AT163656B - Verfahren zur Herstellung eines Heil- und/oder Vorbeugungsmittels zur Bekämpfung der Nosemaseuche der Bienen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Heil- und/oder Vorbeugungsmittels zur Bekämpfung der Nosemaseuche der Bienen

Info

Publication number
AT163656B
AT163656B AT163656DA AT163656B AT 163656 B AT163656 B AT 163656B AT 163656D A AT163656D A AT 163656DA AT 163656 B AT163656 B AT 163656B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
bees
medicinal
combating
nosema
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Schmid
Original Assignee
Josef Schmid
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Josef Schmid filed Critical Josef Schmid
Application granted granted Critical
Publication of AT163656B publication Critical patent/AT163656B/de

Links

Landscapes

  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines   Heil-und/oder Vorbeugungsmittels   zur Bekämpfung der
Nosemaseuche der Bienen 
Bekanntlich leidet die Honigbiene an verschiedenen Erkrankungen, von welchen die Darmoder Nosemaseuche eine der schwersten ist und meistens ein Aussterben des Bienenvolkes bis auf einen kleinen Rest zur Folge hat, wodurch ein Honigertrag unmöglich wird und meist das ganze Volk verlorengeht. 



   Der Erreger dieser ansteckenden Krankheit ist ein Parasit (Nosema apis Zander), welcher in der Wand des Mitteldarmes der Biene Dauerformen (Sporen) bildet, die mit dem Kote ausgeschieden und im Infektionswege wieder von anderen Bienen aufgenommen werden. 



   Im Darm keimen die Sporen und senden einen Keimling aus, welcher in die Darmwand eindringt. Nach Vermehrungsvorgängen werden aus der Darmwand Sporen in grosser Zahl in den Darm abgestossen, wo ein Teil von ihnen wieder keimt und eine verstärkte Infektion der befallenen Bienen hervorruft, während ein anderer Teil ungekeimt den Darm verlässt und die noch gesunden Bienen gefährdet. 



   Es ist ferner bekannt, dass Sporen durch Fermente, Enzyme oder andere Stoffe zum Keimen veranlasst werden können. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Heil-und/oder Vorbeugemittels zur wirksamen Bekämpfung der Darmoder Nosemaseuche der Bienen, das eine sehr günstige Wirkung auf den Erreger dieser Krankheit hervorruft. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird dem Bienenfutter, gegebenenfalls wiederholt, ein sauerstoffabspaltendes Mittel, vermischt mit einer die Keimung der Sporen von Nosema fördernden Substanz, beigemengt. 



   Durch Anwendung dieses Mittels wird eine doppelte Wirkung erzielt ; einerseits wird die Keimung der Sporen angeregt, andererseits werden die gebildeten   Keime in Berührung mit   dem erfindungsgemäss hergestellten Mittel abgetötet. 



   Als sauerstoffabspaltendes Mittel kann vorteilhaft Wasserstoffsuperoxyd, dessen Derivate oder Stabilisationsformen verwendet werden, welche Substanzen bei geeigneter Dosierung in dem Bienenfutter in genügend beständigem Zustande vorliegen. Im Darme findet dann die Zersetzung statt, wobei der abgespaltene Sauerstoff die Keime tötet. 



   Erfindungsgemäss können als keimungsanregende Substanzen in Verbindung mit dem sauerstoffabgebenden Mittel Fermente oder Enzyme verschiedenerlei Art verwendet werden. Zu diesem Zwecke können die Enzyme bzw. Fermente entweder als reine Substanzen benützt werden oder, was verfahrenstechnisch einfacher und vielfach zweckentsprechender ist, in Form eines Extraktes oder Konzentrates aus fermenthaltigen Materialien. Beispielsweise hat sich die Anwendung von Pepsin oder Trypsin in Verbindung mit einer schwach wasserstoffsuperoxydhaltigen Zuckerlösung zur erfolgreichen Bekämpfung der Nosemakrankheit als geeignet erwiesen. Es genügen z. B. bereits Spuren dieser Fermente als Zusatz bei der Herstellung eines erfindungsgemäss wirksamen Gemisches. 



   Weiters kann auch eine schwache organische Säure, die in Gegenwart des sauerstoffabspaltenden Mittels im wesentlichen beständig ist, oder auch ein Alkohol als keimungsanregende Substanz im Sinne der Erfindung zur Anwendung gelangen. Hiefür geeignete Säuren sind beispielsweise Essigsäure, Zitronensäure, Weinsäure u. dgl., gegebenenfalls auch Ameisensäure. Bei Verwendung von Alkohol wird dieser in die entsprechende Säure übergeführt und kommt auf diese Weise zur Wirkung. 



   Der therapeutische Erfolg des erfindunggemässen Verfahrens äussert sich darin, dass die Nosema zum Stillstand kommt und die Bienenvölker sich erholen. Es wurde gefunden, dass ein guter therapeutischer Erfolg schon dadurch erzielt werden kann, dass den Bienen Futter verabreicht wird, welches nur wenig keimungfördernde Stoffe enthält, wenn nur gleichzeitig ein genügend Sauerstoff abgebender Stoff vorhanden ist. Wesentlich für die Wirksamkeit des erfindungsgemässen Verfahrens ist jedoch stets das gleichzeitige Vorhandensein und die einander ergänzende Wirkung der keimungsanregenden sowie der keimtötenden Stoffe. 



   Beispiele :
1. 1 Mol Wasserstoffsuperoxyd wird in Form der 30% igen Lösung mit einem Drittel Mol Essigsäure   (100% ig)   vermischt und 10 cm3 dieses Gemisches werden zu einem Liter einer Lösung zugefügt, die aus einem Teil Zucker und einem 1 Teile Wasser bereitet wurde. Die erhaltene Lösung besitzt eine zufriedenstellende Haltbarkeit. Zur Erreichung einer Heilwirkung oder 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 vorbeugend erhält jedes Bienenvolk im Frühjahr jede Woche 100 cm3 davon verabreicht. 



   2.   1   Mol Wasserstoffsuperoxyd (als   30% ige   Lösung) werden mit      Mol Alkohol   (100% ig)   vermischt und von dieser Mischung werden 20   cm3   einem Liter Honigwasser 1 : 1 beigegeben. 



  Die erkrankten Völker erhalten davon in Abständen von mehreren Tagen mehrmals bis zu 1 verabreicht. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung eines Heil-und/ oder Vorbeugungsmittels zur Bekämpfung der Nosemaseuche der Bienen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bienenfutter, gegebenenfalls wiederholt, ein sauerstoffabspaltendes Mittel, vermischt mit einer die Keimung der Sporen von Nosema fördernden Substanz, beigemengt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ferment oder ein Enzym als keimungsanregende Substanz verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine schwache organische Säure, die in Gegenwart des sauerstoffabspaltenden Mittels im wesentlichen beständig ist, oder ein Alkohol als keimungsanregende Substanz verwendet wird.
AT163656D 1947-03-13 1947-03-13 Verfahren zur Herstellung eines Heil- und/oder Vorbeugungsmittels zur Bekämpfung der Nosemaseuche der Bienen AT163656B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT163656T 1947-03-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT163656B true AT163656B (de) 1949-07-25

Family

ID=3652506

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT163656D AT163656B (de) 1947-03-13 1947-03-13 Verfahren zur Herstellung eines Heil- und/oder Vorbeugungsmittels zur Bekämpfung der Nosemaseuche der Bienen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT163656B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20200000069A1 (en) * 2017-03-03 2020-01-02 Arkema !nc. Prevention of diseases in honeybees and reduction of pesticide residues in beeswax
WO2020236465A1 (en) * 2019-05-23 2020-11-26 Arkema Inc. Prevention of diseases in honeybees

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20200000069A1 (en) * 2017-03-03 2020-01-02 Arkema !nc. Prevention of diseases in honeybees and reduction of pesticide residues in beeswax
WO2020236465A1 (en) * 2019-05-23 2020-11-26 Arkema Inc. Prevention of diseases in honeybees
EP3972622A4 (de) * 2019-05-23 2023-06-21 Arkema, Inc. Vorbeugung von krankheiten bei honigbienen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2745695A1 (de) Pharmazeutische kombination, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
AT163656B (de) Verfahren zur Herstellung eines Heil- und/oder Vorbeugungsmittels zur Bekämpfung der Nosemaseuche der Bienen
DE69016665T2 (de) Orales s(+)-flurbiprofen- oder ketoprofenhaltiges mittel.
DE1768575B2 (de)
DE1912130A1 (de) Cholinoleat und Mittel zur Behandlung von Krankheiten der Leber,der Gallenblase und der Bauchspeicheldruese
AT394946B (de) Verfahren zur behandlung von an primaer durch treponema hyodysenteriae verursachter schweinedysenterie leidenden schweinen
DE2951132C2 (de)
DE2426393C3 (de) Gebrauchsfertiges flüssiges Gurgelmittel mit antimikrobieller Wirksamkeit
AT150098B (de) Verfahren zur Herstellung baktericid bzw. bakteriolytisch wirkender Substanzen.
DE2727236B2 (de) Verfahren zum Herstellen von Lösungen filtrierter Lysate und darauf basierendes, oral applizierbares Arzneimittel zum Vorbeugen gegen und Bekämpfen von Zahnkaries und Paradentoseerkrankungen
DE706578C (de) Verfahren zur Gewinnung von Praeparaten, die das Kreislaufhormon Kallikrein enthalten
AT246332B (de) Verfahren zur Gewinnung des Antibiotikums Tetracyclin
DE820788C (de) Verfahren zur Herstellung eines Hefe-Leberpraeparates
AT211483B (de) Mittel zur Haarverformung im sauren Medium
DE2208576A1 (de) Medikament zur Behandlung von Al koholvergiftungen
DE517761C (de) Verfahren zur Gewinnung eines weiblichen Sexualhormons aus pflanzlichen Ausgangsstoffen
DE938249C (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydrocodeinhydrorhodanid
DE441614C (de) Verfahren zur Herstellung eines antidiabetisch wirksamen Praeparates aus Pankreasdruesen
DE3104189C2 (de)
AT115379B (de) Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Bekämpfung von Seuchen, insbesondere zur Desinfektion von Stallräumen u. dgl.
DE571716C (de) Verfahren zum Herstellen von geruch- und geschmacklosen, als Futtermittel verwendbaren Fisch- und Fleischmehlen
AT215082B (de) Hornhauterweichungsmittel
DE377367C (de) Desinfektionsmittel
DE833103C (de) Verfahren zur Herstellung eines Gichtmittels
AT240366B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 2-Methyl-3-(2&#39;-methyl-3&#39;-chlor-phenyl)-chinazolons-(4)