewähr grösstmöglichster Sicherheit, lassen sich im Fahrzeug leicht unterbringen und mitnehmen und schliesslich auch ohne Werkzeug leicht einbauen. Für die Normierung der Zündsätze als besonders vorteilhaft hat sich die Ausbildung der Membrane für den Reibkörper zu einer z. B. mit Wachs imprägnierten Platte oder Plättchen aus Faserstoff, z. B. aus Pappe, erwiesen.
Durch Wahl stärkerer oder schwächerer Pappescheiben bei der Herstellung der Zündsätze lassen sich mit sonst gleichen Reib-und Zünd- körpern auf einfache Weise die Normierungen für verschiedene Reifendrücke durchführen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von Sicherheitsvorrichtungen gemäss der Erfindung in Form von auf das Radreifenventil aufschraubbaren Geräten in stark vergrössertem Massstab dargestellt. Fig. 1 zeigt die eine Aus- führungsform der Sicherheitsvorrichtung im Längsschnitt, Fig. 2 die andere Ausführungsform ebenfalls im Längsschnitt.
Bei beiden Ausführungsformen ist 1 der auf die Radreifenventilhülse nach Ausbau des Radreifenventiles aufschraubbare Gewindestutzen und 2 ein kappenartiges Gehäuse, das oben in einen Gewindestutzen 3 ausläuft. 4 ist eine auf den Stutzen 3 aufschraubbare Kappe ; nach Abschrauben der Kappe 4 kann auf dem Gewinde-
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stutzen 3 der Schlauch einer Aufpumpvorrichtung befestigt werden.
Zwischen den Teilen 1 und 2 ist eine Membrane 5 mit ihrem äusseren Rande dicht eingesetzt. Die Befestigung der Membrane sowie die Verbindung der beiden Teile 1, 2 erfolgt durch eine vom Gehäuse 2 gebildete Umbördelung 2', die in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise einen Flansch l'des Gewindestutzens 1 umgreift.
In dem Hohlraum des Stutzens 3 ist die knallabgebende Signalvorrichtung angeordnet ; diese besteht aus einem Zündkörper 10 aus geeigneter Zündmasse und einem Reibkörper 11, der bei einer Relativbewegung gegenüber dem Zündkörper 10 letzteren durch die Reibungswärme zur Entzündung bringt. Der Zündkörper 10 weist die Form eines Hohlzylinders mit der
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Anschlussstutzens. 3 angeordnet, wobei im
Boden 28 seitlich des Ventilsitzes 26 Durch- gangskanäle 29 verlaufen, die den über der
Membrane befindlichen Raum mit dem Hohlraum des Anschlussstutzens 3, 3'verbinden.
Die Feder, welche die Membrane entgegen dem Luftdruck im Radreifen belastet, ist mit
35 bezeichnet. 10 ist der Zündkörper, 11 der
Reibkörper und 12 eine mit letzterem auf Be- wegung verbundene Membrane. Der Zünd- körper 10, der Reibkörper 11 und die Membrane 12 sind zu einem in die Längsbohrung des Stutzens 3,
3'einführbaren Einsatzkörper vereinigt, der sich mittels der Membrane in der eingesetzten Lage am oberen Rand des Stutzens 3 abstützt und durch Niederschrauben der Überwurfkappe 4 festgehalten wird. Die Membrane 12 besteht aus einer Scheibe aus Faserstoff, z. B. Pappe, die durch Imprägnierung oder einen Schutzanstrich, z. B. aus Wachs, gegen Feuchtigkeit widerstandsfähig gemacht ist. Die Dicke der Membranscheibe 12 ist dem Luftdruck angepasst, unter dem ein Durchdrücken bzw. Durchreissen der Membrane eintritt.
Demnach können durch Verwendung stärkerer oder dünnerer Membranscheiben Zündsätze für verschiedene Luftdrücke zugerichtet werden.
Bei vollem Reifendruck nehmen die Teile der Sicherheitsvorrichtung die aus Fig. 2 ersichtliche Lage ein. Durch den auf die Membrane einwirkenden vollen Reifendruck wird das Ventil 26, 27 geschlossen gehalten. Sinkt der Reifendruck, so dehnt sich die Feder 35 aus, die Membrane 5 wird durchgedrückt und das Ventil 26, 27 ge- öffnet, was bewirkt, dass die Druckluft des Rad- reifens über das geöffnete Ventil und durch die Kanäle 29 unter die Membrane 12 strömt und diese ausweitet. Der Reibkörper 11 wird gegen- über dem Zündkörper 10 verschoben und die dabei entwickelte Reibungswärme bewirkt die Entzündung des Zündkörpers 10 und die Abgabe des Knalles. Hiebei wird die Membrane 12 durchgerissen, so dass aus der verletzten Membrane der schadhafte Radreifen festgestellt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :